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Berühmt ist sie und bis heute viel besucht: die antike Stadt Pompeji. An der Westküste Italiens gelegen, am Fuße des Vesuvs, sorgte der Ausbruch dieses Vulkans 79 nach Christi dafür, dass die Stadt verschüttet und zugleich unter der Vulkanasche konserviert wurde. Pompeji ist eine der am besten erhaltenen Ruinenstädte der Antike. Eine ausgewiesene Kennerin von Pompeji und überhaupt der Lebenswelten im antiken Italien ist Prof. Dr. Annette Haug. Sie ist an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Lehrstuhlinhaberin für Klassische Archäologie am Institut für Klassische Altertumskunde und seit 2017 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.
In dieser Folge unseres Podcasts ist Annette Haug vorrangig zu Gast als Projektleiterin eines Forschungsvorhabens, das der Europäische Forschungsrat finanziert. Der Titel des ERC-Grant-Projekts lautet: „Decorative Prinzipien der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Italien“.
Im Gespräch berichtet Haug über eines der Teilprojekte, in dessen Mittelpunkt das Thema „Wohnen im spätrepublikanischen Italien“ steht. Näher erläutert sie Rolle und Funktion von Decor-Räumen in pompejanischen Stadthäusern. Insbesondere Fragen nach der ästhetischen und semantischen Relevanz von Architektur und Bildern sowie den Wechselbeziehungen untereinander konnte das Projekt beantworten. Zentral ist dabei auch die Frage, wie der antike Betrachter, die antike Betrachterin die Räume wahrgenommen und genutzt haben. Annette Haug stellt fest, dass man "das antike Haus als sozialen Showroom betrachten" kann. Die Archäologin hat mit ihrem Team in das DECOR-Projekt auch Straßen und Heiligtümer einbezogen. Haugs Abschlussmonographie betrachtet Pompeji mit Blick auf das Design urbaner Atmosphären.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr über Prof. Dr. Annette Haug: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-annette-haug.html
ERC Grant DECOR: Decorative Prinzipien der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Italien (No. 681269). https://www.klassarch.uni-kiel.de/de/decor/decorative-prinzipien-der-spaeten-republik-und-fruehen-kaiserzeit-in-italien
Frei zugängliche Bücher zur Podcast-Folge
➤ Annette Haug: Öffentliche Räume in Pompeji. Zum Design urbaner Atmosphären. DOI: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110988383/html#contents
Seit 1991 entsteht die neue Johannes Brahms Gesamtausgabe (JBG) in einem Forschungszentrum am Musikwissenschaftlichen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 36 Bände der historisch-kritischen Werkausgabe sind jetzt im Herbst 2022 fertig, 30 weitere Bände folgen noch. Ein Mammut-Projekt. Als wissenschaftlicher Leiter der JBG wirkt seit 2006 Prof. Dr. Siegfried Oechsle, Professor für Historische Musikwissenschaft in Kiel und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.
Im Gespräch berichtet Oechsle ausführlich davon, wie die Johannes Brahms Gesamtausgabe entsteht. Er erzählt, mit welchem Selbstverständnis das Editionsteam an die allein vom Umfang her monumentale Aufgabe herangeht, welche Arbeitsprozesse jede einzelne Werk-Edition mit sich bringt und auch welche Überraschungen eine solche Editionsarbeit in sich bergen kann – inklusive neuer Quellenfunde.
Ziel sei eine Tiefenperspektive für jede Komposition anzubieten. Die Erkenntnisse beeinflussen auch die Forschung zu Johannes Brahms und die Aufführungspraxis seiner Werke. Der Anspruch ist hoch, die Zielgruppe eine globale und für die Gesamtausgabe erwartet Oechsle eine "immens lange Gültigkeit".
Die JBG entsteht im Rahmen des Akademienprogramms der Union der deutschen Wissenschaftsakademien. Prof. Dr. Siegfried Oechsle hat sechs Jahre – bis zum Frühjahr 2020 - als Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der Union der deutschen Wissenschaftsakademien gewirkt. So war er an Entscheidungen beteiligt, welche Langzeitforschungsprojekte für das Akademienprogramm ausgewählt worden sind. Darunter Langzeitvorhaben der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Auch das ist Thema dieser Podcast-Folge.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr über Prof. Dr. Siegfried Oechsle: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-siegfried-oechsle.html
Die neue Johannes-Brahms-Gesamtausgabe / Forschungszentrum Kiel: https://www.brahmsausgabe.uni-kiel.de/
Mehr über das Akademienprogramm: https://www.akademienunion.de/forschung/akademienprogramm
Mehr über die fünf Langzeitvorhaben der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/forschung/langzeitvorhaben.html
Mehr über die Erich Wolfgang Korngold Werkausgabe: https://www.akademienunion.de/forschung/forschungsprojekte/ewk-wa
Wie entsteht die Johannes Brahms Gesamtausgabe? Wie viel detektivischer und musikwissenschaftlicher Spürsinn ist notwendig, um alle noch vorhandenen Quellen zu finden und angemessen zu bewerten? Diese und andere Fragen zur neuen Johannes Brahms Gesamtausgabe (JBG) beantwortet Akademiemitglied Prof. Dr. Siegfried Oechsle als wissenschaftlicher Leiter der JBG. Die historisch-kritische Werkedition läuft als Langzeitforschungsprojekt seit 1991 im Rahmen des Akademienprogramms.
