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Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!
Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,
Die Predigt habt ihr ja eigentlich schon gehört. Auch wenn die Gedanken des Herrn Oberkirchenrats hier nicht als zusammenhängender Text vorgetragen wurde, ist der Inhalt -- glaube ich -- schon angekommen. Ich habe mich dann gefragt: Soll ich jetzt noch eine zweite Predigt halten? Und dann beschlossen: Das will ich eigentlich nicht. Schon allein, damit die erste Predigt nicht untergeht oder zugedeckt wird durch das, was ich jetzt noch sage.
Und deshalb habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle nur noch das nachzuliefern, was zur Predigt des Oberkirchenrats auf jeden Fall noch gehört hätte. Eine Schriftlesung. Und zwar die heutige, für den dritten Advent 2020, aus Jesaja 40, 1-11. Auch wenn ihr die vielleicht heute schon gehört habt. Und vielleicht in etwas erweiterter Form. Wahrscheinlich reicht das ja auch. Denn, wie es im Text selbst heißt: Alles andere vergeht, "aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich".
Ein bisschen Experiment eben. Hier, unter uns.
Jesaja also -- und ein bisschen Christoph Fischer dabei und vielleicht noch ein paar andere.
Tröstet. Tröstet.
Tröstet, tröstet mein Volk!
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
Tröstet.
Verordnungstexte hören sie schon genug.
Appelle zur Solidarität auch.
Und Argumente dafür und dagegen, manche wohlüberlegt und andere von dubiosen Youtubevideos -- sowieso.
Tröstet mein Volk!
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
Redet mit Jerusalem freundlich.
Freundlich.
Freundlich wie von der herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe.
Freundlich wie von der Menschenfreundlichkeit unseres Gottes, die uns erschienen ist in Jesus Christus.
Freundlich.
Redet mit Jerusalem freundlich.
Freundlich.
Und mit Albstadt auch.
Redet mit Truchtelfingen freundlich.
Und mit Burgfelden.
Freundlich mit Onstmettingen und mit Pfeffingen und mit Tailfingen.
Redet ... freundlich.
Redet freundlich und predigt:
- dass Knechtschaft endet und Freiheit winkt. Sogar ohne Querdenker.
- dass Schuld vergeben ist. Vergeben. Vergessen. Weg. Ins tiefste Meer. Sogar aus dem Internet gelöscht.
- dass das Maß der Strafe voll ist von der Hand des Herrn für alle ihre Sünden.
Stattdessen kommt jetzt etwas anders. Etwas Neues. Etwas nie dagewesenes:
Es ruft eine Stimme:
In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!
Macht den Weg frei für ihn auf der Durchgangsstrasse und in all den Nebenstraßen und in den Wohngebieten eurer Orte.
Der Talgang wird erhöht und das Eyachtal. Das Buchtal wird aufgefüllt und das Rossental und das Heutal und der ganze Lauf der Schmiecha.
Und der Heersberg und der Lammerberg und der Braunhardsberg und alle drum herum werden erniedrigt.
Der Albtrauf wird eben.
Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden,
und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
und wo das Leben holprig läuft und auf ungeraden Bahnen und manchmal sogar völlig aus der Spur, wo sich Berge auftürmen von Sorgen und Leiden und unübersehbaren Zukunftsängsten, und wo sich Gräben auftun, zwischen Menschen, in der Gesellschaft und überall,
was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
Denn:
Die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden,
Des Herrn Mund selbst.
Was sollte ich denn sonst auch predigen?
Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde.
Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht!
Onstmettingen, du Freudenbotin, steig auf den Hohberg,
Sage den Städten Judas
Sagt es ihnen:
Siehe!
Siehe!
Seht! Schaut hin! Entdeckt!
Wir zeigen es euch gerne!
An uns könnt ihr es sehen.
Siehe!
Seht! Schaut!
Da ist euer Gott.
Da ist er.
Er ist da.
Er ist hier.
Er ist bei uns.
Gott mit uns.
Immanuel.
