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Kennen Sie das?
Eine Mitarbeiterin möchte schnell eine E-Mail formulieren und lässt sich von einer KI dabei unterstützen. Ein Mitarbeiter möchte eine Tabelle auswerten und nutzt dafür ein KI-Tool. Eine Kollegin lässt sich eine Stellenanzeige erstellen.
Gerade beim Umgang mit Kundendaten, personenbezogenen Informationen oder vertraulichen Unternehmensinformationen braucht es klare Regeln. Denn wenn Mitarbeitende nicht wissen, was erlaubt ist, entscheidet am Ende jeder selbst.
Tipp 1: Legen Sie fest, welche KI-Tools genutzt werden dürfen
Schaffen Sie eine klare Orientierung und entscheiden Sie, welche KI-Anwendungen Ihre Mitarbeitenden für ihre Arbeit verwenden dürfen. Dabei sollte verständlich erklärt werden, welche Tools für welche Aufgaben geeignet sind.
Tipp 2: Schützen Sie vertrauliche Informationen
Ihre Mitarbeitenden sollten genau wissen, welche Informationen nicht in öffentliche KI-Systeme eingegeben werden dürfen. Dazu gehören beispielsweise personenbezogene Daten, vertrauliche Kundendaten oder interne Geschäftsgeheimnisse.
Tipp 3: Lassen Sie KI-Ergebnisse immer prüfen
Auch wenn eine KI einen Text, eine Zusammenfassung oder eine Auswertung erstellt, bleibt die Verantwortung beim Menschen. Ergebnisse sollten deshalb vor der Verwendung fachlich geprüft und nicht ungeprüft übernommen werden.
Tipp 4: Sprechen Sie offen über KI
Ein pauschales Verbot verhindert nicht unbedingt, dass Mitarbeitende KI nutzen. Sinnvoller ist es, gemeinsam klare Regeln zu entwickeln und den Mitarbeitenden zu zeigen, wie sie KI sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen können.
Tipp 4,33: Erstellen Sie eine einfache KI-Regel
Halten Sie auf einer Seite fest, welche Tools genutzt werden dürfen, welche Informationen nicht eingegeben werden dürfen und wann Ergebnisse zwingend von einem Menschen geprüft werden müssen.
Tipp der Woche
Fragen Sie sich einmal: Weiß bei uns eigentlich jeder Mitarbeiter, was er mit KI machen darf und welche Informationen er niemals eingeben sollte?
Kennen Sie das?
„Warum darf sie schon wieder früher gehen?“
„Bei ihm wird immer eine Ausnahme gemacht.“
„Wenn ich einen Fehler mache, wird sofort darüber gesprochen, bei ihr ist das plötzlich kein Problem.“
Solche Aussagen können zunächst wie kleine Beschwerden im Arbeitsalltag wirken. Wenn Mitarbeitende jedoch über längere Zeit das Gefühl entwickeln, dass jemand bevorzugt wird, kann daraus schnell ein ernsthafter Konflikt entstehen.
Denn meistens geht es nicht nur um eine einzelne Entscheidung. Es geht um die Frage, ob die eigene Führungskraft als fair und verlässlich wahrgenommen wird.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie schnell eine solche Situation entstehen kann. Eine Mitarbeiterin durfte aufgrund einer persönlichen Vereinbarung regelmäßig etwas früher Feierabend machen. Eine Kollegin empfand dies zunehmend als ungerecht, weil sie bei einem eigenen Wunsch nach mehr Flexibilität eine andere Erfahrung gemacht hatte.
Das eigentliche Problem war deshalb nicht unbedingt die Arbeitszeitregelung. Es war das Gefühl, dass für unterschiedliche Mitarbeiter unterschiedliche Maßstäbe gelten.
Tipp 1
Nehmen Sie das Gefühl einer Benachteiligung ernst, ohne automatisch davon auszugehen, dass tatsächlich eine ungerechte Behandlung vorliegt. Prüfen Sie zunächst, welche konkreten Situationen hinter dieser Wahrnehmung stehen.
