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Jan Schulze Niehues ist mit dem Reitsport groß geworden. Heute verbindet er ganz unterschiedliche Seiten dieses Sports miteinander: Er reitet selbst bis S***, war mehrfach im Nationenpreis für Deutschland unterwegs, ist Träger des Goldenen Reitabzeichens, arbeitet als Trainer und Ausbilder und gestaltet den elterlichen Familienbetrieb in Warendorf aktiv mit.
Constanze Wiesner spricht mit ihm über seinen Weg in den Pferdeberuf – mit einem kleinen Umweg über den Fußballplatz –, über prägende Pferde, besondere Turniermomente und darüber, warum ihm Ausbildung und betriebswirtschaftliches Wissen heute gleichermaßen wichtig sind.
Jan erzählt, weshalb ein Turnier für ihn nur der sichtbare Punkt eines viel längeren Weges ist. Gute Vorbereitung bedeutet für ihn deshalb nicht nur Training, sondern auch Planung, Erholungsphasen und die Frage, welche Turniere auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel sinnvoll sind.
Auch die mentale Seite spielt eine Rolle: Jan beschreibt, warum Plan B und Plan C für ihn selbstverständlich dazugehören und weshalb gute Vorbereitung Sicherheit gibt, wenn im Parcours etwas Unvorhergesehenes passiert. Große Zuschauerkulissen empfindet er dabei nicht als Belastung – im Gegenteil: Eine besondere Turnieratmosphäre und viele Zuschauer motivieren ihn zusätzlich, und er genießt es, vor Publikum zu reiten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit jungen Reitern. Jan spricht darüber, warum es wichtig ist, nach einem Ritt nicht sofort aus der Emotion heraus zu analysieren, sondern erst etwas Abstand zu gewinnen, sich Videos anzuschauen und die eigene Wahrnehmung mit dem tatsächlichen Ritt abzugleichen. Ebenso wichtig ist für ihn, jungen Reitern früh zu vermitteln, dass Entwicklung nicht nur in eine Richtung verläuft und dass Erfolge und Rückschläge gleichermaßen dazugehören.
Außerdem geht es um die Zukunft des Reitsports: Wie können junge Berufsreiter früher mit ins Boot geholt werden? Wie lassen sich traditionelle Werte bewahren und gleichzeitig moderner und sichtbarer vermitteln? Und warum muss der Pferdesport aus Jans Sicht noch besser zeigen, was bereits gut läuft?
Mentaltipps aus dieser Folge:
Jan Büsch kennt den Reitsport aus vielen Perspektiven: als Vielseitigkeits- und Springreiter bis zur Klasse S, als Pferdewirtschaftsmeister, Trainer, Richter, Pferdezüchter und seit 2025 auch als Aktivensprecher im DOKR-Ausschuss Vielseitigkeit. Selbst war er sowohl in der Vielseitigkeit als auch im Springen bis zur Klasse S erfolgreich.
Constanze Wiesner spricht mit ihm über seinen Weg im Sport, über junge Pferde, Bundeschampionate und darüber, wie Entwicklung beim Pferd und beim Reiter überhaupt entsteht.
Jan erzählt, warum man sich über Fehler ruhig hinterher ärgern darf, weshalb es wichtig ist, mit einem klaren Plan in den Parcours zu gehen und trotzdem flexibel genug zu bleiben, ihn an die Situation anzupassen. Gerade bei jungen Reitern beobachtet er immer wieder, dass nach einem frühen Fehler schnell „das ganze Kartenhaus zusammenbricht“. Sein Ansatz: den Parcours trotzdem zu Ende reiten, den Plan wieder aufnehmen und aus der Runde noch etwas für die Zukunft mitnehmen.
Auch der Umgang mit Emotionen spielt eine große Rolle. Jan spricht offen darüber, dass er selbst lernen musste, in bestimmten Situationen erst einmal durchzuatmen und Dinge sacken zu lassen, bevor er reagiert. Klare Worte gehören für ihn dazu – aber genauso ein respektvoller Umgang mit Menschen und Pferden.
