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Die 30-jährige Molekularbiologin Ghazaleh Madani revolutioniert von Potsdam aus die Krebsforschung. Ihr preisgekröntes Start-up CanChip testet Therapien mithilfe innovativer Organ-Chips präziser und ganz ohne Tierversuche an menschlichen Zellen. Ghazaleh Madani ist im Iran geboren und aufgewachsen. 2020 kam sie zum Studieren nach Potsdam. Was ihr Freiheit bedeutet und warum sie die Krebsforschung vorantreibt, erzählt sie in dieser Folge von „Vielfalt in Brandenburg“.
Es ist das Porträt einer entschlossenen Gründerin, die mit Ausdauer und Innovationsgeist beweist, wie aus einer großen Vision echte Veränderung entsteht.
Ghazaleh Madani floh aus dem Iran nach Deutschland, um in Freiheit zu leben. Heute revolutioniert die 30-jährige Molekularbiologin in Potsdam mit ihrem prämierten Start-up CanChip die Krebsforschung: Mithilfe künstlicher Organ-Chips testet ihr Team Therapien direkt an menschlichen Zellen – präziser, schneller und völlig ohne Tierversuche. Doch während ihr Unternehmen abhebt, blickt die Gründerin voller Sorge in ihre Heimat, wo die jüngsten Massenproteste brutal niedergeschlagen wurden. Ein inspirierendes Podcast-Porträt über eine mutige Frau, die persönliche Schicksalsschläge in visionäre Lebensenergie verwandelt.
Foto: Steven Ritzer. All Rights Reserved.
Nicht-binär, queer und sorbisch – für Tamko Hägler gehört das ganz selbstverständlich zusammen. In Cottbus setzt sich Tamko für Sichtbarkeit ein, organisiert queere sorbische Subkultur und zeigt, wie Tradition und Vielfalt sich gegenseitig bereichern können. Aber die Sichtbarkeit hat ihren Preis. Immer wieder gibt es Bedrohungen und Angriffe durch Rechtsextreme und wenig Unterstützung von der Politik. Aber die queere und sorbische Gemeinschaft ist stark und Tamko macht weiter. Eine Geschichte über Mut, Identität und die Frage, wem sorbische Kultur eigentlich gehört.
Links:
Begegnungsort Rosa: https://losmachen.jetzt/rosa-cottbus/
Homepage Zorja, Projekt zur Revitalisierung der niedersorbischen Sprache: https://zorja.org/
Homepage Kolektiw Wakuum: https://www.instagram.com/kolektiw.wakuum/?hl=de
Foto: Luka Lětko
Vielfalt auf dem Acker und auf dem Teller: Bernard Albers hat seinen Hof in Zechin im Märkisch-Oderland vor fünf Jahren auf ökologischen Landbau umgestellt. Seitdem setzt er verstärkt auf Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen. Der Grund liegt auch im Klimawandel: Der Oderbruch zählt zu den trockensten Regionen Deutschlands. Leguminosen kommen mit wenig Wasser besser klar als Getreide – und binden zugleich Luftstickstoff, sodass Kunstdünger überflüssig wird. Franziska Walser hat den Hof besucht und sich mit Bernard Albers über Neuanfänge, anlehnungsbedürftige Linsen und hartnäckiges Beikraut unterhalten.
Links:
• Bio-Hof Albers bei Regionalwert Berlin: https://www.regionalwert-berlin.de/unsere-partner/partnerbetriebe/bio-hof-albers/
• Projekt KIWERTa: https://www.regionalwert-berlin.de/unsere-projekte/kiwerta/
• Legunet – Netzwerk Leguminosen: https://www.legunet.de/
• Umweltbundesamt: Regionale Klimaanpassung Brandenburg: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpassung-an-den-klimawandel/anpassung-auf-laenderebene/regionale-anpassung-in-brandenburg
Foto: Franziska Walser. All rights reserved.
