„Ich kenne diesen Mann noch nicht einmal 3 Wochen und doch kreisen meine Gedanken ständig nur noch um ihn. Ich überlege dauernd, ob ich ihm überhaupt genüge, ob er mich attraktiv genug findet,
ob mein Bildungsstand und mein Beruf seinen Vorstellungen entsprechen,
Ich befürchte, dass ihm meine Figur nicht gefällt und habe schreckliche Angst, dass er nicht mehr anruft, um sich ein nächstes Mal mit mir zu treffen.
Ständig schaue ich auf mein Handy in der Hoffnung, eine nächste Nachricht von ihm zu bekommen.
Dabei ärgere ich mich selbst über mein Verhalten, weiß ich doch, dass es vollkommen irrational ist und wenn ich immer daran zweifle, gut genug zu sein, wirken sich diese Ängste wie eine selbst verwirklichende Prophezeiung aus.“ Schildert mir Klara H. ihr Problem.
Meine Freundin kann diese Ängste gar nicht verstehen. Sie lebt seit zwei Jahren in einer glücklichen Beziehung und kennt keine Selbstzweifel. Sie meint, ihr Partner und sie wüssten doch, was sie aneinander haben, darum macht sie sich wegen ihrer Beziehung nicht verrückt.
In der Partnerschaft der beiden finden keine Dramen statt, keine emotionalen Achterbahnen oder gar ein ON / OFF Status. Sie können sich aufeinander verlassen, haben ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, was jedem der beiden durchaus auch eigenständige Unternehmungen gestattet.
So eine Liebesbeziehung wünsche ich mir auch.
Christian B. ist ein junger gutaussehender Mann, beruflich erfolgreich mit einem sympathischen Lächeln. Für ihn ist es kein Problem, attraktive Frauen kennenzulernen.
Am Anfang ist er begeistert und überzeugt davon, dass er bereit ist, mit dieser Frau tatsächlich eine ernsthafte Beziehung aufzubauen.
Aber immer wieder passiert ihm das Gleiche, nach relativ kurzer Zeit verliert er das Interesse an all diesen wirklich tollen Frauen, fühlt sich bedrängt und von ihnen und eingeschränkt, sagt Verabredungen ab, übernachtet nach einem stattgefundenen Treffen doch lieber wieder zu Hause bei sich… und ist froh, alleine zu sein. Dabei hätte er liebend gerne eine Partnerin, die wirklich zu ihm passt.
Warum ist das so, dass der eine sich so nach Nähe sehnt, dass er klammert, ein anderer höchstwahrscheinlich gute Möglichkeiten hätte, eine erfüllte Beziehung aufzubauen und zu leben, aber sich stets selbst sabotiert und darüber dann auch wieder unglücklich ist?
Wo sind die Ursachen für diese Ambivalenz des Verhaltens zu suchen?
Und warum gibt es Paare, die wie selbstverständlich eine glückliche Beziehung führen, ohne Verlustangst oder Rückzugstendenzen?
Darum geht es in diesem Podcast.