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Diese Ausgabe des UniKonkretMagazin bietet euch wiederinmal Berichterstattung über spannende und aktuelle Themen. Wir hören eine Beitrag von Sigrid Moser, die euch über die Arbeit des Innsbrucker Behindertenbeirates informiert. Sie war beim Tag der Inklusion vor Ort und hat für euch einige Stimmen eingefangen.
Danach hört ihr eine wissenschaftliche Perspektive aufs Zu-Fuß-Gehen. Eine kulturwissenschaftliche Perspektive auf das Zu-Fuß-Gehen nimmt Konrad Kuhn vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie ein. Das mag zunächst etwas ungewöhnlich klingen, ist es aber ganz und gar nicht, wie der Ethnologe ausführlich erzählt: Der Blick auf alltägliche Praktiken kann neue Perspektiven auf gesellschaftliche Strukturen eröffnen. Kuhn war zu Gast im Podcast der Uni Innsbruck, Zeit für Wissenschaft. Wir hören nun einen Ausschnitt aus dem ausführlichen Gespräch mit Melanie Bartos.
Außerdem begrüßen wir einige Mitglieder des Street Noise Orchestra live im Studio. Sie berichten uns von der diesjährigen Ausgabe des Strafiato Festivals, das Anfang Mai die Innsbrucker Innenstadt aufmischte.
Durch die Sendung führt euch Elisa Fabich.
Am 04. Mai 2026 eröffnete die Kunstbrücke im neu gebauten RAIQA der Raiffeisen Landesbank Tirol in Innsbruck. Nach sechs Jahren Pause – bedingt durch den Neubau des Gebäudes – hat die Kunstbrücke nicht nur einen neuen Raum bekommen, sondern einen, der selbst ein Kunstwerk ist: Die Wiener Künstlerin Dorit Margreiter Choy hat den Ausstellungsraum von Grund auf als künstlerische Arbeit konzipiert – ein flexibles System aus Metallstelen, mobilen Tafeln und Vorhängen, das sich mit jeder Ausstellung neu erfinden kann.
Als erste Ausstellung zeigt die Kunstbrücke Prototyp – Arbeiten von Dorit Margreiter Choy, die sich allesamt mit dem Thema Raum auseinandersetzen: vom Silberbergwerk in Schwaz über ein Spiegelkabinett im Wiener Prater bis zu einem isländischen Gletscher. Darüber hinaus haben die Künstlerin Anna-Maria Bogner und der Künstler Christoph Hinterhuber zwei Beratungsräume im Gebäude gestaltet, und Julia Bornefeld bespielt die Außenfassade mit einer Lichtinstallation aus 2000 Aluminiumröhren.
Weitere Infos finden Sie unter https://kunstbruecke.at/.
Redaktion: Elisa Fabich
Claudio di Monaco, Stahlbetonbauer und Restaurator, diskutiert seinen beruflichen Wechsel von modernem Betonbau zu historischen Fachwerkhäusern. Er beschreibt erste Erfahrungen mit Altbauten, die Leidenschaft für Lernen und den Umgang mit Materialien wie Holz, Stahl und Lehm. Der Austausch beleuchtet Vorteile universalistischer Handwerksansätze, Eigenleistungen von Bauherren und den Kontrast zu Spezialisierungen. Themen umfassen Baukultur, Normen, Fachkräftemangel und Wissensaustausch über Social Media.
Claudio di Monaco auf Instagram.
Ob svetovnem dnevu čebel, 20. maja, se pogovarjamo z Marinko Mader-Tschertou, predsednico Kmečke izobraževalne skupnosti in strastno čebelarko, ki že deset let skrbi za čebele. O pomenu čebel, izzivih sodobnega čebelarstva in ljubezni do narave, iskreno in domače.
Zum Weltbienentag am 20. Mai sprechen wir mit Marinka Mader-Tschertou, Obfrau der Bäuerlichen Bildungsgemeinschaft und leidenschaftlichen Imkerin. Seit zehn Jahren widmet sie sich der Bienenzucht. Ein Gespräch über die Bedeutung der Bienen, die Herausforderungen der Imkerei und die Liebe zur Natur.
Oblikovanje I Gestaltung: Asja Boja
Foto: Marinka Mader-Tschertou
Im Gespräch mit Yasmin von Heyyoli über achtsame Lust, Körperverbindung und bewussten Genuss – auch in den kleinen Momenten des Alltags.
In dieser Folge sprechen Magdalena und Judith von den Pelviqueens mit Yasmin von Heyyoli über Sinnlichkeit, Achtsamkeit und die Kunst, wieder wirklich im eigenen Körper anzukommen.
