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  • maschek: Interview mit Robert Stachel
    20 Jahre Drüberreden lautet auch 2019 noch das Motto von maschek, obwohl sie bereits 1998 ihr Bühnendebüt gaben. maschek, eh schon wissen, jene Kabarett-Gruppe der Herren Peter Hörmanseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel, die auf ihrem YouTube Kanal mehr als 66000 Abonnentinnen und Abonnenten haben und seit 2012 einmal wöchentlich bei Willkommen Österreich im ORF zu sehen und zu hören sind und ansonsten mit ihren Programmen quasi querfeldein durch die Lande ziehen. Längst legendär hierzulande in Österreich aber auch anderswo ihre Puppenkiste. Bei Schüssels 2006, beim Gusenbauer 2007, bei Faymann 2009, sowie 2013 die bisher letzte, die vierte, Bye-Bye, Österreich. Manfred Horak traf Robert Stachel in Krems im Vorfeld zum Festival Kabarett und Comedy zu einem munteren Gespräch, um herauszufinden, wie weit das Drüberreden mit den Übermalungen eines Arnulf Rainer gemein hat, wieviel Jazzimprovisation in maschek steckt, wie und ob überhaupt Drehbücher bei maschek entstehen und nicht zuletzt wurde auch das gute alte Urheberrecht thematisiert.
    22 min
  • Kabarett und Comedy: Interview mit Günter Mokesch
    Im Vorfeld zur 17. Ausgabe des Festivals Kabarett und Comedy im niederösterreichischen Krems an der Donau traf Manfred Horak den Festivalintendanten Günter Mokesch zu einem Gespräch nicht nur über das Festival. Bekannt geworden ist Günter Mokesch zunächst als Lead-Sänger von Hallucination Company und später mit seiner Band Mo and The Gangsters in Love. Das erste Album „Der Erzengel Novotny“ erschien 1985, Hits wie „Smile“ und „Send Me Roses“ folgten. In den 1990ern stand er dann u.a. in „Kuss der Spinnenfrau“ als Musicaldarsteller über 200-mal auf der Bühne am Wiener Raimundtheater. 1995 schrieb er mit „Adieu Marie“ sein erstes Kleinkunstprogramm. Ein weiter Weg also, den Mo zurücklegte. Wie es zu Kabarett und Comedy kam, das auf seine Initiative zurückgeht, erzählt Günter Mokesch im Interview.
    21 min
  • Best of H.C. Artmann Revisited
    Diese Episode der Kulturviertelstunde ist quasi ein Best of H.C. Artmann von der Protestveranstaltung Spielt Artmann! Spielt Lyrik! Eine Verwebung von den bei der Veranstaltung zu Gehör gebrachten Texten von H.C. Artmann und von alten Archivaufnahmen aus den 1960er Jahren, als H.C. Artmann äußerst populär war. Ein Interview in voller Länge und chronologisch korrekt, allerdings zerschnippelt. Sozusagen ein roter Faden dieser Klangcollage, so wie sich auch ein Statement von Brigitte Wolf (ORF Wien) einem Bandwurm gleich durch das Hörspiel zieht. Und nicht zuletzt sind auch einige der Artmann’schen Schwarzen Lieder, interpretiert von Helmut Qualtinger und der Musik von Ernst Kölz, zu hören. Eine Klangcollage mit Hörspielcharakter.
    35 min
  • Interview, handgemacht, mit Daniela Flickentanz
    Finanziert über Crowdfunding und bis auf das Klavier bei sich zuhause aufgenommen, legt die Wiener Liederschreiberin Daniela Flickentanz ihr Debütalbum „handgemacht“ vor, das mit pointierten Texten und schönen Melodien aufwartet. Das große Thema des Albums ist die Liebe mit all ihren Konflikten, Entwicklungen und Problemlösungen, sei es Versöhnung, sei es Trennung. Und sie singt über soziale Ungleichheiten und unerreichbaren Ansprüchen, sowie, weil es thematisch und auch musikalisch etwas aus dem Rahmen fällt im Bonus-Track, über die DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung. Veröffentlicht wurde das Album beim noch sehr jungen Label Silvertree Records von Anne Eck, die ihr Label für weibliche Musikerinnen öffnet. Manfred Horak traf Daniela Flickentanz in einem Wiener Kaffeehaus zu einem ausführlich Gespräch über ihre Intention als Musikerin, übers Texte schreiben, über kultur- und gesellschaftspolitische Befindlichkeiten und deren mehr.
    1 hr 7 min
  • But Beautiful: Interview mit Erwin Wagenhofer
    Nach We Feed The World, Let’s Make Money und Alphabet, in denen es um menschliche Haltungen hinter Lebensmittelindustrien, Finanzsystemen und Bildungsthemen ging, widmet sich der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer in But Beautiful dem Positiven und zeigt Menschen, die neue Wege beschreiten. Ein Film, der mögliche Antworten auf essenzielle Fragen gibt. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Kulturwoche.at Redakteurin Andrea Habith traf Erwin Wagenhofer zum Interview, um nicht nur übers übers Filme machen, über die Komposition von Bildern und Klängen zu reden, sondern auch über das Schöne und Gute.
