
Sign up to save your podcasts
Or


Signal ist berühmt für gute Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Whatsapp macht das nach. Zwei Österreicher zeigen auf der DEFCON, was die Messenger dennoch verraten.
=== Anzeige / Sponsorenhinweis ===
► Link zum Artikel: https://heise.de/s/drLQm
► c’t: https://www.ct.de
Redaktion & Video: Malte Kirchner
Dieses Video ist ein Mitschnitt der ☕ Coffee-Lecture zum Thema Creative Commons Lizenzen vom 06.06.2018 von 👨🎓 Frank Waldschmidt-Dietz.
▶️ Inhalt:
Wieso hat der Bretonenpulli Querstreifen? Am 27. März 1858 beschreibt ein Dekret der französischen Marine erstmals den Ringelpulli. Unter dem Hemd aus Segeltuch musste ein Pullover getragen werden, der 21 blaue und 21 weiße Streifen hat. Der Zweck: Falls ein Mann über Bord geht, ist er durch die Streifen leichter zu orten, sagt zumindest die Legende. Heute gibt’s Ringelpullis in allen Farben und Streifen-Breiten. Verantwortlich dafür ist Modeikone Coco Chanel: Von ihr getragen wurde der Matrosenlook zur Mode für Landratten. Übrigens: Der gallische Bretone Obelix trug Längsstreifen! Ganz was anderes.
ZDF/Terra X/Björn Raddatz/Maximilian Heß
Auf den Feldern Norddeutschlands steht der Raps in voller Blüte. Nur bis zu 30 Zentimeter dick ist die fruchtbare Humusschicht, der wir unsere Feldfrüchte verdanken. Doch viel tiefer unter den Äckern liegt noch ein anderer Schatz verborgen – Salz. Die geologische Karte zeigt das Vorkommen der Salzstöcke unter Norddeutschland. Das Salz stammt aus einer Zeit, als weite Teile Deutschlands mit einem warmen salzigen Meer bedeckt waren. Die Reise führt ungefähr 258 bis 251 Millionen Jahre zurück zum sogenannten Zechsteinmeer. Das flache Meer lag damals am Rande einer heißen Wüste, ähnlich wie das Tote Meer heute. Durch das trockene und warme Klima verdunstete viel Wasser. So erhöhte sich die Konzentration des Salzes im Meerwasser nach und nach immer mehr. Salzkristalle bildeten sich und sanken zu Boden. Über Jahrmillionen entstanden so mächtige Salzschichten, die heute aus einer Tiefe von etwa 400-1300 Metern gewonnen werden. Da unser Bedarf an Salz so hoch ist, werden jährlich allein in Deutschland rund 18 Millionen Tonnen Steinsalz und sieben Millionen Tonnen Kalisalz gewonnen. Salz ist nicht starr und fest, unter hohem Druck der darüber liegenden Erdschichten, verhält es sich zähflüssig. Es drängt nach oben und formt dabei sogenannte Salzdiapire – pilzartige Gebilde, die Hügellandschaften an der Oberfläche bilden können. Neben dem fruchtbaren Ackerland ist Salz ein wertvoller Schatz in Norddeutschland.
