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Dadurch, dass das weibliche* Geschlecht so lange als Ausschließungsgrund für quasi alle menschlichen Aktivitäten galt, gibt es bis heute Kategorien, in denen man die Erste werden kann. Einige Dinge sind schon lange ausständig, manche Sphären werden gerade erobert.
In dieser fünften Folge beschäftigen wir uns mit zwei extrem unterschiedlichen Frauen*. ANNA KOMNENE war die erste Historikerin & WALENTINA TERESCHKOWA war die erste Frau* im All. Beide haben auf ganz spezielle Art und Weise Geschichte geschrieben. Anna war nicht nur byzantinische Prinzessin im Hochmittelalter, sondern politische Akteurin in einer Zeit voller Krieg, politischen Allianzen und dem wachsenden Christentum. Sie hat mit dem Werk “Alexiad” die Herrschaft ihres Vaters festgehalten und damit die wichtigste Primärquelle dieser Zeit in Form eines Epos verfasst. Walentina war die erste Kosmonautin, sie musste 1963 den Planeten 48 Mal für die UdSSR umrunden und danach aus 7km Höhe auf den Erdboden springen. Mitten im Rennen der Großmächte gelandet, wurde sie im Kalten Krieg von einer Näherin zum Propagandainstrument. Sie reiste um die ganze Welt, war auf Briefmarken und ist heute mit 83 Jahren aktives Mitglied in der Partei Putins (“Einiges Russland”).
Wir sprechen darüber was “die Erste sein” mit Wettkampf, der Gläsernen Decke und Frauenquoten zu tun hat. Was wollen wir dieses Jahr zum ersten Mal machen und warum ist jetzt die Zeit eigene Bereiche zu kreieren, in denen wir die erste Person sein könnten?
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In der vierten Folge der schwankveiber sprechen wir über die Künstlerinnen Frida Kahlo & Katsushika Ōi. Frida Kahlo nannte sich selbst ein Kind der mexikanischen Revolution. Ihr von Leid und Leidenschaft geprägtes Leben hat sie zu einer der berühmtesten Personen der Kunst gemacht und im 21. Jahrhundert eine regelrechte Fridamania ausgelöst. Katsushika Ōi war eine der einflussreichsten Künstlerin des Edo-Japans, nicht weil sie die Tochter von Hokusai (The Great Wave) war. Wir erfahren, dass sie die Hand hinter seinen größten Erfolgen gewesen sein soll (!) und diskutieren warum es nur so wenige Informationen über sie gibt.
Beide Künstlerinnen haben sich nicht an die Normen der Kunst gehalten und jeweils in ihrem kulturellen Kontext ein kreatives Erbe hinterlassen. Beide künstlerische Visionen zeigen uns die Wichtigkeit der eigenen weiblichen Repräsentation, die Frau als Subjekt und die Auseinandersetzung, was weibliche Realitäten wirklich sind. Wie werden Frauen in der Kunst/Werbung/Kultur dargestellt und von wem? Kunst kann beeinflussen, wie wir uns selbst und die Welt sehen vor allem in Zeiten von Social Media.
Die dritte Folge ist zwei Riesinnen gewidmet: Rosa Luxemburg und Olympe de Gouges. Sie beide trennt zwar über ein Jahrhundert, ihr Mut aber und ihr Wille zur Veränderung ist ihnen dennoch gleich. Olympe sah sich als Analphabetin und Arbeiterin mit dem Sexismus und Klassismus jener zeitgenössischen Revolutionäre konfrontiert, die sie schließlich zum Tode durch die Guillotine verurteilten. Rosa war ihrer Zeit voraus und wollte sich nicht mit dem Konformismus ihrer Genossen zufriedengeben, auch sie wurde deshalb getötet. Wir sprechen über radikalen Wandel, wie er nur durch die Beteiligung von Frauen stattfindet. Was es heute braucht und wie wir es endlich schaffen die Rednerinnenbühnen zu erobern, die die Welt bedeuten im kapitalistischen Patriarchat.
PS: Der Platz der Frau war, ist und wird nirgendwo anders sein als in der Revolution selbst.
In der zweiten Folge schwankveiber sprechen wir über "die Prinzessin". Anhand der zwei Ikoninnen der letzten Jahrhunderte SISSI & LADY DIANA interpretieren wir, wie politisch eine Prinzessin sein kann und was diese Kategorie uns über Liebe und Beziehungen beigebracht hat. Wir zeigen die Schattenseiten hinter den Figuren und versuchen zu verstehen, was ein Märchen eigentlich ist. Mit einer Kritik an Disney und dem Bezug zu zeitgenössischer Popkultur wie The Crown erkennen wir den Gehalt, den ihre Darstellungen haben können. Von Spielzeug bis hin zu Real Life Royals, Prinzessinnen haben in der heutigen Zeit nicht an Zauber verloren. Prinzessinnen begleiten uns seit Kindertagen und wir reflektieren über Kitsch, Mutterrollen, Freiheit, Privilegien und den goldenen Käfig. Wir schweifen zum Ende aus, philosophieren über mögliche Verbindungen zur Rollenverteilung in Beziehungen und haben sogar einen Überraschungsanrufer.
In unserer allerersten Folge sprechen wir über die ersten Frauenfiguren überhaupt. Die Heilige und die Hure sind in der christlichen Kultur die ersten und auch einzig großen Frauen die vorkommen. Wir kennen das sogenannte Gegensatzpaar aus unserer eigenen Jugend, aus Popkultur oder den ganzen Widersprüchen, die sie transportieren. In dieser Folge unterhalten wir uns darüber, warum die Jungfrau Maria das beste Image für die Kirche darstellt und welchen wichtigen Beruf Maria Magdalena eigentlich hatte. Wir finden heraus was die zwei Archetypinnen mit Slutshaming, Miniröcken und Kopftücher zu tun haben.
It’s gonna be a veibe!
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