Wie ein selbst gecodetes Spracherkennungs-projekt den Weg ins Parlament fand
KI im öffentlichen Dienst – geht das überhaupt von unten nach oben?
Spracherkennung im österreichischen Parlament – und das Projekt kam nicht von der IT-Abteilung, sondern von den Leuten, die seit Jahren Protokolle schreiben. Bettina und Dario aus der Abteilung Stenographische Protokolle erzählen, wie sie das durchgezogen haben.
Gäste: Bettina & Dario, Parlamentsdirektion Österreich – Abteilung Stenographische Protokolle
00:00 – Teaser: „Es läuft!" – „Ja, aber wie sind die Ergebnisse?"00:39 – Begrüßung & Was macht die Stenografie-Abteilung?05:06 – Der Moment, wo sich was ändern musste07:16 – Bottom-Up im öffentlichen Dienst: Wie geht das?12:26 – Die Fachtagung als Turning Point15:57 – „Goldene Balkone": Was Anbieter verkaufen vs. was man braucht17:49 – Die technische Lösung: Whisper + Pyannote23:04 – Was würdest du heute anders machen?30:50 – Community of Practice im deutschsprachigen Raum34:13 – Datenschutz: Killer-Argument oder lösbares Problem?43:48 – Nicht blenden lassen: Der „Showstopper" sein49:03 – 3 Tipps für Entscheider51:57 – Der Traum: Menschliche Reden, KI als WerkzeugProzesse verstehen vor Technologie. Erst Zeit investieren, den eigenen Workflow wirklich zu verstehen. Dann Datengrundlage prüfen. Dann erst KI draufsetzen.Fachabteilung + IT an einen Tisch. Die IT sagt „Es läuft" – die Fachabteilung fragt „Wie sind die Ergebnisse?" Beide Perspektiven braucht es.Rechtliches von Anfang an mitdenken. AI Act, DSGVO, Vergaberecht – wer das am Ende aufräumen muss, zahlt doppelt.Erwähnte Tools & Ressourcen
Whisper – Open-Source Speech-to-Text (OpenAI)Pyannote – Sprecherwechsel-ErkennungFivesquare / KARLI Voice – DSGVO-konforme Transkription in Österreich„Mein Traum wäre, dass die Parlamentsreden in Zukunft nicht irgendwelche nivellierten, seelenlosen LLM-Artefakte sind – sondern dass sie nach wie vor mit allen Ecken und Kanten freigehalten werden." — Bettina
Parlamentsprotokolle durchsuchenWhisper auf GitHub