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Warum mir iPhone 18 und Samsung Galaxy S26 plötzlich egal sind


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Man muss nicht jede neue Technik sofort kaufen. (Bildquelle: IMAGO / Anadolu Agency / Bearbeitung: GIGA.de)

Irgendwann merkt man, dass es Wichtigeres gibt als das nächste große Technik-Upgrade des neuen Jahres.

Ein kleiner Neujahrsgruß vorweg: Frohes Neues 2026! Diese Wochenendkolumne ist ein bisschen persönlicher als sonst, denn mir ist zum Jahreswechsel etwas klar geworden. iPhone 18, Galaxy S26 und all die anderen kommenden Technik-Flaggschiffe interessieren mich noch – aber fast nur noch beruflich. Privat haben sie für mich massiv an Bedeutung verloren. Das war nicht immer so. Ganz im Gegenteil.

Früher war Technik à la iPhone 18 und Co. für mich alles, aber heute?

Es gab eine Zeit, da habe ich ohne zu zögern richtig viel Geld für Technik ausgegeben. Das neueste MacBook Pro? Musste sein. Das aktuelle iPhone? Selbstverständlich. Technik war nicht nur Werkzeug, sie war Status, Hobby und Leidenschaft in einem.

Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, wie stolz ich vor fast 25 Jahren war, als ich mir eine extrem hübsche Canon Digital Ixus V gekauft habe. Eine digitale Kamera – damals alles andere als günstig und noch längst kein Massenprodukt. Für mich war sie ein echtes Lieblingsspielzeug. Dazu kamen meine iPods, mehrere sogar. Ich geb’s offen zu: Ein bisschen Hipster wollte man damals halt auch sein.

Versteht mich nicht falsch: Ich interessiere mich noch immer für neue und spannende Technik. Alles andere wäre auch seltsam in meinem Job hier bei GIGA. Aber irgendwo auf dem Weg habe ich begriffen, dass zwischen interessant finden und haben müssen ein gewaltiger Unterschied liegt.

Statt eines brandneuen MacBook Pro reicht mir heute auch ein älteres MacBook Air völlig aus. Ein neues iPhone kaufe ich mir höchstens noch alle vier bis fünf Jahre. Entsprechend kühl fällt mein privates Interesse an den kommenden Smartphone-Topmodellen aus. iPhone 18 und Galaxy S26 sind für mich spannende Arbeitsgeräte – aber keine persönlichen Sehnsuchtsobjekte mehr.

Irgendwann ändern sich die Prioritäten

Vielleicht ist das einfach eine Frage des Alters. Anfang 20 war Technik für mich extrem wichtig, und ich war bereit, dafür einen großen Teil meines Vermögens auszugeben. Mit fast 50 hat sich das – glücklicherweise – geändert.

Mir wird zunehmend bewusst: Auf dieser Erde bleiben mir statistisch gesehen viel weniger Sommer, als ich bereits erleben durfte. Und plötzlich verschieben sich die Prioritäten ganz von allein. Es geht mir dabei nicht um private Rentenvorsorge oder andere Vernunftthemen, sondern um etwas viel Konkreteres.

Erlebnisse schlagen Technik – jedes Mal

Erlebnisse. Reisen. Gemeinsame Zeit mit den Menschen, die mir wichtig sind. Das rückt immer stärker in den Vordergrund. Kein Wunder also, dass ich heute ohne mit der Wimper zu zucken eine Reise buche, für deren Preis ich mir problemlos Apples teuerstes MacBook Pro plus ein neues iPhone leisten könnte.

Die Technik kann warten. Die Reise nicht. Erlebnisse lassen sich nicht aufschieben. Morgen könnte ich krank sein, pleite oder schlicht nicht mehr da. Die Erinnerungen entstehen nur jetzt.

Frohes Neues – und etwas mehr Gelassenheit

Deshalb dürfen iPhone 18, Galaxy S26 und Co. dieses Jahr gerne an mir vorbeiziehen. Ich schaue sie mir an, analysiere sie, schreibe darüber – aber besitzen muss ich sie nicht mehr.

In diesem Sinne: Frohes Neues 2026! Und an die ganzen Fanboys gerichtet vielleicht ein kleines bisschen mehr Gelassenheit, wenn es um das neueste, größte und teuerste Stück Technik geht.

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