Außerdem geht es um seine Arbeit mit jungen Pferden, um die Entwicklung von Nachwuchsreitern, seine Erfahrungen als Richter und Trainer sowie um seine Rolle als Aktivensprecher im DOKR-Ausschuss Vielseitigkeit. Dort ist er unter anderem in Prozesse rund um Kaderkriterien, Sichtungen und Championatsnominierungen eingebunden.
Ein weiterer spannender Gedanke aus der Folge: Früher war es leicht zu sagen, andere Reiter hätten einfach die besseren Pferde. Mit mehr Erfahrung sieht Jan das differenzierter: Gute Pferde gehören dazu – aber manche Reiter können es eben auch einfach ein bisschen besser.
Eine Folge über Entwicklung, Verantwortung, Erfahrung und klare Worte – und darüber, warum im Reitsport eine vielseitige Entwicklung den Unterschied machen kann.
Mentaltipps aus dieser Folge:
Im Backstage-Bereich der Equitana groß geworden, selbst bis St. Georg geritten und heute Co-Founder und CEO von wehorse: Christian Kroeber verbindet Pferdesport, Unternehmertum, Medien und Digitalisierung auf eine sehr eigene Art.
Constanze Wiesner spricht mit ihm darüber, wie aus seiner frühen Verbindung zur Equitana und zur Pferdewelt ein eigener unternehmerischer Weg entstanden ist. Christian erzählt, warum er zunächst bewusst außerhalb des Pferdesports Karriere machen wollte, wie er über eine Station in der Bankenwelt schließlich doch wieder in die Branche zurückfand und wie aus dem früheren DVD-Unternehmen Pferdia TV die digitale Lernplattform wehorse wurde.
Dabei geht es nicht nur um das, was funktioniert hat. Christian spricht auch über Fehlentscheidungen, über den Versuch, das Geschäftsmodell auf die Hundewelt zu übertragen, und über die Frage, warum gute Ideen manchmal trotzdem nicht fliegen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist seine Haltung zu Führung und Zusammenarbeit. Christian spricht über Ownership, Lösungsorientierung, Feedback, die Frage „What moves the needle?“ und darüber, warum man in einer schnelllebigen Welt nicht einfach dauerhaft nach denselben Mustern arbeiten kann.
Auch sein Netzwerk spielt eine große Rolle. Für Christian entsteht ein gutes Netzwerk nicht dadurch, möglichst viele Menschen zu kennen, sondern durch Verbindlichkeit, Hilfsbereitschaft und die Frage: „What can I do for you?“
Und immer wieder zeigt sich in der Folge seine Neugier auf neue Entwicklungen. Christian nennt das augenzwinkernd sein „Shiny New Object Syndrome“ und beschreibt, warum ihm ein Beginner’s Mindset hilft, Dinge immer wieder neu zu betrachten, Gewohntes zu hinterfragen und offen für Veränderungen zu bleiben.
Mentaltipps aus dieser Folge:
Erster gemeinsamer Start: 1,25 m mit drei Fehlern. Rund ein Jahr später: Platz zwei im 1,55-m-Grand-Prix.
Diese Geschichte steht sinnbildlich für vieles, worüber der Springreiter Mario Maintz in dieser Folge spricht.
Mario ritt bereits mit zwölf Jahren sein erstes S-Springen, wurde mit 13 westfälischer Vizemeister der Junioren und gewann mit 14 erstmals in der schweren Klasse. Heute kann er auf mehr als 200 Siege in Springprüfungen der Klasse S zurückblicken und ist Träger des Goldenen Reitabzeichens.
Constanze Wiesner spricht mit ihm über seinen ungewöhnlich frühen Weg im Springsport, prägende Stationen bei Jos Lansink und Holger Hetzel und darüber, wie aus dem erfolgreichen Nachwuchsreiter ein selbstständiger Unternehmer mit eigener Anlage wurde.
