Was zu retten ist

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By Annemarie Botzki & Friederike SchmitzSociety & CultureNewsSciencePoliticsLife Sciences
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Was zu retten ist episodes

  • #21 Jagd und Jagdkritik - Lust am Töten?

    Fast eine halbe Million Menschen in Deutschland haben einen Jagdschein und damit die Macht, direkt über Leben und Tod von Tieren zu entscheiden. Doch was treibt sie wirklich an? Geht es um Naturschutz oder eher um Macht, Status und die Lust am Töten? Wir sprechen über Trophäenjagd, männliche Herrschaft, Kolonialismus und über die Folgen der Jagd für Tiere und Ökosysteme. Und wir fragen: Was lernen wir aus der Jagd über unsere Kultur und das vorherrschende Naturverhältnis? Welche Rolle spielen Jagen und Schießen bei Rechtsextremen und bei Preppern, die sich auf den Kollaps vorbereiten? Wer profitiert von der Jagd, wer schützt wen und wo liegen Gefahren für die ganze Gesellschaft? Und natürlich besprechen wir auch: Was zu retten ist.

    (2:55) Vorgespräch

    (7:26) Start Thema Jagd

    (9:51) Überblick

    (22:43) Die Top Ten der schockierendsten Praktiken

    (43:36) Jagd und Naturschutz

    (51:45) Jagd und Herrschaft

    (1:12:27) Jäger als Gefahr für alle

    (1:24:42) Positive Ausblicke

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    Seit September gibt es etwa eine Folge pro Monat und wir schauen uns immer ein Thema tiefergehend an!

    Hinter „Was zu retten ist“ stehen Annemarie Botzki (Campaignerin & Aktivistin) und Friederike Schmitz (Autorin & Philosophin).

    Schnitt & Bearbeitung: Tuki.

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    1 hr 31 min
  • #20 Fleisch im Kapitalismus

    Wenn wir über Tierhaltung sprechen, geht es oft um einzelne Missstände: abgeschnittene Schwänze bei Ferkeln, angebundene Kühe, lange Tiertransporte oder Hochleistungszucht. All das ist wichtig. Doch wer verstehen will, warum sich diese Probleme so hartnäckig halten, muss tiefer schauen – auf das Wirtschaftssystem, in dem die industrielle Tierproduktion entstanden ist und bis heute funktioniert.

    In dieser Folge schauen wir uns Fleisch im Kapitalismus an. Wir fragen, wie Tiere zu Produktionseinheiten werden, weshalb Effizienz, Wachstum und niedrige Preise die Tierhaltung prägen und wer von diesem System profitiert. Dabei geht es um Schlachtfabriken und globale Lieferketten, um Soja- und Maismonokulturen, Regenwaldzerstörung und Arbeitsbedingungen – aber auch um die historischen Wurzeln der industriellen Fleischproduktion, von den Schlachthöfen Chicagos bis zum heutigen Milliardenmarkt.

    Wie ist dieses System entstanden? Wer trägt seine tatsächlichen Kosten? Und kann sich wirklich etwas ändern, solange die Logik dahinter dieselbe bleibt?

    (04:53) Vorgespräch

    (11:04) Thema startet.

    (01:39:09) Inspirierendes Projekt Kiezkantinen

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    1 hr 45 min
  • #19 El Niño, Waldbrände und Initiative gegen Einsamkeit

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (2:04): Die Weltwetterorganisation erwartet in diesem Jahr einen besonders starken El Niño - also sehr warme Temperaturen im Pazifik. Laut Klimamodellen dürfte er auf fast allen Kontinenten für überdurchschnittlich hohe Temperaturen sorgen. Wir reden über die Auswirkungen auf Wetter und Lebensmittelpreise.

    Die Frage (17:59): Wie schützen wir uns vor Waldbränden? Frankreich, Spanien, Portugal und Italien kämpfen seit Wochen gegen schwere Waldbrände. Wir reden über die emotionalen Auswirkungen, wie Tiere leiden und was jetzt zu tun ist. (Stelle mit Inhaltswarnung überspringen - wieder einsteigen z.B. bei 36:11)

    Das inspirierende Projekt (50:30): „Gesellschaft Leben“ ist eine Initiative aus Oberhausen in NRW. Ehrenamtliche besuchen Menschen, die alleine leben oder eingeschränkt mobil sind und deshalb am gesellschaftlichen Leben kaum noch teilnehmen können. Wir reden über die gefährlichen politischen Folgen von Einsamkeit und warum solche solidarischen Projekte essentiell für die Demokratie sind.