Tipp 2
Achten Sie darauf, dass unterschiedliche Entscheidungen sachlich begründet werden können. Fairness bedeutet nicht, dass alle Mitarbeiter exakt das Gleiche bekommen, sondern dass Unterschiede nachvollziehbar sind.
Tipp 3
Überprüfen Sie auch Ihr eigenes Führungsverhalten. Fragen Sie sich regelmäßig, ob persönliche Sympathien möglicherweise Einfluss darauf haben, wem Sie Aufgaben, Informationen oder Entwicklungsmöglichkeiten geben.
Tipp 4
Sorgen Sie dort für Transparenz, wo es möglich ist. Auch wenn vertrauliche persönliche Informationen nicht weitergegeben werden dürfen, können allgemeine Kriterien und Regeln verständlicher gemacht werden.
Tipp 4,33
Wenn Sie feststellen, dass Sie tatsächlich einmal nicht konsequent oder unfair entschieden haben, dürfen Sie das offen zugeben. Ein ehrliches Eingeständnis kann Vertrauen schaffen und zeigt, dass Führung auch bedeutet, das eigene Verhalten zu reflektieren.
Tipp der Woche
Wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin zu Ihnen sagt: „Ich fühle mich benachteiligt“, versuchen Sie nicht sofort, sich zu rechtfertigen.
Fragen Sie zunächst:
„Woran machen Sie dieses Gefühl konkret fest?“
Hören Sie zu und prüfen Sie anschließend, ob es sich um ein Missverständnis, eine sachlich begründete unterschiedliche Behandlung oder tatsächlich um ein wiederkehrendes Muster handelt.
Denn gute Führung bedeutet nicht, allen immer das Gleiche zu geben.
Sie bedeutet, fair, nachvollziehbar und professionell zu entscheiden – und dabei auch die eigene Führung regelmäßig zu hinterfragen.
Kennen Sie das?
Eine Mitarbeiterin wirkt plötzlich unkonzentriert, ein Mitarbeiter ist gereizter als sonst oder jemand fehlt häufiger. Als Führungskraft fragt man sich natürlich, ob private Gründe dahinterstecken.
Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen kennt man sich häufig persönlich sehr gut. Man weiß, was im Leben der Kolleginnen und Kollegen gerade passiert, und möchte selbstverständlich Verständnis zeigen.
Doch genau hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Ein Praxisbeispiel zeigt, warum es wichtig ist, private Hintergründe und berufliche Auswirkungen voneinander zu trennen. Eine Mitarbeiterin war aufgrund einer schwierigen privaten Situation zunehmend unkonzentriert und machte mehr Fehler. Die Führungskraft zeigte Verständnis, sprach aber gleichzeitig die konkreten Auswirkungen auf die Arbeit an.
Die Mitarbeiterin musste keine privaten Details offenlegen. Stattdessen wurde gemeinsam überlegt, welche Unterstützung im beruflichen Rahmen möglich ist.
Tipp 1
Zeigen Sie Interesse und Verständnis, ohne Ihre Mitarbeiter nach privaten Details zu fragen, die Sie für Ihre Führungsaufgabe nicht benötigen.
Tipp 2
Sprechen Sie über die Auswirkungen auf die Arbeit. Entscheidend ist nicht immer, warum jemand Schwierigkeiten hat, sondern was sich im Arbeitsalltag konkret verändert.
Tipp 3
Behandeln Sie persönliche Informationen vertraulich und machen Sie private Themen nicht ungefragt zum Gesprächsthema im Team.
Tipp 4
Achten Sie darauf, dass persönliche Nähe nicht zu unterschiedlichen Maßstäben führt. Individuelle Lösungen sind möglich, sollten aber nachvollziehbar und fair bleiben.
Tipp 4,33
Gute Führung bedeutet, menschlich nah zu sein, ohne die professionelle Grenze aufzugeben.
Tipp der Woche
Denken Sie an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, bei dem Sie aktuell wissen, dass privat etwas schwierig ist.
Fragen Sie sich:
„Was muss ich als Führungskraft tatsächlich wissen und was geht mich privat nichts an?“
Diese einfache Frage hilft dabei, die richtige Balance zwischen Verständnis und professioneller Führung zu finden.
