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In dieser Folge sprechen wir mit dem Investigativjournalisten und Buchautor Sascha Adamek über den politischen Islam, islamistische Strukturen in Deutschland und die Frage, warum die Gefahr für Demokratie und offene Gesellschaft noch immer unterschätzt wird.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Debatte um den Begriff „Islamophobie“: Was beschreibt er tatsächlich – und wo wird er politisch genutzt, um Kritik an islamistischen Ideologien und Akteuren moralisch unter Verdacht zu stellen? Von dort aus geht es um die Muslimbruderschaft, ihre langfristigen Strategien der Einflussnahme und die Frage, wie weit Teile dieser Entwicklung in Deutschland bereits sichtbar geworden sind.
Außerdem geht es um die Verbindung zwischen politischem Islam und Antisemitismus, um die Folgen dieser Blindstelle für Juden in Deutschland und um die Frage, was ein demokratischer Staat tun muss, um sich zu wehren, ohne seine liberalen Prinzipien aufzugeben.
Von Sascha Adamek ist kürzlich erschienen: "Unterwanderung. Der Politische Islam weiter auf dem Vormarsch." https://www.sascha-adamek.de/buecher/unterwanderung/
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
www.werteinitiative.de
Er zieht die Reißleine und verlässt die Partei Die Linke. Im WI-Talk spricht Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, über die vordergründigen — und über die tieferliegenden Gründe für diesen Schritt. Er beschreibt ein strukturelles Problem der Partei mit Antisemitismus: die Weigerung, bestimmte Formen von Judenhass klar zu benennen, die Relativierung jüdischer Perspektiven und einen politischen Umgang mit Zionismus, der jüdische Selbstbestimmung infrage stellt. Wir sprechen darüber, was Büttners Bruch mit der Partei über den Zustand der Linken sagt und ob sie überhaupt noch ein politischer Ort für Demokraten ist. Ein Gespräch über Antisemitismus, politische Verdrängung und das politische Wegdefinieren von realem Judenhass.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
www.werteinitiative.de
In dieser Folge schauen wir auf den Iran – und zwar nicht nur auf einzelne Schlagzeilen, sondern auf die Dynamik dahinter: Protestzyklen und Regime-Stabilität, Opposition im Land und in der Diaspora und die Rolle der Revolutionsgarden, der IRGC. Wir ordnen ein, was diese Proteste von denen von 2022 und früheren unterscheidet, welche Auswirkungen der Tod von Ayatollah Ali Khamenei hat und sprechen auch über die Rolle von Kronprinz Reza Pahlavi. Außerdem geht es darum, wie antisemitische Regimepropaganda wirkt und was jetzt politisch passieren muss.
Unser Gast ist Fathiyeh Naghibzadeh. Sie stammt aus dem Iran, lebt seit 1985 im Exil in Deutschland, ist Mitgründerin des Mideast Freedom Forum Berlin und arbeitet und berät seit vielen Jahren zu Politik, Struktur und Ideologie der Islamischen Republik Iran, zur Situation der Frauen sowie zu Antisemitismus.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Das iranische Regime steht seit Jahren für Repression, Hinrichtungen und die systematische Unterdrückung von Frauen, Oppositionellen und Minderheiten. Doch erst mit den jüngsten Protesten mit zehntausenden Toten und Inhaftierten scheint sich in der deutschen Politik und Öffentlichkeit etwas zu tun. Und das sehen wir nicht zuletzt auf den Straßen: Es wird laut und sichtbar demonstriert, doch einheitlich sind die Forderungen und politischen Kräfte keineswegs. Mit dem Demonstrationsgeschehen und mit der Situation im Iran kennt sich Iman Sefati bestens aus: Er ist Journalist, berichtet regelmäßig über die israelfeindliche Protestbewegung und schaut nun auch sehr genau bei den Iran-Demos hin.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Ein Wahlplakat wird mit Hakenkreuzen beschmiert – und plötzlich geht es nicht mehr nur um Kommunalpolitik, sondern um die Frage, wie belastbar unsere demokratische Kultur wirklich ist. In dieser Folge des WI-Talk sprechen wir mit Severin Kistner, Bürgermeisterkandidat in Starnberg über jüdische Sichtbarkeit in der Politik und darüber, was solche Vorfälle mit politischer Teilhabe machen – nicht nur bei Betroffenen, sondern in der ganzen Stadtgesellschaft.
Wir reden darüber, warum NS-Symbolik keine „Schmiererei“ ist, welche Grenzen eine Demokratie klar ziehen muss und was passieren muss, damit jüdisches Leben und jüdische Kandidaten nicht zur Zielscheibe werden – sondern selbstverständlich dazugehören.
