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„Wir waren ja alle in diesem Resilienz-Seminar. Hat ja nichts geändert." In Folge 5 von „Zwischen Menschen und Mustern" fragen Laura Bergmann und Marcus Schweighart, Geschäftsführung des Hamburger BeraterContor (HBC), warum Organisationen viel Geld in Gesundheit, Resilienz und Wellbeing investieren und trotzdem erschöpfte Teams und Führungskräfte zurückbleiben.
Ausgangspunkt ist eine Szene aus einem Führungskräfte-Workshop: Die Teilnehmenden blocken sich endlich Zeit für ein neues Thema und werden genau dann nacheinander in die Gremiensitzung gerufen. Dahinter steckt ein Muster: Wohlbefinden wird individualisiert. Wissen wird verteilt, die Umsetzung bleibt beim Einzelnen, die Struktur arbeitet dagegen.
Zuerst geht es um Vitalität in der Führung auf drei Ebenen: physisch, psychisch, emotional. Dann auf organisationale Energie nach Heike Bruch: warum auch die angenehme Energie gebraucht wird und warum Organisationen viele Anpfiffe kennen, aber kaum Abpfiffe. Zum Schluss wird es konkret: Verbindlichkeit von Zeiten, Stop-Doing-Initiativen, verkürzte Meetings und Transfer statt Terminketten.
Kapitel
Erwähnte Modelle & Konzepte
Vitality Scale, drei Ebenen der Vitalität (Donaldson und Shapiro, Frontiers in Psychology 2022)
PERMA-Lead (Markus Ebner)
Organisationale Energie (Heike Bruch, Universität St. Gallen)
Emotionale Traglast in Top-Management-Teams
Stop-Doing-Initiativen und Meeting-Policies
Die 5 Reflexionsfragen zur eigenen Vitalität
Auf welcher Ebene, physisch, psychisch oder emotional, fühlen Sie sich aktuell am vitalsten?
Wo erleben Sie die größte Energieerschöpfung, und was trägt dort trotzdem schon?
Welche kleine Gewohnheit würde Ihre Vitalität um fünf Prozent steigern?
Woran würden Ihre Mitarbeitenden merken, dass Sie voller Energie sind?
Wie können Sie zur Vitalität Ihrer Mitarbeitenden beitragen?
Frage der Woche
Über den Podcast
Stichworte: #Teamgesundheit #Vitalität #Resilienz #OrganisationaleEnergie #PERMALead #Wellbeing #Meetingkultur #Führung #Leadership #PositiveLeadership #PositivePsychologie #SystemischeBeratung #Unternehmenskultur
„Lüg mich doch nicht an." Diesen Satz sagt niemand laut. Er fällt im Kopf einer Mitarbeiterin, nachdem ein Kollege ihre Bitte um Hilfe abgelehnt hat. In Folge 4 von „Zwischen Menschen und Mustern" nehmen Laura Bergmann und Marcus Schweighart, beide in der Geschäftsführung des Hamburger BeraterContor (HBC), genau diese kleine Alltagsszene auseinander. Denn was hier fehlt, ist kein Prozess und keine Absprache, sondern Wohlwollen und Vertrauen.
Als Denkrahmen bringen die beiden das Modell der fünf Cs aus „Connected Culture" von Jamie Shapiro mit: Connection, Candid Communication, Clarity, Collaboration und Contribution, angeordnet in Ringen von innen nach außen. Das macht das weiche Konstrukt Teamkultur greifbar und gibt Führungskräften eine Reihenfolge an die Hand, in welcher Tiefe sie ansetzen können. Im Kern steht immer die Verbindung zwischen Menschen, alles Weitere baut darauf auf.
Dazu kommen die Abwärtsspirale aus Dauerdruck, transaktionaler Kommunikation und emotionaler Erschöpfung, der Unterschied zwischen zu lobenden und anzuklagenden Fehlern nach Amy Edmondson und drei konkrete Maßnahmen aus einem echten Praxisfall.