ZDF/Terra X/O. Gurr/L. Bockius/E. Jesse/KawomGbR/K22/M. Heß
Schon vor Tausenden von Jahren haben die Menschen ihre Waren auf unterschiedlichste Art abgemessen und leiteten davon ihre eigenen Gewichtsskalen ab. Für eine einheitliche Definition war die erste Generalkonferenz für Maß und Gewicht im Jahr 1889 entscheidend. Das Gewicht wurde damals anhand eines kleinen Zylinders aus den Metallen Platin und Iridium definiert und abgewogen. Es war genau ein Kilogramm schwer. Dieses Urkilogramm wurde sicher unter drei Glasglocken in einem Safe in Frankreich gelagert – präzise Nachbildungen wurden an die Mitgliedsstaaten der Meterkonvention vergeben und regelmäßig mit dem Original verglichen. Doch: Das Urkilo hatte über die Zeit überraschenderweise abgenommen. Ganze 50 Mikrogramm weniger wog es im Vergleich zu seinen Imitaten. Warum, weiß keiner so genau. Vermutlich entwichen eingeschlossene Gase und machten so das Kilogramm per Definition gar nicht mehr ein Kilo schwer. Klar war: Das Kilogramm musste neu definiert werden – und zwar unabhängig von einem alten Artefakt wie dem Urkilo. Es brauchte eine Naturkonstante. Naturkonstanten werden auch bei allen anderen SI-Einheiten des metrischen Systems als Teil der Definition angewendet. Der Grund: sie können nicht beeinflusst werden und bleiben überall und immer gleich – perfekt für eine präzise und unabhängige Definition. Und so führte am 20. Mai 2019 eine immer und überall reproduzierbare Rechnung mit der sogenannten Planck-Konstante zur Neudefinition des Kilogramms.
ZDF/TerraX+/Bilderfest/Tim Uhlendorf/Moritz Krause/Benjamin Calliari-Herzberg/Maximilian Heß
Mit 39 Männern ging Kolumbus an Bord der Santa Maria. Über erhaltene Lohnlisten sind 87 Namen der Crewmitglieder überliefert, die sich auch auf die anderen beiden Schiffe La Pinta und Niña verteilten. Die Santa Maria war das Schiff von Christoph Kolumbus. Ein Handelsschiff und nicht gemacht für lange Distanzen ohne Zwischenstopp. Ein besseres war aber nicht zu bekommen, denn für Expeditionen mit ungewissem Ausgang wollte niemand sein bestes Schiff hergeben. Dicht gedrängt schlief die Mannschaft da, wo Platz ist. Meist auf Deck oder – bei schlechtem Wetter - zwischen Kisten und Fässern unter Deck. Eine eigene kleine Kajüte hatte nur Kolumbus als Flottenführer. Erst die Entdeckung Amerikas führt zur Bekanntschaft mit der Hängematte – sie würde das Schlafen an Bord revolutionieren. Dass Kolumbus erst eine südliche Route einschlug und auf La Gomera Halt machte, hatte noch einen Grund: Er wusste, dass sich die Kanarischen Inseln im Zentrum der Passatwinde befinden. Sie kommen stets aus dem Osten und bringen Schiffe schnell nach Westen. Von La Gomera aus stach die kleine Flotte schließlich am 6. September 1492 in See. Der Kartenhistoriker Chet van Duzer ist sich heutzutage sicher: Kolumbus kannte die Weltkarte des deutschen Kartografen Henricus Martellus und hatte sie sehr wahrscheinlich mit an Bord. Nach fast fünf Wochen erreichte die Flotte Land. Es war weder Indien noch Japan, sondern es sind die Bahamas. Kolumbus erreichte Amerika, ohne sich dessen bewusst zu sein. Er glaubte, er wäre endlich in Asien gelandet. Über weitere Bahamas-Inseln und Kuba landete er schließlich Weihnachten 1492 auf Haiti. Hier lief die Santa Maria auf Grund, und Kolumbus musste das Schiff wechseln. Auf Kolumbus‘ Reise war auch Juan de la Cosa dabei. Er war Kartograph, sammelte geografische Informationen und würde auf weiteren Reisen seine Karte vervollständigen. Im Jahr 1500 war sie fertig: die erste Karte, die die neue und alte Welt zugleich zeigte. Sie zeigte auch die Linie, mit der Spanien und Portugal die Welt ab 1494 unter sich aufgeteilt hatten. Die Linie durchschneidet Südamerika und ist der Grund, warum heute in Brasilien Portugiesisch gesprochen wird.