Heute verbindet Mario eigenen Sport, die Ausbildung und Vermarktung von Springpferden, die Arbeit mit Kunden und Pferdebesitzern sowie die Führung seines Teams. Im Gespräch erzählt er auch, warum er inzwischen bewusst mehr eigene Pferde hält, wie wichtig ihm Social Media für sein Unternehmen geworden ist und weshalb er trotz aller bisherigen Erfolge weiter große sportliche Träume verfolgt.
Ein Gedanke zieht sich dabei immer wieder durch das Gespräch: zuerst auf sich selbst schauen. Nach einem Parcours genauso wie in schwierigen Situationen mit Menschen fragt Mario sich, was er selbst besser machen kann – und genau darin liegt für ihn ein wichtiger Teil kontinuierlicher Weiterentwicklung.
Mentaltipps aus dieser Folge:
Sieben Gäste. Sieben Perspektiven. Sieben Mental-Tipps, die hängen bleiben.
Was hilft, wenn es darauf ankommt? Wie bringt man sich vor einer wichtigen Prüfung in einen guten mentalen Zustand? Was hilft nach Rückschlägen – und was, wenn sich Ängste oder alte Erfahrungen festgesetzt haben?
In dieser Best-of-Folge von WINNING TALKS habe ich die Antworten auf eine meiner festen Fragen aus sieben bereits erschienenen Folgen zusammengestellt:
„Welchen Mentaltipp möchtest du unseren Hörern mitgeben?“
Mit dabei sind Rebecca Herter, Teresa Leowald, Anna-Christina Abbelen, Silke Fütterer-Sommer, Karl Schneider, Andreas Ostholt und Max Paschertz.
Mit dabei sind unter anderem diese Impulse:
Kurz, kompakt und voller Impulse, die du direkt ausprobieren kannst.
Wenn du mehr von den einzelnen Gästen hören möchtest:
Rebecca Herter – Folge #1
Welcher Mental-Tipp bleibt bei dir besonders hängen?
Eigentlich begann alles mit einer umgefallenen Schubkarre. Während einer Zahnbehandlung erschreckte sich Katjas Pferd, hatte anschließend körperliche Probleme – und die Behandlung durch eine Tierphysiotherapeutin brachte Katja Bredlau-Morich auf einen völlig neuen beruflichen Weg.
Mit knapp 40 ließ sie sich selbst zur Tierphysiotherapeutin ausbilden. Ein Umzug in die USA, ihre Begeisterung für kinesiologisches Taping und mehrere ungeplante Wendungen führten schließlich dazu, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann Robert Tape4Fur entwickelte. Heute ist daraus ein international erfolgreiches Unternehmen geworden.
Im Gespräch mit Constanze Wiesner erzählt Katja, wie aus einem konkreten Problem aus der täglichen Praxis Schritt für Schritt eine Geschäftsidee entstand – und warum sie überzeugt ist, dass man nicht auf den perfekten Moment warten sollte, sondern manchmal einfach anfangen muss.
Außerdem spricht Katja darüber,
Katjas Mental- und Leadership-Tipps
Eine Folge über Unternehmertum, Mut, Herzblut und darüber, warum eine umgefallene Schubkarre manchmal der Anfang von etwas ziemlich Großem sein kann.
Diese Folge ist powered by Tape4Fur.
Hypnose polarisiert. Die einen sind fasziniert, die anderen skeptisch. Genau deshalb spricht Constanze Wiesner in dieser Folge mit Antonia Wittfoth darüber, was Hypnose im Reitsport wirklich leisten kann – jenseits aller Klischees.
Antonia ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumatherapeutin und Hypnosetherapeutin. Seit rund 25 Jahren begleitet sie Menschen dabei, Ängste, Traumata und innere Blockaden zu lösen. Heute unterstützt sie auch zahlreiche Reiterinnen und Reiter dabei, wieder mit mehr Vertrauen, Leichtigkeit und Flow in den Sattel zu steigen.
