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Heute geht es um ein Grundmuster pseudowissenschaftlicher Versprechen, das sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Der Aufhänger ist die Frage, wie Gold überhaupt hergestellt werden kann, und warum genau daran so viele Hoffnungen, Täuschungen und Geschäfte geknüpft wurden.
Ausgehend vom Roman Ware Hoffnung und der Figur Sergio Masso führt die Folge zurück in die Geschichte: zu den Goldmachern der frühen Neuzeit und insbesondere zu Marco Bragadino. Seine Karriere zeigt, wie wirksam Inszenierung, gesellschaftliche Netzwerke und Autorität sein können, wenn echte Prüfung fehlt. Bragadino versprach Gold, gewann Fürsten und Senatoren für sich und lebte von Aufschub und Erwartung – bis das Versprechen nicht länger tragfähig war.
Von dort schlägt die Folge den Bogen in die Gegenwart. Begriffe ändern sich, Kulissen auch, doch das Muster bleibt stabil. Große Ankündigungen, beeindruckende Vorführungen und prominente Unterstützer erzeugen Glaubwürdigkeit, lange bevor überprüfbare Ergebnisse vorliegen.
Ein zentraler Teil der Folge widmet sich daher einer begrifflichen Klärung: Was ist der Unterschied zwischen Beweis, Beleg und Evidenz? Warum sind Augenzeugenberichte und persönliche Erfahrungen so überzeugend – und warum reichen sie wissenschaftlich nicht aus? Der historische Weg von Bacon über Locke und Hume bis zu Kuhn und Popper zeigt, wie sich empirisches Denken entwickelt hat und warum Skepsis kein Misstrauen, sondern ein Werkzeug ist.
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By Ulli GererHeute geht es um ein Grundmuster pseudowissenschaftlicher Versprechen, das sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Der Aufhänger ist die Frage, wie Gold überhaupt hergestellt werden kann, und warum genau daran so viele Hoffnungen, Täuschungen und Geschäfte geknüpft wurden.
Ausgehend vom Roman Ware Hoffnung und der Figur Sergio Masso führt die Folge zurück in die Geschichte: zu den Goldmachern der frühen Neuzeit und insbesondere zu Marco Bragadino. Seine Karriere zeigt, wie wirksam Inszenierung, gesellschaftliche Netzwerke und Autorität sein können, wenn echte Prüfung fehlt. Bragadino versprach Gold, gewann Fürsten und Senatoren für sich und lebte von Aufschub und Erwartung – bis das Versprechen nicht länger tragfähig war.
Von dort schlägt die Folge den Bogen in die Gegenwart. Begriffe ändern sich, Kulissen auch, doch das Muster bleibt stabil. Große Ankündigungen, beeindruckende Vorführungen und prominente Unterstützer erzeugen Glaubwürdigkeit, lange bevor überprüfbare Ergebnisse vorliegen.
Ein zentraler Teil der Folge widmet sich daher einer begrifflichen Klärung: Was ist der Unterschied zwischen Beweis, Beleg und Evidenz? Warum sind Augenzeugenberichte und persönliche Erfahrungen so überzeugend – und warum reichen sie wissenschaftlich nicht aus? Der historische Weg von Bacon über Locke und Hume bis zu Kuhn und Popper zeigt, wie sich empirisches Denken entwickelt hat und warum Skepsis kein Misstrauen, sondern ein Werkzeug ist.
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