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Die Kunst von Carlos Motta führt in die Tiefenschichten der Conditio Humana, erweitert den Blick auf die Vielfalt des Lebens und geht weiter bis in die rätselhaften Sphären der Inter-Spezies.
Politik der Sichtbarkeit
Carlos Motta (*1978, Kolumbien) ist ein multidisziplinärer Künstler, der in seinen Arbeiten soziale Strukturen und politische Kämpfe sexueller, geschlechtlicher und ethnischer Minderheiten untersucht. Durch Akte der Selbstrepräsentation hinterfragt er normative Diskurse und eröffnet Einblicke in bislang wenig beachtete Lebensrealitäten. Mit einem zugleich historischen und künstlerischen Blick erforscht Motta die Erfahrungen postkolonialer Subjekte und Gesellschaften. Sein Werk umfasst Video, Installationen, Skulptur, Zeichnung, webbasierte Projekte, Performance und Symposien.
Zeit sammeln, Praxis teilen
Pleas of Resistance markiert die erste große europäische Museumsausstellung, die Motta in seiner künstlerischen Entwicklung umfassend erlebbar macht. Sie vereint mehr als fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Praxis und bringt frühe fotografische Selbstporträts mit jüngeren Videoperformances und Installationen in vier miteinander verflochtenen Kapiteln zusammen. Diese widmen sich vorspanischer Homoerotik, der Politik der Fürsorge als Raum queerer Befreiung, Akten der Selbstbestimmung jenseits des Menschlichen sowie dem Erzählen verschwiegener Geschichten als Praxis des Teilens, des gegenseitigen Nährens und des Widerstands.
Geschichte & Gegen-Geschichte
Mottas gesamtes Werk ist getragen von einem entschiedenen Engagement für Minderheitengemeinschaften dissidenter Identitäten und deren Kampf gegen Auslöschung und epistemische Gewalt. Häufig in künstlerischen Kooperationen agierend, entfaltet er das transformative Potenzial von Fiktion und performativen Umschreibungen der Geschichte und unterwandert dabei konsequent offizielle Narrative – in einer Praxis, die stets blasphemisch, körperlich und politisch zugleich ist.
Kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Dr. Susanne Watzenböck.
Die Ausstellung Pleas Of Resistance von Carlos Motta ist noch bis 13. September im O.K Linz zu sehen.
Eine Ausstellung des MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona, realisiert in Zusammenarbeit mit dem O.K Linz.
Carlos Motta Website – Video Mourning Stage
Fotocredit: ausstellungs-dokumentation.com
Visage“In The Year 2025″(LP/“The Singles“/Orig. 1978)
Solar“Alone“(EP/“Cutting Your Head Off“/Forte)
Ist Wien eine seniorengerechte Stadt? Welche Angebote gibt es für uns SeniorInnen auf der Homepage „sozialinfo.wien.at“? Förderkürzungen im Kulturbereich und im Sozialbereich sind angekündigt und die Zivilgesellschaft ist alarmiert.
Los Angeles, 1959: Der alte Filmproduzent Curtis Melnitz kann nicht schlafen. Albträume verfolgen ihn, Schlaftabletten bekommt er nur unter einer Bedingung: Er muss regelmäßig zu einem Psychoanalytiker gehen. Dort beginnt er zu erzählen, von Hollywood, Berlin, der frühen Filmindustrie, von Flucht, Erinnerung und den Bildern, die ihn nicht loslassen. Jede Sitzung wird zu einem Kapitel seines Lebens.
Valerie Springer: „Filmisch, erzählfreudig, erinnerungssatt.“
In Ungarn wurde Viktor Orbán nach fast zwei Jahrzehnten Macht abgewählt, in den den USA baut Trump gerade die Demokratie ab.
Die beiden Personen werden englisch sprechen, aber vorher wird Teresa Hatzl von Amnesty Österreich auf Deutsch eine kurze Einführung geben.
Diese Sendung läuft ein bisschen anders als sonst, da ich die Reden nicht kürzen wollte. Also keine Musik, keine Unterbrechungen. Aber ganz zum Schluss Gedichte ausgesucht und vorgetragen von Susanna Aistleitner
Christian Ludwig Attersee gibt Einblicke in seine bildwerfende Attersee-Sprache, seine Liebe zur Malerei, die Höhen und Tiefen des Kunstbetriebs und erklärt, warum die künstliche Intelligenz außerstande ist, inspirierende Neuschöpfungen in der Kunst zu produzieren.
