Innovation einfach machen.

Zukunft des Lernens: KI als Co-Moderator in deinen Workshops


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Bianca Prommer [00:00:00]:

Wie nutze ich KI in Trainings und Workshops? Ja, eine sehr, sehr spannende Frage, die ich dir in dieser Podcast-Folge erkläre. Denn du bekommst heute ganz konkrete Tipps und Einblicke, wie KI mich als auch meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Training unterstützt. Hallo und herzlich willkommen in der neuen Folge von Veränderung einfach machen. Ich komme gerade aus einem wunderbaren Design Thinking Training diese Woche. Ich war in Deutschland zweieinhalb Tage lang und habe mit zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern wirklich Interviews geführt, wir haben Beobachtungen gemacht, wir haben verschiedenste Techniken aus dem Design Thinking verwendet, damit vor allem eins zu erreichen, eine neue Haltung, wo Menschen im Mittelpunkt gestellt werden, wo es darum geht, den User zu verstehen und dafür dann entsprechende Lösungen zu entwickeln. Und eine Erkenntnis aus diesem Training war, dass es einfach auch Zeit benötigt, natürlich, sich mit dem User zu beschäftigen, sich allerdings auch mit dem Problem oder der Design Challenge, mit der kreativen Herausforderung zu beschäftigen. Und diese Zeit ist ja oftmals nicht in Unternehmen vorhanden. Viel, viel einfacher ist es ja meistens tatsächlich hier einfach in eine Ideenfindung zu gehen.

Bianca Prommer [00:01:27]:

Wir hören irgendein Thema und sind sofort in der Lösungssuche. Und eine der größten Erkenntnisse in diesem Training war, hey, lass uns doch auch einmal diese Zeit hier mit der Person verbringen und dann natürlich auch herausfinden, was die wirklich beschäftigt und lass uns da auch mit dem Thema beschäftigen. Und eine weitere Erkenntnis war, wie uns hier KI auch unterstützen kann, Zeit zu sparen. Es geht hier bitte nicht darum, KI dafür zu nutzen, den User zu verstehen. Es geht hier darum, KI zu nutzen, das, was wir erfahren haben, entsprechend schneller zu machen und dann dadurch einfach wieder Zeit dafür zu gewinnen, sich einfach mit dem User zu beschäftigen, mit Themen zu beschäftigen. Und ich selbst nutze KI jetzt ja auch schon seit circa zwei Jahren sehr, sehr intensiv und für dieses Training eben auch, doch auch in der Vorbereitung, innerhalb des Trainings und auch in der Nachbereitung. Und da möchte ich dich jetzt ein bisschen mitnehmen in diese drei Blöcke. Das heißt, was wir uns jetzt gleich anschauen werden, sind das Thema Vorbereitung von Trainings und Workshops und wie KI dich dort unterstützt.

Bianca Prommer [00:02:40]:

Das zweite Thema ist dann, wie du KI auch in deinen Trainings und Workshops einsetzen kannst und das dritte Thema oder der dritte Themenblock ist dann wirklich dieses Thema wie kann ich KI auch nutzen ein Training dann vielleicht auch danach vorzubereiten. Was mir vorweg allerdings sehr wichtig ist, ist zu sagen, dass wir natürlich auch bitte auf den Datenschutz achten müssen. Also wir können jetzt nicht einfach JGPD, GLAAD und Co. Einfach Daten geben und dann sagen, so und jetzt mach mal. Wir müssen hier bitte auch auf den Datenschutz achten. Und jedes Unternehmen hat hier Richtlinien, welche KI verwendet werden darf, wofür KI verwendet werden darf. Und das gilt es natürlich auch herauszufinden. Das heißt, informiere dich da bitte wirklich in deinem Unternehmen, was hier verwendet werden darf und was auch nicht.

Bianca Prommer [00:03:32]:

Denn es geht hier in vielen Fällen auch Daten, Erfahrungen, Insights, die wir nicht einfach in die in die weite Welt der KI schicken können. Also das schon mal vorweg. Gut, lasst uns mit dem ersten Themenblock starten, wo es darum geht, wie verwende ich KI, Trainings und Workshops vorzubereiten. Also, das erste Thema ist, dass ich mit Hilfe von KI, Also beispielsweise ich habe die Proversion von Claude, also claude.ai. Ich finde es einfach ein bisschen besser tatsächlich als JGPD, weil das ist einfach meine persönliche Erfahrung. Ich nutze also Claude und fragte mal einfach, so welche Inhalte könnte ich für das und das Training machen? Also beispielsweise, ich habe einen Prompt geschrieben, also in dem Prompt steht, ich soll einen Workshop machen, also ich soll Workshop-Moderatoren ausbilden in einem Training. Und das sind zehn Mitarbeitende aus einem Industriebetrieb. Also ich bin da sehr vage geblieben, da nicht irgendwelche Daten reinzugeben.