ZDF/Terra X/R. Schlosshan/J. Voelker/South&Browse/M. Heß
Bis zu zwölftausend Soldaten waren in einem Legionslager stationiert. Jederzeit kriegsbereit. Im Zentrum die Statue des Kaisers, auf den die Legionäre vereidigt wurden, als Berufssoldaten mit zwanzigjähriger Dienstpflicht. Die Römer betrieben eine Art „militärisches Franchise-System“. Alle Legionslager waren gleich, nach einem Masterplan angelegt: mit Kasernen und auch mit Wohnvierteln für die höheren Ränge. Für die Germanen waren sie uneinnehmbare Festungen. Die Armee brauchte Germanen als Hilfskräfte. Bezahlt wurden sie in barer Münze. Damit konnten sie auch römische Waren kaufen. Sie arbeiteten zwar im Militärlager, wohnen mussten sie aber in Siedlungen davor. Das galt auch für germanische Frauen und Kinder der Legionäre.
ZDF/Terra X/G. Graffe/H. Schmidt/C. Feyerabend/C. Twente /Gruppe 5/M. Wilkens/M. Heß
Rom im Oktober 45 vor Christus. Zu diesem Zeitpunkt war Rom eine Republik. Doch die war gebeutelt von jahrzehntelangen Bürgerkriegen. Der letzte war gerade erst beendet und ein Mann, dessen Name auch heute – mehr als 2000 Jahre später – noch jedem ein Begriff ist, hat ihn für sich entschieden: Gaius Iulius Caesar. Caesar – ein Name, der immer noch das Synonym für Herrschaft ist. Caesar stand als Konsul und Diktator an der Spitze des römischen Reiches, das sich vom Euphrat bis an den Atlantik und von der Sahara bis an den Rhein erstreckte. Seine größte militärische Errungenschaft: er unterwarf Gallien – das heutige Frankreich. Und genau das war ein Problem. Rom war damals eine Republik. Das leitet sich ab vom Lateinischen „Res Publica“ und bedeutet „die öffentliche Sache“. Das heißt, im Staat trifft nicht ein Einzelner politische Entscheidungen. Machtzentrum war der Senat: ein Gremium aus bis zu 1000 erfahrenen Beamten, die so gut wie alle der aristokratischen Oberschicht entstammten. Und genau diese lenkte seit Jahrhunderten die Geschicke Roms. Bis zu diesem Zeitpunkt. Um seine eigene Bedeutung zu unterstreichen, tat Caesar das, was schon andere große Herrscher vor ihm getan hatten: Er ließ sich Bauwerke als Denkmal errichten. Und Caesar setzte einen drauf. Direkt neben dem Forum Romanum ließ er sein eigenes Forum bauen - das Forum Iulium oder auch Caesarforum. Die Tatsache, dass Caesar seine Macht direkt neben dem Forum Romanum zu Schau stellte, bedeutete, dass er seine Herrschaft auch auf die republikanischen Institutionen ausdehnte. Der Senat, einst das zentrale politische Organ Roms, hatte kaum noch etwas zu sagen. Jetzt tanzten alle nach Caesars Pfeife. Cäsar wurde zu mächtig. Viele empfanden ihn als Tyrann. Am 15. März 44 vor Christus wird er im Senat ermordet. An diesem Tag sind rund 300 Senatoren anwesend - 60 wissen von der Verschwörung.
ZDF/Terra X/Ricarda Schlosshan/Natalia Lucic/South und Browse/Maximilian Heß
Mit dem Aufstand der Cherusker unter Arminius im Jahre 9 nach Christus platzte der Traum des Augustus von einer Provinz Germania Magna bis an die Elbe. Das heutige Deutschland wurde zweigeteilt - von der Nordsee bis nach Mainz wurde der Rhein zur Grenze des Imperiums: Rechts des Rheins das Land der germanischen Stämme, unabhängig, aber fern der römischen Zivilisation. Links das römische Germanien. Von Xanten im Norden, über Bonn, Koblenz bis Straßburg und Konstanz im Süden, gründeten die Römer Städte. Städte nach dem Vorbild Roms.
ZDF/Terra X/G.Graffe/H.Schmidt/C.Feyerabend/C.Twente /Gruppe 5 / M.Wilkens/M.Heß
From the publisher's feed