Denn gute Führung bedeutet nicht, alles über seine Mitarbeiter zu wissen. Sie bedeutet, hinzusehen, zuzuhören und trotzdem klare Grenzen zu behalten.
Kennen Sie das?
„Die IT reagiert nie rechtzeitig.“
„Der Vertrieb gibt uns die Informationen immer zu spät.“
„Die Buchhaltung macht alles unnötig kompliziert.“
Solche Aussagen hören Führungskräfte im Arbeitsalltag immer wieder. Natürlich können Beschwerden berechtigt sein. Wenn aus einzelnen Problemen jedoch pauschale Vorwürfe werden, entsteht schnell ein „Wir gegen die“-Gefühl und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen wird zunehmend schwieriger.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie wichtig es ist, genauer hinzuschauen. Ein Team beschwerte sich regelmäßig über die IT, weil technische Anfragen angeblich zu langsam bearbeitet wurden. Erst als die Führungskraft konkrete Fälle abfragte, wurde deutlich, dass es tatsächlich Verzögerungen gab, gleichzeitig aber auch Unklarheiten darüber bestanden, welche Anfragen dringend waren und welche Informationen die IT für eine schnelle Bearbeitung benötigte.
Das Problem war also nicht einfach „die IT“. Es ging vielmehr um Prozesse, Prioritäten und Kommunikation.
Tipp 1
Fragen Sie bei Beschwerden immer nach konkreten Beispielen und lassen Sie sich erklären, was tatsächlich passiert ist, bevor Sie ein Urteil fällen.
Tipp 2
Trennen Sie Fakten von Bewertungen. „Die IT ist unfähig“ bringt niemanden weiter. „Das Ticket wurde erst nach drei Tagen bearbeitet“ ist eine konkrete Information, mit der gearbeitet werden kann.
Tipp 3
Hören Sie auch die andere Abteilung an. Häufig haben beide Seiten nachvollziehbare Gründe und unterschiedliche Prioritäten.
Tipp 4
Fragen Sie Ihr Team: „Was brauchen Sie konkret von der anderen Abteilung, damit die Zusammenarbeit künftig besser funktioniert?“
Tipp 4,33
Erlauben Sie Beschwerden, aber fördern Sie keine Feindbilder. Ein Problem zwischen Abteilungen sollte gemeinsam gelöst werden und nicht zu einem dauerhaften „Wir gegen die“ führen.
Tipp der Woche
Wenn sich Ihr Team diese Woche wieder über eine andere Abteilung beschwert, sagen Sie nicht sofort: „Das kläre ich.“
Fragen Sie stattdessen:
„Was genau ist passiert und was wäre aus Ihrer Sicht eine gute Lösung?“
So wird aus einer emotionalen Beschwerde ein konkretes Führungsthema.
Denn gute Zusammenarbeit bedeutet nicht, dass alle Abteilungen gleich denken. Sie bedeutet, dass sie miteinander statt übereinander sprechen.
Kennen Sie das?
Eine Mitarbeiterin, die bisher zuverlässig gearbeitet hat, macht plötzlich häufiger Fehler. Ein Mitarbeiter hält Absprachen nicht mehr ein, Termine werden verschoben und Kollegen müssen zunehmend Aufgaben auffangen.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie wichtig frühes Ansprechen ist. Ein langjähriger Mitarbeiter wurde zunehmend unzuverlässig. Statt ihm sofort mangelnde Motivation vorzuwerfen, sprach die Führungskraft konkrete Situationen an und fragte nach den Gründen. Dabei stellte sich heraus, dass sich sein Aufgabenbereich stark verändert hatte und Prioritäten nicht mehr klar waren. Durch eine neue Aufgabenverteilung, klare Erwartungen und regelmäßige kurze Gespräche verbesserte sich die Situation deutlich.
Tipp 1
Sprechen Sie Veränderungen frühzeitig an – nicht erst, wenn das gesamte Team darunter leidet.
Tipp 2
Beschreiben Sie konkrete Beobachtungen statt pauschaler Bewertungen.
Tipp 3
Fragen Sie zuerst: „Was ist aus Ihrer Sicht der Grund dafür?“ und hören Sie wirklich zu.