„Das große Brahms-Bild wird nicht verändert. Was sich ändert, ist erstmal das, was klingt und was zu lesen ist. Also die Bildung, das Wissen über Brahms ändert sich. Es wird erweitert. Ich würde nicht sagen, dass wir irgendwelche grundsätzlichen Wendestellen haben. Oder wo man sagt: ‚Jetzt kommt ein ganz neuer Brahms zum Vorschein.‘ Das ist nicht der Fall. Das Bild ist reicher, ist differenzierter und bietet Anlass zu neuen Fragen, die auch die Wissenschaft und natürlich auch das Publikum, die Rezipienten, die Musikerinnen und Musiker zu formulieren haben, zu diskutieren haben.“
So beschreibt Prof. Dr. Siegfried Oechsle den Einfluss, den die historisch-kritische Edition der Werke von Johannes Brahms auf das facettenreiche Bild und die Rezeption der Musik hat. Im Gespräch berichtet der Kieler Professor für Historische Musikwissenschaft ausführlich davon, wie die Johannes Brahms Gesamtausgabe entsteht. Er erzählt, mit welchem Selbstverständnis das Editionsteam an die allein vom Umfang her monumentale Aufgabe herangeht, welche Arbeitsprozesse jede einzelne Werk-Edition mit sich bringt und auch welche Überraschungen eine solche Editionsarbeit in sich bergen kann – inklusive neuer Quellenfunde.
Neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr über Prof. Dr. Siegfried Oechsle: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-siegfried-oechsle.html
Die neue Johannes-Brahms-Gesamtausgabe / Forschungszentrum Kiel: https://www.brahmsausgabe.uni-kiel.de/
Mehr über das Akademienprogramm: https://www.akademienunion.de/forschung/akademienprogramm
„One Health muss eine Art zu leben sein.“ Das ist die Vision von Prof. Dr. Thomas Mettenleiter. Was One Health bedeuten könnte und an konkreten Schritten mit sich bringt, ist Thema dieser Schlaglicht-Folge. Denn One Health zielt darauf ab, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammen zu betrachten, eben alle Sektoren in Beziehung zu setzen. Insbesondere bei der Frage, wie sich Pandemien und Zoonosen verhindern lassen und wie man sie eindämmt.
Mit einer Zoonose haben wir es zu tun, wenn eine Infektionskrankheit vom Tier zum Menschen springt. Infizierte Menschen wiederum können Tiere anstecken.
In der Schlaglicht-Fassung von Folge 6 berichtet der Molekularbiologe und Virologe Thomas Mettenleiter von seiner Arbeit und von den kraftvollen Möglichkeiten des One-Health-Ansatzes, wenn Human- und Veterinärmedizin gemeinsam mit den Umweltwissenschaften nach Lösungen suchen, um die Gesundheit aller Bereiche zu verbessern. Thomas Mettenleiter erläutert, welche Hindernisse das One-Health-Konzept noch ausbremsen. Zugleich eröffnen seiner Ansicht nach zahlreiche Initiativen neue Perspektiven, die One Health in der Breite wirksam machen.
Prof. Dr. Thomas Mettenleiter ist einer der führenden Experten für Zoonosen und One Health. Seit 1996 leitet er als Präsident das Friedrich-Loeffler-Institut – das ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Hauptsitz auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, bekannt als „Alcatraz der Viren“, weil hier unter anderem auch Erreger aggressiver Tierseuchen untersucht werden.
Folge 6 unseres Podcasts „Wissenschaft als Kompass“ haben wir Ende April 2022 aufgenommen. Neben der Gesprächsfassung bieten wir Ihnen immer ein kürzeres Schlaglicht auf zentrale Aspekte der langen Podcast-Fassung.