Bianca Prommer [00:04:38]:

Am Ende ist das Ziel, dass diese Teilnehmenden Innovationsworkshops moderieren können. Im ersten Teil des Trainings werden sie in Design Thinking ausgebildet und jetzt geht es die Entwicklung des zweiten Teils und dort sollen sie die Kompetenzen richtig guter Moderatoren, Facilitators entwickeln. Welche Inhalte sind dafür erforderlich? Das heißt, ich habe Claude damit beauftragt, einfach mal ganz wertefrei zu überlegen, was ist dafür notwendig. Geht nicht darum, dass ich nicht weiß, wie das geht, aber ich bin schon so lange in diesem Thema drinnen, dass ich einfach hier vielleicht Dinge übersehe, die für mich so selbstverständlich sind. Deshalb habe ich mir gedacht, lasse ich mir hier mal die KI überlegen, was es hier brauchen könnte und habe dann wirklich eine sehr, sehr schöne Liste bekommen, was notwendig ist. Da waren so Themen drin wie Fragetechniken, Raumgestaltung und so weiter. Auch der Umgang mit schwierigen Situationen in Workshops. Also das ist so ein Themenblock, dass ich sage, ich lasse mir hier wirklich Ideen für Inhalte geben.

Bianca Prommer [00:05:50]:

Und das kannst auch du sagen, wenn du sagst, du musst einen Workshop machen, ein Training machen, hol dir hier auch gerne mit der KI einen Sparing Partner dazu. Das zweite, wofür ich das wirklich super gerne nutze, ist es, einerseits Aufgaben zu entwickeln, als auch Case Studies zu entwickeln. Beispielsweise habe ich gesagt, okay, Ich möchte, dass die innerhalb des Trainings auch schon Workshop-Situationen moderieren. Das heißt, die holen sich ein Beispiel aus dem Unternehmen und moderieren einen Kurzworkshop. Und in dieser Übung sollen sie auch schwierige Situationen und vor allem schwierige Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben. Und dafür brauche ich Rollenbeschreibung. Also ich unterscheide da zum Beispiel zwischen dem Besserwisser, dem Demotivator, der das geht mich nichts an Typ. Also gibt es sechs verschiedene Typen, die ich so in Workshops erlebe und habe dann überlegt, wie kann ich das so beschreiben, dass eine Person, die dann im Workshop teilnimmt, in diese Rolle schlüpfen kann.

Bianca Prommer [00:06:59]:

Und habe gedacht, okay, das könnte ich doch auch die KI machen lassen und habe dann auch hier Claude Hilfe gebeten und gesagt, okay, schau lieber Claude, ich brauche sechs Rollenbeschreibungen. Die Teilnehmer sollen moderieren und dabei auch mit schwierigen Teilnehmenden umgehen können Und dazu verteile ich Rollen. Ich habe dann Claude auch noch gesagt, welche Rollen das sind, also die sechs Rollen kurz beschrieben, und habe gesagt, bitte erstelle mir dazu eine Beschreibung, so dass sich diese Teilnehmenden in diese Rolle versetzen können. Und ganz ehrlich, das war großartig. Das ist wirklich so toll beschrieben worden, das hätte ich selbst nicht können und das innerhalb von zwei Minuten. Also wirklich großartig. Was ich auch nutze ist zum Beispiel, wenn ich Case Studies brauche für Trainings, dann lasse ich diese Case Studies entwickeln. Also beispielsweise sage ich, okay, ich brauche ein Rollenspiel oder eine Case Study, weil meine Teilnehmenden das Thema Auftragsklärung üben sollen.

Bianca Prommer [00:08:01]:

Und dabei soll eine Person einen Design Thinking Workshop moderieren und den Auftrag bekommen und die andere Person ist innerhalb eines Unternehmens und ich brauche hier zwei verschiedene Case Studies, damit die das ausprobieren können. Und dann habe ich super Case Studies bekommen mit dem Auftrag für jenen, der die Auftragsklärung durchführen soll und jener, der das Unternehmen vertritt. Also das war wirklich großartig hier entsprechend tolle Case Studies zu bekommen, ohne dass ich mir noch was überlegen muss. Also das ist so eine Zeitersparnis. Also erster Themenblock ist diese Vorbereitung. Überleg dir hier, was kostet dich besonders viel Zeit innerhalb der Vorbereitung eines Trainings und überleg dir dann, wie dir hier KI helfen kann. Damit kommen wir zum Themenblock 2. Themenblock 2, da geht es darum, innerhalb eines Trainings KI zu verwenden.

