Avignon beginnt diesmal nicht mit Glocken über der Rhône, sondern an einer Stadtmauer. Von den mehr als vier Kilometern Befestigung führt die Reise in den Papstpalast, hinauf zum Rocher des Doms, über die vier erhaltenen Bögen der Pont Saint-Bénézet und zu den weniger sichtbaren Kanälen, Toren und Restaurierungsarbeiten, die die historische Stadt bis heute am Leben halten.Der rote Faden sind Schwellen: Mauer und Tor, Palast und Zugang, Brücke und Fluss, Kanal und Schütz. So entsteht keine eingefrorene „Stadt der Päpste“, sondern ein bewohnter Stadtraum, in dem mittelalterliche Machtarchitektur, Rhône-Hochwasser, Denkmalpflege, moderne Versorgung und Alltag ständig neu miteinander verhandelt werden.