Weitreichend - der lange Arm der Geschichte

Weitreichend - der lange Arm der Geschichte

By Thomas Lämmer-Gamp, Jakob SteffenHistory
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Weitreichend - der lange Arm der Geschichte episodes

  • Episode #21 - Zeitenwende 2.0, Neorealismus und Kriegstüchtigkeit – die deutsche Wahrnehmung von Sicherheitspolitik seit Gründung der BRD

    Deutschland steht vor der kritischsten sicherheitspolitischen Herausforderung seit den 1970er Jahren. Das Schlagwort von der Zeitenwende hat durch die Politik der neuen Trump-Administration in den USA eine noch größere Dimension erhalten; und Verteidigungsminister Boris Pistorius hat mit seiner Forderung, Deutschland müsse wieder "kriegstüchtig" werden, die Gesellschaft aufschrecken lassen. Wir diskutieren die ambivalente Haltung der dt. Öffentlichkeit zur Sicherheitspolitik seit Gründung der Bundesrepublik - und was vor diesem Hintergrund nun ansteht.

    Ausgewählte Literaturhinweise 

    Aus Politik und Zeitgeschichte: Deutsche Außenpolitik, Heft 17/2023 (73. Jahrgang, April 2023) Link zur Ausgabe

    Aus Politik und Zeitgeschichte: Bundeswehr, Heft 47-48/2024 (74. Jahrgang, November 2024) Link zur Ausgabe

    Anna Geis: Of Bright Sides and Dark Sides: Democratic Peace beyond Triumphalism, in: International Relations, Volume 25, Number 2 (Frühling 2011), S. 164-170

    Samuel P. Huntington: The Clash of Civilisations – Der Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München und Wien 1996

    Carlo Masala: Weltunordnung - Die globalen Krisen und die Illusionen des Westens, München 2016 

    Sönke Neitzel: Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine Militärgeschichte, Berlin 2022 

    Andrew Moravcsik: Taking Preferences Seriously: A Liberal Theory of International Relations", in: International Organization, Volume 51, Number 4, 1977, S. 513-553

    Tony Smith: Democratic Peace Theory: From Promising Theory to Dangerous Practice, in: International Relations, Volume 25, Number 2 (Frühling 2011), S. 151-157

    Aufgenommen am 22. Februar 2025.

     

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    45 min
  • Episode #20 - Atomwaffen, ein altes Gespenst ist wieder da - der Atomwaffenverbotsvertrag, die Friedensbewegung und das Sicherheitsdilemma

    Man glaubte in manchen Kreisen nach dem Ende des Kalten Krieges schon, die Tage der Atomwaffen seien gezählt. Stattdessen sehen wir uns einer Bedrohungslage gegenüber, wie sie seit den 1950er Jahren nicht mehr bestand. Wir sprechen zusammen mit unseren Gästen Christoph van Lieven und Marian Losse von ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Friedensnobelpreisträger 2017, www.icanw.de) über das Verbot und die Abschaffung von Atomwaffen und die Möglichkeiten einer neuen Friedensbewegung. Und wir diskutieren über das mit diesen Waffen verbundene Sicherheitsdilemma und über Rassismus und Atomwaffentests.


    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Aus Politik und Zeitgeschichte. 2019: Neues Wettrüsten? Link zur Publikation

    Herman Kahn: The Nature and Feasibility of War and Deterrence. RAND Corporation, Santa Monica, CA 1960 Link zum Artikel

    T.V. Paul: Self-deterrence: Nuclear weapons and the enduring credibility challenge, in: International Journal, Vol. 71, No. 1 (2016), S. 20-40 Link zum Paper

    Kevin Ramsay: Unbalanced Terror: A Study of Current Nuclear Deterrence, in: Canadian Forces College Papers, Joint Command and Staff Programme 44, Exercise Solo Flight (2018) Link zum Paper

    Philippe Sands: The Last Colony. A Tale of Excile, Justice and Britain’s Colonial Legacy, 2022

    Seiji Yamada/Matthew Akiyama: „For the Good of Manking“: The Legacy of Nuclear Testing in Micronesia, in: Social Medicine, Volume 8, Number 2 (August 2014) Link zum Artikel

    Veröffentlicht am 22. Juli 2024

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    56 min
  • Episode #19 - Sumerische Priester, Fiatgeld und digital central bank currencies – A solution in search of a problem?

