Psychische Erkrankungen beginnen nicht erst dort, wo nichts mehr geht.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was die Sommerferien mit uns gemacht haben. Über Krankheitsangst und Depression. Offen, persönlich und ohne den Anspruch, für irgendjemanden eine Therapie zu ersetzen.
Wir sprechen darüber, weil psychische Belastungen kein Geheimnis sein sollten. Und weil man nicht warten sollte, bis die eigenen Kapazitäten vollständig aufgebraucht sind. Bis man nicht mehr aufstehen kann. Bis aus „Ich schaffe das schon“ ein „Ich kann nicht mehr“ geworden ist.
Wenn ihr merkt, dass es euch psychisch nicht gut geht, sprecht darüber. Mit Menschen, denen ihr vertraut. Sagt, dass ihr Unterstützung braucht. Und holt euch professionelle Hilfe, bevor ihr keine Wahl mehr habt.
Ein erster Weg kann über eure Hausärztin oder euren Hausarzt führen. Ihr könnt euch aber auch direkt an eine psychotherapeutische Praxis wenden oder über die 116117 eine psychotherapeutische Sprechstunde vermitteln lassen.
Und wenn ihr gerade jemanden braucht, der zuhört: Die TelefonSeelsorge ist deutschlandweit, anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar.
Hilfe zu brauchen bedeutet nicht, dass man gescheitert ist. Manchmal bedeutet es einfach, früh genug ernst zu nehmen, dass die eigenen Kräfte gerade nicht reichen.