Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

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Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung episodes

  • Autorin Sara Weber: Über Arbeit und das gute Leben reden
    Was können wir als Einzelne zum Klimaschutz beitragen? Die meisten Antworten auf diese Frage kennen wir: Etwa politisches Engagement, weniger fliegen oder den Fleischkonsum reduzieren. Sara Weber hat noch einen anderen Tipp: weniger arbeiten. Im Pod der guten Hoffnung erklärt sie, wie ein nachdenken über Arbeit neue Wege im Klimaschutz eröffnet.
    Die Autorin und ehemalige LinkedIn-Redaktionsleiterin Sara Weber hat ambivalente Gefühle beim Thema Arbeit: Auf der einen Seite ist sie positiv besetzt – Arbeit gibt uns Identität und Struktur, sie bedeutet Teilhabe an der Gesellschaft, für manche sogar Selbstverwirklichung. Vor allem aber verdienen wir mit Arbeit unseren Lebensunterhalt. Auf der anderen Seite, sagt Sara Weber, bedeutet Arbeit für viele Menschen auch Frustration, Stress bis zum Burnout und das Gefühl, den Anforderungen im Job nicht gewachsen zu sein. Arbeit kann krank machen. All das ist bekannt. Wenig wird allerdings über den Zusammenhang von Arbeit und Klimakrise nachgedacht: Studien zeigen, dass Menschen, die weniger arbeiteten, klimafreundlicher leben als ihre Kolleg\*innen in Vollzeitjobs. Die renommierte US-Ökonomin Juliet Schor vertritt sogar die Ansicht, dass es Industrieländern nur gelingen wird, die CO2-Emissionen zu senken, wenn die Menschen dort weniger arbeiten.
    Sara Weber spricht mit Jonas Witsch über Arbeit, Zeit und Engagement in der Klimakrise, und erklärt, warum die Frage »Wie wollen wir arbeiten?« die alles entscheidende Frage unserer Zeit ist
    Sara Weber ist Journalistin und Sachbuchautorin. Nach ihrer Zeit als freie Autorin für u. a. Zeit und Süddeutsche Zeitung arbeitete sie fünf Jahre bei LinkedIn. Sie schreibt die Spiegel-Kolumne »ÜberArbeiten«. Ihr Buch »Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?« wurde Spiegel-Bestseller. Im August 2024 erschien ihr zweites Buch »Das kann doch jemand anderes machen!« bei Kiepenheuer und Witsch.
    Links:
    [Website Sara Weber](https://www.sara-weber.com/)
    [Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung](https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung)
    [Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos)](https://www.treibhauspost.de)
    [Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier](https://www.boell.de/de/podcasts)
    Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter [email protected]
     
    Foto: Maya Claussen, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    38 min
  • Wir erinnern… an Krieg. Mit Emina Haye & Kateryna Mishchenko.
    Jugoslawien, Afghanistan, Syrien, die Ukraine … – Krieg und Flucht aus Konfliktgebieten sind Erfahrungen, die viele Menschen in Deutschland verbinden. Wie werden diese Geschichten Teil der kollektiven Erinnerung unserer pluralen Gesellschaft?
    In der achten Folge von "Wir erinnern..." geht es um Akteur*innen und Initiativen, die sich für das Erinnern an den Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 und an die aktuelle russische Invasion in der Ukraine in Deutschland einsetzen. Das Projekt „Bosnien in Berlin“ gibt Autor*innen der bosnischen Community eine Stimme, um ihre Kriegserfahrungen aufzuarbeiten und in den deutschen öffentlichen Diskurs einzubringen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird von zahlreichen Aktivist*innen und Initiativen in Deutschland im Bewusstsein gehalten. Unter ihnen ist auch die Arbeitsgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für politische Bildung, die den Dialog zwischen den Perspektiven des östlichen Europas fördert.
    Wir sprechen über die Besonderheiten der Erinnerungsarbeit in der Diaspora und darüber, wie sich die Erinnerungsarbeit in Deutschland und das kollektive Gedächtnis in Bosnien und der Ukraine gegenseitig beeinflussen. Außerdem fragen wir, ob und wie diese unterschiedlichen Kriegserinnerungen miteinander in Verbindung stehen und welche Rolle die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg dabei spielt.
    Unsere Gäst*innen:
    - Emina Haye, Hochschuldozentin, