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Wenn du lange darin geübt bist, zu erkennen, was andere brauchen, kann das erstaunlich viel Orientierung geben. Du weißt, was zu tun ist, wofür du zuständig bist und wo du gebraucht wirst. Aber was passiert, wenn du dich nicht mehr zuerst daran ausrichten möchtest?
Manchmal entsteht dann zunächst etwas, das sich fast wie Leere anfühlt. Du hast endlich Zeit für dich und weißt nicht sofort, was du damit anfangen willst. Auch die Frage, wer du eigentlich ohne deine vertrauten Rollen bist, lässt sich nicht unbedingt an einem Nachmittag beantworten.
In Folge 21 spreche ich darüber, warum Rollen echte Teile unserer Identität sein können, weshalb Können und Wollen nicht dasselbe sind und warum ich dieses Nichtwissen nicht gleich zur nächsten Aufgabe machen möchte.
Der begleitende Gedankenbrief heißt „Wer bist du, wenn gerade niemand etwas von dir braucht?“ Er führt diesen Gedanken schriftlich weiter.
Gedankenbrief zu Folge 21: https://www.nickmeyercoach.de/gedankenbrief/anfordern/gb-podcast-021
Podcast: https://www.nickmeyercoach.de/podcast
Du weißt, dass du Nein sagen möchtest, und hörst dich trotzdem Ja sagen. Später ist der Kalender voll, und der Vorwurf liegt nahe: Warum stehe ich mir schon wieder selbst im Weg?
In dieser Folge komme ich auf die Frage aus der allerersten Podcastfolge zurück. An meinem „Ach, was soll's“ und am schnellen Ja schaue ich darauf, was vertraute Reaktionen einmal möglich gemacht haben und warum sie heute manchmal zu früh auftauchen.
Dabei möchte ich nicht hinter jeder Gewohnheit eine Schutzgeschichte suchen. Auch Müdigkeit und eingespielte Abläufe gehören zum Alltag. Mich interessiert, ob wir genauer hinsehen können, bevor wir uns selbst zum Gegner machen, und wie andere Antworten allmählich verfügbar werden. Die Folgen unseres Handelns bleiben dabei unsere Verantwortung.
Vielleicht nimmst du zwei Fragen mit: Was versucht diese Reaktion gerade für mich zu erreichen oder zu vermeiden? Und brauche ich diese Antwort heute noch genau so?
Gedankenbrief zur Folge: Die Stille nach dem schnellen Ja
https://www.nickmeyercoach.de/gedankenbrief/anfordern/gb-podcast-020
Mehr zu meiner Arbeit: https://www.nickmeyercoach.de/
Kapitel
00:00 Intro
00:11 Stehe ich mir wirklich selbst im Weg?
03:06 „Ach, was soll's“ und sein früherer Nutzen
06:00 Nach der Funktion fragen, ohne alles zu psychologisieren
07:08 Das schnelle Ja und die eigenen Grenzen
09:26 Verstehen hebt Verantwortung nicht auf
11:34 Vertraute Antworten in veränderten Situationen
13:23 Mehr Möglichkeiten, statt ein Muster loszuwerden
15:53 Auch späteres Bemerken kann etwas verändern
18:54 Zwei Fragen für eine vertraute Reaktion
19:41 Gedankenbrief und Ausklang
„Ach, was soll's“ hat mir lange geholfen, meinen Anspruch an mich selbst etwas kleiner zu machen. Eine Sache durfte unvollkommen bleiben, und ich konnte trotzdem aufhören.
Inzwischen begegnet mir derselbe Satz auch dann, wenn ich etwas verschiebe, das ich eigentlich gern tun würde. Bewegung zum Beispiel. In dieser Folge erzähle ich davon und frage mich, ob ich mit diesem vertrauten Satz wieder etwas bewusster umgehen möchte. Dabei kommt auch die Idee eines kleinen Minimums zur Sprache.
Wenn du den Gedanken schriftlich vertiefen möchtest, kannst du dir den Gedankenbrief zur Folge anfordern. Hier findest du außerdem den nachgereichten Gedankenbrief zu Folge 18.
Gedankenbriefe
Zur aktuellen Folge 19: „Wenn auch das Loslassen zur Regel wird“
https://www.nickmeyercoach.de/gedankenbrief/anfordern/gb-podcast-019
Nachgereicht zu Folge 18:
https://www.nickmeyercoach.de/gedankenbrief/anfordern/gb-podcast-018
Manchmal ist da plötzlich eine Traurigkeit, die sich nicht erklären lässt. Im Außen ist eigentlich alles in Ordnung – und trotzdem fühlt sich innen alles eng, chaotisch und viel zu voll an.
Diese Folge ist anders als geplant. Sie entsteht mitten in einem solchen Tag: frei gesprochen, ohne Skript und ohne fertige Antworten. Es geht um das Gefühl, wie ein Schwamm Stimmungen aus der Umgebung aufzunehmen. Um den inneren Druck, für jedes Gefühl einen Grund finden zu müssen. Und um die Frage, warum wir uns selbst dann oft nicht erlauben anzuhalten, wenn längst nichts Sinnvolles mehr geht.
Eine sehr persönliche Folge über Gefühle, die vielleicht gar nicht die eigenen sind. Über monotone Tätigkeiten, warmes Wasser, Schreiben und Sprechen als Möglichkeiten, dem inneren Chaos eine äußere Form zu geben. Und über die Erlaubnis, einen Tag manchmal einfach einen Tag sein zu lassen.
Vielleicht musst du nicht sofort verstehen, woher alles kommt. Vielleicht darfst du erst einmal wahrnehmen, was da ist.
Etwas muss nicht schlecht laufen, damit es irgendwann nicht mehr richtig zu einem passt.
In dieser Folge erzähle ich von einem Seminartag, der eigentlich völlig in Ordnung war – und gerade deshalb eine Frage wieder ziemlich deutlich gemacht hat, die mich schon länger begleitet: Nur weil ich etwas kann, heißt das noch lange nicht, dass ich möchte, dass genau daraus mein Leben besteht.
Es geht um den Unterschied zwischen Können und Wollen, zwischen Anstrengung und Unstimmigkeit und um die Frage, woran wir überhaupt merken können, ob die Art, wie wir leben und arbeiten, noch etwas mit dem Menschen zu tun hat, der wir innen sind.
Vielleicht braucht Veränderung eben nicht immer erst einen Zusammenbruch.
Manchmal reicht irgendwann die Erkenntnis: Es funktioniert noch. Aber ich möchte nicht, dass es so bleibt.
Heute gibt es keine klassische Podcastfolge, keinen neuen Gedanken, den du verstehen musst, und auch keine Aufgabe, die du anschließend noch umsetzen solltest.
Diese Zwischenfolge ist einfach eine kleine Pause. Ungefähr zehn Minuten, in denen du nichts lösen, optimieren oder erreichen musst. Du kannst sitzen, liegen oder einfach für einen Moment irgendwo dazwischen sein und meiner Stimme folgen.
Keine große Meditation, keine komplizierte Technik – eher eine ruhige Einladung, für ein paar Minuten weniger zu müssen und zu schauen, was passiert, wenn nicht sofort wieder etwas Neues dazukommt.
Vielleicht wirst du ruhiger. Vielleicht auch nicht.
Beides ist völlig in Ordnung.
Wir sprechen erstaunlich schnell davon, dass wir an uns arbeiten, Muster lösen oder bestimmte Seiten verändern sollten. Aber was, wenn nicht alles, was Schwierigkeiten macht oder von einer gesellschaftlichen Vorstellung abweicht, automatisch repariert werden muss?
In dieser Folge denke ich über eine Frage nach, die meine eigene Arbeit mit Menschen zunehmend verändert: Geht es bei Entwicklung wirklich darum, anders zu werden – oder vielleicht viel öfter darum, wieder mehr Möglichkeiten zu haben?
Es geht um Leistung, Rückzug, Fürsorge, psychologische Modelle und die feine Grenze zwischen einer persönlichen Präferenz und einer Einschränkung.
Und am Ende bleibt vielleicht eine überraschend einfache Frage:
Ist das eine Möglichkeit von mir – oder meine einzige Möglichkeit?
Der Termin ist vorbei, der Laptop zu, eigentlich wäre jetzt Ruhe. Und trotzdem läuft innen noch irgendetwas weiter. Gedanken springen, das Handy ist schnell wieder in der Hand – und aus einer Pause wird nicht automatisch Erholung.
In dieser Folge gehe ich der Frage nach, was „runterfahren“ eigentlich bedeutet und warum ein äußerlich ruhiger Moment noch lange nicht heißt, dass wir innerlich schon angekommen sind. Es geht um den Unterschied zwischen Ablenkung und tatsächlicher Entspannung, um Übergänge, die wir oft überspringen – und darum, warum selbst Erholung ziemlich schnell zur nächsten Aufgabe werden kann.
Und diesmal bleibt es nicht nur beim Reden darüber. Die Folge wird selbst ein Stück ruhiger und enthält eine kleine Einladung, für einen Moment einfach wahrzunehmen, was gerade da ist. Ohne etwas erreichen zu müssen.
Manchmal ist ein Urlaub schön – und trotzdem nicht besonders erholsam.
Wir hatten Tropical Islands ganz bewusst ans Ende unserer Reise gelegt: Wärme, Wasser, die Kinder haben Spaß, Essen ist geregelt, ich kann vielleicht mal in die Sauna. Eigentlich genau die Bedingungen, bei denen man denkt: Jetzt fahren wir runter.
Nur ist das bei mir erstaunlich lange nicht passiert.
In dieser Folge geht es um eine anstrengende Anreise, viele kleine Dinge, die immer wieder neu geklärt werden mussten, einen ziemlich unschuldigen Koffer, an dem mir schließlich alles zu viel wurde – und um diesen einen Moment am zweiten Tag, in dem ich plötzlich zu Anne gesagt habe: „Jetzt habe ich das Gefühl, angekommen zu sein.“
Und genau daran ist mir etwas klarer geworden: Ein Erlebnis kann schön sein und trotzdem Kraft kosten. Urlaub ist nicht automatisch Regeneration. Und manchmal sind wir längst an einem Ort, während innerlich noch immer etwas versucht herauszufinden, wie hier eigentlich alles funktioniert.
Trotz Burnout-Erfahrung und jahrelanger Beschäftigung mit Stress, Regulation und den eigenen Mustern merke ich Überforderung bei mir oft noch erstaunlich spät. Vielleicht auch deshalb, weil sie bei mir nicht unbedingt so aussieht, wie ich lange dachte.
Im Urlaub ist mir das wieder ziemlich deutlich begegnet: Während der eine müde wird und Nähe sucht, dreht der andere eher auf. Manche können irgendwann kaum noch entscheiden – und ich selbst werde ausgerechnet dann besonders sachlich, fokussiert und funktional. Was von außen manchmal sogar ziemlich kompetent aussieht, kann innerlich längst bedeuten, dass der eigene Spielraum immer kleiner wird.
In dieser Folge geht es um einen Zoobesuch, selbstgemachten Zeitdruck, eine unspektakuläre Bankpause – und um die Frage, ob wir Überforderung vielleicht manchmal deshalb so spät erkennen, weil wir nach den falschen Zeichen suchen.
Denn nur weil wir noch funktionieren, heißt das nicht automatisch, dass wir noch gut bei uns sind.
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