Warum ist deine Brille so, wie sie ist? Welche Filter hast du dir in deinem
Leben angeeignet? Was prägt dein „Normal“?
Wir schauen zum Apostel Paulus, der die Kirche nach Pfingsten sehr
entscheidend geprägt hat. Er beschreibt seinen Werdegang: Jude, Römischer Bürger, kultureller Hintergrund, Ausbildung, Eifer für die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit. Seine eindrückliche Begegnung mit Jesus. Dadurch wurde seine bisherige Brille auf die Welt abgenommen und durch eine neue ersetzt. Es werden klare Dinge benannt, die ihn geprägt haben – und solche Beispiele finden wir auch in unserem Leben:
in unserer Kindheit prägen uns Menschen, denen wir sehr nahe stehen. Sie erklären uns, worauf es aus ihrer Sicht ankommtdazu kommen Informationen, die richtig oder falsch sein können: aus dir wird sowieso nichts, du bist eigentlich unnütz, du musst perfekt sein… solche einmal verinnerlichten Sätze sind später im Leben nur sehr schwer wieder abzulegen!Gesellschaft, Kultur, Stand, Geschlecht haben einen riesigenEinfluss: das Privileg, einen deutschen Pass zu besitzen ist uns
häufig gar nicht bewusst. Von wem wurde in meiner Familie der Ton bestimmt? Ist die Familie handwerklich geprägt, wird zuhause
gelesen… was wurde mir hier mitgegeben?
prägende Lebensereignisse: Krankheiten, die Wende, besondereBegegnungen… Ereignisse, die uns zutiefst ergreifen und prägen und vielleicht auch alte Ansichten über Bord werfen lassen.
An Hand weiterer Beispiele aus der Bibel schauen wir uns an: wie sagt
Jesus, dass wir mit Situationen umgehen sollen, in denen wir mit für
uns fremden Maßstäben konfrontiert werden? Wie haben die Jünger,
wie hat Petrus in solchen Situationen reagiert?