BfG Interview

BfG Interview

By Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne SchäferSociety & CultureScienceNatural SciencesNature
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BfG Interview episodes

  • Die Umweltprobenbank des Bundes: Warum Schwebstoffe über Jahrzehnte eingefroren werden
    5: Die Umweltprobenbank des Bundes: Warum Schwebstoffe über Jahrzehnte eingefroren werden

    In dieser Folge geht es um die Umweltprobenbank des Bundes und darum, warum die BfG seit mehr als zwanzig Jahren Schwebstoffe aus großen Flüssen sammelt, bei -150 Grad Celsius tiefkühlt und als Langzeitarchiv für die Umweltprobenbank des Bundes sichert. Wissenschaftsjournalist Dominik Rösch spricht mit Dr. Alexander Zavarsky über den Wert dieser Proben für Trendanalysen, Frühwarnsysteme und künftige Forschungsfragen.

    Mit dabei

    Dominik Rösch (Folgen-Host) und Dr. Alexander Zavarsky von der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

    Kernthemen
    • Die Umweltprobenbank des Bundes als nationales Umweltgedächtnis
    • Schwebstoffe und ihre Funktionen im Gewässerökosystem
    • Schwebstoffmessnetz der BfG
    • Probenahmetechniken für Schwebstoffe
    • Probenkonservierung und -transport
    • Verwendungsmöglichkeiten der tiefgefrorenen Schwebstoffproben
    • Weiterentwicklung der Probenahme-Methodik für Schwebstoffe und neue Analyseansätze wie Non-Target-Screening
    • Zeitstempel

      00:00 – Intro

      01:13 – Was ist Umweltprobenbank des Bundes?
      02:13 – Die Idee hinter dem Umwelt-Langzeitarchiv
      03:26 – Was Schwebstoffe sind und warum sie relevant sind
      05:25 – Warum die BfG das Messnetz betreibt
      06:21 – So werden Schwebstoffe im Fluss gesammelt und gelagert
      12:28 – Forschung und Entwicklung an neuen Probenahmemethoden
      13:58 – Schwebstoffe sind die Sedimente der Zukunft
      15:27 – Zukünftige Analysemethoden
      17:41 – Fazit: Die Umweltprobenbank als Zeitkapsel für die Umwelt

      Links & Ressourcen
      • BfG-Referat „Radiologie und Gewässermonitoring“: https://www.bafg.de/DE/1_Die_BfG/Organisation/Abteilung_G/G4/radiologie_und_gewaessermonitoring_node.html
      • Die Umweltprobenbank des Bundes: https://www.umweltprobenbank.de/de
      • Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

        Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit
        Produzent: Dr. Martin Labadz, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit

        20 min
      • Vom Klassenzimmer ans Mikrofon
        BfG-Praktikantin wird Podcast-Host

        Die BfG gibt jungen Menschen den Raum, über Schüler/-innenpraktika in der Praxis zu lernen. Linnea, 15 Jahre alt und für 14 Tage Praktikantin in der BfG-Öffentlichkeitsarbeit, hat diese Chance genutzt und eine eigene Podcast-Folge zum Klimawandel erarbeitet. Ein Thema, das nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Wissenschaft, Forschung und die WSV von besonderer Relevanz ist.

        Die Gelegenheit, zu den eigenen Fragen mit Wissenschaftler/-innen der BfG in den Austausch zu kommen, ist eine wunderbare Gelegenheit für junge Menschen während eines Schüler/-innen-Praktikums in der BfG. Ein relevantes Thema war für sie schnell gefunden: Die Wasserstände vieler großer Flüsse in Deutschland sind derzeit schon früh im Jahr ungewöhnlich niedrig. BfG-Wissenschaftler Dr. Enno Nilson beantwortete Linneas Fragen und spricht in ihrer Podcast-Folge über die aktuelle Lage an den Bundeswasserstraßen und darüber, welche konkreten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Klima-Projektionen hierzu resultieren. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Verdunstung und Gletscherzufluss liegen vor und wie hängt das Ganze mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen? Antworten zu diesen und weiteren Fragen gibt es in dieser Folge.