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    1 hr 2 min
  • #18 Wachstum der Hühnerindustrie, Hitzewellen und Fassadenbegrünung

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (02:03): Die Hühnerindustrie baut in Deutschland und global ihre Kapazitäten aus - mehr Mastanlagen, mehr Schlachthöfe. Aber es gibt auch erfolgreichen Protest.

    Die Frage (21:45): Hitzewellen - was ist jetzt zu tun? Die jüngsten Rekordtemperaturen haben gezeigt, wie dringend nötig Maßnahmen zur Klimaanpassung sind – kann daraus eine neue Klima-Mobilisierung entstehen, weil mehr Menschen motiviert sind sich zu engagieren?

    Das inspirierende Projekt (46:22): grüne, bewachsene Fassaden für überhitze Häuser. Unsere Beton-Städte werden immer heißer. Ketterpflanzen wie Efeu oder Wilder Wein beschatten Fassaden, kühlen sie durch Verdunstung und können deren Oberflächentemperatur erheblich senken. Die Fassade selbst kann 10-20 Grad abgekühlt werden. Gleichzeitig verbessern begrünte Fassaden das Mikroklima, binden Feinstaub, fördern die Artenvielfalt und dämpfen Straßenlärm.

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    Neue Veröffentlichungsfrequenz seit April 2026: Alle drei Wochen statt alle zwei Wochen.

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    58 min
  • #17 Psychologie der Klimakrise: Angst, Schuld und Verdrängung

    Zu Gast ist Katharina van Bronswijk, Psychologische Psychotherapeutin und Sprecherin der Psychologists and Psychotherapists for Future. Sie kennt sich aus mit den Zusammenhängen zwischen Klimabedrohung und psychischer Gesundheit. 

    In unserem ersten Interview geht es um die Psychologie der Klimakrise: Wie verändert Hitze unser Denken und Fühlen? Was passiert im Inneren von Menschen, die eine Überflutung erlebt haben? Wir fragen, warum ganze Gesellschaften die Klimakrise verdrängen, welche Rolle die Angst vor Veränderung dabei spielt und warum manche Gefühle als akzeptabel gelten und andere nicht. Wie halten wir es aus, in diesem Kontext zu leben?  Es war ein bewegendes Gespräch. Hört rein!


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    1 hr 32 min
  • #16 Klimaverdummung von rechts und traumatische Arbeit in der Tierindustrie

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (2:40): Das bisherige Worst-Case-Szenario des Weltklimarates wird in einer aktuellen Publikation nicht mehr benutzt. Das sind gute Nachrichten, aber wie gut sind sie wirklich? Wir besprechen, wie Trump, AFD und & Co zu dem Thema Desinformation verbreiten und warum auch die seriösen Medien teilweise problematisch über die Entwicklung berichten.

    Die These (23:48): Die Tierindustrie macht die Menschen kaputt, die in Tierbetrieben und Schlachthöfen arbeiten. Eine aktuelle Veröffentlichung von Team Tierschutz zeigt Menschen, die in einer Schweinezuchtanlage erschreckend brutal und grausam mit den Tieren umgehen. Wir diskutieren, wie es dazu kommen kann und inwiefern die üblichen, erlaubten Praktiken in dieser Industrie selbst die Bedingungen dafür schaffen.

    Das inspirierende Projekt (51:47) ist die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. und das Projekt Geisternetze. Hier können Taucher*innen helfen gefährliche Fischernetze aus der Ostsee zu bergen.

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    1 hr
  • #15 Weltuntergang – warum überhaupt noch was machen?

