Hinreichend verdächtig

Warum Stute Edda sterben musste


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In dieser Folge von Hinreichend verdächtig geht es um einen tragischen Jagdunfall, bei dem eine Haflingerstute ums Leben kam. Wir untersuchen, wie die Staatsanwaltschaft den Fall bewertet hat und beleuchten die rechtlichen Fragen, die sich dabei stellen.

Die Stute Edda stand auf einer Weide nahe Oberhausen, als ein 27-jähriger Jäger aus dem angrenzenden Waldgebiet einen Schuss abgab – und frontal den Kopf des Tieres traf. Er sagt später, er habe gedacht, ein Wildschwein vor sich zu haben. Doch der Schuss verletzt Edda schwer, der Tierärztin bleibt nur der Gnadenschuss. Die Besitzerin Lara verliert nicht nur ihr geliebtes Pferd, sondern auch einen wichtigen emotionalen Begleiter. Noch lange danach lässt sie dieser Abend nicht los.

Wie ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei in solchen Fällen? Welche Rolle spielen medizinische Gutachten, Schusswinkel und Sichtverhältnisse? Und was bedeutet eigentlich der sogenannte Eventualvorsatz im Tierschutzrecht? Wie reagiert die Öffentlichkeit auf solche Fälle, warum scheint Tierleid oft emotionaler wahrgenommen zu werden als das Leid von Menschen?

Unsere Gäste sind Vera Fink, Staatsanwältin in Duisburg, und Alexander Triesch, Redakteur der Lokalredaktion. Gemeinsam sprechen wir über Ermittlungsarbeit und darüber, wie selten solche Jagdunfälle tatsächlich sind.

Im True-Crime-Podcast von Rheinischer Post und Staatsanwaltschaft Duisburg beleuchten wir pro Folge einen abgeschlossenen Kriminalfall aus der Region, mit einem Reporter aus der Lokalredaktion sowie einem Mitglied der Duisburger Staatsanwaltschaft. Gemeinsam zeigen wir, wie Strafverfolgung funktioniert und was sie mit unserer Gesellschaft macht.


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Hinreichend verdächtigBy Lilli Stegner für die Rheinische Post und die Staatsanwaltschaft Duisburg