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„Schritt eins des Geldverbrennens": So nennt Hans-Werner Streicher die klassische Ist-Analyse. Vier Jahrzehnte Verwaltungsprojekte haben ihn Regeln gelehrt, die jeder Beratung widersprechen und trotzdem, oder gerade deshalb funktionieren.
Hans-Werner Streicher hat über 330 Digitalprojekte verantwortet, vom Finanzministerium bis zum Land Oberösterreich, und misst Erfolg an genau einer Stelle: am Nutzwert bei den Menschen, nicht an der Einhaltung eines Budgets.
In dieser Episode erfährst du:
Warum ein ausgezeichneter Sachbearbeiter oft ein schwieriger Projektmitarbeiter ist, und wen du stattdessen ins Team holst
Weshalb Transformation immer für die nächste Generation gebaut wird, nicht für die erfahrenste
Warum eigene Daten nicht automatisch richtige Daten sind, und was das für jedes KI-Projekt heißt
Wieso seine Projekte ohne klassische Ist-Analyse starten, und wo genau dabei Geld gespart wird
.:: ÜBER DEN GAST ::.
Hans-Werner Streicher hat Informatik, Betriebswirtschaft und Jus studiert, über 15 KI-Projekte in der Landesverwaltung umgesetzt und ist Autor von „Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung" und „Die öffentliche Verwaltung im KI-Zeitalter" (Springer Gabler). Mehr auf digitale-transformation.pub
.:: KAPITEL ::.
00:00 Kostprobe: Schritt eins des Geldverbrennens
00:47 Der Gast: 330 Digitalprojekte, 12 gescheitert
02:55 Digitalisierung ist keine Transformation
07:33 Warum Top-Sachbearbeiter Projekte bremsen
09:14 Warum junge Leute ins Projektteam gehören
13:21 Was ein Projektleiter können muss
17:04 Ohne Kommunikation kein Projekterfolg
23:08 Warum eigene Daten nicht stimmen müssen
33:33 Warum seine Projekte ohne Ist-Analyse starten
39:50 Über 100 Register, trotzdem Handarbeit
.:: WEITERFÜHRENDE LINKS ::.
digitale-transformation.pub
ki-austria.at
.:: KI AUSTRIA ::.
Sie wollen, dass Ihr KI-Projekt nicht an den eigenen Reihen scheitert? Trainings dazu auf ki-austria.at. Diese Folge ist Teil der Public-Sector-Kampagne von Hans-Werner Streicher und Five Square.
In vielen Unternehmen wird KI noch wie ein Tool behandelt: Lizenz kaufen, Schulung machen, fertig. In einer Steuerberatung funktioniert das nicht. Dort können schlechte Daten, falsche Anwendung oder unkontrollierte Ergebnisse schnell teuer werden.
Veronika Seitweger dreht den Blick um: KI wird nicht massentauglich, wenn ein paar Spezialisten sie beherrschen. Sie wird massentauglich, wenn alle genug verstehen, um sie im eigenen Arbeitsalltag kontrolliert einzusetzen.
Veronika Seitweger ist Steuerberaterin, Wirtschaftsprüferin und Partnerin bei TPA Österreich. Sie leitet dort das Kompetenz Center Umsatzsteuer und spricht darüber, warum KI bei knapp 900 Mitarbeiter in Österreich nicht als reines IT-Projekt funktioniert.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum Zeitmangel nicht nur eine Ausrede ist, sondern eine echte Führungsfrage bei der KI-Einführung
- Wie TPA KI in einer fehlerkritischen Branche einordnet: als Helfer, der saubere Daten, klare Ziele und menschliche Kontrolle braucht
- Welche Lektion Seitweger aus KI-Projekten mit schwachem Input-Output-Verhältnis zieht: Vor dem nächsten Tool stehen Rahmen, Budget, Prioritätenliste, Risiken und erwarteter Nutzen
- Warum der erste Schritt nicht technisch ist: Verstehen, wo KI bereits im Alltag steckt, welche Aufgabe sie lösen soll und warum ein schlechtes erstes Ergebnis noch kein Beweis gegen KI ist
Wenn KI in immer mehr Prozesse wandert, reicht Toolwissen nicht mehr. Dann wird Verstehen zur eigentlichen Managementaufgabe.