Mehr über Laura, Marcus und ihre Arbeit mit Teams und Führungskräften: hbcontor.de
Kapitel
00:00 Intro
00:37 Auftakt: Verbundenheit in räumlich verteilten Teams
01:26 Die Szene: Interviews über die Qualität der Zusammenarbeit
02:27 Der Praxisfall: was gut läuft und was nicht
03:39 „Lüg mich doch nicht an": der Satz aus dem Interview
05:01 Interpretationen ersetzen Klärung
05:47 Vertrauen braucht Zeit und Erfahrung
07:24 Der Denkrahmen: Jamie Shapiro und „Connected Culture"
09:04 Das erste C: Connection
10:41 Candid Communication und Clarity
12:23 Collaboration und die Fehlerkultur nach Amy Edmondson
14:15 Contribution: Mattering, Sinn und Kernwerte
15:10 Das Bild der Ringe: vom inneren Kern nach außen
16:25 Zurück zum Praxisfall: was wirklich zurückbleibt
17:30 Die Abwärtsspirale aus Druck und Erschöpfung
19:52 Die Lösung: bei Connection anfangen, drei Maßnahmen
22:49 Führung als Vorbild und die Metaebene aufmachen
25:35 Die zwei Reflexionsfragen
26:58 Impuls: Öffne dich, um eine Beziehung zu vertiefen
28:16 Abschluss
Erwähnte Modelle & Konzepte
- Connected Culture und das Modell der fünf Cs (Jamie Shapiro), fünf Bereiche mit insgesamt 16 Subfaktoren
- Psychologische Sicherheit und das Kontinuum blameworthy bis praiseworthy failures (Amy Edmondson)
- Positive Kommunikation: „Öffne dich, um eine Beziehung zu vertiefen" (Julien C. Mirivel)
- IPPA, Weltverband der Positiven Psychologie
Die zwei Reflexionsfragen aus der Folge
1. Was kann ich tun, um echte Verbundenheit und Vertrauen mit meinen Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen zu fördern, nicht an eine Sache gebunden, sondern zwischenmenschlich ganz allgemein?
2. Wo in meiner Kommunikation kann ich etwas tun, um noch mehr Verbundenheit und Vertrauen zu fördern und zu schaffen?
Frage der Woche
Wo kannst du etwas von dir preisgeben, damit Verbundenheit entstehen kann?
Über den Podcast
„Zwischen Menschen und Mustern" ist der Podcast des Hamburger BeraterContor (HBC) über Wachstum im Wandel. Laura Bergmann und Marcus Schweighart nehmen dich mit in die Welt der Team- und Organisationsentwicklung: systemtheoretisch fundiert, positiv psychologisch geschärft und aus der Praxis für die Praxis. Für alle, die Führung, Unternehmenskultur und Veränderung gestalten wollen. Mehr erfahren: hbcontor.de
Stichworte: #Teamkultur #Vertrauen #Verbundenheit #ConnectedCulture #PsychologischeSicherheit #Teamentwicklung #Führung #Leadership #PositiveLeadership #PositivePsychologie #SystemischeBeratung #Unternehmenskultur
Teamflow ist kein Zufall und auch nicht einfach das Ergebnis von besonders motivierten Menschen. In Folge 3 von „Zwischen Menschen und Mustern" nehmen Laura Bergmann und Marcus Schweighart, beide in der Geschäftsführung des Hamburger BeraterContor (HBC), auseinander, was Teamflow wirklich bedeutet, warum er über individuelles Flow-Erleben hinausgeht und welche Voraussetzungen Teams brauchen, um gemeinsam in diesen Zustand zu kommen.
Im Fokus stehen zwei zentrale Hebel: ein wirklich verinnerlichtes gemeinsames Ziel und die bewusste Integration unterschiedlicher Stärken im Team. Mit dem Klios-Stärkenmodell und dem Teamradar zeigen die beiden, wie Transparenz über Stärken praktisch hergestellt werden kann und warum „faire" Aufgabenverteilung nicht „gleiche" bedeuten muss.