Mehr zu Prof. Dr. Thomas Mettenleiter: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-dr-h-c-thomas-mettenleiter.html
Institut für Internationale Tiergesundheit / One Health am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald: https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-internationale-tiergesundheitone-health-iitg/
Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald: https://www.helmholtz-hzi.de/de/das-hzi/standorte/helmholtz-institut-fuer-one-health-hioh/das-hioh/
Um den One-Health-Ansatz zu stärken, wirkt Thomas Mettenleiter als einer von zwei Vorsitzenden mit an einem u.a. von der WHO initiierten Gremium zur Pandemie-Prävention. Es ist das One Health High Level Expert Panel. Gut zwei Dutzend Expertinnen und Experten aus aller Welt arbeiten hier seit Mai 2021 zusammen.
Der Mückenatlas: https://mueckenatlas.com/
One Health bedeutet, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammen zu betrachten und alle Sektoren in Beziehung zu setzen. Insbesondere bei der Frage, wie sich Pandemien und Zoonosen verhindern lassen und wie man sie bekämpft. Schließlich hängt alles mit allem zusammen.
COVID-19 ist zum Beispiel eine Zoonose, also eine Infektionskrankheit aus dem Tierreich, die auf den Menschen übergesprungen ist. Die Corona-Pandemie gehört somit auch zu den Forschungsthemen von Prof. Dr. Thomas Mettenleiter. Er ist einer der führenden Experten für Zoonosen und One Health. Seit 1996 leitet der Molekularbiologe und Virologe als Präsident das Friedrich-Loeffler-Institut – das ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Hauptsitz auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, bekannt als „Alcatraz der Viren“, weil hier unter anderem auch Erreger aggressiver Tierseuchen untersucht werden.
Um den One-Health-Ansatz zu stärken, wirkt Thomas Mettenleiter als einer von zwei Vorsitzenden mit an einem u.a. von der WHO initiierten Gremium zur Pandemie-Prävention. Es ist das One Health High Level Expert Panel. Gut zwei Dutzend Expertinnen und Experten aus aller Welt arbeiten seit Mai 2021 hier zusammen.
In Podcast-Folge 6 berichtet Thomas Mettenleiter von seiner Arbeit und von den kraftvollen Möglichkeiten des One-Health-Ansatzes, wenn Human- und Veterinärmedizin gemeinsam mit den Umweltwissenschaften nach Lösungen suchen, um die Gesundheit aller Bereiche zu verbessern. Themen sind auch Hindernisse und Perspektiven, die das One-Health-Konzept noch ausbremsen beziehungsweise in der Breite wirksam machen.Das Gespräch fand Ende April 2022 statt.
Thomas Mettenleiter ist seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr zu Prof. Dr. Thomas Mettenleiter: https://www.awhamburg.de/mitglieder/ordentliche-mitglieder/detail/prof-dr-dr-h-c-thomas-mettenleiter.html
Institut für Internationale Tiergesundheit / One Health am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald: https://www.fli.de/de/institute/institut-fuer-internationale-tiergesundheitone-health-iitg/
Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald: https://www.helmholtz-hzi.de/de/das-hzi/standorte/helmholtz-institut-fuer-one-health-hioh/das-hioh/
One Health High Level Expert Panel: https://www.who.int/groups/one-health-high-level-expert-panel/members
Der Mückenatlas: https://mueckenatlas.com/
„Krieg, Pandemie, Klimakrise – wie können wir besser vorbeugen?“ Dieser Frage widmeten sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion namhafte Köpfe aus Wissenschaft und Medien. „Schneller und härter“ das vorhandene Wissen, die schon vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Krisenlösung einzubringen, das war eine Empfehlung der Politologin Prof. Dr. Ursula Schröder, sie ist Wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.
Die Podiumsdiskussion fand statt als erste Ausgabe von „Akademie aktuell“: einem neuen Veranstaltungsformat der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Am 5. Juli 2022 diskutierten in der Bucerius Law School in Hamburg mit Ursula Schröder Akademie-Präsident Prof. Dr. Mojib Latif, Professor für Klimadynamik am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, außerdem Investigativ-Journalist Georg Mascolo, der Soziologe Prof. Dr. Sighard Neckel von der Universität Hamburg und die Rechtswissenschaftlerin Larissa Bahmer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bucerius Law School. Es moderierte die NDR-Info-Journalistin Birgit Langhammer
Sie hören Auszüge aus der Podiumsdiskussion. In dieser kürzeren Schlaglicht-Fassung sind markante Gedanken aller Podiumsteilnehmenden speziell zu Aspekten der Prävention versammelt.