.:: ÜBER DEN GAST ::.
Veronika Seitweger ist Steuerberaterin, Wirtschaftsprüferin und Partnerin bei TPA Österreich. Sie ist Leiterin des Kompetenz Centers Umsatzsteuer, Vortragende und Fachautorin.
TPA Profil: https://www.tpa-group.at/persons/veronika-seitweger/
.:: KAPITEL ::.
00:00 | Intro: Veronika Seitweger und KI in der Steuerberatung
00:42 | Warum Umsatzsteuer und KI zusammenpassen
01:59 | Neugier als Arbeitsprinzip
03:16 | Veränderung als Geschenk statt Bedrohung
06:24 | Warum KI massentauglich werden muss
08:43 | Zeit, Angst und schlechte erste Ergebnisse
11:24 | KI als Managementaufgabe bei TPA
13:00 | Reverse Charge und der Wert ungelöster Fragen
16:18 | Vorne dabei sein oder nur die Rücklichter sehen
17:55 | Interdisziplinär statt IT-Projekt
18:22 | Schnelllebigkeit und Lernen im Unternehmen
22:25 | Arbeitsmarkt, KI und das Helfer-Prinzip
25:34 | Vom Skeptiker zum Macher
27:41 | Der harte Teil: Menschen mitnehmen
30:15 | Fehlversuche, Startups und teure Lektionen
31:24 | Rahmen, Budget und Prioritäten vor dem KI-Projekt
32:39 | Wofür Veronika Seitweger KI täglich nutzt
34:39 | Saubere Daten, richtige Nutzung und Kontrolle
36:21 | KI als Trigger für bessere Ideen
37:22 | Warum ein Zertifikat nicht reicht
39:03 | Drei Schritte für den Einstieg
42:18 | KI ist kein einzelnes Tool
44:00 | Schlusswort: Einsatz lohnt sich
.:: WEITERFÜHRENDE LINKS ::.
KI Austria: https://www.ki-austria.at
TPA Österreich: https://www.tpa-group.at/
TPA Connect: https://www.tpa-connect.app/de/
Banken gelten als langsam und übervorsichtig bei neuen Technologien. Die Erste Group hat sich gefragt: Was, wenn genau die Stelle, die alle ausbremst – die Governance – selbst zum Beschleuniger wird?
Clemens Dreihann-Holenia ist Group AI Officer der Erste Group. Er erklärt, wie die Bank KI einsetzt, um KI zu prüfen – und warum Compliance-Feedback heute schon im Design einer Lösung passiert statt erst kurz vor dem Go-live.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum die Erste Bank ihren KI-Freigabeprozess umgedreht hat: Governance als Enabler statt als Bremse am Ende
- Wo agentic AI in einer regulierten Bank funktioniert – und wo sie an Security-Standards scheitert
- Warum „KI, die für uns denkt" für Dreihann ein Fehler ist – und Challenge-Prompts der bessere Weg
- Weshalb der dümmste erste KI-Schritt ist, gar nichts zu tun – und warum Change Management der meistunterschätzte Faktor bleibt
.:: ÜBER DEN GAST ::.
Clemens Dreihann-Holenia ist Group AI Officer der Erste Group und verantwortet dort die Daten- und AI-Strategie. Vor seiner Zeit bei der Erste Group arbeitete er bei Accenture und sammelte internationale Erfahrung, unter anderem in Shanghai.
.:: KAPITEL ::.
00:00 | Intro
00:41 | Vom Plasmaphysiker zum Group AI Officer
02:28 | Der AI Navigator: KI prüft KI
04:11 | Warum Compliance ans Ende gehört – und jetzt nach vorn rückt
05:01 | Wo KI wirklich stark ist – und wo nicht
07:08 | KI als Sparringspartner: Challenge-Prompts
08:37 | Neu denken: First Principles & antithetisches Denken
10:07 | Multimodal arbeiten: KI in der Hosentasche
11:10 | Clemens persönliche Tools: ChatGPT, NotebookLM, Gemini
15:02 | Jahr der Agents: Hype oder Realität?