„Mit einem Stück Blei und einem Stück Papier kann man täglich die Welt verändern“ – Christian Ludwig Attersee
Attersees Bilder erkennt man auf den ersten Blick, sein Stil entzieht sich jeglicher kunsthistorischer Einordnung, denn er hat sich seinen eigenen unverwechselbaren Stil erschaffen. Der 86jährige Künstler und ehemalige Segelsportler – daher der Name ATTERSEE – hält sich mit Pilates, dem Tragen von Bildern und seinen Reisen körperlich fit; die mentale Fitness ist wohl seinem wachen Geist geschuldet, der tagtäglich in einen Dialog mit seinen Bildern, der Sprache und Musik tritt und nicht stillsteht. Welcher arrivierte Künstler probiert schon aus Neugier KI-Systeme aus, um danach über künstlerische Anwendungen der Künstlichen Intelligenz philosophieren zu können? Attersee ist – wie man es heute ausdrücken würde – ein Mehrfachtalent, also ein Multikünstler, der sowohl in der Musik, Sprach- und Bildenden Kunst gleichermaßen beheimatet ist. Die Titel seiner Gemälde sind in der typischen Attersee-Sprache verfasst und lauten u.a. ‚Servierte Tropfen‘, ‚Fischverliebt‘, ‚Herzhändler‘, ‚Halbmondliebe‘, ‚Dominolauf‘, ‚Gondelheimat‘ und ‚Das Würfelrätsel‘. Für ihn ist es wichtig zu betonen, dass er angewandte Kunst schafft, die also im täglichen Leben der Menschen eine Rolle spielt und die nicht fürs Museum gemacht ist, sondern vielmehr zum Alltag gehört; Attersees Werke sollen in Wohnräumen zur täglichen Auseinandersetzung mit Kunst anregen. Weitere Anwendungen seiner Kunst sind die Gestaltung von Bühnenbildern oder Designs von Weinetiketten und Briefmarken.
Die Ausstellung ‚Servierte Tropfen – Bilddichtungen aus letzter Zeit’ zeigt über 40 neuere Werke, darunter etliche aus diesem Jahr 2026 und ist bis Ende September im Alten Pfarrhof Saak/Nötsch, Galerie Walker, zu sehen.
Interview, Begleittext und Gestaltung des Beitrags: Dagmar Travner
Im Rahmen einer Lehrveranstaltung am TFM – Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien unter der Leitung von Adam Czirak wurden Studentinnen eingeladen, Veranstaltungen des diesjährigen imagetanz 2026 zu besuchen und Radiobeiträge über ausgewählte Performances zu gestalten. Diese Sendung versammelt drei Beiträge, die sich jeweils einer Performance widmen.
Der erste Beitrag widmet sich der Arbeit B-MOVIES von Carolina Cappelli, gezeigt im studio brut. Ausgangspunkt ist ein Filmprojekt in Entwicklung, das sich mit weiblichen Nebenfiguren im Kino auseinandersetzt. Anhand ausgewählter Szenen reflektiert die Künstlerin deren Sichtbarkeit, Funktion und Wahrnehmung sowie ihre Rolle innerhalb filmischer Narrative. Der Beitrag wurde von Sarah Agethen, Corinna Spitaler, Ida Walder und Julian Zeggl gestaltet.
Der zweite Beitrag widmet sich der Performance unseen von Viktor Szeri. Die Arbeit entwirft eine immersive Zwischenwelt, in der Bewegung, Wahrnehmung und Präsenz ineinander übergehen. Performer*innen bewegen sich in wechselnden Rhythmen und mit reduzierten, präzisen Gesten, wodurch sich feste Formen auflösen und neue Möglichkeitsräume öffnen. Der Beitrag wurde von Alica Neuheimer, Sophia Scheit und Richard Senger gestaltet.
Der dritte Beitrag widmet sich der Performance rascal von gergő d. farkas, gezeigt im brut nordwest. Die Arbeit entfaltet ein Tanzsolo als somatische Fantasie, in der sich Körper in einem Zustand ständiger Transformation befinden. Zwischen Innen- und Außenwelten, Gegenwart und Erinnerung entstehen fluide, sich wandelnde Landschaften, in denen Wahrnehmung und Körperlichkeit neu verhandelt werden. Der Beitrag wurde von Sophia Braun, Alina Trionow und Noah White gestaltet.
Fever, Petra Magoni, Ferruccio Spinetti, Amy Winehouse, Me and Mrs. Jones, Love is a losing game, Susan Wong, Billie Jean, Nina Vidal, Time after time, Cheryl Bentyne, Don’t Know why, Another night in Tunisia, Bobby McFerrin, Emi Fujita, Wishes, Stan Getz, Charly Byrd, Desafinado, The Girl from Ipanema, Astrud Gilberto,
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