Die verborgene Wahrheit hinter dem COMT-Gen
In diesem Gespräch sprechen Andreas und Florian über genetische Auswertungen – vor allem darüber, wie sie im Alltag helfen können, das eigene Verhalten, die Gesundheit und sogar Partnerschaften besser zu verstehen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem COMT-Gen – einem der wichtigsten Gene für den Abbau von Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Östrogen. Je nach Variante baut jemand diese Botenstoffe schnell oder langsam ab. Das hat direkte Auswirkungen auf:
Stressverarbeitung
emotionale Reaktionen
Empathie
Streitverhalten
Motivation & Antrieb
innere Ruhe
hormonelles Gleichgewicht
Florian erklärt zwei COMT-Typen:
1. Der „Warrior“ (schneller COMT-Typ)
baut Stresshormone sehr schnell ab
wirkt oft „cool“, nüchtern und schnell wieder entspannt
ABER: Dopamin fällt auch schneller ab → weniger Antrieb, Motivationseinbrüche, manchmal wenig Empathie
Partner fühlen sich manchmal unverstanden, weil „alles schon wieder vorbei ist“
2. Der „Worrier“ (langsamer COMT-Typ)
baut Stresshormone langsam ab → bleibt länger emotional aktiviert
wirkt sensibel, empathisch, emotional tief
ABER: neigt zu Überdenken, Grübeln, längerem Nachhallen von Konflikten
reagiert stärker auf Stress, Lärm, Emotionen
In Partnerschaften führt genau das oft zu Missverständnissen:
Ein schneller COMT-Typ ist nach fünf Minuten entspannt – der langsame braucht Stunden oder sogar Tage, bis der Stress verarbeitet ist. Ohne Wissen darüber entstehen Konflikte, die eigentlich reine Biochemie sind, keine Charakterfehler.
Weitere Kernthemen im Video:
Warum Genetik nicht dazu da ist, Krankheiten vorherzusagen, sondern um Stellschrauben für ein besseres Leben zu erkennen
Wie Koffeinverträglichkeit, Entgiftungsphasen, Methylierung (MTHFR) und Homocystein Werte erklären, warum Menschen so unterschiedlich ticken
Warum viele Beschwerden in den Wechseljahren durch unentdeckte genetische Entgiftungsvarianten entstehen
Wie Genetik Training, Ernährung, Schlaf und Hormonhaushalt beeinflusst
Warum genetisches Wissen hilft, Paare besser zu verstehen – noch bevor Konflikte entstehen
Die Idee eines Partnership-Workshops, in dem Persönlichkeitsmodelle + Genetik kombiniert werden
Kurzform des COMT-Learnings (für Zuschauer sofort greifbar):
Schneller COMT → rational, schnell erholend, aber anfällig für Motivationslöcher
Langsamer COMT → emotional tief, empathisch, aber stressempfindlich
Keiner ist „besser“ – die Kombination macht Partnerschaften schwierig oder besonders harmonisch
Wenn Paare wissen, wer sie genetisch sind, lösen sich 80 % der Missverständnisse von selbst