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Kein Büro, keine Baustelle – stattdessen Spitzingsee. In dieser Folge sind Anes und Abel auf dem Weg zu ihrem ersten gemeinsamen Working Retreat, und die beiden nehmen euch live mit ins Auto. Warum überhaupt ein Wochenende „wegfahren, um über die eigene Firma nachzudenken"? Weil neue Umgebungen neue Gedanken brauchen – ein Satz, der angeblich von Einstein stammt und den die beiden wörtlich nehmen: Raus aus dem Alltag, raus aus den immer gleichen Abläufen, rein in ein Hotelzimmer mit Blick auf die Berge. Es geht um die eigene Mission, um Reverse Engineering vom großen Ziel zurück zum nächsten Schritt, und um die Frage, warum sie bewusst nicht alle Ziele öffentlich aussprechen wollen. Mittendrin dreht sich das Gespräch um Grundsätzlicheres: Macht Erfolg eigentlich unglücklich, wenn er zum Selbstzweck wird? Anes erzählt die Geschichte eines Astronauten, der nach der Rückkehr aus dem All in eine Depression fiel – und erst durch eine simple Aufgabe wieder herausfand. Der Mensch braucht eine Aufgabe, sagen die beiden, aber das Ziel darf nie die Endstation sein: Der Weg ist das Ziel. Und weil ein Roadtrip nie nur ernst bleibt, geht es auch um Steuern (die die beiden überraschend positiv sehen), Deutschland als heimliche Steueroase, den Vergleich mit Spanien und Bosnien – und darum, wieso man beim Halloween-Kostüm besser nicht ans Finanzamt denkt. Eine Folge übers Bremsen, Reflektieren und die Erkenntnis, dass man manchmal einen Meter Abstand nehmen muss, um das große Ganze wieder zu sehen. Handwerk ist nicht Plan B. Handwerk ist Zukunft.
Badewanne raus, Waschtisch raus, WC neu. Kein Luxus, keine Sonderwünsche. Anes nennt bei der Erstbesichtigung eine Hausnummer – und die Kundin fällt aus allen Wolken. Erste Rückfrage: Kann ich die Toilette nicht selbst im Internet bestellen? Genau da fängt diese Folge an. Anes und Abel rechnen vor, was tatsächlich in einem Stundensatz steckt, warum Endkunden gar keinen realistischen Preisanker haben können – und warum ein Bad, das 20 Jahre halten soll, im Vergleich zum Auto in der Einfahrt ziemlich günstig aussieht. Der zweite Teil ist ein Appell an die eigene Branche: Wer sich unter Wert verkauft, schadet nicht nur sich selbst. Am Ende bekommt der Kunde weniger, als er verdient hätte – und merkt es erst, wenn die Duschtasse nach einem Jahr absackt.
In dieser Folge haben wir einen Gast dabei, der wie kaum jemand anderes weiß, was es bedeutet, den Meistertitel wirklich zu leben: Christoph Stich, Fachbereichsleiter der Meisterschule für Spengler bei der SHK Innung München, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses im Spenglerhandwerk und Mitglied des Prüfungsausschusses im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk. Wir sprechen darüber, was der Meistertitel heute wirklich bedeutet – und warum er für Christoph nicht das Ziel, sondern der Startschuss war: zum täglichen Weiterlernen, zum Verantwortung übernehmen, zum Meister-werden im echten Sinne. Sein Weg führte ihn vom Mitschauen auf der Baustelle seiner Eltern über die Gesellenzeit bis zum Meister, Betriebswirt HWK und schließlich in die Innung – angetrieben von einem Wissensdurst, der bis heute nicht aufgehört hat. Wir reden über die großen Herausforderungen, die das Handwerk gerade bewegen: das Gebäudeenergiegesetz, Wärmepumpen, Photovoltaik, Smart Home – und warum genau jetzt Menschen gebraucht werden, die nicht nur montieren, sondern auch denken, führen und Verantwortung tragen. Denn eines macht Christoph in diesem Gespräch klar: Wer Meister ist, muss in einer Disziplin sofort wieder Schüler werden in der nächsten. Eine Folge über Handwerk als Haltung – und den Mut, nie aufzuhören zu lernen. Links: https://www.shk-innung-muenchen.de
https://www.aneskurtovic.de
In unserer ersten Folge nehmen wir euch mit auf unsere Reise: Wer sind wir, woher kommen wir – und warum haben wir diesen Podcast gestartet? Anes erzählt, wie er als Kriegsflüchtling aus Bosnien nach Deutschland kam, sich mit harter Arbeit, zwei Nebenjobs und dem Meistertitel eine Existenz aufgebaut hat – und warum ihm der Moment, als ein Kunde sein erstes Luxusbad betrat und sprachlos war, gezeigt hat: Das ist sein Weg. Abel berichtet, wie er sich vom Lehrling mit 9,50 € Stundenlohn zum Meister hochgearbeitet hat – getrieben von einem unbändigen Ehrgeiz und dem Traum vom eigenen Unternehmen. Aus einem zufälligen Autoinserat wurde eine Partnerschaft, und heute stehen wir gemeinsam für das, was wir lieben: Handwerk mit Herz, Qualität und Vision. Denn eines ist für uns klar – Handwerk ist nicht Plan B. Handwerk ist Zukunft.
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