    In dieser Spezialfolge sprechen wir darüber, wie schwer es gerade sein kann, motiviert und aktiv zu bleiben – angesichts von Krisen, Rückschlägen und dem Gefühl, dass sich vieles eher verschlechtert als verbessert. Trotzdem geben viele Menschen nicht auf. Wir haben Stimmen gesammelt darüber, was ihnen Hoffnung gibt, was sie antreibt und wie Aktivismus heute aussehen kann – von kleinen Veränderungen im Alltag bis hin zu organisiertem Engagement in Gruppen, Bildung oder Politik.

    DANKE an Hilal, Mara, Ellen, Cleo und Christian für eure Beiträge!

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    1 hr 16 min
  • #14 Atlantikströmung, Mythos Weidehaltung, Psychologists for Future

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (1:42): Die atlantische Meeresströmung ist näher am Kipppunkt als bisher gedacht. Wir besprechen die aktuellen wissenschaftlichen Einschätzungen und was sie für unsere Zukunft bedeuten.

    Die These (17:36): Weidehaltung ist keine Lösung für die Probleme der Tierindustrie. Lobbyorganisationen der Fleisch- und Milchwirtschaft verwenden gern Bilder von Rindern auf grünen Wiesen, denn die Weidehaltung erscheint vielen Konsument:innen als gute Form der Tiernutzung. Die Realität sieht natürlich anders aus. Aber zugleich ist die Weidehaltung gar nicht so vorteilhaft, wie viele es sich vorstellen. Wir diskutieren, wie verschiedene Akteure das Konzept der Weidehaltung verwenden und welche Gefahren das mit sich bringt.

    Das inspirierende Projekt (44:15): Die Psychologists for Future. Hier gibt es Unterstützung für Engagierte inklusive Telefonsprechstunde.

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    54 min
  • #13 Kaffee und Klima, Labels auf Lebensmitteln

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (02:10): Ein aktueller Report zeigt auf, was die Kaffeeindustrie weltweit anrichtet – von Waldzerstörung über Umweltverschmutzung bis Menschenrechtsverletzungen. Wir diskutieren, wie sich das ändern ließe und was es für unseren persönlichen Konsum bedeutet. Außerdem überlegen wir: Wie lange können wir wohl überhaupt noch Kaffee trinken?

    Die These (23:05): Labels auf Lebensmitteln lenken davon ab, was eigentlich hinter den Produkten steckt. Bunte Symbole auf Verpackungen versprechen Nachhaltigkeit, „Tierwohl“ oder fairen Handel. Wir beleuchten, warum so viele Firmen auf Labels setzen und wie die Strategie funktioniert. Auch wenn manche Labels glaubwürdig sind, braucht es andere Maßnahmen.

    Zuletzt stellen wir ein inspirierendes Kunstprojekt vor (53:03): „Schwein für Schwein“ erinnert mit kleinen Schweinefiguren aus Ton an den schrecklichen Brand in der Zuchtanlage in Alt Tellin, bei dem 2021 mehr als 50.000 Schweine starben. Auf diversen Veranstaltungen können Menschen pro Person eine Figur formen, bis 50.000 Schweine zusammengekommen sind.

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    59 min
  • #12 Neue Tierseuche, Gärtnern zur Selbstversorgung, Plattform Schlachtindustrie

    Unsere Themen in dieser Folge:

    Die Neuigkeit (01:25): Wir berichten über den Ausbruch und die Folgen der Newcastle-Krankheit, eine ansteckende Tierseuche. Wir diskutieren die Auswirkungen für die Hühner selber und die ethischen Dimensionen regelmäßig hunderttausende Tiere wegen Krankheitsausbrüchen zu töten.

    Die Frage (26:36): Brauchen wir mehr privaten Nahrungsmittelanbau, Kleingärten und Urban Gardening besonders im Hinblick auf Kollapsszenarien? Ist Gärtnern Hobby oder sinnvolle Vorsorge? Vier historische Beispiele aus Kuba, den USA, Großbritannien und der DDR zeigen, was möglich ist, wenn es ernst wird.

    Das inspirierende Projekt (48:16): Wir stellen die Plattform Schlachtindustrie von Faba Konzepte vor, die zu über 100 Schlachthöfen in Deutschland diverse Daten und Fakten transparent zugänglich macht. https://schlachtindustrie.de/

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    58 min

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Ein Podcast über Klima, Kollaps und Ernährung.