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In dieser Folge geht es darum, was Klassismuskritik ist, auf welche Arten Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert werden und wo ihnen überall der Zugang verwehrt wird. Prof. Dr. Francis Seeck ist Professorin an der TH Nürnberg und Antidiskriminierungstrainerin und kommt selbst aus der Armutsklasse und zeigt sehr klar auf, wo die Trennlinien der Gesellschaft sind und was es braucht, um sich zur Wehr zu setzen. Ein Podcast, der Mut macht und dazu aufruft, an den bestehenden Verhältnissen zu rütteln.
Prof. Dr. Francis Seeck ist Professorin für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung (TH Nürnberg), Antidiskriminierungstrainerin und Autor*in. Mehr Infos: www.francisseeck.net
**Links & Literatur **
Zugang verwehrt - Keine Chance in der Klassengesellschaft: wie Klassismus soziale Ungleichheit fördert, Atrium, 2022, 2. Auflage
Frank, A. (2022). Bremsklotz. C. Baron & M. Barankow (Hrsg.), Klasse und Kampf (1. Auflage, S. 13-31). Ullstein Taschenbuch
Hier geht’s zur Webseite von Francis Seeck.
Hier geht’s zu den Publikationen von Francis Seeck.
Hier geht’s zu dem Wikipedia Artikel mit mehr Informationen zu Bell Hooks.
In dieser Folge nehmen wir euch mit ins Berlin der 90er-Jahre, als Berlin zum internationalen Ausgangspunkt für elektronische Musik wurde. Robert war mittendrin, hat seinen Job als Drucker gekündigt, komponiert, Zerotonine gegründet, war international unterwegs, hat programmiert, seine eigene Software vertrieben und immer wieder neue Wege eingeschlagen. Er ist Autodidakt aus Überzeugung, lässt sich von Neugier, Leidenschaft und Musik leiten. Eine Folge über Erfolg, abzweigen, Neuorientierung, die Lust am lebenslangen Lernen und darüber, dass sich immer wieder neue Türen öffnen.
Robert besuchte zehn Jahre lang eine Polytechnische Oberschule und nahm anschließend an einem vierjährigen Vorbereitungskurs für die Kunsthochschule Weißensee im Haus der jungen Talente, heute bekannt als Podewil, teil. Er entdeckte seine Leidenschaft für die Musik, entschied sich gegen die Kunsthochschule, absolvierte eine Ausbildung zum Drucker und arbeitete anschließend im Zeitungsdruck, später als Lagerist im Großhandel für Tonträger. Er lies sich fortbilden zur Fachkraft für DTP/Typografie und arbeitet als Kopierer im Kulturverein Berlin Prenzlauer Berg. Nun arbeitet er seit mehr als zwei Jahrzehnten als Fachverkäufer für Studiotechnik.
Seine Leidenschaft begleitet Roberts stets unter anderem in folgenden Projekten: Von 1996 bis 2003 war er Teil des Bandprojektes „Zerotonine“, anschließend vertonte er im Rahmen des Projektes „Shelaq“ Imagefilme und Kinowerbung. Er programmierte Musik-Anwendungen mittels grafischer Programmierumgebungen. Außerdem war zehn Jahre lang Teil des Projektes "digi toys“ und vertrieb hierbei eine eigene Software.
In der 12. Folge von Wir sind klasse! sprechen wir mit Dr. Karin Deckner über ihren Weg in die Wissenschaft und darüber wie wichtig und schön es ist, wenn man "Scharnierfiguren" findet, die einem helfen und an einen glauben. Menschen, die da beraten und unterstützen können, wo Eltern das nicht können, weil sie einen ganz anderen Weg gegangen sind.
Wir sprechen außerdem über das Kellnern, das Karin einerseits als Vollzeitjob gemacht hat, um ihr Studium zu finanzieren und später dann in ihrer Forschung wieder aufgegriffen hat. Dabei erzählt sie uns, warum ihr altes abgegriffenes Kellnerinnenportemonnaie ein Fingerzeig aus der Vergangenheit in ihre wissenschaftliche Zukunft ist und genau deshalb immer noch auf ihrem Schreibtisch liegt.
Es geht auch darum, wie Karin als Professorin selbst zur Scharnierfigur für studierende Schichtenwechsler:innen geworden ist und wie wichtig es ist, genau diese Studierenden zu stärken und ihnen Informationen und Netzwerke zu bieten. Letztendlich kommen wir zu dem Schluss, warum wir uns alle auf Stipendien bewerben sollten und warum es vor allem wichtig ist, alles nicht zu ernst zu nehmen.