Yasmin erzählt, wie Heyyoli Frauen dabei unterstützt, Pleasure neu zu entdecken – frei von Leistungsdruck, mit mehr Bewusstsein, Leichtigkeit und Spaß am Fühlen. Gemeinsam tauchen sie ein in Themen wie Selbstwahrnehmung, Lust, Körperverbindung und die kleinen Momente, die uns näher zu uns selbst bringen.
Als besonderes Highlight führt Yasmin durch eine Übung zur Selbsterfahrung, die dich direkt ins Spüren bringt – achtsam, sinnlich und ganz bei dir.
Eine Folge voller Inspiration, Offenheit und einem liebevollen Reminder: Sinnlichkeit darf leicht sein.
PelviTalk auf Social Media und im Web:
Hast du Fragen, Themenvorschläge oder bist du selbst Expert:in im Thema Beckenboden?
PelviTalk erscheint im Freien Radio Freistadt regelmäßig am 2. und 4. Mo im Monat um 15:00 (WH Di 9:00)
Interpret: Octa Octa
Interpret: Curio – Curio
Interpret: Los Pulpitos
Interpret: Los Pulpitos
Interpret: Tom Misch & Kaidi Akinnibi
Interpret: Tom Misch
Interpret: Sanaya Ardeshir
Interpret: Sanaya Ardeshir
Interpret: Luisa Briguglio
Interpret: Luisa Briguglio
Interpret: Sofia Kourtesis
Interpret: Nick León
Interpret: Sofia Kourtesis
Interpret: Niccolò Fabi
Interpret: Niccolò Fabi
Interpret: Olof Dreijer
Interpret: Ana Roxanne
In der Auftaktfolge diskutieren die Hosts Simon Moser (Forum Medienbildung) und Michael Diesenreither (Radio FRO) mit dem Publikum vor Ort und mit Johannes Knierzinger (Forum Medienbildung, Medienexperte, Lehrer für Digitale Grundbildung) bei der Workshopraum-Eröffnung von Radio FRO über Medienkompetenz-Vermittlung, Nutzung von Sozialen Netzwerken und KI bei Kindern und Jugendlichen und über Medienbildung in der Schule.
Das Publikum konnte vor Ort über ein Onlinetool mitdiskutieren.
Eine Sendereihe gestaltet von Studierenden der Uni Wien in Lehrveranstaltungen mit Katharina Gartner
Vom Hier zum Dort. Glokale Verzweigungen des Wanderns
Auf einer gemeinsamen Wanderung am Heuberg in Wien werden atmosphärische Einblicke in die vielfältige Welt des Wanderns gegeben: als gesellschaftliche und kulturelle Praxis mit einer langen Geschichte, die lokal verortet und gleichzeitig global verflochten ist (deshalb im Titel: „glokale“ Verzweigungen).
Die Reihe Kulturforschung für die Ohren ist kulturwissenschaftlich-interdisziplinär orientiert und entstand zwischen 2024 und 2026 an verschiedenen Instituten der Universität Wien. Die Beiträge möchten die Möglichkeiten von auralen Formaten für die Kommunikation von Wissen „Science to Public“ erproben. Begleitend gibt es daher auch ein ausführliches Quellenverzeichnis.
Credits:
Mit freundlicher technischer Unterstützung durch das Vienna Visual Anthropology Lab: https://vval.univie.ac.at/
Jingle 1: Katharina Gartner, Afronauts of Planet A (Daniel Tettey Black, Nii Adottey Brown, Nii Noi Nortey, Katharina Gartner)
Referenzen:
Gespräch mit Rudi Gabriel über die von ihm verfaßten Broschüre „Sozialversicherung – das geht uns alle an!“. Näheres dazu siehe unten.
Es ist dies die erste Ausgabe der Schallmooser Gespräche in neuer Form. Nach dem Tod von Rosi, die diese Sendereihe 17 Jahre lang gemeinsam mit Če gestaltet hat, soll daraus nun etwas Neues werden. Če wünscht sich daher immer wieder neue Gesprächspartner, um mit diesen eine Stunde über ein bestimmtes Thema zu plaudern, ernsthaft und möglichst unterhaltsam, wie das ja auch die Idee hinter dieser Sendereihe ist. Diese Gespräche könnten im Heimstudio in Wien-Hernals stattfinden aber auch online, den Themen sind kaum Grenzen gesetzt, sie sollten halt nur im weitesten Sinne politisch oder gesellschaftlich relevant sein. Wer Interesse an so einem Gespräch hat, melde sich doch bei tscheh[AT]gmx.at.
Zur vorliegenden Broschüre schreibt der Zentralverband der PensionistInnen Österreichs ZVPÖ auf seiner Homepage Folgendes:
Kollege Rudi Gabriel und Kollegin Ulli Fuchs berichteten über die Diskussions- und Vortragsreihe „Sozialversicherung – das geht uns alle an“ aus den Jahren 2024 und 2025, die im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Gesundheitspolitik“ stattfand und präsentierten ihre Broschüre, in der die Ergebnisse dieser Reihe zusammengefasst sind.
