Warum müssen Frauen* in der Kunstszene immer noch für Sichtbarkeit kämpfen, während Männer schnell als “Genies” gefeiert werden? Wieso werden Frauen* im Rap angefeindet und Männer verehrt? Wie wird in den Medien über Kunst und Künstler*innen berichtet? Wie kann Kunst gegen patriarchale Strukturen ankämpfen und welche Rolle spielen wir als Rezipient*innen dabei? Welche Möglichkeiten gibt es, den Ungerechtigkeiten entgegenzuwirken? Wir sprechen mit Ebru Sokolova aka Schwesta Ebra und Neda Hosseinyar über die Gründe und Folgen von diskriminierenden Strukturen in der Kunst- und Kulturszene.
Neda Hosseinyar ist eine iranisch-österreichische multidisziplinäre Künstlerin, Kunstvermittlerin und Kulturarbeiterin. Sie hat einen Bachelor in Malerei, sowie ein M.A. Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien. In ihrer Kunstpraxis, die Malerei, Zeichnung, Installation, Video und Performative Intervention umfasst, beschäftigt sie sich mit soziopolitischen Strukturen im Zusammenhang mit kultureller Hegemonie und Rassismus. Sie behandelt Themen wie Fragmentierung und Transformation in einer postmigrantischen Gesellschaft. Seit 2020 ist Neda Hosseinyar die Co-Präsidentin der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ).
Instagram Account von Neda Hosseinyar
Kann der männerdominierte, zum großen Teil sexistische und gewaltverherrlichende Deutschrap eigentlich auch feministisch sein? Schwesta Ebra stellte sich Anfang 2021 genau diese Frage. Die Antwort macht Hoffnung. Die Künstlerin fing an, auf ihren Social Media-Plattformen Songs von berühmten Rappern umzutexten und als Video zu veröffentlichen. Bestärkt durch viel positives Feedback ihrer Follower*innen, beschloss sie eine der Parodien als Single zu veröffentlichen. Daraus entstand ihre Debut EP, die sie schon auf zahlreichen Bühnen live performen durfte.
Instagram Account von Schwesta Ebra
D/Arts - Projektbüro für Diversität und urbanen Dialog
Sookee / Gazal (Hg.): “Awesome HipHop Humans. Queer*Fem*Rap im deutschsprachigen Raum”, ventil verlag 2021
Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) Muslim*Contemporary
Projekt “Politics of Fear”
Hier gelangt ihr zum Instagram Account von "zwei oder mehr"
Ein Podcast von Selina Prommer, Lena Krische & Sarah Stoffaneller
Produziert in Kooperation mit dem MediaLAB der Caritas Wien
Musik von Karrar Alsaadi