Bianca Prommer [00:08:58]:

Und das war so schön, Ich habe gewusst, dass diese Teilnehmenden noch nicht ganz so viel KI-Erfahrung haben und habe mir gedacht, ich gebe ihnen jetzt schon mal einen Auftrag mit zur Vorbereitung für den ersten Trainingstag. Und habe gesagt, liebe Leute, beschäftigt euch doch mal mit dem Thema Design Thinking. Und da habe ich Ihnen drei verschiedene Möglichkeiten mitgegeben. Möglichkeit 1 war, Sie sollen eine Recherche durchführen. Möglichkeit 2 war, Sie sollen jemanden im Unternehmen finden, der schon mal Design Thinking erlebt hat und ein kurzes Interview führen und Möglichkeit 3 war, du verwendest Chats GPT oder eine andere generative KI und fragst die KI und habe ihnen dann sogar noch den Prompt mitgeliefert. Also zum Beispiel war der Prompt, ich nehme an einem Design Thinking Training Teil. Dazu soll ich mich vorbereiten und herausfinden, was Design Thinking ist. Was ist für mich wichtig zu wissen, optimal vorbereitet zu sein? Und habe dann auch noch gesagt, bitte stellt danach auch gerne noch weitere Fragen und habe dann auch noch eine Einsatzzusammenfassung schreiben lassen, die wir dann im Training so in der Aufwärmphase verwendet haben.

Bianca Prommer [00:10:09]:

Also das war super, weil da sind Sie schon einmal so in die KI-Berührung gekommen. Es war auch dann tatsächlich die Rückmeldung so, das war erst mein erstes Mal, dass ich mit KI gearbeitet habe. Wie gesagt, habe ich auch noch zwei andere Alternativen mitgegeben, aber es war spannend zu sehen, wie sie hier erste Möglichkeiten gefunden haben, KI zu verwenden. Das zweite, was wir verwendet haben, Wir haben ja innerhalb des Design Thinkings eine Methode verwendet, das nennt sich das Problemstatement, wo es immer darum geht, diesen Problemraum zu definieren und das echte Problem zu verstehen und auch den User zu definieren. Also worüber sprechen wir und über wen sprechen wir? Und am Ende dieses Problemstatements soll eine sogenannte How-Might-We-Frage herauskommen. Also, wie könnten wir Frage? Und das haben sie dann gemacht. Die haben das wirklich analysiert, welches Thema. Die haben ein Thema aus dem Unternehmen aufgegriffen, haben das mit Hilfe dieses Problemstatements dann mal durchgeführt.

Bianca Prommer [00:11:09]:

Und dann habe ich gesagt, okay, lass uns mal ausprobieren, welche alternativen How-Might-We-Fragen liefert uns hier die KI? Und im Unternehmen gibt es Office 365 und dort haben sie auch CoPilot integriert. Und dann haben wir das verwendet und die haben dann wirklich gesehen, hey, da kommen ganz andere Ansätze raus, da kommen zum Teil bessere Formulierungen raus bzw. Haben sie dann einfach Kombinationen mit der eigenen Variante gemacht. Und das war auch so schön zu sehen, wie sie hier KI einfach nutzen und beim nächsten Mal haben sie dann auch schon wieder ausprobiert. Es geht nicht darum, dass Sie nicht lernen, wie man eine How-Might-We-Frage formuliert, sondern wie Sie mit Hilfe von KI eine noch bessere formulieren. Und das war einfach wirklich super spannend zu sehen. Also da auch wirklich tolle Möglichkeit, super Möglichkeit hier entsprechend ja innerhalb eines Trainings KI zu verwenden. Wir haben dann noch einen weiteren Anmeldungsfall gehabt und zwar haben die dann ja auch Interviews durchgeführt, Beobachtungen gemacht und dort Sprachmemos mitgezeichnet.

