Bei Maischberger und Anne Will wird in Dauerschleife über Migrant*innen, Muslim*innen und Integration diskutiert. Aber über wen reden die da eigentlich?
Bei mehreren Bier vorm Kiosk wird uns klar: Über uns! Zumindest wird das behauptet. Aber warum fühlen wir uns dann nicht angesprochen, so gar nicht?
Die Antwort ist klar: bei Seite liebe Anne und liebe Sandra, jetzt reden wir – über uns und über uns und über „die Deutschen“: Watt is eigentlich los mit denen? Haben die wirklich mehr Spaß am Leben als wir? Wie hat Cem sich als Kind gefühlt, als Jil und Jenny zum ersten Mal zu Besuch kamen, und seine Mutter die Wassermelone peinlicherweise nach türkischer und nicht nach deutscher Art geschnitten hat?
21 Minuten später im Gespräch wird klar: wir haben immer noch nicht über Sex geredet. Sind Ufuks Eltern mittlerweile verdeutscht? Sind Deutsche wirklich alle reich? So richtig richtig reich? Was verbindet uns, also uns und uns? Am Ende des Tages dann doch nur der Weltschmerz, ob in den Texten der türkischen Arabesk-Legende Ibrahim Tatlises oder bei „Angels“ von Robbie Williams? Oder haben wir vielleicht doch eine gemeinsame Vision? Für uns, uns und auch für uns?