    33 min
  • High Performer: Interview mit 5K HD
    Just give it 10 or 15 years / and it will be forgotten heißt es im ersten Song auf High Performer, dem zweiten Album von 5K HD. Die Zeit wird zeigen, ob dies auf die österreichische Supergroup zutreffen wird. 2017 erschien das recht rasch umgesetzte Debütalbum, für den Zweitling hingegen hat das Quintett mit Sängerin Mira Lu Kovacs, Benny Omerzell an den Keyboards, Manu Mayr am Bass, Martin Eberle an der Trompete und Lukas König am Schlagzeug immerhin ein Jahr Zeit investiert, um an den 10 Songs zu feilen. Herausgekommen sind erneut unvorhersehbare Klangwelten, für die man sich Zeit nehmen sollte, um all die Schmähs, Kniffs, musikalische Elemente und Besonderheiten aufzuspüren. Eingängiger Pop trifft hier jedenfalls auf experimentelle Musik, darüber hinaus ist 5K HD nicht schubladisierbar. Die Stärke und wesentlicher Bestandteil der Band ist, dass viele musikalische Welten aufeinander stoßen und zu einem Neuen, Ganzen werden können. Während das erste Album noch fast ohne Overdubs gemeinsam im Studio eingespielt wurde, ist High Performer im Produktionsprozess entstanden. Herausgekommen sind letztendlich erwachsene Songs mit jeder Menge Ohrschmankerln. Manfred Horak traf die Band zu einem entspannten und atmosphärischen Gespräch.
    54 min
  • Waves Vienna 2019: Interview mit Thomas Heher
    Je digitaler die Welt und desto einfacher die Produktionsbedingungen, Veröffentlichung und Distribution, desto mehr Musik. Diese Überfülle an Veröffentlichungen bedeutet aber auch gleichzeitig, dass nur allzu viele Musikschaffende nahezu unter der Wahrnehmungsgrenze ihr Dasein fristen. Um dieses Manko zumindest annähernd auszugleichen, entstanden im 21. Jahrhundert in Europa bis heute rund 60 Showcase-Festivals verschiedener Größen. In Wien war es im Jahr 2011 erstmals soweit, eine Verbindung aus Musikfestival und Branchentreff herzustellen. Ein Ziel von Thomas Heher, der Festivaldirektor und Erfinder von Waves Vienna, war, Österreich auf die internationale Showcase-Festivallandkarte zu bringen und heimischen Bands eine Plattform und Vernetzung zu bieten. Der Vernetzung liegt natürlich ein kreativwirtschaftlicher Gedanke zugrunde. So nehmen bei Waves Vienna die Konferenzen einen wichtigen Teil ein, die diesen Aspekt sehr gut herausschälen, denn jede Band, jede Künstlerin und jeder Künstler in Österreich ist ja mehr oder weniger ein EPU. Für Musikfans stehen hingegen eindeutig die Konzerte bei Waves Vienna im Mittelpunkt. Und das sind an drei Tagen immerhin rund 100 Bands, die aus ca. 2.500 Bewerbungen ausgewählt werden. Wie all das im Detail gehandhabt wird, erzählte Thomas Heher im Vorfeld zu Waves Vienna 2019.
    52 min
  • Interview mit Lindsey Stirling
    Ihre Fans lieben sie, weil sie neben ihrem außerordentlichen Talent als Elektro-Violinistin auch immer wieder auf Augenhöhe der Zeit Akzente setzt und sie das Paradebeispiel einer modernen, unabhängigen Künstlerin ist. „Lindsey ist visionär, geschäftstüchtig und unglaublich talentiert“, sagt Adam Arrigo, CEO und Mitgründer von WAVE, der interaktiven Live-Konzert-Streaming-Plattform und VR-App. Mit Lindsey ist Stirling gemeint, die man als eigener Avatar mittlerweile auch in einem Virtual Reality-Konzert erleben kann. Das spektakuläre 30 Minuten dauernde Konzert mit erstmals live aufgeführten Tracks aus ihrem im September 2019 erschienenen Album „Artemis“, generierte bereits mehr als 300.000 Views. Und auch in den anderen digitalen Lebensräumen ist der Zuspruch gewaltig; alleine für die im Juni 2019 veröffentlichte Single „The Upside“ kann Lindsey Stirling bereits weit mehr als 6 Millionen Streams verzeichnen und ihr YouTube-Account wird bei über 2.5 Milliarden Views von 12 Millionen Menschen abonniert. Erstaunliche Zahlen einer jungen Künstlerin, die gerade mal vor sieben Jahren ihr erstes Album veröffentlichte. Erhältlich ist „Artemis“ (BMG/Ada/Warner), ihr fünftes Studioalbum, aber natürlich auch auf physischen Tonträgern wie CD und Vinyl. Letzteres bietet mit dem Cover-Art Design im Anime Stil für ansprechende Optik. Der Album-Titel Artemis bezieht sich auf eine der zwölf großen olympischen Göttern der griechischen Mythologie, der Hüterin der Frauen und Kinder, Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und nicht zuletzt des Mondes. Artemis erzählt die Geschichte über den Kampf zwischen Licht und Schatten - und so tragen denn auch ihre Lieder Titel wie „Til The Light Goes Out“, „Between Twilight“ oder „Darkside“. Manfred Horak traf Lindsey Stirling vor dem Soundcheck ihres Wien-Konzerts am 16.9.2019 in der von der Klimaanlage bedingten geräuschvollen Backstage-Garderobe im Wiener Gasometer, um über Violinen, Technologien und Glück zu reden.