Wie kann die Akzeptanz von erneuerbarer Energie gesteigert werden?
»Es frustriert die Leute hier in der Region ungemein, wenn Investoren aus dem Ausland oder aus anderen Teilen von Deutschland hierherkommen, hier Flächen belegen und mit den Flächen vor Ort Geld machen - das frustriert die Bürger und schafft nicht wirklich viel Akzeptanz.«
Jessica Heyde, Mitarbeiterin im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Herzberg
Episodenbeschreibung
Um die Akzeptanz für erneuerbare Energien zu erhöhen, lohnt es sich zum Beispiel Anwohner*innen am Gewinn der Photovoltaik-Anlagen oder Windräder zu beteiligen. Eine Form, wie das umgesetzt werden kann, sind Bürgerenergiegenossenschaften. Das Konzept? Eine Gruppe von Menschen schließt sich zusammen, um gemeinsam erneuerbare Energie zu produzieren und zu nutzen. Laut dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband verband steigt deren Zahl in Deutschland seit 2022, dem Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine und dem damit verbundenen Wegfall russischer Gasimporte. Doch was bringt eine Energiegenossenschaft für eine Kleinstadt außer Energie noch? Warum sich die Kleinstadt Herzberg in Elbe-Elster dafür entschieden hat, so eine Unternehmensform zu gründen, und welche Erfahrungen die Stadt bisher bei der Gründung gemacht hat, darum geht es in dieser Podcast-Folge der Reihe „Strom und Wärme – gemeinsam, bezahlbar, erneuerbar“. Neue Folgen gibt es einmal pro Monat bei „Böll.Regional“.
Unsere Expert*innen
Jessica Heyde • Mitarbeiterin im Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Herzberg
René Kiepisch • Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung und stellvertretender Bürgermeister von Herzberg
Weiterführende Artikel und Quellen
• Energiegenossenschaft Elbe-Elster eG: 🔗 [https://www.beg-elbeelster.de/]
• Stadt Herzberg: 🔗 [https://www.herzberg-elster.de/seite/695310/b%C3%BCrgerenergiegenossenschaft-elbe-elster.html]
• Infobroschüre: Auf der Sonnenseite: Einnahmemöglichkeiten aus Solarparks für Brandenburger Kommunen und Anwohner*innen: 🔗[https://www.boell-brandenburg.de/de/2023/12/05/auf-der-sonnenseite]
• Infoblatt: Photovoltaik in Brandenburg: 🔗[https://www.boell-brandenburg.de/de/2022/10/08/infoblatt-photovoltaik-brandenburg]
• Infoblatt: Windkraft in Brandenburg: 🔗 [https://www.boell-brandenburg.de/de/2025/04/23/infoblatt-windkraft-brandenburg]
• Infoblatt: Kommunale Wärmeplanung in Brandenburg: 🔗 [https://www.boell-brandenburg.de/de/2024/06/26/infoblatt-kommunale-waermeplanung-brandenburg]
• Gesetz zur Zahlung einer Sonderabgabe für Photovoltaik-Freiflächenanlagen an Gemeinden (Photovoltaik-Freiflächenanlagen-Abgabengesetz - BbgPVAbgG) vom 31.01.2024: 🔗[https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgpvabgg]
• Gesetz zur Zahlung einer Sonderabgabe an Gemeinden im Umfeld von Windenergieanlagen (Windenergieanlagenabgabengesetz - BbgWindAbgG) vom 19.06.2019: 🔗 [https://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgwindabgg]
• Wind- und Solareuro werden vom neuen Erneuerbare-Energien-Sonderabgabengesetz abgelöst: 🔗 [https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/parladoku/w8/drs/ab_1700/1723.pdf]
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Fragen oder Feedback zur Sendung gern an podcast[at]boell.de
Katja hat in der Ukraine als Lehrerin gearbeitet hat und leitet heute eine Jugendtheatergruppe in Potsdam. Sie ist eine von gut 100 Menschen mit Fluchterfahrung, die durch das Projekt „Du für Brandenburg“ an eine ehrenamtliche Einsatzstelle vermittelt wurden. Die Freiwilligen helfen wo Hilfe dringend gebraucht wird und können zugleich ihr Deutsch verbessern und Arbeitserfahrungen machen.
