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Der Zufall bringt Sidrit Vokshi, auch bekannt als Hinterkopf, Ende der 1990er-Jahre erstmalsmit österreichischer Popmusik in Berührung. Als Flüchtlingskind landet er in Traiskirchen, wo es neben Ballspielen wenig Ablenkung gibt – außer einer Austropop-Compilation-CD mit Klassikern von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, Maria Bill und Co. Als Hinterkopf nach Wien übersiedelt, bleibt die CD im Asylzentrum. Trotz anfänglicher Sprachbarriere hinterlässt die Musik bleibenden Eindruck bei ihm.
Besonders beeindruckt haben Hinterkopf die energiegeladenen und emotionalen Tracks von STS. Vor 40 Jahren ist „Grenzenlos“, das erfolgreichste Album des steirischen Trios erschienen. Der Wiener spricht mit uns ausführlich über seine Wödscheim und ihren Einfluss auf seine Entwicklung als Musiker. Früher primär als Pianist und Rapper in Erscheinung getreten, singt Hinterkopf derzeit vermehrt auf Popliedern – teils im Dialekt.
Autofahrten mit seiner Mama haben Kreimls liebe zur EAV entfacht. Als er ein Kind war, ist "Nie wieder Kunst (wie immer …)" im Auto auf und abgelaufen. Dem Album fehlen ganz große Hits, beim jungen Kreiml hat es dennoch viel Faszination ausgelöst. Der Wiener Rapper, Teil des Duos Kreiml & Samurai, hat "Nie wieder Kunst (wie immer ...)" nicht nur zu seiner Wödscheim auserkoren, sondern sieht darin auch einen Vorreiter für sein späteres Interesse an Rap.
Falco, EAV oder doch Ambros? Varit hat lange überlegt, am Ende quasi die aufgelegte Wödscheim gewählt. Der Rapper und Host der Wiener Battlerap-Liga United Battle Culture verbindet viel mit „Es lebe der Zentralfriedhof“ von Wolfgang Ambros. Zudem ist es das einzige Album, das er auf Vinyl hat. Der Zufall hat es ebenfalls gut gemeint: „Es lebe der Zentralfriedhof“ ist im April 1975 erschienen – vor genau 50 Jahren. Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt, um ausführlich über das bekannteste Album von Wolfgang Ambros mit Tracks wie „Zwickt’s mi“, „Die Kinettn wo i schlof“, „Espresso“ und Co zu sprechen.
Die vier jüngeren und halb-jüngeren Semester versuchen dabei auch, sich in die Entstehungszeit hineinzuversetzen.
Wir schreiben das Jahr 2003. Viele Kinder und Jugendliche fiebern bei der Castingshow Starmania mit und sind dabei, als Christina Stürmer zum Shootingstar wird. Darunter auch Sophie Lindinger. Als 11-Jährige kauft die Musikerin, heute bekannt aus den Bands Leyya, My Ugly Clementine sowie als Solo-Artist, erstmals eine CD. Es ist „Freier Fall“, das Debütalbum von Christina Stürmer. Sie ist ein frühes Idol, auch wenn Sophie letztlich nicht wie geplant mit einem Cover des Songs "S/W" am Kiddy Contest teilnimmt.
Gut 20 Jahre später besprechen wir mit Sophie "Freier Fall" als Wödscheim. Ohne die nostalgischen Gefühle ganz zu vergessen, ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Produkt notwendig.
Vom Burgenland via Wien nach Berlin – Ja, Panik haben ab Mitte der 00er-Jahre viel erlebt. Beim Umzug nach Deutschland hat die Gruppe gemeinsam die WG gewechselt. Frisch in der neuen Wohnung angekommen, ist „DMD KIU LIDT“ ebendort entstanden. In der Diskografie sticht das vierte Studioalbum von Ja, Panik nicht nur durch den Akronym-Titel hervor. Mit Katharina Seidler, Journalistin und Moderatorin bei FM4, sprechen wir über eine thematisch und klanglich intensive Platte – ihre persönliche Wödscheim.
Die Verbindung reicht bis in die 1990er-Jahre zurück: Damals hat Alexander Spritzendorfer, Gründer von Spray Records, Labelpartys im Wiener Stadtpark veranstaltet. Jonny Nemetz war Stammgast. Ob dort auch „Straight Ahead“ von Zenit gelaufen ist? Die Dicotunes legen diesen Rückschluss nahe. Das Album der Kremser Jazz-Funk-Formation ist ein Highlight in der Labelhistorie, eine Wödscheim – und dennoch in der Zwischenzeit fast in Vergessenheit geraten. Über Umwege ist „Straight Ahead“ wieder bei Jonny Nemetz gelandet, der es als Mitbetreiber des Reissue-Labels Edition Hawara 2018 neu aufgelegt hat. In der neuen Episode teilt Jonny viel Insiderwissen und spricht mit uns über die Besonderheiten einer gut gealterten Platte.
Als in seinem Kitsch fast verpöntes Album mit schönem
Viele weitere Geschichten und Anekdoten aus der Welt der
Drei Hosts, keine Gäste – in dieser Wödscheim-Spezialausgabe wird es Zeit für eine kleine Rückblende.
Am 5.1. geht es weiter mit der nächsten regulären Ausgabe, Hannes Tschürtz (Ink Music) ist als Gast eingeladen.
Im Kindergartenalter ist Rainer Krispel erstmals mit dem selbstbetitelten Album von Arik Brauer in Kontakt gekommen. Lange bevor der Musiker, Autor und Journalist seine ersten Spuren in der Linzer Punk- und Hardcore-Szene hinterlassen hat. Gut 50 Jahre nachdem er das erste Mal reingehört hat, spricht Rainer Krispel mit uns über seine Wödscheim. Ein Album, das bis heute Faszination auslöst. Es klingt an den meisten Stellen zugänglich und hat Mitsing-Potenzial, zugleich folgt ein inhaltliches Schwergewicht dem anderen – gute Ohren erkennen die tiefgründigen, politischen Texte. Der 2021 verstorbene Wiener Künstler hat den Wahnsinn benannt, Verschweigen und Wegschauen konnten andere besser. „Arik Brauer“ ist nicht nur für Rainer Krispel eine Wödscheim.
Lachen oder weinen? Diese Frage mag sich bei vielen Monobrother-Tracks stellen, die schwere gesellschaftliche Themen anreißen und eher keine positiven Bestandsaufnahmen bieten. Für Yasmo ist die Antwort klar: als sie das Album zum ersten Mal gehört hat, ist sie lachend durch ihre Wohnung gegangen – Glitzeraugen inklusive. Die Begeisterung übers Album, die intelligenten, sarkastischen Texte und sprachlichen Feinheiten teilt sie mit uns in der neuen Podcast-Ausgabe. "Mir geht's um die Menschen" ist eine Wödscheim, die diese Bezeichnung ein Jahr nach der Veröffentlichung bedenkenlos verdient. Daumen hoch.
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