    26 min
  • Punk Cinema: Interview mit Alex Cox
    Für diese Ausgabe der Filmkultur hatte Manfred Horak die Ehre mit dem britischen Filmregisseur Alex Cox ein Interview zu führen. Alex Cox, der seit Jahrzehnten in den USA lebt, wurde mit dem Film Repoman im Jahr 1984 bekannt und drehte 1986 mit Sid and Nancy das Porträt des zerstörerischen Paares Sid Vicious und Nancy Spungen. Ein Punk-Film mit dem Soundtrack von u.a. Joe Strummer, der in diesem Film seine ersten Solo-Songs nach dem Ende von The Clash veröffentlichte. Sid Vicious, er war bekanntermaßen für eine kurze Zeit Bassist der Sex Pistols, und auch Sänger von Interpretationen wie Something Else und My Way - Sid Vicious jedenfalls wird in Sid and Nancy von Gary Oldman verkörpert, der in diesem Biopic erstmals in einer Hauptrolle zu sehen ist. Der Regisseur Alex Cox selbst war zwar nie ein Punk, war aber der Punk-Musik immer sehr zugetan. Bereits auf Repoman gab es Punk-Songs als Soundtrack, und nach Sid and Nancy drehte Alex Cox 1987 den Punk-Western Straight to Hell mit u.a. dem Soundtrack von The Clash, The Pogues und Elvis Costello. Im selben Jahr, 1987, drehte Alex Cox mit Walker seinen wohl besten Film, und hier lieferte erneut Joe Strummer den Soundtrack bei - es war dies überhaupt die erste LP von Joe Strummer nach dem Ende von The Clash und sein zeitlebens vermutlich auch bestes Solo-Album. Walker, eine quasi Hommage an die Sandinistas in Nicaragua, wurde allerdings zum kommerziellen Desaster, was dazu führte, dass Alex Cox keine Arbeit mehr in Hollywood fand. Als unabhängiger Filmemacher drehte er in Folge 13 weitere Filme, zuletzt Bill the Galactic Hero im Jahr 2014. Ausgehend von Sid and Nancy - dieser Film eröffnete die Retrospektive Punk Cinema vom Filmarchiv Austria - entwickelte sich ein ausgiebiges Gespräch übers Filmemachen, über Punk und über das Landleben.
    37 min
  • Interview mit Wolfgang Katzer
    Mit dem Roman Die Erfindung der Seele veröffentlicht Wolfgang Katzer quasi ein Prequel zu seinem Vorgängerroman Ayasha tanzt. Die Erfindung der Seele ist nicht nur ein großartiger Buchtitel, sondern auch eine unbedingt lesenswerte Geschichte rund um die Performance Künstlerin und gelernte Pantomimin Anouk, die, um sich finanziell über die Runden halten zu können als Kassiererin in einer großen Supermarktkette arbeitet. Aus Langeweile spielt sie dort einen Maschinenmensch, also eine Art Kassen-Cyborg und stößt innerhalb kurzer Zeit auf große Resonanz und Begeisterung. Auch die Geschäftsführung wird auf Anouk aufmerksam und macht ihre Kunstfigur zum Hauptwerbeträger. Anouk wird zum Shooting Star und damit vollzieht ihr Leben eine ungeahnte Wandlung. Stellt sich nur die Frage, ob all das real ist, was mit Anouk und ihrer Popularität passiert. Wolfgang Katzer versteht es mit großem Geschick einen lebendigen und rasanten Roman zu vollenden, der mit philosophischen Gedanken und essenziellen Fragen, sowie mit einem gelungenen Spannungsbogen und mit Tragikomik überzeugt. Der Autor verwebt im Roman verschiedene literarische Stile, sei es Lyrik, sei es allerlei prosaische Spielereien. Manfred Horak traf Wolfgang Katzer in seiner Wohnung, um über dessen mehrere Dekaden umfassende Karriere u.a. als der Große, der Bamschabl, des unpolitischen Musikkomikerduos Muckenstruntz und Bamschabl, zu reden, sowie, natürlich, über die Erfindung der Seele.
    59 min