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Warum dein nächstes Auto nur 2,5 Meter lang sein muss (#003)


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Microlino: Das 2,5-Meter-Auto, das die Mobilität revolutioniert (Folge #003)

Weniger als zwei Personen pro Auto, nur 30 Kilometer am Tag – und trotzdem fahren wir alle mit 5-Meter-SUVs durch die Stadt? Oliver Ouboter, Co-Founder von Microlino und Sohn des Kickboard-Erfinders Wim Ouboter, erklärt, warum sein Familienunternehmen aus der Nähe von Zürich genau da ansetzt. In dieser Folge geht es um die Vision hinter dem Microlino, ein Leicht-Elektrofahrzeug, das sich zwischen Motorrad und Auto positioniert – inspiriert von den legendären Kabinenrollern der 50er-Jahre wie der BMW Isetta. Über 5'000 Fahrzeuge wurden bereits produziert und verkauft, allein in der Schweiz sind über 1'000 Microlinos auf den Strassen. Oliver spricht offen über die politischen Hürden, die absurde CO2-Zertifikats-Situation, das Parkplatz-Dilemma und warum ein Microlino sogar eine Wüstenrallye in Marokko übersteht. Eine Folge für alle, die sich fragen, ob weniger Auto nicht eigentlich mehr sein könnte.

Key Takeaways:

  • Der Microlino ist als L7E-Fahrzeug (schweres Vierradmobil) klassifiziert und erhält keine CO2-Zertifikate – obwohl er klar Autofahrten substituiert und umweltfreundlicher ist als herkömmliche E-Autos.
  • Über 5'000 Fahrzeuge wurden bisher im Werk in Turin produziert – finanziert rein aus dem Kickboard-Geschäft, ohne externe Investoren.
  • Mit drei Batterieversionen (5,5 / 10,5 / 15 kWh) bietet der Microlino bis zu 230 km Reichweite – und lädt bequem an der Haushaltssteckdose.
  • Amsterdam zeigt: Wo es Anreize für Kleinfahrzeuge gibt (spezielle Parkregeln), steigt die Nutzung sofort – eine Blaupause für Städte in der DACH-Region.
  • Ein günstigeres Schwestermodell aus asiatischer Fertigung ist in Planung, um neue Käuferschichten zu erreichen – plus über 4'000 Vorbestellungen aus den USA.

Timestamps:

  • 00:00 – Begrüssung & Vorstellung Oliver Ouboter
  • 01:07 – Die Geschichte von Micro Mobility: Vom Kickboard zum Auto
  • 02:46 – Warum der Microlino an die Isetta erinnert – und warum das gewollt ist
  • 04:30 – Was hat sich seit dem Microlino-Launch verändert? Weniger als erhofft
  • 05:51 – Die langsamen Mühlen der Mobilität: Infrastruktur, Parkplätze, Regulierung
  • 07:42 – L7E-Klassifizierung erklärt: Warum der Microlino kein Auto sein darf
  • 08:39 – CO2-Zertifikate: Warum Tesla profitiert und Microlino leer ausgeht
  • 10:24 – Crash-Tests, Gewichtsvorgaben und faire Regulierung
  • 14:07 – Das Parkplatz-Problem: Wer zahlt, wenn zwei Microlinos auf einem Platz stehen?
  • 16:12 – Amsterdam als Vorbild: Wie Kleinfahrzeug-Anreize funktionieren
  • 20:41 – Warum der Microlino elektrisch sein muss – und warum kein Verbrenner
  • 22:42 – Range Extender für Südostasien? Wo es sinnvoll sein könnte
  • 23:43 – Aerodynamik vs. Gewicht: Warum ein Hummer EV keinen Sinn macht
  • 26:09 – Batterie-Deep-Dive: 5,5 / 10,5 / 15 kWh – und warum es reicht
  • 27:41 – Typ 2, 48 Volt, kein Schnellladen – und warum das okay ist
  • 29:23 – Die witzigsten Microlino-Storys: Wüstenrallye und Roadtrip nach Kopenhagen
  • 30:53 – Volkers Vater, die Isetta und der Helm – eine Familiengeschichte
  • 33:25 – Microletta, Zweitfertigung in Asien und über 4'000 US-Vorbestellungen
  • 36:36 – Die unternehmerische Reise: Gab es den Moment zum Aufhören?
  • 38:51 – Fazit und Call-to-Action

Links & Ressourcen:

  • Microlino Website: https://microlino-car.com/
  • Oliver Ouboter auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/oliver-ouboter-536275124/
  • Microlino auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/microlino/

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DERMOBILISTBy Volker Fröse