Dr. (des.) Karin Deckner (B.A. Kulturwissenschaften, M.A. Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation) arbeitete von 2015 bis 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt „Mobile Medien als Katalysator zeitlicher Entgrenzung" (bei Prof. Dr. Maren Hartmann). Ihre Forschungsschwerpunkte: Wechselwirkungen zwischen Medien und der sozialen Struktur von Zeit, Materielle Kultur, ANT/STS, Fragen des Zugangs (soziologisch/materiell/methodisch) daraus resultierend soziale Mobilität sowie qualitative Methoden. Im WiSe 2022/23 und SoSe 2023 hatte sie eine Gastprofessur im Bereich Medien- und Kommunikationssoziologie an der Universität der Künste, Berlin.
Hier geht’s zu mehr Informationen zum Projekt „Access - Fragen des Zugangs“.
Hier geht’s zu dem Buch „Krugende Krüge gefüllt mit Apfelsaftschorle“ von Karin Deckner.
Hier geht's zu einer Übersicht zur Stipendiensuche des Stifterverbands.
Dimitrios leitet in Wuppertal einen eigenen Friseursalon. Er arbeitet gern nah an den Menschen. Seit Jahren ist er selbstständig, kann aber auch auf viel Erfahrung als Angestellter zurückblicken. Die Entscheidung für die Meisterprüfung war nicht einfach, daher sprechen wir hier über Errungenschaften, Migration, Erfolge, aber auch über Härten, Hindernisse und Hilfestellungen. Gemeinsam üben wir uns in Haarspalterei, Schönfärberei und untersuchen Verflechtungen.
Dimitrios ist in Deutschland geboren, verbrachte als Kind einige Jahre bei seinem Vater in Griechenland. In Wuppertal ging er dann in der Mittelstufe aufs Gymnasium und verließ die Schule noch vor dem mittleren Schulabschluss, um eine Ausbildung zu beginnen. Seitdem hat er viele entscheidende Schritte hinter sich, ist Wuppertal aber treu geblieben.
Hier geht's zu mehr Informationen zum Salon Kyttas.
In der zehnten Folge von Wir sind klasse! sprechen wir mit Frizzi über fehlende Chancengleichheit, die Macht des Geldes und vor allem Mut.
Mau, S. (2019). Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Suhrkamp Verlag. Berlin // Hobrack. M. (2022). Klassenbeste. Wie Herkunft unsere Gesellschaft spaltet. Hanser. Berlin
Hier geht’s zu der Podcastfolge von Jung & Naiv mit Aladin El-Mafaalani „Aladin El-Mafaalani, Bildungsforscher und Soziologe“ im September 2021 auf Spotify und auf Apple Podcast.
Hier geht's zu einer weiteren Podcastfolge von Jung & Naiv mit Aladin El-Mafaalani „Aladin El-Mafaalani über Rassismus & Integration“ im Januar 2022 auf Spotify und Apple Podcast.
Moritz möchte seine Freund:innen über die Arbeit nicht vergessen. Als Verkäufer arbeitet er inzwischen schon eine ganze Weile im Supermarkt. Wenn er chillen will, schaut er leidenschaftlich gern Serien mit sehr vielen Staffeln.
Moritz ist 23 Jahre jung und in Berlin geboren und aufgewachsen.
Ribana ist als Künstlerin, Mediengestalterin, Designerin ein Multitalent. Ausstellungen, Kunstinstallation, Foto, Kiezfeste – alles spannend, alles kein Problem. Sie hat ein Buch veröffentlicht, und Unterwäsche macht sie auch. Fast hätte sie ein riesiges Schiff gekauft. Ribana will sich mit den gegebenen Umständen als einzige Möglichkeit der Organisation nicht abfinden und sucht immer wieder andere Möglichkeiten. Zusammen mit den Leuten in ihrer WG versucht sie, einen anderen sozialen Umgang mit Geld zu finden. Wir sprechen aber auch über den Mut zum Risiko, über Selbständigkeit und Selbstsicherheit.
Ribanas Eltern kommen aus katholischen Elternhäusern in Niedersachsen: Ihr Vater (LKW-Fahrer) und ihre Mutter (damals Konditorin, heute Seminarleiterin und Beraterin), haben Mitte der 80er der Kirche und Teilen ihrer Familien die Rücken gekehrt, um in der Eifel einen Bioladen zu eröffnen. Nach der Trennung ihrer Eltern hat sich ihre Kindheit zwischen Hippietum in Mecklenburg Vorpommern und katholischem Dorf im Emsland abgespielt. Ribana hat an der FH Kiel Medienproduktion (BA) und an der Kunsthochschule Berlin Weißensee Visuelle Kommunikation (MA) studiert. Seit 2018 wohnt und arbeitet sie als Grafikdesignerin, Fotografin, Szenografin und Künstlerin in Berlin.