Tipp 4
Vereinbaren Sie am Ende konkrete Erwartungen, einen Zeitraum und einen Termin für die Nachbesprechung.
Tipp 4,33
Gute Führung bedeutet nicht, jedem alles durchgehen zu lassen. Gute Führung bedeutet, Probleme früh, fair und klar anzusprechen.
Tipp der Woche
Denken Sie an eine Situation in Ihrem Team, bei der Sie gerade denken: „Das muss ich eigentlich einmal ansprechen.“
Warten Sie nicht auf den perfekten Zeitpunkt.Notieren Sie drei konkrete Beobachtungen und vereinbaren Sie ein Gespräch. Denn schwierige Gespräche werden meistens nicht dadurch leichter, dass man sie aufschiebt, sondern dadurch, dass man sie richtig führt.
Kennen Sie das?
Neue Mitarbeitende starten motiviert und freuen sich auf ihre neue Aufgabe. Doch bereits nach wenigen Wochen entstehen Unsicherheiten. Es fehlen klare Ansprechpartner, die Einarbeitung erfolgt nebenbei und regelmäßige Gespräche finden kaum statt. Was als kleiner organisatorischer Mangel beginnt, kann dazu führen, dass neue Mitarbeitende bereits in der Probezeit innerlich kündigen oder das Unternehmen wieder verlassen.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie entscheidend ein gutes Onboarding ist. Eine neue Fachkraft erhielt zwar einen freundlichen Empfang, wurde danach jedoch weitgehend sich selbst überlassen. Erst als das Unternehmen einen strukturierten Einarbeitungsplan, feste Ansprechpartner und regelmäßige Feedbackgespräche einführte, verbesserten sich die Integration, die Zufriedenheit und die langfristige Bindung neuer Mitarbeitender deutlich.
Tipp 1
Planen Sie die Einarbeitung mit einem klaren Ablauf und realistischen Zielen.
Tipp 2
Benennen Sie feste Ansprechpartner für fachliche und organisatorische Fragen.
Tipp 3
Führen Sie in den ersten Monaten regelmäßige Feedbackgespräche.
Tipp 4
Integrieren Sie neue Mitarbeitende bewusst in das Team und in die Unternehmenskultur.
Tipp 4,33
Ein erfolgreiches Onboarding endet nicht nach dem ersten Arbeitstag. Es endet dann, wenn neue Mitarbeitende sagen: „Ich bin angekommen.“
Tipp der Woche
Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer letzten Neueinstellung. Welche Informationen, Gespräche oder Unterstützungen hätten den Einstieg noch leichter gemacht? Oft sind es kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied machen.
Kennen Sie das?
Kaum ist eine Veränderung umgesetzt, folgt bereits die nächste. Neue Prozesse, neue Software oder neue Strukturen gehören heute zum Arbeitsalltag vieler Unternehmen. Trotzdem reagieren Mitarbeitende häufig mit Skepsis oder Ablehnung. Nicht, weil sie Veränderungen grundsätzlich ablehnen, sondern weil sie sich zunehmend überfordert fühlen und den Sinn hinter den Neuerungen nicht erkennen.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie schnell Veränderungsmüdigkeit entstehen kann. Ein mittelständisches Unternehmen führte innerhalb kurzer Zeit mehrere größere Veränderungen ein. Obwohl jede einzelne Maßnahme sinnvoll war, nahm die Motivation im Team spürbar ab. Erst als Veränderungen besser erklärt, priorisiert und die Mitarbeitenden frühzeitig einbezogen wurden, verbesserte sich die Akzeptanz deutlich.
Tipp 1
Erklären Sie nicht nur, was sich verändert, sondern vor allem warum.
Tipp 2
Priorisieren Sie Veränderungen und vermeiden Sie zu viele Projekte gleichzeitig.
Tipp 3
Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden frühzeitig in Veränderungsprozesse ein.
Tipp 4
Nehmen Sie sich Zeit, gemeinsam Erfolge nach Veränderungen sichtbar zu machen.