Rudi Gabriels intensiven Recherchen und fundierten Analysen, beginnend bei den allerersten Anfängen einer Krankenversicherung für Arbeiter bis hin zur heutigen Form des ASVG (das Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung umfasst) haben wir es zu verdanken, dass nun diese Broschüre mit einer Fülle von wichtigen Informationen zur Sozialversicherung vorliegt und dieses gebündelte Wissen uns allen zur Verfügung steht. Die Broschüre ist beim Labor Alltagskultur erhältlich.
Rudi und Ulli versuchten, ÖGB und AK als zentrale Ansprechpartner:innen in ihrer Funktion als Interessensvertretungen der Arbeitnehmer:innen in ihr Projekt einzubeziehen, was sich aber sehr schwierig gestaltete, eine finanzielle Beteiligung gab es von beiden leider nicht.
Die Podiumsdiskussionen in den Jahren 2024 und 2025, die jeweils verschiedene Bereiche des Sozialversicherungssystems zum Inhalt hatten (Selbstverwaltung, Finanzierung, Pflege, chronische Erkrankungen, Berufsunfähigkeit, etc.) waren dennoch durchwegs mit hochrangigen Vertreter:innen von AK, ÖGB und ÖGK besetzt und waren sehr informativ. Man konnte bei jeder einzelnen Veranstaltung viel lernen, Fragen stellen und sich an den Diskussionen beteiligen.
Die Selbstverwaltung der Krankenkassen, getragen vom Solidarprinzip, ist eine immens wichtige Errungenschaft der Arbeiter:innenbewegung, ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1887 zurück. Sie war von teilweisen Erfolgen, Rückschlägen und zwischenzeitlich gänzlicher Abschaffung begleitet.
Seit 1927 war die Selbstverwaltung der Sozialversicherung im Verhältnis 4:1 zugunsten der Arbeitnehmer:innen, die den Großteil der Finanzierung tragen, geregelt.
Unterbrochen durch die NS-Diktatur, in der die Gesetze des Deutschen Reiches zur Anwendung kamen, wurde 1947 durch das SV-Überleitungsgesetz die Selbstverwaltung wieder eingeführt.
Nach Jahrzehnten dieser bewährten und gerechten Form der Selbstverwaltung wurde diese 2018 durch die SV-Reform der ÖVP-FPÖ Regierung de facto abgeschafft. Die neu eingeführte Parität von 50:50 zwischen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen bedeutet eine Entmachtung der Arbeitnehmer:innen, sie haben keine Entscheidungsmehrheit mehr.
Gleichzeitig erfolgte auch die Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen zur ÖGK, die ein großes Defizit bescherte. Die Kassen sind mit den Lohnsummenbeiträgen unterfinanziert, es fließt immer mehr privates Geld hinein, einerseits durch Selbstbehalte. Aber auch durch die stark steigende Konsultation von Wahl- und Privatärzt:innen werden die Arbeiter:innen zusätzlich belastet. So werden hohe Summen neben den bereits abgelieferten Beiträgen direkt an die Wahlärzt:innen fällig.
Die Mitbestimmung der einzelnen Versicherten erfolgt über das Prinzip der abgeleiteten Demokratie durch die Teilnahme an den AK-Wahlen. Die Mandatsergebnisse der wahlwerbenden Listen dienen als Grundlage für die Entsendung von Vertreter:innen in die Verwaltungsgremien. Doch hier zeigen sich demokratische Defizite: Pensionist:innen, das sind 20% aller Versicherten, sind aus der Mitbestimmung völlig ausgeschlossen, da sie keine AK-Mitglieder und deshalb auch nicht wahlberechtigt sind.
Diese Veranstaltungsreihe führte leider auch zu der Erkenntnis, dass das Thema Sozialversicherung erstaunlicherweise kaum jemanden zu interessieren scheint und dementsprechend gering das Wissen darüber bei einem Großteil der Menschen ist. Dabei geht es doch – wie der Titel der Veranstaltungsreihe schon sagt – UNS ALLE an.
Egal ob jung oder alt, Schüler:innen, Berufstätige, Arbeitslose, Pensionist:innen – im Fall einer Erkrankung, eines Unfalls, Arbeitslosigkeit, Invalidität, Notwendigkeit einer Kur, Pensionsanspruch – ist immer die Sozialversicherung für uns zuständig, deshalb zahlen wir auch monatlich unsere Beiträge in diese Versicherung ein.
Man sollte daher annehmen, dass es jeder und jedem Versicherten wichtig sei, dass diese Beiträge gut verwaltet werden und dass sie selbst mitbestimmen können.
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