Links:
Es kann anstrengend werden, wenn man in keine Schublade passt: Tanya Raab
Instagram:
Buch "Shalom zusammen!":
Kiosk, Bäckerei und Puppentheater – der Kiosk OderBerg ist ein multifunktioneller Raum in der Stadtmitte von Oderberg. Den Machern Kai Kreutzmann und Artur Albrecht geht es nicht nur um leckeres Brot, sondern um echte Begegnungen und ein neues Heimatgefühl. Ihr Unternehmergeist findet vor Ort aber nicht nur Unterstützung.
Links:
Kai Kreutzmann / Bäckerei Rauchzeichen auf Instagram: https://www.instagram.com/rauchzeichen.kk/
Verlassene Höfe, verwilderte Brachen, Dachböden voller Dinge: Brandenburg hat unzählige „lost places“. Dort beginnt die Kunst von Endmoräne. Der Künstlerinnenverein mit Wurzeln in Lietzen bei Seelow schafft seit mehr als 30 Jahren außergewöhnliche, ortsbezogene Projekte. Jedes Jahr bespielen die 24 Mitglieder des Vereins einen Ort und verbinden dort mit ihrer Kunst die Vergangenheit mit der Gegenwart. Immer beziehen sie die Menschen der Gegend mit ein und hauchen den Orten so neues Leben ein. Manche Gebäude, Gärten und Anlagen bekommen so sogar einen neue Zukunft. In diesem Podcast begleiten wir die Künstlerinnen von Endmoräne bei einem neuen Projekt in Brandenburg.
Links:
Film über die Sommerwerkstatt im Alten Kino in Frankfurt/Oder:
Endmoräne auf Instagram:
Michael Kurzwelly gestaltet die Zukunft, indem er sie erfindet. In der deutsch-polnischen Grenzregion um die Städte Frankfurt/Oder und Słubice rief der Interventionskünstler die Stadt Słubfurt ins Leben. Die Stadt hat ein Wappen, ein Stadtparlament und einen zentralen Ort, an dem man sich trifft: Den Brückenplatz. Außerdem ist Słubfurt die Hauptstadt des Landes Nowa Amerika, eine weitere Erfindung von Kurzwelly. Mit seiner Interventionskunst will er Nationalität und alles, was mit ihr zu tun hat als Konstruktion entlarven. Und durch seinen Gegenentwurf eine bessere Welt schaffen. Mit einer menschlichen Gesellschaft, in der verschiedene Kulturen gleichberechtigt miteinander leben.
Links:
Informationen über den Brückenplatz:
Einzelausstellung von Michael Kurzwelly in Posen (11.10. – 10.11.2024)
Michael Kurzwelly auf Instagram
Seine Geschichte liest sich wie ein modernes Märchen: Mit 15 hat er geschafft, wovon viele Künstler*innen träumen: Eine New Yorker Galerie entdeckt ihn, auf Instagram. Ilusch malt abstrakt, expressiv, in kräftigen, dunklen Farben. „15-jähriger Brandenburger stellt in New York aus“ titeln die Zeitungen. Die Märkische Oderzeitung berichtet, aber auch die Berliner Zeitung, die Zeit, die Süddeutsche, die DPA, sogar El Pais aus Spanien. Aber in seiner Heimatstadt Frankfurt (Oder) wird er nicht nur gefeiert, sondern auch angefeindet und bedroht. Denn Ilusch setzt sich für ein buntes, weltoffenes Frankfurt (Oder) ein - und verkörpert es mit seiner ganzen Person.
Links:
Kunsthalle Magistrale
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