In der 6. Episode „Zu ›Gast‹ im eigenen Land“ spricht Christian Müller-Lorenz mit Patrice Potrus und Lina Maily Pham über die Lebensrealitäten und Erfahrungen migrantisierter Menschen nach 1990.
Die Realität vieler Menschen, zugleich Teil einer Gesellschaft zu sein und doch immer wieder als ‚fremd‘ markiert zu werden, wird bis heute oft unterschätzt. Die Episode fragt deshalb, wie kollektive Erinnerung, Anerkennung und Zugehörigkeit bis heute verhandelt werden – und unterstreicht, wie das Anerkennen bisher ungehörter Stimmen zur Entwicklung einer multiperspektivischen Gedenkkultur beitragen kann.
Themen dieser Episode:
👉 DDR-Erinnerung
👉 Vertragsarbeiter:innen in der DDR
👉 Alltagsrassismus
👉 Rechte Gewalt in den 90er Jahren
👉 Generationenperspektiven und Identität
👉 Multiperspektivische Gedenkkultur
Über unsere Gäst:innen:
Patrice Potrus, ist promovierter Historiker. Er wurde 1961 in Ostberlin geboren. Nach 1990 studierte er Geschichte und Sozialwissenschaften. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind DDR-Geschichte, Flucht- und Asyl im Nachkriegsdeutschland und die Erinnerung an das Ende der DDR und die Transformation in Ostdeutschland
Linda Maily Pham, wurde 1998 als Tochter zweier Vertragsarbeitende in Cottbus geboren, hat Brandenburg mit 16 Jahren in Richtung Westen verlassen und ist zum Lehramtsstudium wieder in den Osten Deutschlands zurückgekehrt. Sie hat sich bei Students for Future aktiv für die Umwelt eingesetzt und betätigt sich jetzt aktiv in der antirassistischen Arbeit. Im Stadtmuseum Cottbus hat sie im Rahmen von “Welten verbinden – Kulturland Brandenburg 2024/2025” an der aktuellen Ausstellung “Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten” mitgewirkt.
Weiterführende Links:
Karosh Taha im Portrait
https://www.deutschlandstiftung.net/projekte/geh-deinen-weg-programm/portraets/karosh-taha
Mehr zu Vertragsarbeitern in der DDR
https://domid.org/news/vertragsarbeit-in-der-ddr/
Was war die „Kinder statt Inder-Debatte“?
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/kanzler-schroeder-will-greencard-cdu-will-kinder-statt-inder-100.html
Mehr zum “Asylkompromiss”
https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuelles/detail/30-jahre-asylkompromiss-der-schutz-vor-politischer-verfolgung-ist-eine-voelkerrechtliche-verpflichtung
Mehr zu dem Angriff in Cottbus-Sachsendorf
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/reportage-cottbus-87489/
Mehr zu den rassistischen Ausschreitungen in Erfurt 1975:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/569624/rassistische-ausschreitungen-in-erfurt-1975/
Mehr zu dem Buch „Erinnern stören“
https://www.rosalux.de/publikation/id/43063/erinnern-stoeren-1
Patrice Poutrus Instagram
https://www.instagram.com/patrice.g.poutrus/?hl=de
Patrice Poutrus Buch „Umkämpftes Asyl”
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/umkampftes-asyl/978-3-96289-036-0
Ausstellung im Stadtmuseum Cottbus “Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten” (bis September 2026)
https://www.stadtmuseum-cottbus.de/sonderausstellungen.html
Der Podcast „Welten verbinden“ ist Teil des Programms von Kulturland Brandenburg 2024/2025. Über zwei Jahre widmet sich Kulturland Brandenburg den globalen Verflechtungen, den international vernetzten Biografien und den grenzüberschreitenden Geschichten im Land. Denn Brandenburg ist keine Insel und weitaus vielfältiger, als es auf den ersten Blick erscheint.
Mehr Informationen zum Programm und den Veranstaltungen finden Sie unter www.kulturland-brandenburg.de.
Moderation & Konzept: Christian Müller-Lorenz
Projektmanagement: Paulina Roth
Kommunikation: Stefanie Pieper und Nadine Redlich
Produktion: Frank Diersch und Thomas Müller
Sprecherin: Ines Burdow
Kulturland Brandenburg 20224/2025 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.