17:37 | Agentic AI in einer regulierten Bank
18:52 | Die Schere: Anfänger vs. mächtige Tools
20:46 | Vom Anfänger zum Agent-User
23:51 | Wer darf Agents bauen? Governance vs. Eigenverantwortung
27:28 | Ausblick: KI als Kollege in 15 Jahren
30:36 | Angst vor KI? Massenüberwachung in den USA
33:17 | Der dümmste erste KI-Schritt – und der smarte
35:48 | Ein Satz zum Schluss
.:: IN DIESER EPISODE ERWÄHNTE RESSOURCEN ::.
Databricks AI Navigator
NotebookLM
Microsoft Copilot Chat
.:: WEITERFÜHRENDE LINKS ::.
ki-austria.at
.:: KI AUSTRIA RICHTIG PROMPTEN ::.
Schluss mit mittelmäßigen KI-Outputs. Das E-Learning „Richtig Prompten" von KI Austria zeigt, wie du KI als Sparringspartner nutzt – statt als Suchmaschine.
Spracherkennung im österreichischen Parlament, und das Projekt kam nicht von der IT-Abteilung, sondern von den Leuten, die seit Jahren Protokolle schreiben.
Bettina und Dario aus der Abteilung Stenographische Protokolle erzählen, wie sie das durchgezogen haben: ohne externe Anbieter, on-premise, DSGVO-konform.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum die Fachabteilung selbst aktiv wurde, bevor ihr jemand ein fertiges System hinstellt
- Was eine selbst organisierte Fachtagung mit dem Projekterfolg zu tun hatte
- Wie man im öffentlichen Dienst rechtliche Hürden parallel statt nacheinander klärt
- Weshalb die meisten Anbieter am Markt nur „goldene Balkone" auf dasselbe Basismodell schrauben
.:: IN DIESER EPISODE ERWÄHNT ::.
Whisper: Open-Source Speech-to-Text (OpenAI)
Pyannote: Sprecherwechsel-Erkennung
Fivesquare / KARLI Voice: DSGVO-konforme Transkription in Österreich
.:: WEITERFÜHRENDE LINKS ::.
ki-austria.at
fivesquare.ai
.:: KI AUSTRIA ::.
Auf ki-austria.at findest du Trainings für Unternehmen, die KI praktisch einsetzen wollen, von den Grundlagen bis zur Umsetzung.
Während alle über Jobverlust durch KI diskutieren, kämpft EVN mit dem gegenteiligen Problem: Es gibt nicht genug Leute für die Arbeit, die anfällt.
Alexandra Wittmann, CFO des niederösterreichischen Energieversorgers, erklärt, warum KI für sie „kooperative Intelligenz" ist, und wie Jung und Alt im Unternehmen davon profitieren.
In dieser Episode erfährst du:
- Warum EVN zuerst intern nach KI-Talenten gesucht hat, bevor sie extern rekrutierten
- Wie die Generationen im Unternehmen voneinander lernen: Erfahrungswissen trifft Hosentaschen-Kompetenz
- Welche Use Cases bei EVN tatsächlich funktionieren: von Dokumentensuche bis Kunden-Routing
- Warum Europa laut Wittmann nicht „zu spät" ist, aber definitiv spät
.:: ÜBER DEN GAST ::.
Alexandra Wittmann ist CFO der EVN AG. Vor ihrer Zeit beim Energieversorger sammelte sie internationale Erfahrung in den Bereichen Stahlverarbeitung und Bauwesen, von New York bis Asien.
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.:: KI AUSTRIA ::.
KI Austria bietet Trainings für Unternehmen, vom Einstieg bis Fortgeschritten. Mehr dazu auf ki-austria.at.
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KI implementieren. Alle reden darüber. Aber was passiert wirklich, wenn Unternehmen es durchziehen? In diesem Podcast sprechen Lukas und Florian Wurm mit Entscheidern aus Banken, Energieversorgern…