In der heutigen Folge machen wir einen großen Sprung von der Antike in die Moderne, vom 3. Jahrhundert vor Chr. ins 17. Jahrhundert nach Chr. Als objektive Konzepte zur Legitimation von Herrschaft ihre Überzeugungskraft verlieren, tritt das freie Subjekt als Ausgangspunkt der politischen Philosophie in den Vordergrund. Darin liegt zugleich eine bewahrenswerte emanzipatorische Errungenschaft und die Verdrängung der Tatsache, dass das europäische Versprechen von Freiheit und Gleichheit von Anfang an bis heute niemals wirklich universell (also für alle) Geltung beanspruchen konnte.