
Sign up to save your podcasts
Or


Die BfG gibt jungen Menschen den Raum, über Schüler/-innenpraktika in der Praxis zu lernen. Linnea, 15 Jahre alt und für 14 Tage Praktikantin in der BfG-Öffentlichkeitsarbeit, hat diese Chance genutzt und eine eigene Podcast-Folge zum Klimawandel erarbeitet. Ein Thema, das nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Wissenschaft, Forschung und die WSV von besonderer Relevanz ist.
Die Gelegenheit, zu den eigenen Fragen mit Wissenschaftler/-innen der BfG in den Austausch zu kommen, ist eine wunderbare Gelegenheit für junge Menschen während eines Schüler/-innen-Praktikums in der BfG. Ein relevantes Thema war für sie schnell gefunden: Die Wasserstände vieler großer Flüsse in Deutschland sind derzeit schon früh im Jahr ungewöhnlich niedrig. BfG-Wissenschaftler Dr. Enno Nilson beantwortete Linneas Fragen und spricht in ihrer Podcast-Folge über die aktuelle Lage an den Bundeswasserstraßen und darüber, welche konkreten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Klima-Projektionen hierzu resultieren. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Verdunstung und Gletscherzufluss liegen vor und wie hängt das Ganze mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen gibt es in dieser Folge.
Linnea
Dr. Enno Nilson
In dieser besonderen Folge übernimmt Linnea, Gymnasiastin und BfG-Praktikantin, das Mikrofon und befragt Dr. Enno Nilson zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die großen deutschen Flüsse. Aus der Perspektive einer jungen Generation, die mit dem Klimawandel aufgewachsen ist, stellt sie Fragen zu Klimaprojektionen, Modellierungsmethoden, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der hydrologischen Forschung sowie zu den Aufgaben der BfG als Daten- und Beratungsinstanz für Bund und Länder.
Dr. Nilson erläutert, wie steigende Temperaturen zu höheren Verdunstungsverlusten führen und wie sich veränderte Niederschlagsmuster – trockenere Sommer, nassere Winter sowie ein Rückgang der Schneespeicher – auf das Abflussgeschehen an Rhein, Elbe und Donau auswirken.
Klimaprojektionen der BfG dienen als Grundlage für die Bewertung der hydrologischen Entwicklungen an den Bundeswasserstraßen bis zur Jahrhundertmitte (ca. 2050) und für die sogenannte ferne Zukunft bis ins Jahr 2100.
Die BfG nutzt Klimaszenarien des Weltklimarates (IPCC) und regional hochaufgelöste Daten des europäischen Modellkonsortiums EURO-CORDEX als Antrieb für ein mitteleuropaweites Wasserhaushaltsmodell. Dieses bildet alle relevanten hydrologischen Prozesse – Verdunstung, Abflusskonzentration, Wasserbewirtschaftung in Talsperren – über die gesamten internationalen Einzugsgebiete (Rhein, Elbe, Donau inkl. Auslandsanteile) ab und berechnet den Wasserhaushalt.
KI wird in der BfG bereits routinemäßig eingesetzt, etwa zur Auffüllung von Messlücken in Pegeldaten mithilfe von Informationen von Nachbarmessstationen. Daneben laufen Forschungsprojekte zur KI-gestützten Grundwasservorhersage. Dr. Nilson betont jedoch, dass KI-Modelle, die auf historischen Daten trainiert werden, an ihre Grenzen stoßen, wenn der Klimawandel Bedingungen erzeugt, die in den Beobachtungsdaten noch nicht vorkommen. Der Einsatz von KI sollte daher stets mit prozessbasiertem Expertenwissen kombiniert werden.
Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) stellt die BfG einheitliche hydrologische Grundlagendaten für Bund, Länder und weitere Partner bereit. Diese Daten dienen als gemeinsame Entscheidungsgrundlage für verschiedene Sektoren wie Landwirtschaft, Verkehr und Wasserwirtschaft.
Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.
By Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne SchäferDie BfG gibt jungen Menschen den Raum, über Schüler/-innenpraktika in der Praxis zu lernen. Linnea, 15 Jahre alt und für 14 Tage Praktikantin in der BfG-Öffentlichkeitsarbeit, hat diese Chance genutzt und eine eigene Podcast-Folge zum Klimawandel erarbeitet. Ein Thema, das nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Wissenschaft, Forschung und die WSV von besonderer Relevanz ist.
Die Gelegenheit, zu den eigenen Fragen mit Wissenschaftler/-innen der BfG in den Austausch zu kommen, ist eine wunderbare Gelegenheit für junge Menschen während eines Schüler/-innen-Praktikums in der BfG. Ein relevantes Thema war für sie schnell gefunden: Die Wasserstände vieler großer Flüsse in Deutschland sind derzeit schon früh im Jahr ungewöhnlich niedrig. BfG-Wissenschaftler Dr. Enno Nilson beantwortete Linneas Fragen und spricht in ihrer Podcast-Folge über die aktuelle Lage an den Bundeswasserstraßen und darüber, welche konkreten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Klima-Projektionen hierzu resultieren. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Verdunstung und Gletscherzufluss liegen vor und wie hängt das Ganze mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen gibt es in dieser Folge.
Linnea
Dr. Enno Nilson
In dieser besonderen Folge übernimmt Linnea, Gymnasiastin und BfG-Praktikantin, das Mikrofon und befragt Dr. Enno Nilson zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die großen deutschen Flüsse. Aus der Perspektive einer jungen Generation, die mit dem Klimawandel aufgewachsen ist, stellt sie Fragen zu Klimaprojektionen, Modellierungsmethoden, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der hydrologischen Forschung sowie zu den Aufgaben der BfG als Daten- und Beratungsinstanz für Bund und Länder.
Dr. Nilson erläutert, wie steigende Temperaturen zu höheren Verdunstungsverlusten führen und wie sich veränderte Niederschlagsmuster – trockenere Sommer, nassere Winter sowie ein Rückgang der Schneespeicher – auf das Abflussgeschehen an Rhein, Elbe und Donau auswirken.
Klimaprojektionen der BfG dienen als Grundlage für die Bewertung der hydrologischen Entwicklungen an den Bundeswasserstraßen bis zur Jahrhundertmitte (ca. 2050) und für die sogenannte ferne Zukunft bis ins Jahr 2100.
Die BfG nutzt Klimaszenarien des Weltklimarates (IPCC) und regional hochaufgelöste Daten des europäischen Modellkonsortiums EURO-CORDEX als Antrieb für ein mitteleuropaweites Wasserhaushaltsmodell. Dieses bildet alle relevanten hydrologischen Prozesse – Verdunstung, Abflusskonzentration, Wasserbewirtschaftung in Talsperren – über die gesamten internationalen Einzugsgebiete (Rhein, Elbe, Donau inkl. Auslandsanteile) ab und berechnet den Wasserhaushalt.
KI wird in der BfG bereits routinemäßig eingesetzt, etwa zur Auffüllung von Messlücken in Pegeldaten mithilfe von Informationen von Nachbarmessstationen. Daneben laufen Forschungsprojekte zur KI-gestützten Grundwasservorhersage. Dr. Nilson betont jedoch, dass KI-Modelle, die auf historischen Daten trainiert werden, an ihre Grenzen stoßen, wenn der Klimawandel Bedingungen erzeugt, die in den Beobachtungsdaten noch nicht vorkommen. Der Einsatz von KI sollte daher stets mit prozessbasiertem Expertenwissen kombiniert werden.
Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) stellt die BfG einheitliche hydrologische Grundlagendaten für Bund, Länder und weitere Partner bereit. Diese Daten dienen als gemeinsame Entscheidungsgrundlage für verschiedene Sektoren wie Landwirtschaft, Verkehr und Wasserwirtschaft.
Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.