Hier geht's zu Ribanas Webseite.
Über frühe Verantwortung, Selbständigkeit und Unabhängigkeit
Barbara Rüttenauer leitet große Kindertagesstätten, seit sie 25 ist, und steht seit 38 Jahren fest im Beruf. Sie bildet sich ständig fort und beobachtet die aktuelle bildungspolitische Entwicklung kritisch. Ihr politisches Engagement hat sie ruhen lassen und konzentriert sich auf ihre Arbeit im Hier und Jetzt - und das mit Leidenschaft. Freiheit, Selbständigkeit und Unabhängigkeit, das sind die Werte, die sie weitergibt, an ihre Tochter und an die vielen kleinen Menschen, die sie mit geprägt hat für unsere Zukunft.
Barbara lebt unabhängig, genießt das Leben und gutes Essen und möchte noch viel von der Welt sehen. Aber vor allem möchte sie gerne nach ihrer Meinung zu bildungspolitischen Entscheidungen gefragt werden. Meldet euch gerne bei ihr, sie hat viel zu sagen.
Hier gibt’s mehr Informationen zur Ausbildung zur Erzieher:innen.
Hier gibt’s es mehr Informationen zu Kinderrechten.
Hier geht’s zu dem Bildungsmagazin News 4 Teachers.
Wer gerne mit Barbara in Kontakt treten möchte, kann sich unter [email protected] melden.
Mary Zamalloa ist eine lachende Kämpferin. Ehrlichkeit und Einmischung sind die Werte, die sie vertritt - mit vollem Einsatz. Sie kam als junge Frau von Lima nach Berlin und lernte blitzschnell Deutsch – vielleicht, weil sie ihr Wörterbuch sogar in der Disko dabei hatte… Der Bäckerin, Teigmacherin und Ausbilderin bei der Ökobäckerei Beumer und Lutum sind Familie und Freunde sehr wichtig. In der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ist sie im Frauenausschuss und verhandelt in der Tarifkommission mit der Innung, außerdem ist sie Elternsprecherin in der Schule ihrer zwei Kinder. Eine bewundernswerte Powerfrau! Und wo sie die Zeit für so viel Engagement hernimmt - neben Arbeit, Familie und ihrem großen Freundeskreis - bleibt wohl ihr Geheimnis.
Hier geht’s zur Webseite der Bäckerei Beumer und Lutum.
Hier gehts zu der Webseite der NGG - Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.
Hier gibt es mehr Infos zu Peru und Sendero Luminoso.
Wenn wir über Diskriminierung sprechen, ist sehr schnell von Migration die Rede. Statistisch gesehen machen Migrant:innen und ihre Nachfahren in Deutschland viermal seltener einen Realschulabschluss und weniger als halb so häufig einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (2022, Statista.de). Das Einkommen und Vermögen liegt deutlich unter dem Mittel der Gesamtbevölkerung.
Im Gespräch mit Zehra finden wir heraus, wieso bei ihr alles etwas anders gelagert ist, als die Statistiken vermuten lassen. Wie viel ist Glück, wie viel Klugheit, wenn man Gelegenheiten wahrnimmt? Wie lerne ich Sprachen zweimal? Was sehen die Leute, wenn ich anders aussehe? Wird meine Herkunft gegen mich verwendet? Oder spielt das weniger eine Rolle, als zu vermuten wäre?
Zehra
Ihre Eltern kommen aus der Türkei. Ihr Vater gehört zur ersten Generation der „Gastarbeiter“. Er ist Dreher und Fräser, meine Mutter gelernte Schneiderin. Sie nähte für Modehäuser Abendkleider und Hochzeitsroben. Ihr beider Credo war: Egal, was Du machst, mach es gut! Ich hatte ein Ping-Pong-Leben. Sie kennt und liebt ihre erste Heimat, das schwäbische Dorf, sowie auch die Millionenstadt Istanbul. Zur Schule ging sie in Deutschland und der Türkei. Sie war die erste Türkin auf ihrem deutschen Gymnasium; in Istanbul hatte sie deutsche Lehrer. Studiert hat sie an der Universität Istanbul (Linguistik), an der Technischen Universität Berlin (Neuere deutsche Philologie und Erziehungswissenschaften) und an der Universität Hamburg (Dolmetschen und Übersetzen). Seit 1985 lebt und arbeitet sie in Berlin.
Links & Informationen
Hier geht's zur Webseite von Zehra.
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