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Die Church of Interbeing ist eines der lebendigsten spirituellen Gemeinschaftsprojekte, auf die ich in letzter Zeit gestoßen bin. Die wöchentlichen Services in einer Neuköllner Kirche sind interaktiv gestaltet, es gibt Tanz, Gesang, Austausch in kleinen Gruppen und gemeinsames Essen, aber keine explizit religiöse Sprache. Ich wollte wissen, wer und was hinter der Church of Interbeing steht, und habe mich dafür mit Nele und Antonia aus der Steuergruppe des Projekts getroffen. Sie haben mir erklärt, welche Vision von Kirche sie verfolgen und warum ihnen Musik und körperliche Erfahrung so wichtig sind. Und wir haben darüber gesprochen, ob Spiritualität die Anbindung an eine religiöse Tradition braucht – oder ob man sich die Tradition auch einfach selbst machen kann.
Infos zu den Services und weiteren Angeboten findet ihr auf der Webseite und dem Instagram-Kanal der Church of Interbeing.
Anregungen? Ideen für Gäste? Du erreichst mich unter [email protected] und findest mich auch bei Instagram und LinkedIn.
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Faszinierend an der Sikh-Religion finde ich, dass sie eigentlich nicht trennt zwischen alltäglichem und spirituellem Leben. Sikhs sehen das Göttliche in allen Dingen und Menschen, und deshalb ist der Dienst an der Gemeinschaft immer auch Dienst am Göttlichen. Was das für das tägliche Leben der Sikhs konkret bedeutet, wie die Religion entstanden ist und warum männliche Sikhs einen Turban tragen, das hat mir für diese Folge Ranjit Kaur erklärt. Ranjit ist im indischen Punjab aufgewachsen, sie lebt seit 1978 in Deutschland und engagiert sich schon lange im interreligiösen Dialog. Ranjit hat mich in die Gurdwara, die Gebets- und Versammlungsstätte ihrer Sikh-Gemeinde, am Rand von Berlin eingeladen und dort alle meine Fragen beantwortet. Und ich hatte wie immer ziemlich viele.
Mehr Infos über Ranjits Gemeinde und Gurdwara findet ihr hier: www.gurdwaraberlin.de
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Schwester Mechthild Brömel OCD, so ihr vollständiger Name, widmet einen großen Teil ihres Lebens dem stillen Gebet und der Meditation. Für ein Mitglied des kontemplativen Karmelitinnenordens lebt sie in einem eher ungewöhnlichen Kloster, nämlich im Berliner Karmel an der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, nicht weit von der ehemaligen NS-Hinrichtungsstätte Plötzensee. Ich wollte von ihr wissen, wie dieser Ort ihr Leben prägt – als Kloster, das explizit dem Gedenken an den Widerstand gegen die Nazis gewidmet ist, und das, mitten im Berliner Großstadtleben, ein Raum der Stille sein will. Außerdem haben wir ausführlich über ihr spirituelles Leben gesprochen: wie sie meditiert, wie sie betet und warum die Texte anderer Religionen für sie sehr wichtig sind. Und nicht zuletzt habe ich sie nach ihrer Rolle als Frau in der männlich dominierten katholischen Kirche gefragt.
Mehr zum Berliner Karmel und zu der offenen Meditationsgruppe, die Schwester Mechthild leitet, findet ihr hier: www.karmel-berlin.de
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Wilhelm Schmid ist als Philosoph vor allem mit seinen Büchern zum Thema Lebenskunst bekannt geworden. Eins seiner Ziele ist es, philosophisches Denken nicht als rein akademische Disziplin zu betreiben, sondern auch für die Gestaltung und Bewältigung des alltäglichen Lebens nutzbar zu machen. Passend dazu hat er selbst mehrere Jahre als philosophischer Seelsorger gearbeitet – und damit auf einem Gebiet, das normalerweise in den Händen von Pfarrer*innen und Psychotherapeut*innen liegt. Das allein war für mich schon Grund genug, einmal nachzufragen, wie sich eine philosophische von einer spirituellen oder religiösen Lebensweise unterscheiden lässt.
Beim Lesen seiner Texte bin ich dann darauf gestoßen, dass Wilhelm Schmid offensichtlich großen Respekt vor dem Religiösen hat. Noch ein Grund mehr für ein Gespräch also, das sich am Ende um die ganz großen Fragen gedreht hat: Warum an etwas Göttliches glauben? Was könnte das sein, was viele Menschen unter Gott verstehen? Und was passiert nach dem Tod?
Mehr über Wilhelm Schmid und seine Arbeit findest du unter www.wilhelm-schmid.de
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Sich selbst als Hexe zu bezeichnen ist mutig, schließlich wurde der Begriff jahrhundertelang vor allem abwertend genutzt. Allerdings gibt es mit den Wicca sogar eine religiöse Bewegung, deren Anhänger sich Hexen nennen. Kevin Schröder ist initiiertes Mitglied der Wicca und seit seiner frühen Jugend eine Hexe. Ich habe mit ihm über schwarze und weiße Magie, Flüche und seine ethische Haltung als Hexe gesprochen. Außerdem hat er mir erklärt, warum Fernsehserien wie „Buffy“ wichtig für ihn waren, um seinen eigenen spirituellen Weg zu finden.
