Voice Marketing ist ein weiterer Bereich des Marketing-Mix eines Unternehmens, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. In seinen Grundprinzipien unterscheidet sich der Bereich nicht von anderen. Es geht weiterhin darum zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit dem richtigen Content die Bedürfnisse der Zielgruppe zu befriedigen. Konsumgewohnheiten und Bedürfnisse der Menschen verändern sich rasant. Vor allem aufgrund der schnellen Entwicklungen unserer digitalen Welt. Unternehmen müssen ihre Kanäle und den Content ständig anpassen, um relevant zu bleiben. Die immer häufigere Nutzung von Sprachassistenten ist kein Hype, sondern Trend. Dementsprechend reif ist die Zeit für Unternehmen sich zu überlegen, wie und wo Voice das Kundenerlebnis verbessern kann.
Schritt 1: Analyse
Jedes Unternehmen ist anders. Daher unterscheiden sich die Potentiale und Möglichkeiten natürlich stark. Im ersten Schritt gilt es die Möglichkeiten im jeweiligen Geschäftsmodell herauszufinden. Kleiner Spoiler: Es gibt für wirklich jedes Unternehmen Potential 🙂
Der beste Start ist die Analyse aller bereits vorhandenen Kommunikationskanäle: Social Media, Apps, Telefon, Website, Chatbots, SMS, E-Mail, Podcasts, etc. Welche Kanäle werden aktuell wie genutzt? Über welche Kanäle werden Kundenanfragen beantwortet? Bestehen diese Kanäle als separate Bereiche oder werden sie mithilfe eines Tools als Omni-Channel-Experience zentral gesteuert und verwaltet? Welche historischen Nutzerdaten liegen vor?
Die Costumer Journey im Voice Marketing
Im Anschluss ist es sinnvoll einen Blick auf die aktuelle Costumer Journey zu werfen. Ich verwende hierfür gerne eine Erweiterung des AIDA-Modells: ASIDAS (Attention-Search-Interest-Desire-Action-Share). Das sorgt für Aufschluss darüber, welche vorhandenen Touchpoints entlang der Journey durch Voice effizienter gestaltet werden können. Aber auch welche neuen Berührungspunkte mit der Zielgruppe entstehen können. Die folgende Grafik zeigt ein paar Beispiele von Voice-Anwendungen entlang der Costumer Journey, die für die eigene Strategie als Inspiration dienen können.
Voice Ads sind interaktive Audiowerbung, wie ein Radiospot mit dem man sprechen kann.
Voice Promotions können Gewinnspiele per Voice App oder auch das Bestellen von Kostproben sein, wie es zum Beispiel Coca Cola in Zusammenarbeit mit Send Me A Sample erfolgreich zeigt.
Die Sprachsuche verändert die Art und Weise wie Menschen nach Produkten und Informationen suchen. Vor allem auch für die lokale Sprachsuche (z.B.: „Wo in meiner Nähe gibt es ein gutes italienisches Restaurant?“) müssen Unternehmen rechtzeitig optimieren, um von den Sprachassistenten berücksichtigt zu werden.
Über Podcast-Voice-Apps kann der Lieblingspodcast auch über Sprachassistenten wie Alexa oder den Google Assistant gehört werden. Vorteil hier ist wiederum die Möglichkeit zur Interaktion (z.B.: „Dürfen wir dir die heutigen Shownotes per Mail schicken?“).
Einer der mitunter größten Einflussbereiche von Sprachassistenten ist der Kundensupport. Künstliche Intelligenz und Sprachassistenten werden auf verschiedene Weise für die Beantwortung von Kundenanfragen genutzt. Voice macht es möglich menschenähnliche Dialoge zu führen, anstatt die „1“ zu drücken, um eine Frage zur Rechnung stellen zu dürfen.
Voice Commerce ist E-Commerce über Sprachassistenten. Das ist besonders spannend für den sehr einfachen und schnellen Wiederkauf von Produkten. (z.B.: „Alexa, bestell bitte Kaffee nach.“) Oder auch als zeitsparendes Feature für den E-Commerce für jegliche Fragen rund um eine Bestellung.
Die „Share a Coke“ Kampagne mit Alexa zeigt, wie auch Empfehlungsmarketing per Sprache funktioniert.
Schritt 2: Konzept
Nachdem im ersten Schritt verschiedene Möglichkeiten analysiert wurden, gilt es im zweiten Schritt die opportunsten herauszufinden. Im Zentrum steht hier die Frage: „Welches Marketingziel und welche Zielgruppe soll erreicht werden?“ Mögliche Ziele können sein:
Leads generieren
Bekanntheit steigern
Eine bestimmte Ka...