Zum Merkur-Artikel: "Plakat von Starnberger Bürgermeisterkandidat mit Hakenkreuzen und Hitler-Bart beschmiert"
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Ein Antisemitismusbeauftragter schmeißt hin. Stefan Hensel war bis vor Kurzem Antisemitismusbeauftragter der Stadt Hamburg. Er legt sein Amt nieder – wir sprechen über die Gründe, persönliche Angriffe und die Belastungen, die zu dieser Entscheidung geführt haben. Im WI-Talk zieht Hensel Bilanz: Was konnte er bewegen? Wo stieß er an Grenzen? Außerdem geht es um die Möglichkeiten eines Antisemitismusbeauftragten und die Frage nach „sichtbarem jüdischen Leben“. Hensel spricht nicht nur darüber, was die Arbeit der Antisemitismusbekämpfung besonders schwer, aber auch hoffnungsvoll macht, wo es positive Beispiele gibt und wo politische Unterstützung fehlt. Er gibt auch sehr persönliche Einblicke, was es heißt als Jude Antisemitismus zu bekämpfen. Ein klares und offen geführtes Gespräch über Lebensrealität, Verantwortung und Herausforderungen.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Verzerrte Wahrnehmung, Täter-Opfer-Umkehr, einseitiger Fokus auf den Krieg zwischen Israel und der Hamas: In dieser Folge sprechen wir mit Ben Segenreich über Missverständnisse in Bezug auf Israel, über die Art, wie Medien und Politik über Israel berichten, über antizionistische Narrative, die längst salonfähig geworden sind – und darüber, welche immer gleichen Mechanismen am Werk sind. Ben Segenreich – langjähriger Israel-Korrespondent, Nahost-Experte, Autor und Kommentator – zeichnet das Bild Israels in der europäischen öffentlichen Wahrnehmung nach und berichtet zudem darüber, welche Resonanz das in der israelischen Gesellschaft erfährt. Außerdem geht es um die Frage, ob und was sich im öffentlichen Diskurs verändert, jetzt, da die letzten noch lebenden Geiseln nach Israel zurückgekehrt sind. Ben Segenreich wurde in Wien geboren und lebt seit 1983 in Israel.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
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Ben Salomo ist Rapper, Gründer des „Rap am Mittwoch“ und Autor und hat dem Antisemitismus und Israelhass schon lange vor dem 7. Oktober den Kampf angesagt. Sein Einsatzgebiet: Schulen. Und natürlich hat sich auch für ihn seit dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 einiges verändert. In seinem neuen Buch „Sechs Millionen, wer bietet mehr? Judenhass an deutschen Schulen“ berichtet er über seine Erfahrungen aus fünf Jahren antisemitismuskritischer Arbeit an deutschen Schulen, über Judenhass im Rap und auf dem Schulhof und über die Veränderungen seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023. „Sechs Millionen, wer bietet mehr? Judenhass an deutschen Schulen“ ist in Ko-Autorenschaft mit Christoph Lemmer entstanden und im Jüdischen Verlag bei Suhrkamp erschienen.
Link zum Buch: https://www.suhrkamp.de/buch/sechs-millionen-wer-bietet-mehro-t-9783633543427
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
Foto: © Daniel Shaked/Suhrkamp Verlag
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Wir sprechen mit dem Politikwissenschaftler Dr. Ismail Küpeli über Rechtsextremismus – aber nicht über AFD oder Reichsbürger, sondern eine Form, die in Deutschland oft übersehen wird: über den türkischen Rechtsextremismus der Grauen Wölfe.
In seinem neuen Buch „Graue Wölfe. Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland“ beschreibt Küpeli nicht nur die Ideologie und Strukturen dieser Bewegung, sondern auch, wie sich die Grauen Wölfe mit anderen demokratiefeindlichen Kräften von rechts, links und islamistischer Seite verbinden.
Warum genau sind die Grauen Wölfe so gefährlich? Welche Rolle spielt Antisemitismus dabei? Und wie können wir als Gesellschaft wirksam reagieren?
Link zum Buch: https://unrast-verlag.de/produkt/graue-woelfe/
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
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Unser Gast ist Gazelle Sharmahd. Ihr Vater, Jamshid Sharmahd, ein bekannter Aktivist und Journalist und deutscher Staatsbürger, wurde 2020 vom iranischen Regime aus Dubai entführt, in Isolationshaft gefoltert, in einem Schauprozess verurteilt und im Jahr 2024 hingerichtet. Gazelle kämpft seitdem unermüdlich – für Gerechtigkeit, für die Freilassung politischer Gefangener und gegen die Verharmlosung von Terrorregimen im Westen. Wir sprechen darüber, was ihrem Vater zugestoßen ist, wie Gazelle selbst lebt, wie westliche Demokratien reagieren – und warum der Fall auch Parallelen zu den derzeit von der Hamas festgehaltenen Geiseln in Gaza hat.
Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.
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