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Adoptionen können eine sehr schöne und menschliche Weise sein, sich um ein Kind zu kümmern, das sonst in prekären Verhältnissen oder ohne Eltern aufgewachsen wäre. In der Vergangenheit fand allerdings unter diesem Deckmantel viel Missbrauch statt. Im Weltreporter Live-Podcast berichtet Malte Seiwerth über seine Recherche zu illegalen Adoptionen aus Peru und Chile nach Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren. Sein Kollege Sascha Zastiral erzählt aus London über Zwangsadoptionen in England und Irland. Behandelt werden die Missstände von damals und die Suche nach Aufarbeitung in der Aktualität. Dabei wird Zastiral ganz persönlich: Anhand seiner eigenen Erfahrung als Adoptivvater erzählt er über die aktuelle Praxis bei Adoptionen und wie Behörden heute Missbrauch vorbeugen.
Mit Almut Siefert aus Rom sprechen sie über die Suche nach Herkunft, Aufarbeitung und die Rolle der katholischen Kirche.
Mode spiegelt den Zeitgeist, schafft Identität und Individualität. Sie lässt uns träumen, dank ihr können wir uns neu erfinden. Doch diese positive Seite rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Die Branche wird von Skandalen gebeutelt, in den Medien überwiegen Negativ-Schlagzeilen über soziale Ausbeutung und Berge von Textilmüll. Wie konnte die einstige Traumfabrik so tief fallen? Woher kommen die Unmengen an Altkleidern in Ghana, Kenia oder Chile? Warum werden sie nicht recycelt? Und sind nicht eh an allem die Fastfashion-Anbieter schuld?
Mit den Weltreporterinnen Barbara Markert, Paris, und Helena Kreiensiek, Dakar (Senegal). Silvi Feist, Ex-Weltreporterin und freie Journalistin in Hamburg, moderiert.
In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Sie wird erstmals in drei Ländern abgehalten, erstmals sind 48 Mannschaften dabei. Mexiko ist zum dritten Mal Gastgeber, die USA zum zweiten Mal, Kanada ist der Neuling unter den „Host Nations“, in denen sich langsam WM-Stimmung aufbaut. Sie sind als Nachbarn durch familiäre Beziehungen und wirtschaftliche Verflechtungen eng verbunden. Aber von trilateraler Freundschaft kann seit Donald Trump nicht mehr die Rede sein.
Hinter der glanzvollen WM-Kulisse stehen Spannungen, die weit über den Sport hinausreichen. In Mexiko überschatten 130.000 Verschwundene und eine neue Welle von Gewalt die Vorbereitungen. In den USA prägen Einreiseverbote, ICE-Einsatze, hohe Ticketpreise und der Nahostkrieg die Debatte. In Kanada fällt es mit nur zwei Spielorten – Toronto und Vancouver – schwer, flächendeckende Fußballstimmung auszulösen. Und zu Spielen in die USA zu reisen, das kommt vielen Kanadier*innen nicht in den Sinn.
Wird die WM auf dem Kontinent wieder mehr Zusammenhalt schaffen oder die Animositäten steigern? Und: Für wen ist dieses Turnier eigentlich gedacht?
Es sei ihr vierter Krieg, sagt Birgit Svensson nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran, aber er ist der schwierigste. Seit 25 Jahren arbeitet sie als Auslandskorrespondentin in der Region, mit dem Lebensmittelpunkt in Bagdad. Krieg, Terror und Gewalt gehören zu ihrem persönlichen und ihrem Reporter-Alltag. Im Gespräch mit ihrer Weltreporter-Kollegin Birgit Kaspar in Toulouse, die selbst über 15 Jahre lang aus dem Nahen Osten berichtet hat, erzählt Svensson von ihrer Arbeit und ihrem Alltag. Warum selbst ihr die Lage in Bagdad kürzlich zu heiß wurde und wie es ihr gelungen ist, sich ins Nachbarland Jordanien abzusetzen. Welche Folgen der Iran-Krieg für den Irak und seine seit Jahrzehnten von Krieg und Gewalt gebeutelte Bevölkerung hat, wie man mit dem Leben in ständiger Gefahr umgeht. Was den Alltag dort außer Krieg und Terror lebenswert macht, welche Rolle dabei irakische Frauen spielen. Und wie sie die Zukunft des Iraks und der Region einschätzt.
Wissen Sie, warum Menschen, die in Rom mit dem Bus fahren, sich beim Vorbeifahren an bestimmten Gebäuden bekreuzigen? Haben Sie schon von den religiösen Feiern in Indien gehört, bei denen sich Geschlechterrollen auflösen? Zwischen dem Hindu-Fest Holi und dem christlichen Osterfest unterhalten sich die Weltreporterinnen Almut Siefert in Rom und Antje Stiebitz in Delhi darüber, wie Religionen den Alltag, die Politik und ihre Arbeit als Korrespondentinnen bestimmen. Kerstin Zilm, Weltreporterin in Los Angeles, moderiert.
Gold ist so teuer wie nie. Der Preis für eine Feinunze Gold - rund 31 Gramm - durchbrach kürzlich die Marke von 5000 US-Dollar. Viele KleinanlegerInnen, Investmentfirmen und Staaten legen sich derzeit im großen Stil Gold zu. In vielen Erzeugerländern hat der Goldabbau aber eine gravierende Schattenseite. Darüber sprechen heute Helena Kreiensiek, Weltreporterin in Dakar im Senegal, Bettina Rühl, Weltreporter-Urgestein in Nairobi in Kenia und Leonie March, Weltreporterin in Durban/ Südafrika. Durch das Gespräch führt Jonas Gerdig, Weltreporter in Kinschasa in der Demokratischen Republik Kongo.
Wie entsteht Freundschaft? Was macht sie aus? Wodurch wird sie stark? Diesen Fragen geht Weltreporterin Kerstin Schweighöfer in ihrem neuen Buch nach. Welche Antworten sie gefunden hat, erzählt die Niederlande-Korrespondentin im Podcast von Weltreporter Live. Und sie verrät, wie es ihr gelingt, das Schreiben eines Buchs mit ihrem Journalistinnen-Alltag zu kombinieren. Das Gespräch führt ihre Kollegin Leonie March.
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