        Folgen-Host

        Linnea

        Gymnasiastin aus Koblenz, Praktikantin in der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG); in dieser Folge erstmals als Podcast-Host tätig

        Gäste dieser Folge

        Dr. Enno Nilson

        Wissenschaftler der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), Referat Wasserhaushalt, Vorhersagen und Prognosen; zuständig für den DAS-Basisdienst Klima und Wasser

        Worum geht es?

        In dieser besonderen Folge übernimmt Linnea, Gymnasiastin und BfG-Praktikantin, das Mikrofon und befragt Dr. Enno Nilson zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die großen deutschen Flüsse. Aus der Perspektive einer jungen Generation, die mit dem Klimawandel aufgewachsen ist, stellt sie Fragen zu Klimaprojektionen, Modellierungsmethoden, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der hydrologischen Forschung sowie zu den Aufgaben der BfG als Daten- und Beratungsinstanz für Bund und Länder.

        Themen im Gespräch
        Klimawandel und seine Auswirkungen auf die deutschen Flüsse

        Dr. Nilson erläutert, wie steigende Temperaturen zu höheren Verdunstungsverlusten führen und wie sich veränderte Niederschlagsmuster – trockenere Sommer, nassere Winter sowie ein Rückgang der Schneespeicher – auf das Abflussgeschehen an Rhein, Elbe und Donau auswirken.

        Kurzfristige und langfristige Klimaprojektionen

        Klimaprojektionen der BfG dienen als Grundlage für die Bewertung der hydrologischen Entwicklungen an den Bundeswasserstraßen bis zur Jahrhundertmitte (ca. 2050) und für die sogenannte ferne Zukunft bis ins Jahr 2100.

        Modellierung des Wasserhaushalts: Von globalen Szenarien zur regionalen Hydrologie

        Die BfG nutzt Klimaszenarien des Weltklimarates (IPCC) und regional hochaufgelöste Daten des europäischen Modellkonsortiums EURO-CORDEX als Antrieb für ein mitteleuropaweites Wasserhaushaltsmodell. Dieses bildet alle relevanten hydrologischen Prozesse – Verdunstung, Abflusskonzentration, Wasserbewirtschaftung in Talsperren – über die gesamten internationalen Einzugsgebiete (Rhein, Elbe, Donau inkl. Auslandsanteile) ab und berechnet den Wasserhaushalt.

        Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der hydrologischen Forschung

        KI wird in der BfG bereits routinemäßig eingesetzt, etwa zur Auffüllung von Messlücken in Pegeldaten mithilfe von Informationen von Nachbarmessstationen. Daneben laufen Forschungsprojekte zur KI-gestützten Grundwasservorhersage. Dr. Nilson betont jedoch, dass KI-Modelle, die auf historischen Daten trainiert werden, an ihre Grenzen stoßen, wenn der Klimawandel Bedingungen erzeugt, die in den Beobachtungsdaten noch nicht vorkommen. Der Einsatz von KI sollte daher stets mit prozessbasiertem Expertenwissen kombiniert werden.

        Die BfG als Daten- und Beratungsinstanz für Klimaanpassung

        Im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) stellt die BfG einheitliche hydrologische Grundlagendaten für Bund, Länder und weitere Partner bereit. Diese Daten dienen als gemeinsame Entscheidungsgrundlage für verschiedene Sektoren wie Landwirtschaft, Verkehr und Wasserwirtschaft.