Nicht nur in der Weihnachtsgeschichte.
Nicht nur in längst vergangenen Zeiten.
Nicht nur, wenn alles normal und die Welt in Ordnung ist.
Gerade jetzt:
Er ist da.
Da ist er.
Da ist euer Gott.
Siehe!
Seht! Schaut!
Da ist er.
Da ist Gott der Herr.
Er kommt.
Er kommt.
Er kommt uns nahe.
Er kommt zu uns.
Er kommt.
Er hat keine Ausgangssperre.
Er kennt kein Abstandsgebot.
Ihn schreckt keine Quarantäne ab.
Da kennt er nichts.
Er kommt.
Er kommt uns nahe.
Er kommt zu uns.
Er kommt.
Siehe! Schau! Seh doch!
Entdeckst du ihn?
Er kommt.
Er kommt gewaltig.
Er kommt. Da passiert etwas.
Er kommt gewaltig und sein Arm wird herrschen.
Er ist immer noch in Kontrolle.
Er ist hat immer noch das Sagen.
Er ist immer noch der Herr aller Herren, der König der Könige, der Schöpfer des Universums. Unser allmächtiger Gott.
Er kommt.
Er kommt gewaltig und sein Arm wird herrschen.
Und uns hält er in diesem Arm.
Da kann uns nichts herausreißen.
Nichts.
Wirklich nichts.
Da kann uns nichts herausreißen aus diesem Arm:
Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Sanft und sicher und uns wird nichts mangeln.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal...
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.
Mir wird nichts mangeln.
Was will man mehr?
Tröstet.
Tröstet.
Tröstet mein Volk!
Lasst euch gebrauchen, als Volkströster.
Macht mit, wie Maria und wie Fräulein Anna.
Tröstet mein Volk!
Ihr Freudenboten, selbst getröstet und geweidet und getragen,
Siehe! Seht, schaut!
Da ist unser Gott.
Er kommt.
Seid getröstet.
Amen.
By Christoph FischerGnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!
Liebe Schwestern und Brüder in Jesus Christus,
Die Predigt habt ihr ja eigentlich schon gehört. Auch wenn die Gedanken des Herrn Oberkirchenrats hier nicht als zusammenhängender Text vorgetragen wurde, ist der Inhalt -- glaube ich -- schon angekommen. Ich habe mich dann gefragt: Soll ich jetzt noch eine zweite Predigt halten? Und dann beschlossen: Das will ich eigentlich nicht. Schon allein, damit die erste Predigt nicht untergeht oder zugedeckt wird durch das, was ich jetzt noch sage.
Und deshalb habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle nur noch das nachzuliefern, was zur Predigt des Oberkirchenrats auf jeden Fall noch gehört hätte. Eine Schriftlesung. Und zwar die heutige, für den dritten Advent 2020, aus Jesaja 40, 1-11. Auch wenn ihr die vielleicht heute schon gehört habt. Und vielleicht in etwas erweiterter Form. Wahrscheinlich reicht das ja auch. Denn, wie es im Text selbst heißt: Alles andere vergeht, "aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich".
Ein bisschen Experiment eben. Hier, unter uns.
Jesaja also -- und ein bisschen Christoph Fischer dabei und vielleicht noch ein paar andere.
Tröstet. Tröstet.
Tröstet, tröstet mein Volk!
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
Tröstet.
Verordnungstexte hören sie schon genug.
Appelle zur Solidarität auch.
Und Argumente dafür und dagegen, manche wohlüberlegt und andere von dubiosen Youtubevideos -- sowieso.
Tröstet mein Volk!
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott.
Redet mit Jerusalem freundlich.
Freundlich.
Freundlich wie von der herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe.
Freundlich wie von der Menschenfreundlichkeit unseres Gottes, die uns erschienen ist in Jesus Christus.
Freundlich.
Redet mit Jerusalem freundlich.
Freundlich.
Und mit Albstadt auch.
Redet mit Truchtelfingen freundlich.
Und mit Burgfelden.