Im Gespräch erzählt sie, wie sie selbst zur Hypnose gekommen ist, warum sie ihre erste Hypnose-Ausbildung zunächst überhaupt nicht mochte und weshalb sie heute überzeugt ist, dass nachhaltige Veränderung häufig im Unterbewusstsein beginnt – und nicht allein durch den Verstand.
Außerdem spricht Antonia darüber,
Antonias Mental-Tipps
Eine Folge über Hypnose, mentale Stärke, Vertrauen und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Pferd – inklusive spannender Praxisbeispiele aus dem Sport und einer kleinen Mini-Hypnose zum Abschluss der Folge.
https://hypnosefuerreiter.de
Eigentlich wusste Tatjana Götz schon als Kind, dass sie später einmal mit Pferden arbeiten möchte. Doch ihr Umfeld riet ihr zu einem „vernünftigen“ Beruf. Erst viele Jahre später fand sie den Mut, ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Als eine unerwartete Wohnungskündigung während der Corona-Zeit sie und ihre Familie zwang, noch einmal neu zu denken, wurde aus einer Krise die Chance für einen kompletten Neuanfang – und der Traum von der eigenen Pferdeschule schließlich Realität.
Heute ist Tatjana staatlich anerkannte Pferdewirtin, Trainerin, Reittherapeutin, Leiterin einer eigenen Pferdeschule und Gründerin der TG Reiten Akademie, in der sie Reitlehrer ausbildet. Im Oktober erscheint erstmals ihr Buch „Die Ausbildungsskala des Reitlehrers“.
In dieser Folge geht es unter anderem darum:
Mental-Tipp
Diese Folge ist powered by Tape4fur.
Eigentlich wollte Stefanie Bubenzer nach dem Abitur Tiermedizin studieren. Doch ein Praktikum führte sie nach Texas – zunächst nur als Überbrückung bis zum Studienbeginn. Aus diesem ersten Aufenthalt wurden viele weitere. Über mehr als 20 Jahre pendelte sie immer wieder zwischen Deutschland und den USA, bis sie vor knapp zwei Jahren ihren Lebensmittelpunkt komplett nach Texas verlegte.
Heute arbeitet sie dort als internationale Western-Trainerin bei KRT Show Horses. Im Gespräch mit Constanze Wiesner erzählt sie, wie aus vielen kleinen Entscheidungen Schritt für Schritt ein völlig neuer Lebensweg entstand – ohne dass dieser von Anfang an geplant war.
Außerdem spricht Stefanie darüber,
Stefanies Mental-Tipps
Eine Folge über mehr als 20 Jahre zwischen Deutschland und Texas, die Arbeit mit Pferden, den Mut, noch einmal neu anzufangen, und darüber, warum man manchmal einfach den nächsten Schritt gehen muss, ohne den gesamten Weg schon zu kennen.
Diese Folge ist powered by Pferdegold.
Max Paschertz zählt aktuell zu den erfolgreichsten Nachwuchsspringreitern Deutschlands. 2026 gewann er den Preis der Besten sowie den Großen Preis der Future Champions und bereitet sich aktuell auf die Europameisterschaft der Jungen Reiter vor.
In dieser Folge sprechen Constanze Wiesner und Max Paschertz über seinen Weg vom Shetland-Pony-Rennen bis in den internationalen Springsport, über die Menschen hinter seinen Erfolgen, den Umgang mit Druck und Erwartungen und darüber, warum Spitzenleistung niemals allein entsteht.
Außerdem erzählt Max von der besonderen Partnerschaft mit seiner Stute Foodfox Cathilde H, weshalb sie vor jeder Prüfung zu Fuß in den Parcours geführt wird und warum gerade diese kleinen Routinen oft den Unterschied ausmachen.
Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, warum Spitzenleistung nicht mit Druck beginnt, sondern mit echter Freude am Sport.
In dieser Folge erfährst du unter anderem:
Mentaltipps aus dieser Folge:
Diese Folge ist powered by Pferdegold.
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