        Links & Ressourcen
        • Website DAS-Basisdienst Klima und Wasser
        • https://www.das-basisdienst.de/DAS-Basisdienst/DE/home/home_node.html
          • IKSR: Klimawandel im Rheineinzugsgebiet
          • https://www.iksr.org/de/themen/klimawandel
          • Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA): Anpassung an den Klimawandel
          • https://www.lawa.de/Publikationen-363-Anpassung-an-den-Klimawandel.html

            Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

            Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit
            Produzent: Dr. Martin Labadz, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit

            19 min
          • Wie Wissenschaftlerinnen die Gewässerkunde prägen
            Einblicke in die BfG-Arbeitswelt

            Was bedeutet Gleichberechtigung wirklich im Wissenschaftsalltag? Das Fragen sich auch die Vereinten Nationen anlässlich des diesjährigen Weltwassertags, der unter dem Motto "Where water flows, equality grows“ steht. Ein Beispiel aus der BfG zeigt: Wasser kennt keine Grenzen – und gute Wissenschaft sollte das auch nicht.

            Folgen-Host Dr. Martin Labadz spricht mit der Wissenschaftlerin Dr. Gudrun Hillebrand. Sie ist Referatsleitern in der BfG und gibt einen Einblick in ihren Beruflichen Werdegang und zeigt, wie die BfG faire Chancen in der Wissenschaft für alle ermöglicht. Außerdem berichtet sie, wie sie Beruf und Privatleben vereinbart und gibt Tipps, wie man als Wissenschaftlerin in der Gewässerkunde erfolgreich werden kann.

            Die zentralen Gesprächsthemen der Folge
            • Chancengleichheit beginnt mit Zugang und Vorbildern: Bildung, Qualifizierungsangebote und sichtbare weibliche Vorbilder sind entscheidend, damit Frauen ihren Weg in die Wissenschaft finden und sich diesen auch zutrauen.
            • Beruflicher Werdegang als Wissenschaftlerin: Wie unterstützt die BfG dabei? Unsere Interviewpartnerin gibt Einblicke in ihr Berufsleben.
            • Herausforderungen bestehen weiterhin, insbesondere in Karriereverläufen: Themen wie Selbstzweifel, geringere Sichtbarkeit und Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere wirken sich nach wie vor auf die Chancengleichheit aus.
            • Die Interviewpartnerin
              • Dr. Gudrun Hillebrand, Leitung BfG-Referat Gewässermorphologie, Sedimentdynamik und -management
              • Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit
                Produzent: Dr. Martin Labadz, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit

                22 min
              • Dynamik im Ästuar
                Seegras und Sedimente im Wechselspiel

                Wussten Sie, dass Seegräser keine Algen, sondern höher entwickelte Blütenpflanzen sind? Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Wasserbau bringt die BfG ihre wissenschaftliche Expertise in die Arbeit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ein – insbesondere im sensiblen Ästuar- und Küstenraum. Ein zentrales Forschungsthema: Die ökologischen Folgen von Sedimentbaggerungen und die besondere Bedeutung, die Seegraswiesen dabei für das Gleichgewicht unserer Küstengewässer spielen.

                Folgen-Host Susanne Schäfer spricht mit der Wissenschaftlerin Franziska Förster aus dem BfG-Referat Vegetationskunde, Landschaftspflege über die wichtigen Funktionen von Seegräsern und warum diese so essenziell für den Schutz und die Stabilität mariner Lebensräume sind.

                Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
                • Seegras als Schlüsselart im Küstenraum: Ökologische Funktionen von Seegraswiesen (Wasserreinigung, Kohlenstoffspeicherung, Küstenschutz, Lebensraum für Arten) und ihre Rolle als Indikator für den Zustand der Küstenökosysteme.
                • Sedimentmanagement und Schifffahrt: Die Bedeutung von Sedimentmanagement in Nordsee-Estuaren und wie sich Sedimentumlagerungen auf Lichtverfügbarkeit, Sedimentlast auch auf Seegräser auswirken.
                • Das Hamburg-Team der BfG: Engere Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Wasserbau und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bei Küstenthemen.
                • Die Interviewpartnerin
                  • Franziska Förster, BfG-Referat Vegetationskunde, Landschaftspflege
                  • Der BfG-Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                    Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit
                    Produzent: Dr. Martin Labadz, BfG-Referat Controlling und Öffentlichkeitsarbeit

