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Der Unterschied von biologischen Männern und Frauen ist in vielerlei Hinsicht nicht nur die Statur, sondern vor allen Dingen der Stoffwechsel. Dadurch, dass biologische Frauen ein ganz anderes Hormonsystem haben und das in einem nennenswerten Teil des Lebens zyklisch verläuft, gibt es Unterschiede dabei, wie Medikamente verstoffwechselt werden, wie Krankheiten auftreten und in welcher Häufigkeit. Und wenn man sich anschaut, seit wann es überhaupt erst Frauen im Medizinstudium gibt – das fing ja im Prinzip auch erst Ende des 19. Jahrhunderts ganz vereinzelt an. Insofern beschäftigte sich wahrscheinlich ein recht großer Teil der Medizingeschichte mit männlichen Patienten und damit mit einer eher männlichen medizinischen Norm.
Wenn die Medizin die männliche Anatomie oft als Standard sieht, was hat das denn konkret für Konsequenzen?
Woran liegt es denn, dass in der Vergangenheit in medizinischen Studien hauptsächlich cis Männer mitgemacht haben?
In der EU ist es so, dass die biologisch männlichen und weiblichen Probanden bei den Zulassungsstudien sich repräsentativ so verteilen müssen, wie die Krankheit bei Männern und Frauen auftritt. Das gilt natürlich nur bei den Fällen, die über ein ordentliches Genehmigungsverfahren laufen. Was bei Vorstudien passiert, die in der privaten Wirtschaft gemacht werden, steht dahin. Es ist natürlich schon mal ein echter Fortschritt, aber bis sich das in der Praxis niederschlägt, das dauert dann wahrscheinlich – so träge, wie das System ist – Jahrzehnte.
By ndDer Unterschied von biologischen Männern und Frauen ist in vielerlei Hinsicht nicht nur die Statur, sondern vor allen Dingen der Stoffwechsel. Dadurch, dass biologische Frauen ein ganz anderes Hormonsystem haben und das in einem nennenswerten Teil des Lebens zyklisch verläuft, gibt es Unterschiede dabei, wie Medikamente verstoffwechselt werden, wie Krankheiten auftreten und in welcher Häufigkeit. Und wenn man sich anschaut, seit wann es überhaupt erst Frauen im Medizinstudium gibt – das fing ja im Prinzip auch erst Ende des 19. Jahrhunderts ganz vereinzelt an. Insofern beschäftigte sich wahrscheinlich ein recht großer Teil der Medizingeschichte mit männlichen Patienten und damit mit einer eher männlichen medizinischen Norm.
Wenn die Medizin die männliche Anatomie oft als Standard sieht, was hat das denn konkret für Konsequenzen?
Woran liegt es denn, dass in der Vergangenheit in medizinischen Studien hauptsächlich cis Männer mitgemacht haben?
In der EU ist es so, dass die biologisch männlichen und weiblichen Probanden bei den Zulassungsstudien sich repräsentativ so verteilen müssen, wie die Krankheit bei Männern und Frauen auftritt. Das gilt natürlich nur bei den Fällen, die über ein ordentliches Genehmigungsverfahren laufen. Was bei Vorstudien passiert, die in der privaten Wirtschaft gemacht werden, steht dahin. Es ist natürlich schon mal ein echter Fortschritt, aber bis sich das in der Praxis niederschlägt, das dauert dann wahrscheinlich – so träge, wie das System ist – Jahrzehnte.