    In Europa wird über die Einführung eines digitalen Euros diskutiert, digitales Zentralbankgeld. Auch Facebook hat überlegt eigenes Geld herauszugeben. Und dann gibt es noch Kryptowährungen, die etwas anderes sind als digitales Zentralbankgeld. Geld ist eine komplizierte Sache.  Wir sprechen über Geld und das staatliche Gestaltungsmonopol. Es geht um libertäre Ideen und Macht.

    Kleiner Gruß von Thomas: Die ersten Banken sind natürlich nicht in Schottland, sondern in Italien entstanden. Er war einfach zu sehr auf das Konzept des free banking fixiert ;) -

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Aus Politik und Zeitgeschichte: Geldpolitik, Heft 18-19/2022, 72. Jahrgang, 2. Mai 2022 Link zum Heft

    Anthony Giddens: Konsequenzen der Moderne, Frankfurt am Main 1995

    Cahal Moran: Whither Central Banks?, in: Rethinking Economics, 2020 Link zum Artikel

    David Graeber: Debt – The First 5,000 years, New York City 2011

    Georg Friedrich Knapp: Staatliche Theorie des Geldes, Wiesbaden 2018 (Leipzig 1905)

    Lord Mervyn King on Central Bank Digital Currencies, in: The Royal United Services Institute for Defence and Security Studies (RUSI): Central Bank Digitial Currencies: Plotting a Path Ahead for the UK, 18.01.2022, ab Minute 14 Link zum Video

    Veröffentlicht am 28. August 2023




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    30 min
  • Episode #18 - Das Auto – Kulturkampf, Tempolimit und industriepolitische Entwicklungspfade

    Ohne jeden Zweifel: das Auto ist eine der zentralen Innovationen der Neuzeit. Es ist aber weit mehr als ein technisches Hilfsmittel zur Fortbewegung. Insbesondere in Deutschland ist es ein kulturelles Symbol der Freiheit. Warum das so ist, welche Rolle es in der Politik spielt und ob, warum wir nicht die Ausfahrt aus einer industriellen Sackgasse finden – das steht im Mittelpunkt unseres Gesprächs.

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Automobilwoche, 17. April 2023: „Es fehlt das Verständnis“, Interview mit VDA-Präsidentin Hildegard Müller über Chancen durch E-Fuels, Brüssels mangelnden Realismus und den Standort Deutschland Link zum Interview

    Manfred Grieger: Kleine Geschichte des Automobils in Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Jahrgang, 43/2019, 21. Oktober 2019, S. 12-18 Link zum Aufsatz

    Michael Knauer: Hängepartie um E-Fuels. Autohersteller wollen Planungssicherheit – Mineralölwirtschaft winkt ab, in: Automobilwoche , Ausgabe 6/2023, 6. März 2023, S. 2

    Michael North (Hrsg.): Deutsche Wirtschaftsgeschichte. Ein Jahrtausend im Überblick, München 2005

    Umweltbundesamt: Fahrleistungen, Verkehrsleistung und Modal Split in Deutschland, 15. März 2023 Link zum Artikel

    Veröffentlicht am 30. April 2023




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    38 min
  • Episode #17 - Softpower und die Fußball-WM in Qatar - nur Tourismusmarketing oder erfolgversprechende Strategie?

     Die Fußball-WM in Qatar ist vorbei. Wir diskutieren jenseits der ethischen Argumente die Frage, inwieweit die WM als Bestandteil einer auf sog. Soft Power ausgelegten Strategie Qatars verstanden werden kann. Ob auch andere autokratische Länder mit Hilfe von König Fußball einen solchen Plan im Wettstreit mit dem Westen verfolgen. Und: ob dieser Plan Aussicht auf Erfolg hat. 