Mehr über Laura, Marcus und ihre Arbeit mit Teams und Führungskräften: hbcontor.de
Kapitel
Erwähnte Modelle & Tools
Klios-Stärkenmodell (Uni Zürich, 2025, 48 Stärken in 16 Kategorien und 8 Bereichen)
Teamradar (Netzwerkdiagramm der Teamstärken)
Das Teamflow-Modell auf einen Blick
Kollektiver Ehrgeiz / gemeinsames Ziel
Abgestimmte persönliche Ziele
Hohe Kompetenzintegration
Offene Kommunikation
Psychologische Sicherheit
Gegenseitige Verpflichtung (Commitment)
Merkmale von Teamflow:
Ausgeprägtes Wir-Gefühl
Gefühl des gemeinsamen Fortschritts
Gegenseitiges Vertrauen
Ganzheitliche Ausrichtung
Frage der Woche
Über den Podcast
Stichworte: #Teamflow #Flow #Teamentwicklung #Stärken #Kompetenzintegration #PositiveLeadership #PositivePsychologie #Führung #Leadership #Zusammenarbeit
Go-Karts bauen, Klettergarten, Pizza für alle, und trotzdem läuft es im Team danach nicht besser? In Folge 2 von „Zwischen Menschen und Mustern" gehen Laura Bergmann und Marcus Schweighart, beide in der Geschäftsführung des Hamburger BeraterContor (HBC), der Frage nach, warum klassische Teambuildings oft nur am Symptom kratzen.
Die beiden zeigen, wie strukturelle Probleme, etwa unklare Rollen oder vermiedene Entscheidungen, fälschlicherweise als Beziehungsthemen behandelt werden, und warum daran auch ein Flossbau-Event wenig ändert. Stattdessen plädieren sie für den Schritt vom Teambuilding zum Teamworkshop, der Beziehungs- und Sachebene bewusst verbindet.
Für Führungskräfte, die ehrlich hinschauen wollen, wo das eigentliche Problem liegt.
Mehr über Laura, Marcus und ihre Arbeit mit Teams und Führungskräften: hbcontor.de
Kapitel
Erwähnte Modelle & Konzepte
Teambuilding vs. Teamworkshop: der entscheidende Unterschied
Beziehungsebene und Sachebene/Strukturebene
Das Psychologisieren struktureller Probleme (systemische Perspektive)
Denken in Spannungsfeldern und Paradoxien
Drei Spannungsfelder für die Reflexion
Beziehungsebene vs. Strukturfragen
Vertrauen vs. Klarheit
Beteiligung vs. Entscheidung
Frage der Woche
Über den Podcast
Stichworte: #Teambuilding #Teamworkshop #Teamentwicklung #Rollenklärung #Entscheidungsstärke #Führung #Leadership #PositiveLeadership #SystemischeBeratung #Unternehmenskultur
Warum nerven uns manche Kolleg:innen eigentlich so? In der allerersten Folge von „Zwischen Menschen und Mustern" gehen Laura Bergmann und Marcus Schweighart, beide in der Geschäftsführung des Hamburger BeraterContor (HBC), einer Frage nach, die im Führungsalltag erstaunlich selten gestellt wird: Welche Rolle spielen unsere Stärken in Konflikten?
Anhand einer typischen Montagmorgen-Teamsitzung zeigen die beiden, wie aus unterschiedlichen Stärken Spannungen entstehen, warum wir andere so schnell in Schubladen stecken und wie ein bewusster Perspektivwechsel den Knoten löst. Mit dem Wertequadrat nach Friedemann Schulz von Thun wird greifbar: Stärken brauchen keine Übertreibung, sondern eine Komplementärstärke. Und genau diese Vielfalt macht Teams stärker.
Zum Abschluss gibt es fünf Reflexionsfragen für deinen eigenen Führungsalltag. Dazu die Frage der Woche zum Mitnehmen.
Mehr über Laura, Marcus und ihre Arbeit mit Teams und Führungskräften: hbcontor.de
Kapitel
Erwähnte Modelle & Konzepte
Wertequadrat (Friedemann Schulz von Thun, aufbauend auf Aristoteles)
Stärkenorientierte Führung / Positive Leadership
High Quality Connections (Jane Dutton, Positive Organizational Scholarship)
Die 5 Reflexionsfragen für deinen Führungsalltag
Welche Stärken werden in unserer Organisation besonders wertgeschätzt?
Welche Stärken werden in unserem Team besonders wertgeschätzt?
Welche Stärken sind gerade „en vogue", also gesellschaftlich oder branchenweit besonders anerkannt?
Was sind meine eigenen Stärken, und welche davon schätze ich besonders?
Welche Komplementärstärken fehlen mir oder meinem Team, und wo haben wir blinde Flecken?
Frage der Woche
Über den Podcast
Stichworte: #PositiveLeadership #StärkenorientierteFührung #Führung #Teamentwicklung #Konfliktmanagement #Wertequadrat #PositivePsychologie #Unternehmenskultur #SystemischeBeratung #Leadership
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