historycast -  Was war, was wird?

Willkommen in Weimar? Migration in der ersten deutschen Demokratie


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4,1: Almut Finck im Gespräch mit Jochen Oltmer

Die „Völkerwanderung“ nach Ende des Ersten Weltkriegs – Waren die Menschen willkommen in der ersten deutschen Demokratie? Heimkehrende Soldaten und Umsiedlerinnen aus den abgetretenen Reichsgebieten – notgedrungen, sagt der Migrationsforscher Jochen Oltmer. Weil sie Deutsche oder so genannte „Deutschstämmige“ waren. Russische Revolutions- und Bürgerkriegsflüchtlinge sowie Juden aus Osteuropa – eher nicht. Saisonale Arbeitsmigrantinnen wurden geduldet, eine Chance auf den deutschen Pass hatten sie nicht. Almut Finck spricht mit Jochen Oltmer über Migration in der jungen Weimarer Republik, über Lager, die sich gar nicht so sehr von denen für Geflüchtete heute unterschieden, über ausländerfeindliche Denkmuster, die im gesellschaftlichen Alltag und in der Politik noch immer, oder wieder, zirkulieren.

Jochen Oltmer ist Historiker und Migrationsexperte. Er lehrt und forscht am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück. Er ist Chefredakteur von focus migration der Bundeszentrale für politische Bildung und er tritt regelmäßig in den Medien auf, um in aktuellen Debatten ein Verständnis für die historischen Dimensionen von Migrationsprozessen zu wecken. Sein letztes Werk zum Thema erschien mit dem Titel Migration und Politik in der Weimarer Republik.

Dr. Almut Finck ist Radiojournalistin und Kulturwissenschaftlerin aus Berlin.

Staffel 4, Folge 1 des historycast - was war, was wird? des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands e. V.

[http://geschichtslehrerverband.de]

Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.

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historycast -  Was war, was wird?By Dr. Almut Finck und Dr. Heiner Wember