                    *Cover-Foto: Sebastian Storey, Uni Oldenburg

                    13 min
                  • Hinter den Kulissen: Wie BfG-Daten in den Weltwasserbericht einfließen
                    BfG liefert wichtige Daten für Bericht zum Status der weltweiten Wasserressourcen

                    Deutsches Fachwissen prägt den aktuellen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zum Zustand der weltweiten Wasserressourcen. Drei internationale Datenzentren an der Bundesanstalt für Gewässerkunde liefern zentrale Datengrundlagen – von Bodenfeuchte über Wasserqualität bis hin zu globalen Abflussmessungen. Die Analysen zeigen: Der globale Wasserhaushalt steht zunehmend unter Druck, doch die Daten eröffnen auch neue Perspektiven für nachhaltiges Wassermanagement.

                    In der neuen Folge des Podcasts BfG Interview spricht Host Martin Labadz mit den Leitern des Internationalen Bodenfeuchtemessnetzes, des Globalen Datendienstes für Wasserqualität und des Weltdatenzentrums Abfluss. Gemeinsam geben sie Einblicke in die spannenden Hintergründe des Berichts und zeigen, welche zentrale Rolle die BfG und das Internationale Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel (ICWRGC) im weltweiten Wassermonitoring spielen.

                    Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:
                    • Wasserqualitätsdaten aus Koblenz erstmals im WMO-Bericht: Der aktuelle Bericht wertet zum ersten Mal auch Messwerte für Wassertemperatur, gelösten Sauerstoff, pH und Leitfähigkeit aus. Diese hat der Globale Datendienst für Wasserqualität (GWDC) des an der BfG angesiedelten Internationalen Zentrums für Wasserressourcen und Globalen Wandel (ICWRGC) bereitgestellt.
                    • Gemischtes Bild bei der Bodenfeuchte: In Zentraleuropa haben sich die Bodenwasservorkommen durch den vielen Niederschlag im Jahr 2024 erholen können. In Süd- und Osteuropa dagegen, sowie in großen Teilen Afrikas und Südamerikas sind die Böden weiterhin vergleichsweise trocken. Die Ergebnisse basieren auf Messungen des Internationalen Bodenfeuchtenetzwerks (ISMN) des ICWRGC und auf Modell- und Satellitendaten.
                    • Hohe Variabilität beim Abfluss: Das Weltdatenzentrum Abfluss (GRDC) der BfG kann auf Datenreihen zurückgreifen, die für ausgewählte Pegel bis über hundert Jahre – bei einigen wenigen sogar bis über 200 Jahre – vorliegen und eine sehr robuste Einschätzung der hydrologischen Veränderungen erlauben. Auswertungen zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Flüsse entweder zu viel oder zu wenig Wasser führten.
                    • Die Interviewpartner
                      • Dr. Matthias Zink, Leiter des Internationalen Bodenfeuchtenetzwerks ISMN
                      • Philipp Saile, Leiter des Globalen Datendienstes für Wasserqualität GWDC
                      • Dr. Simon Mischel. Leiter des Weltdatenzentrum Abfluss GRDC
                      • Dr. Stefan Uhlenbrook, Leiter der Abteilung Hydrologie, Wasser und Kryosphäre bei der Weltorganisation für Meteorologie
                      • Der Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.

                        Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer
                        Produzent: Dr. Martin Labadz

                        Weitere Informationen
                        • State of the Global Water Resources Report 2024: https://wmo.int/publication-series/state-of-global-water-resources-2024
                        • Website des Internationalen Zentrums für Wasserressourcen und Globalen Wandel: https://waterandchange.org/
                        • Übersicht über die an der BfG angesiedelten internationalen Datenzentren: https://www.bafg.de/DE/5Informiert/1PortaleDienste/InternationaleDatenzentren/intdznode.html
                        • 42 min

                        About BfG Interview

                        From the publisher's feed

                        Im BfG-Interview lassen wir einmal im Quartal unsere Expertinnen und Experten zu Wort kommen – verständlich, informativ und nah an der Praxis. Und sprechen über aktuelle Projekte, spannende…