Video-Aufzeichnung von "Akademie aktuell" am 05.07.2022: https://www.youtube.com/watch?v=ySwIw_GQF3I
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Ob es um den Krieg in der Ukraine geht oder um die Corona-Pandemie oder den Klimawandel mit all seinen bereits spürbaren Auswirkungen: Es sind alles Krisen mit Ansage. Vor diesen auf vielen Ebenen existenziell bedrohlichen Situationen hat die Wissenschaft gewarnt und warnt sie weiter. Oft vergeblich. Warum dringen wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichend durch?
Das war eine Ausgangsfrage von vielen für den Start der ersten Ausgabe von „Akademie aktuell“: einem neuen Veranstaltungsformat der Akademie der Wissenschaften in Hamburg. Die Premiere fand statt am 5. Juli 2022 in der Bucerius Law School in Hamburg.
Moderation: Birgit Langhammer, NDR Info
Wenn Sie uns Anregungen, Feedback und Fragen zu dieser Podiumsdiskussion oder zur Reihe „Akademie aktuell“ senden möchten, schreiben Sie uns gern eine Mail an: [email protected]
Video-Aufzeichnung von "Akademie aktuell" am 05.07.2022:
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Wer sich mit indigenen nordeurasischen Sprachen beschäftigt, merkt schnell: Der Forschungsbedarf ist hoch. Das zeigt sich schon daran, dass es schwierig ist, konkret zu benennen, um wie viele Sprachen es hier geht. Grundlagenforschung betreibt aktuell ein Langzeitvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms unter dem Dach der Akademie der Wissenschaften in Hamburg – in Kooperation mit der Universität Hamburg: Es heißt „INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr zu Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy: https://www.slm.uni-hamburg.de/ifuu/personen/beata-wagner-nagy.html
Projekt-Homepage "INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“ https://www.slm.uni-hamburg.de/inel/
Stimmen aus INEL: https://inel.corpora.uni-hamburg.de/portal/inel-erleben/
"Sprechen Sie Ewenkisch? INEL-Projekt erschließt indigene nordeurasische Sprachen" - Projekt des Monats der Akademienunion, Januar 2022:
Sprachen entstehen, wandeln sich und können auch wieder aussterben. Damit geht nicht nur ein Mittel der Kommunikation in bestimmten Teilen der Erde verloren, sondern auch jeweils ein kulturelles Erbe. Um im Fall von indigenen nordeurasischen Sprachen möglichst viel Wissen und kulturelles Erbe zu analysieren und zu bewahren, gibt es ein Langzeitvorhaben im Rahmen des Akademienprogramms unter dem Dach der Akademie der Wissenschaften in Hamburg – in Kooperation mit der Universität Hamburg: Es heißt „INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“.
Diese Sprachen haben ihre Heimat auf dem Gebiet der Russischen Föderation. Das Projekt läuft seit 2016 bis Ende 2033. Im Gespräch mit der Projektleiterin, Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy, geht es um die konkrete Forschungsarbeit mit Quellen und indigenen Sprecherinnen und Sprechern. Welche Rollen spielen Worterbücher, Funde in Rundfunkarchiven und Kriterien, um eine eigenständige Sprache zu erkennen auch in Abgrenzung zu Dialekten. Beáta Wagner-Nagy gibt zudem Einblicke in die Entwicklung der schon abgeschlossenen Korpora zu Dolganisch, Kamassisch und Selkupisch, die zugleich auch Speicher für das kulturelle Erbe sind. Die Forschungsergebnisse werden digital aufbereitet und veröffentlicht für alle Interessierten.
Beáta Wagner-Nagy ist Professorin für Finnougristik an der Universität Hamburg und dort Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Finnougristik / Uralistik.
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr zu Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy: https://www.slm.uni-hamburg.de/ifuu/personen/beata-wagner-nagy.html
Projekt-Homepage "INEL. Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“
"Sprechen Sie Ewenkisch? INEL-Projekt erschließt indigene nordeurasische Sprachen" - Projekt des Monats der Akademienunion, Januar 2022:
Stimmen aus INEL:
In Schlaglicht-Folge 3 geht es um den Russland-Ukraine-Krieg: Ein Angriffskrieg auf einen souveränen Staat in Europa – bisher unvorstellbar, deshalb auch besonders erschreckend. Wie konnte es soweit kommen, dass die russischen Streitkräfte des Putin-Regimes die Ukraine angreifen? Sind Prognosen für den weiteren Verlauf möglich? Und wie müsste eine neue Sicherheitsordnung gestaltet sein?
Wissenschaft als Kompass. Der Podcast der Akademie der Wissenschaften in Hamburg: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Mehr zu Prof. Dr. Michael Brzoska: https://ifsh.de/personen/brzoska
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