Ihr findet Kevin unter www.instagram.com/claymoreevi1
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Stephan Porombka beschäftigt sich schon lange mit der Frage, was Gegenwart ist und wie man ihr nahe kommen kann, vor allem in der künstlerischen Praxis. Dann ist ihm Zen begegnet und damit ein sehr radikaler Versuch, in der Gegenwart zu sein, ja, die Gegenwart zu berühren, wie er sagt. Ich habe mit Stephan darüber gesprochen, wie Zen und das Sitzen in Stille seither sein Leben prägen. Und warum es ihm ziemlich egal ist, ob man das nun spirituelle Praxis nennt oder nicht.
Mehr über Stephan Porombka und seine Arbeit erfahrt ihr hier.
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Tantra ist einer der schillerndsten Begriffe im spirituellen Bereich. Ich wollte unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt, und habe deshalb mit Silvio Wirth gesprochen. Silvio ist ein erfahrener Tantra-Lehrer, praktiziert selbst seit Jahrzehnten eine tantrische Spiritualität und schreibt auch darüber. Er konnte mir zum Beispiel sehr genau erklären, welche Rolle Körper und Sexualität im Tantra spielen, und was die Unterschiede zwischen dem klassischen und dem sogenannten Neo-Tantra sind. Außerdem wollte ich natürlich von ihm wissen, wie er selbst tantrisch praktiziert. Und nicht zuletzt haben wir auch über die Gefahren von Übergriff und Missbrauch im Tantra gesprochen, und wie er als Lehrender damit umgeht.
Mehr über Silvio und seine Arbeit findet ihr hier: www.secret-of-tantra.de
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Ursula Seghezzi praktiziert seit über 30 Jahren eine Naturspiritualität, die an die indigenen Traditionen Mitteleuropas anknüpft, also an die Zeiten vor dem Christentum. Sie feiert Rituale zu Wendepunkten der Jahreszeiten, und nutzt Rituale auch, um mit den Ahnen in Kontakt zu treten, zum Beispiel wenn sie vor einer wichtigen Entscheidung steht. Wie genau sie das macht, das hat sie mir in unserem Gespräch erzählt. Mich hat aber auch die Frage interessiert, wie sie verhindert, in kulturell geprägten Vorstellungen von Natur gefangen zu bleiben. Und natürlich haben wir angesichts von Klimakrise und Artensterben auch über die politische Dimension ihrer Naturspiritualität gesprochen.
Ursula Seghezzig forscht übrigens auch zu mitteleuropäischen Mythen, Sagen und Märchen und hat mehrere Bücher dazu veröffentlicht. Außerdem begleitet sie Einzelpersonen und Organisationen dabei, sich bzw. ihr Leben naturverbunden auszurichten. Mehr über ihre Arbeit erfahrt ihr hier: www.umainstitut.net
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(--Deutsch siehe unten.--) Psychedelics such as LSD, magic mushrooms, and ayahuasca can induce intense experiences that are very similar to spiritual or mystical experiences. For this reason, they have been—and in some nature-based religions still are—deliberately used in rituals or ceremonies. But how does this translate to our Western cultural context, which is shaped above all by Christianity and modernity? When are psychedelic experiences beneficial for our spiritual lives? And when might they be more harmful — for example, because we identify with these intense experiences and overvalue them? I spoke about these questions with Victor Jivanescu. Victor has been working for several years as a facilitator for the integration of psychedelic experiences and has, for example, collaborated with the Berlin-based MIND Foundation and the UK-based Alef Trust.
Find out more about Victor's work here.
By the way, I would be delighted if you would support my work on this podcast with a donation. You can do this easily via PayPal using this link: paypal.me/danielherbstreit (Please select “Private Transfer.”)
Psychedelika wie LSD, Magic Mushrooms und Ayahuasca können intensive Erfahrungen auslösen, die spirituellen oder mystischen Erfahrungen sehr ähnlich sind. In einigen Naturreligionen wurden und werden sie aus diesem Grund auch gezielt in Ritualen oder Zeremonien verwendet. Aber wie ist es in unserem westlichen, vor allem christlich geprägten kulturellen Kontext? Wann sind psychedelische Erfahrungen förderlich für unser spirituelles Leben? Und wann sind sie vielleicht eher schädlich, zum Beispiel weil wir uns mit den intensiven Erfahrungen identifizieren und sie überbewerten? Über diese Fragen habe ich mit Victor Jivanescu gesprochen. Victor arbeitet seit mehreren Jahren als Facilitator für die Integration psychedelischer Erfahrungen und hat zum Beispiel mit der Berliner MIND Foundation und dem britischen Alef Trust zusammengearbeitet.
Mehr über Victors Arbeit findest du hier.
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Macht es einen Unterschied, ob man mit religiösem Bezug meditiert oder ohne? Warum ist religiöser Fundamentalismus für manche Menschen so attraktiv? Und forscht die Psychologie eigentlich auch zu Buddhas Erwachen? Das alles und noch viel mehr hat mir Sarah Demmrich erklärt, die als Religionspsychologin an der Uni Münster arbeitet.
Mehr zu Sarah Demmrich und ihrer Arbeit findet ihr hier.
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