Tipp 4,33
Veränderungen gelingen nicht durch Anweisungen, sondern durch Verständnis, Beteiligung und Vertrauen.
Tipp der Woche
Fragen Sie Ihr Team bei der nächsten Veränderung bewusst: „Welche Unterstützung brauchen Sie, damit diese Veränderung gut gelingen kann?“ Allein diese Frage schafft häufig mehr Akzeptanz und zeigt Ihren Mitarbeitenden, dass ihre Perspektive zählt.
Kennen Sie das?
Viele Unternehmen investieren viel Zeit in die Kommunikation. Informationen werden per E-Mail verschickt, in Besprechungen erklärt und zusätzlich über Messenger oder Projektplattformen weitergegeben. Trotzdem entstehen immer wieder Missverständnisse und wichtige Informationen gehen verloren.
Ein Praxisbeispiel zeigt, warum das so ist. In einem mittelständischen Unternehmen wurden Informationen über verschiedene Kanäle verteilt. Niemand wusste mehr genau, welche Informationen verbindlich waren und wo die aktuellste Version zu finden war. Erst als klare Kommunikationsregeln eingeführt wurden, verbesserten sich die Zusammenarbeit und die Orientierung im Team deutlich.
Tipp 1
Legen Sie fest, welcher Kommunikationskanal für welche Informationen genutzt wird.
Tipp 2
Fassen Sie am Ende von Besprechungen die wichtigsten Entscheidungen noch einmal zusammen.
Tipp 3
Vermeiden Sie doppelte Informationen auf verschiedenen Kanälen.
Tipp 4
Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig, ob Ihre Kommunikation verständlich und übersichtlich ist.
Tipp 4,33
Nicht die Menge der Informationen schafft Klarheit, sondern eine verständliche und verlässliche Kommunikation.
Tipp der Woche
Überprüfen Sie in den nächsten Tagen, wie viele Kommunikationskanäle Sie in Ihrem Unternehmen gleichzeitig nutzen. Weniger kann manchmal deutlich mehr sein.
Kennen Sie das?
Viele Führungskräfte arbeiten täglich am Limit. Sie treffen Entscheidungen, beantworten Rückfragen, kontrollieren Ergebnisse und übernehmen Aufgaben, die eigentlich auch von ihren Mitarbeitenden erledigt werden könnten. Oft geschieht das aus einem guten Grund: Sie möchten unterstützen, Qualität sichern oder Zeit sparen. Langfristig führt dieses Verhalten jedoch häufig dazu, dass Entscheidungen verzögert werden und Mitarbeitende immer abhängiger von ihrer Führungskraft werden.
Ein Praxisbeispiel zeigt, wie schnell sich diese Dynamik entwickeln kann. Ein Abteilungsleiter war für nahezu jede Entscheidung die erste Anlaufstelle. Dadurch sammelten sich immer mehr Aufgaben auf seinem Schreibtisch, während das Team auf Freigaben wartete. Erst als klare Entscheidungsbereiche definiert und Verantwortung bewusst an die Mitarbeitenden übertragen wurde, verbesserte sich die Zusammenarbeit. Die Führungskraft wurde entlastet und das Team arbeitete eigenständiger und motivierter.
Tipp 1
Prüfen Sie regelmäßig, welche Aufgaben wirklich von Ihnen erledigt werden müssen.
Tipp 2
Definieren Sie klare Entscheidungsräume für Ihre Mitarbeitenden.
Tipp 3
Stellen Sie häufiger die Frage: „Wie würden Sie die Situation selbst lösen?“
Tipp 4
Akzeptieren Sie, dass unterschiedliche Lösungswege ebenfalls zum Ziel führen können.
Tipp 4,33
Delegieren bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben. Delegieren bedeutet, Verantwortung gemeinsam zu tragen und Vertrauen zu entwickeln.
Tipp der Woche
Überlegen Sie sich heute eine Aufgabe, die Sie bisher selbst erledigt haben und die Sie in Zukunft bewusst an einen Mitarbeitenden übertragen können. Geben Sie dabei klare Rahmenbedingungen vor und schenken Sie Ihrem Team das Vertrauen, eigene Lösungen zu entwickeln.
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