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Das Fürstbistum Freising war ein eigener Staat mit allem was dazugehört: Münzrecht, Gesetzgebung, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Allerdings war das Hoheitsgebiet ziemlich schmal. Es gebrenzte sich weitgehend auf einen gut 30 Kilometer langen Streifen entlang der Isar. Trotzdem: gleich hinter München stand ein Schlagbaum und begann ausländisches Territorium.
18 Jahre lang hatten die Katholiken des ehemaligen Fürstbistums Freising keien Bischof. Erst nach zähen Verhandlungen entstand eine neue Diözese, die sich erheblich vom alten Fürstbistum unterschied.
Im Münchner Dom erinnert heute noch eine Marmortafel mit goldenem Schriftzug an die Neuordnung der bayerischen Bistümer. 1821 wurde sie vollzogen. Nirgendwo führte sie zu so umwälzenden Veränderungen wie in Oberbayern, die heute noch fortwirken. Ein Podcast über Zollschranken gleich hinter der Münchner Stadtgrenze, der Suche nach einer neuen Kathedrale, starke Katholikinnen und Bauboom in den 1950er Jahren.
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