Freundlich mit Onstmettingen und mit Pfeffingen und mit Tailfingen.
Redet ... freundlich.
Redet freundlich und predigt:
- dass Knechtschaft endet und Freiheit winkt. Sogar ohne Querdenker.
- dass Schuld vergeben ist. Vergeben. Vergessen. Weg. Ins tiefste Meer. Sogar aus dem Internet gelöscht.
- dass das Maß der Strafe voll ist von der Hand des Herrn für alle ihre Sünden.
Stattdessen kommt jetzt etwas anders. Etwas Neues. Etwas nie dagewesenes:
Es ruft eine Stimme:
In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!
Macht den Weg frei für ihn auf der Durchgangsstrasse und in all den Nebenstraßen und in den Wohngebieten eurer Orte.
Der Talgang wird erhöht und das Eyachtal. Das Buchtal wird aufgefüllt und das Rossental und das Heutal und der ganze Lauf der Schmiecha.
Und der Heersberg und der Lammerberg und der Braunhardsberg und alle drum herum werden erniedrigt.
Der Albtrauf wird eben.
Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden,
und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
und wo das Leben holprig läuft und auf ungeraden Bahnen und manchmal sogar völlig aus der Spur, wo sich Berge auftürmen von Sorgen und Leiden und unübersehbaren Zukunftsängsten, und wo sich Gräben auftun, zwischen Menschen, in der Gesellschaft und überall,
was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden;
Denn:
Die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden,
Des Herrn Mund selbst.
Was sollte ich denn sonst auch predigen?
Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde.
Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht!
Onstmettingen, du Freudenbotin, steig auf den Hohberg,
Sage den Städten Judas
Sagt es ihnen:
Siehe!
Siehe!
Seht! Schaut hin! Entdeckt!
Wir zeigen es euch gerne!
An uns könnt ihr es sehen.
Siehe!
Seht! Schaut!
Da ist euer Gott.
Da ist er.
Er ist da.
Er ist hier.
Er ist bei uns.
Gott mit uns.
Immanuel.
Nicht nur in der Weihnachtsgeschichte.
Nicht nur in längst vergangenen Zeiten.
Nicht nur, wenn alles normal und die Welt in Ordnung ist.
Gerade jetzt:
Er ist da.
Da ist er.
Da ist euer Gott.
Siehe!
Seht! Schaut!
Da ist er.
Da ist Gott der Herr.
Er kommt.
Er kommt.
Er kommt uns nahe.
Er kommt zu uns.
Er kommt.
Er hat keine Ausgangssperre.
Er kennt kein Abstandsgebot.
Ihn schreckt keine Quarantäne ab.
Da kennt er nichts.
Er kommt.
Er kommt uns nahe.
Er kommt zu uns.
Er kommt.
Siehe! Schau! Seh doch!
Entdeckst du ihn?
Er kommt.
Er kommt gewaltig.
Er kommt. Da passiert etwas.
Er kommt gewaltig und sein Arm wird herrschen.
Er ist immer noch in Kontrolle.
Er ist hat immer noch das Sagen.
Er ist immer noch der Herr aller Herren, der König der Könige, der Schöpfer des Universums. Unser allmächtiger Gott.
Er kommt.
Er kommt gewaltig und sein Arm wird herrschen.
Und uns hält er in diesem Arm.
Da kann uns nichts herausreißen.
Nichts.
Wirklich nichts.
Da kann uns nichts herausreißen aus diesem Arm:
Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Sanft und sicher und uns wird nichts mangeln.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal...
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte.
Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.
Mir wird nichts mangeln.
Was will man mehr?
Tröstet.
Tröstet.
Tröstet mein Volk!
Lasst euch gebrauchen, als Volkströster.
Macht mit, wie Maria und wie Fräulein Anna.
Tröstet mein Volk!
Ihr Freudenboten, selbst getröstet und geweidet und getragen,
Siehe! Seht, schaut!
Da ist unser Gott.
Er kommt.
Seid getröstet.
Amen.

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