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Heute: Die Attackelerche (Kamikazelerche). Alauda attacka.
Die Lerchen haben generell ein kleines Problem, nämlich das Gefährdetsein und Aussterben. Ihre Lebensräume werden zubetoniert, und der typische Lerchenflug funktioniert nicht auf Landebahnen und Parkplätzen, egal wie sehr diese in unbepflanztem Zustand einem Acker ähnlich sehen mögen. Die den Asphalt beweidenden bunten Blechbeulen stören erheblich. Außerdem gibt es immer weniger zu futtern für die Lerchen, denn ihre Snacks kommen grundsätzlich unverpackt daher und können auch schon mal fliegen. – Natürlich treffen diese Kriterien auch irgendwie auf eine Boeing 747 zu, jedoch gibt es mit letzterer mehrere kleine Probleme; das beginnt beim fehlenden Dosenöffner und endet nicht zuletzt bei der Größe der Schnabelöffnung der normalen Lerche.
Die Lerchen sind sich der Problematik ihrer Existenz durchaus bewusst und haben sich gebietsweise zu Interventions-Gruppen zusammengeschlossen, die Guerilla-Gardening betreiben, mit Infoblättern auf ihre Lage aufmerksam machen, und sich auch als Anlaufstelle und Kooperationspartner für andere gefährdete Vogelarten (zum Beispiel den Tierfreund-Kiebitz) der Acker-, Feld- und Wiesenbrachen betätigen. Wo immer sie können, bilden sie Banden und bringen der menschlichen Bevölkerung die Flötentöne bei.
Im April 2012 kam es zu einer offenen Konfrontation zwischen Lerchen und Ornithologen, deren Hintergrund in der Öffentlichkeit weitestgehend unverstanden blieb. Es ging ein Foto eines Steines, eines Fernglases mit kaputter Linse und einem Bekennerschreiben durch die Tagespresse, welches man dem anarchistischen Spektrum zuordnete und von dort an in der Politik die Anti-Linken-Gesetze weiter verschärfte.
Der Anlass des Steinwurfes war allerdings, dass ein bekannter Marburger Ornithologe Exkursionen zum Lerchen-Twitching anbot und bei dieser Gelegenheit viele Jahre lang mit schönster Regelmäßigkeit seinen zur 500 m langen Anfahrt verwendeten SUV auf den einzigen unbetonierten Fleck Erde parkte, welcher den letzten Lerchen des Gebietes als Rückzugsort diente.
Da mehrfache Info-Zettel („Sehr geehrter Mensch, Du parkst soeben dein Auto auf dem letzten Fleck unversiegelter Erde. Dieses Fleckchen ist der letzte Rückzugsort für die Lerchen in diesem Gebiet. Um Dich herum ist alles betoniert und asphaltiert, damit Dein Auto dort schön stehen kann, und wir bitten darum, das Du zukünftig nicht das letzte verbliebene Biotop zustellst und den Lerchen damit ihre Lebensgrundlage nimmst! Dankeschön für zukünftige Rücksichtnahme, Deine Lerchen“) unterm Scheibenwischer keine Abhilfe brachten, griffen die Vögel schließlich zum Wurfstein und lösten einen Sturm der Empörung in der Oberhetz-Presse aus, welcher in seiner Heftigkeit durchaus der 1993er Hetzkampagne gegen die Killerkrähe und der Riesenraubelster gleich kam und die Marburger Jägerschaft geschlossen den Abschuss der Kamikaze-Lerchen fordern ließ.
Presse-Überblick (chronologisch; dieser Teil ist nicht im Sprechtext enthalten):
By podcastlabel.deHeute: Die Attackelerche (Kamikazelerche). Alauda attacka.
Die Lerchen haben generell ein kleines Problem, nämlich das Gefährdetsein und Aussterben. Ihre Lebensräume werden zubetoniert, und der typische Lerchenflug funktioniert nicht auf Landebahnen und Parkplätzen, egal wie sehr diese in unbepflanztem Zustand einem Acker ähnlich sehen mögen. Die den Asphalt beweidenden bunten Blechbeulen stören erheblich. Außerdem gibt es immer weniger zu futtern für die Lerchen, denn ihre Snacks kommen grundsätzlich unverpackt daher und können auch schon mal fliegen. – Natürlich treffen diese Kriterien auch irgendwie auf eine Boeing 747 zu, jedoch gibt es mit letzterer mehrere kleine Probleme; das beginnt beim fehlenden Dosenöffner und endet nicht zuletzt bei der Größe der Schnabelöffnung der normalen Lerche.
Die Lerchen sind sich der Problematik ihrer Existenz durchaus bewusst und haben sich gebietsweise zu Interventions-Gruppen zusammengeschlossen, die Guerilla-Gardening betreiben, mit Infoblättern auf ihre Lage aufmerksam machen, und sich auch als Anlaufstelle und Kooperationspartner für andere gefährdete Vogelarten (zum Beispiel den Tierfreund-Kiebitz) der Acker-, Feld- und Wiesenbrachen betätigen. Wo immer sie können, bilden sie Banden und bringen der menschlichen Bevölkerung die Flötentöne bei.
Im April 2012 kam es zu einer offenen Konfrontation zwischen Lerchen und Ornithologen, deren Hintergrund in der Öffentlichkeit weitestgehend unverstanden blieb. Es ging ein Foto eines Steines, eines Fernglases mit kaputter Linse und einem Bekennerschreiben durch die Tagespresse, welches man dem anarchistischen Spektrum zuordnete und von dort an in der Politik die Anti-Linken-Gesetze weiter verschärfte.
Der Anlass des Steinwurfes war allerdings, dass ein bekannter Marburger Ornithologe Exkursionen zum Lerchen-Twitching anbot und bei dieser Gelegenheit viele Jahre lang mit schönster Regelmäßigkeit seinen zur 500 m langen Anfahrt verwendeten SUV auf den einzigen unbetonierten Fleck Erde parkte, welcher den letzten Lerchen des Gebietes als Rückzugsort diente.
Da mehrfache Info-Zettel („Sehr geehrter Mensch, Du parkst soeben dein Auto auf dem letzten Fleck unversiegelter Erde. Dieses Fleckchen ist der letzte Rückzugsort für die Lerchen in diesem Gebiet. Um Dich herum ist alles betoniert und asphaltiert, damit Dein Auto dort schön stehen kann, und wir bitten darum, das Du zukünftig nicht das letzte verbliebene Biotop zustellst und den Lerchen damit ihre Lebensgrundlage nimmst! Dankeschön für zukünftige Rücksichtnahme, Deine Lerchen“) unterm Scheibenwischer keine Abhilfe brachten, griffen die Vögel schließlich zum Wurfstein und lösten einen Sturm der Empörung in der Oberhetz-Presse aus, welcher in seiner Heftigkeit durchaus der 1993er Hetzkampagne gegen die Killerkrähe und der Riesenraubelster gleich kam und die Marburger Jägerschaft geschlossen den Abschuss der Kamikaze-Lerchen fordern ließ.
Presse-Überblick (chronologisch; dieser Teil ist nicht im Sprechtext enthalten):