Muss man wirklich immer vergeben?
Diese Frage kam von euch – und unsere Antwort ist erstmal: nein. Vergebung lässt sich nicht erzwingen. Aber solange wir jemandem grollen, bleibt unsere Aufmerksamkeit bei genau der Person, die uns verletzt hat – und die behält damit Macht über uns. Deshalb ist Vergeben am Ende weniger ein Geschenk an den anderen als an uns selbst.
Wir sprechen darüber, warum sich manche Verletzungen unverzeihlich anfühlen, warum der erste Schritt nicht beim anderen liegt, sondern bei den eigenen Gefühlen, und über die eine Frage, die den Blick auf einen Menschen verändern kann: Was hat diese Person erlebt, dass sie zu der wurde, die sie heute ist?
Und: Vergeben heißt nicht gutheißen – und auch nicht, in Kontakt zu bleiben.
Das hawaiianische Ritual Ho'oponopono, das wir kurz anreißen, bekommt nächste Woche seine eigene Folge.
Wie siehst du das Thema? Oder gibt es andere Themen, zu denen wir eine Folge aufnehmen sollen?
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