Über die Illusion, dass wir alle dasselbe meinen
Über die Illusion, dass wir alle dasselbe meinen
Kaffee ma(h)len. Klingt eindeutig – ist es aber nicht.
Was als kleines Missverständnis zwischen zwei Schwestern beginnt, öffnet eine viel größere Frage: Wie oft glauben wir, dass wir über dasselbe sprechen und meinen dabei etwas völlig Unterschiedliches?
In dieser Folge entfaltet sich ein Gespräch, das von Kaffeemalerei auf einem Kreuzfahrtschiff über den „Pinguin“, den jeder anders sieht, bis hin zu Wut als Lebenskraft und dem deutschen Wort, das gleichzeitig sein eigenes Gegenteil ist, führt.
Dabei taucht immer wieder dieselbe Erkenntnis auf: Unsere Worte sind oft dieselben – die Bilder dahinter jedoch nicht.
In dieser Folge sprechen Julia und Johanna über:
Warum ein Missverständnis rund um „Kaffee ma(h)len“ zu einer viel größeren Frage über Kommunikation führtDen „Pinguin“ - was eine wissenschaftliche Studie über unsere inneren Bilder verrätKreativität, Erwartungen und die Frage, warum wir oft glauben, dass andere dasselbe meinen wie wirWut als Lebenskraft und warum manche Emotionen gesellschaftlich missverstanden werdenDie überraschende Erkenntnis, dass Worte zwar dieselben sein können, die Bedeutung dahinter jedoch oft nicht💬 Key Takeaway der Folge:
Wir gehen davon aus, dass andere verstehen, was wir sagen, weil wir dieselben Worte benutzen. Doch hinter jedem Wort steckt ein eigenes Bild – geprägt von Erfahrungen, Kontext und Geschichte. Dass wir uns trotzdem verstehen, ist eigentlich ein kleines Wunder.
Die Studie der Universität Berkley zusammengefasst:
https://www.scientificamerican.com/article/people-differ-widely-in-their-understanding-of-even-a-simple-concept-such-as-the-word-penguin1/
Auch in deutschen Magazinen ist über den "Pinguin-Effekt" zu lesen, z.B. hier https://www.elle.de/pinguin-effekt-psychologie-kommunikations-phaenomen-erklaert-missverstaendnisse