Bianca Prommer [00:12:22]:

Und ein Interview war auf Microsoft Teams, das wird dann ja auch mit Hilfe von Teams auch transkribiert. Aber wenn man so eine Sprachmemo am Smartphone hat, Wie transkribiert man das? Und auch hier ist natürlich wichtig, dass das datenschutzkonform ist. Und da gibt es so drei Lösungen, die ich in Unternehmen immer wieder sehe. Das eine ist NoScribe, das ist von der Hochschule Luzern. Und es gibt noch A-Train, das kommt aus Graz, das ist quasi von der University of Graz, also der Grazer Universität und dem No-Center Graz. Und dann gibt es noch Mac Whisper und die führen das auch zum Teil lokal durch, das heißt direkt auf deinem Rechner und nicht in irgendwo in den Weiten des Internets. Und das finde ich auch so spannend, dass man mit diesen Tools dann entsprechend solche Sprachmemos, also Aufzeichnungen von Interviews einfach transkribieren kann und damit natürlich noch einmal ganz anders arbeiten kann, als wenn man selbst alles mitschreiben muss. Also auch innerhalb des Trainings kannst du dir überlegen, wie kannst du hier KI einsetzen, bestimmte Dinge einfacher zu machen, schneller zu machen, zu erleichtern.

Bianca Prommer [00:13:34]:

Und das Schöne war ja, dass das nicht einfach, also nicht nur einfacher geworden ist, sondern vor allem, dass erste Berührungsängste mit KI automatisch abgebaut worden sind. Obwohl es gar nicht der Auftrag war in diesem Training, aber die haben dann gemerkt, hey, vielleicht macht es ja wirklich Sinn, sich damit auseinanderzusetzen. Also wir hatten jetzt die Vorbereitung von Trainings und Workshops, jetzt die Durchführung und am Schluss dann noch das Thema Nachbereitung und das ist ja was nach Workshops, dieses Fotoprotokoll schreiben, dann soll man die Post-its noch lesen können. Das ist ja oftmals gar nicht so einfach und auch dazu verwende ich mittlerweile KI Und zwar auch hier wieder je nachdem wie sensibel die Daten sind, mache ich es entweder so, dass ich sage, okay, ich verwende eine generative KI, lade das Foto hoch und sage, du findest hier ein Bild mit Post-it in verschiedenen Farben. Für ein Fotoprotokoll brauche ich die geschriebenen Inhalte der Post-it im Textformat. Bitte schreibe das, was auf den Post-its ist. Und das funktioniert auch ganz ganz großartig. Wenn das jetzt sehr datensensibel ist, dann mache ich es auch so, dass ich einfach das Foto hernehme, das laut vorlese, aufnehme und wieder eine Transkriptionsoftware verwende, die lokal läuft.

Bianca Prommer [00:14:58]:

Also da gibt es wirklich auch schöne Möglichkeiten, die dir das Leben auch erleichtern. Das finde ich einfach auch immer ganz ganz wichtig. Also KI kann dich hier im Training und in Workshops vor allem auch in der Vorbereitung, in der Durchführung und auch in der Nachbereitung definitiv unterstützen. Es macht mir persönlich das Leben so viel leichter. Ich kann mich damit auf andere Dinge konzentrieren und vor allem macht es das Training auch qualitativer. Durch diese Case Studies, durch diese Übungsbeschreibungen, Auf die komme ich vor allem in diesem kurzen Zeitraum gar nicht. Es geht nicht darum, dass ich das einsteilen und übernehme, sondern auch natürlich noch einmal überarbeite, schaue, was kann man da noch anpassen. Und jetzt bin ich natürlich neugierig, wie verwendest du denn schon KI, Beziehungsweise was war so der wertvollste Inhalt aus dieser Podcast Folge? Schreibt mir dazu gerne eine Nachricht auf LinkedIn.

Bianca Prommer [00:15:56]:

Ich freue mich immer wieder zu hören, was meine Hörerinnen und Hörer aus den Podcast Folgen mitnehmen. Ja, beim nächsten Mal habe ich konkrete Check-in-Übungen für dich. Also vier ganz konkrete Übungen, wie du ein Training oder einen Workshop so gestaltest, dass die Teilnehmenden eine gute Energie haben, eine gute Atmosphäre schaffen, sich vernetzen und richtig Spaß haben und auch gleich mal ins Thema eintauchen. Also hör auch auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder rein, wenn es neue Übungen geht für Check-ins in Workshops und Trainings. Und jetzt wünsche ich dir alles Gute beim Umsetzen. Lass uns Veränderung einfach machen und einfach machen. Und damit Alles Liebe und Ciao Ciao!

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Innovation einfach machen.By Bianca Prommer