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Simon Anholt: Soft Power, in: Internationale Politik, Nr. 1 (2014), S. 48-53 Link zum Artikel

    Andreas Bock: Saudi Arabi Money Rich, in: 11 Freunde. Magazin für Fußballkultur, Nr. 252 (November 2022), S 29-33

    Nicolas Fromm: Katar. Sand, Geld und Spiele, München 2022

    Jonathan Grix/Paul Michael Brannagan: Of Mechanisms and Myths: Conceptualising States‘ „Soft Power“ Strategies through Sports Mega-Events, in: Diplomacy & Statecraft, Vol. 27, No. 2 (2016), S. 251-272 Link zum Artikel

    Joseph Nye: Was ist aus Soft Power geworden?, Project Syndicate, 11. Januar 2022 Link zum Artikel

    Veröffentlicht am 28. Dezember 2022

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    35 min
  • Episode #16 - Das Anthropozän, die Eroberung der Natur und die Chance, sich zu ändern

    Das Holozän ist zu Ende, das Anthropozän hat im Jahre 1950 begonnen. Ein Gespräch über die Eroberung der Natur durch den Menschen, was die Industrialisierung damit zu tun hat und ob der Schlüssel zu einer Lösung der Klimakrise tatsächlich in der Technologie oder in einer Bewusstseinsänderung des Menschen liegt.

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Andri Snær Magnason: Wasser und Zeit. Eine Geschichte unserer Zukunft, Berlin 2020

    David Blackbourn: Die Eroberung der Natur. Eine Geschichte der deutschen Landschaft, München 2008

    Jan Zalasiewicz et al.: Are We Now Living in the Anthropocene?, in: GSA Today, Vol. 18, No. 2 (2008), S. 4-8 Link zum Artikel

    Marcia Bjornerud: Zeitbewusstheit. Geologisches Denken und wie es helfen könnte, die Welt zu retten, Berlin 2020

    Interview mit Jürgen Renn, Direktor Max-Planck-Institut für Geoanthropologie: „Wir können nicht einfach zurück zur Natur.“, in: Die ZEIT, Nr. 27, 30. Juni 2022 Link zum Interview

    Themendossier der Bundeszentrale für politische Bildung Link zur Website

    Veröffentlicht am 3. Oktober 2022


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    41 min
  • Episode #15 - Deglobalisierung? Machtverschiebung, Karl Polanyi und ein Exkurs nach Wuppertal

    Erleben wir gerade wirklich eine Deglobalisierung oder ist es nur ein „Empfinden des Westens“, in dem sich Unsicherheit angesichts globaler Machtverschiebungen und gesellschaftlicher Spannungen breit machen? Eine Diskussion über strukturbildende Fernverflechtungen, die es schon immer gab. Über Netzwerke, die Rolle von globalen Institutionen und wer die Regeln macht. Und Wuppertal als Ort, an dem man die Geschichte der Globalisierung erzählen kann.

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Harold James: Deglobalization: The Rise of Disembedded Unilateralism, Annual Review of Financial Economics, Volume 10 (2018), S. 219-237 Link zum Artikel

    Parag Khanna: Unsere asiatische Zukunft, Berlin 2019

    Hans-Peter Martin/Harald Schumann: Die Globalisierungsfalle – Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand, Hamburg 1996

    Jürgen Osterhammel/Niels P. Petersson: Die Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen, München 2019

    Veröffentlicht am 18. August 2022


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    40 min
  • Episode #14 - Nordirland, das Protokoll und die mögliche Rückkehr des Bürgerkrieges zwischen Republikanern und Unionisten

    Das Nordirland-Protokoll des Brexitabkommens ist keinesfalls ein juristisches Spezialthema. Zwischen 1968 und 1998 tobte ein mörderischer Bürgerkrieg in Nordirland, der jahrhundertealte Wurzeln hat. Dieser droht nun wiederaufzuflammen, wenn dieses Protokoll von der britischen Regierung aufgekündigt werden sollte. Ein Gespräch über tiefe Gräben in der nordirischen Gesellschaft, einen vergessenen Bürgerkrieg in Europa und einen populistischen Premierminister in 10 Downing Street, London.

