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PARIS. Seit der Veröffentlichung des Guide Michelin für die nordischen Länder am 1. Juni ist der Grüne Stern für nachhaltig arbeitende Restaurants Geschichte. Stattdessen würdigt der Guide Michelin künftig Persönlichkeiten aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Weinbau mit dem neuen Konzept „Mindful Voices“. Hinter dem plötzlichen Aus des erfolgreichen, im Jahr 2020 eingeführten Nachhaltigkeitssymbols stecken regulatorische Gründe. Wie der internationale Direktor des Guide Michelin, Gwendal Poullennec, in einem Interview mit dem Magazin Le Chef einräumte, zwingen neue rechtlichen Normen und Gesetze – insbesondere in Europa – den Guide zum Handeln. Diese Gesetze qualifizieren visuelle Icons im Nachhaltigkeitskontext zunehmend als offizielles Zertifikat oder administratives Label.
„Der Grüne Stern war nie als Label im administrativen Sinne des Wortes gedacht. Ein solches beinhaltet einen völlig anderen und fast gegensätzlichen Ansatz zu unserem“, so Poullennec. Der Guide Michelin verfolge seit 126 Jahren einen rein redaktionellen Ansatz: „Uns ging es nie um die Zertifizierung von Infrastruktur, sondern um die Bewertung von Erlebnissen.“ Um sich nicht in das starre Korsett staatlich definierter Kriterien drängen zu lassen und die kreative Freiheit der Chefs zu wahren, zieht Michelin nun die Reißleine.
Für betroffene Gastronomen hat das direkte Folgen. Poullennec stellte klar, dass Michelin bereits seit September 2025 das Symbol des Grünen Sterns im geschützten Portal für Branchenvertreter gelöscht hat. Er empfiehlt den Restaurants ausdrücklich, das Symbol nicht weiter für die eigene Kommunikation zu nutzen. Zudem betonte zudem, dass Michelin nie offizielle Plaketten für den Grünen Stern hergestellt habe – Restaurants, die Schilder an ihren Fassaden angebracht haben, hätten sich hierbei „einige Freiheiten herausgenommen“.
Trotz des abrupten Endes zieht Poullennec eine positive Bilanz des bisherigen Konzepts, das weltweit an 650 Restaurants verliehen wurde. Es habe das Bewusstsein der Branche und der Gäste fundamental verändert. Mit dem neuen Format „Mindful Voices“ (im Französischen „Voix Engagées“) soll der Nachhaltigkeitsgedanke künftig nicht mehr über eine eigene Auszeichnung, sondern über eine Art globale Tribüne und den direkten Austausch mit den Akteuren transportiert werden – und das im Juli 2026 erstmals auch im Bereich des Weinbaus.
By PARIS. Seit der Veröffentlichung des Guide Michelin für die nordischen Länder am 1. Juni ist der Grüne Stern für nachhaltig arbeitende Restaurants Geschichte. Stattdessen würdigt der Guide Michelin künftig Persönlichkeiten aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Weinbau mit dem neuen Konzept „Mindful Voices“. Hinter dem plötzlichen Aus des erfolgreichen, im Jahr 2020 eingeführten Nachhaltigkeitssymbols stecken regulatorische Gründe. Wie der internationale Direktor des Guide Michelin, Gwendal Poullennec, in einem Interview mit dem Magazin Le Chef einräumte, zwingen neue rechtlichen Normen und Gesetze – insbesondere in Europa – den Guide zum Handeln. Diese Gesetze qualifizieren visuelle Icons im Nachhaltigkeitskontext zunehmend als offizielles Zertifikat oder administratives Label.
„Der Grüne Stern war nie als Label im administrativen Sinne des Wortes gedacht. Ein solches beinhaltet einen völlig anderen und fast gegensätzlichen Ansatz zu unserem“, so Poullennec. Der Guide Michelin verfolge seit 126 Jahren einen rein redaktionellen Ansatz: „Uns ging es nie um die Zertifizierung von Infrastruktur, sondern um die Bewertung von Erlebnissen.“ Um sich nicht in das starre Korsett staatlich definierter Kriterien drängen zu lassen und die kreative Freiheit der Chefs zu wahren, zieht Michelin nun die Reißleine.
Für betroffene Gastronomen hat das direkte Folgen. Poullennec stellte klar, dass Michelin bereits seit September 2025 das Symbol des Grünen Sterns im geschützten Portal für Branchenvertreter gelöscht hat. Er empfiehlt den Restaurants ausdrücklich, das Symbol nicht weiter für die eigene Kommunikation zu nutzen. Zudem betonte zudem, dass Michelin nie offizielle Plaketten für den Grünen Stern hergestellt habe – Restaurants, die Schilder an ihren Fassaden angebracht haben, hätten sich hierbei „einige Freiheiten herausgenommen“.
Trotz des abrupten Endes zieht Poullennec eine positive Bilanz des bisherigen Konzepts, das weltweit an 650 Restaurants verliehen wurde. Es habe das Bewusstsein der Branche und der Gäste fundamental verändert. Mit dem neuen Format „Mindful Voices“ (im Französischen „Voix Engagées“) soll der Nachhaltigkeitsgedanke künftig nicht mehr über eine eigene Auszeichnung, sondern über eine Art globale Tribüne und den direkten Austausch mit den Akteuren transportiert werden – und das im Juli 2026 erstmals auch im Bereich des Weinbaus.