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Chris Patten: First Confession – A Sort of Memoir, London 2017

    David McKittrick/David McVea: Making Sense of the Troubles. A History of the Northern Ireland Conflict, London 2012

    Frank Otto: Der Nordirlandkonflikt. Ursprung, Verlauf, Perspektiven, München 2014

    The Economist, April 2nd, 2022: So Close, so Far. The Good Friday Deal Deferred the Issue of Irish Unity to the Future Link zum Artikel

    Ausgewählte Fernsehberichte/-reportagen

    ARD Weltspiegel, 19. Januar 2020: Nordirland. Die „Neue IRA“ in Derry Link zum Bericht

    ARTE, 5. Oktober 2021: Re: Pulverfass Nordirland. Streit nach dem Brexit Link zur Reportage

    Tonquellen

    Tony Blair after the Good Friday agreement in Ulster, 10. April 1998 Link zu YouTube

    Hinweis: Trotz intensiver Recherche ist es uns nicht gelungen, die verwendeten Originaleinspieler bis zu ihrer ursprünglichen Quelle über die hier verlinkten YouTube-Videos hinaus rückzuermitteln. Wir bitten um sofortigen Hinweis, falls wir unbeabsichtigt Urheberrechte verletzt haben sollten.

    Veröffentlicht am 29. Mai 2022

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    43 min
  • Episode #13 - Völkerbund, Freihandel und Signalling – Wirtschaftssanktionen im Laufe der Geschichte

    Unter dem Eindruck der Schlachten des 1. Weltkrieges haben die Siegermächte Wirtschaftssanktionen als ultimative Waffe des Völkerbundes vorgesehen, die Nationen zur Vernunft bringen und ihnen die Luft zum Kämpfen nehmen sollte. Doch der Blick in die Geschichte zeigt, dass Wirtschaftssanktionen diese Wirkung bis heute nie entfaltet haben. Stattdessen dienen sie eher dem Signalling, also der Botschaft, dass man eine bestimmte Politik nicht duldet.


    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Gary Clyde Hufbauer et al.: Economic Sanctions Reconsidered, 3rd edition, Columbia University Press 2009

    Henry Farell: The Modern History of Economic Sanctions, Lawfare Institute Blog, March 1st, 2022 Link zum Artikel

    Nicholas Mulder: The Economic Weapon: The Rise of Sanctions as a Tool of Modern War, Yale University Press 2022

    Nicholas Mulder: Keynes Warned the World Against Economic Sanctions. His Alternative is Worth Considering, The Guardian, January 20st, 2022 Link zum Artikel

    Veröffentlicht am 26. April 2022


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    40 min
  • Episode #12 - Ein Telegramm aus dem Jahr 1946, der KGB, Wladimir Putin und die Zeitenwende

    Der nach Moskau entsandte US-Diplomat George Kennan skizziert in einem langen Telegramm an das State Department die Außen- und Sicherheitspolitik der UdSSR während des Kalten Krieges. Geheimdienstnetzwerke sorgen für die Kontinuität dieser Politik unter Wladimir Putin. Und die von Bundeskanzler Scholz beschriebene Zeitenwende ist Ausdruck unserer eigenen Unsicherheit, weil uns in Europa ein sicherheitsstiftendes Narrativ fehlt.

    Ausgewählte Literaturempfehlungen

    Catherine Bolton: Putins Netz – Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste, München 2022

    Franziska Davies: Die blutige Quittung, in: Süddeutsche Zeitung, 14. März 2022 Link zum Artikel

    Karen Dawisha: Putin’s Kleptocracy. Who Owns Russia?, New York 2015

    George Kennan: The Charge in the Soviet Union (Kennan) to the Secretary of State, Telegram, 22 February 1946 Link zum Text

    Matthias Dembinski/Daniel Gaus: NATO and the European Security and Defence Identity: Complementary or Mutually Exclusive?, Matthias Dembinski/Kinka Gerke (Hg.): Cooperation or Conflict? Transatlantic Relations in Transition, New York 1998, S. 91-123

    Joachim Krause: Amerikanische und europäische Konzepte zur internationalen Ordnung, in: Thomas Jäger/Alexander Höse/Kai Oppermann (Hg.): Transatlantische Beziehungen – Sicherheit, Wirtschaft, Öffentlichkeit, Wiesbaden 2005, S. 35-61

    Veröffentlicht am 20. März 2022


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    38 min

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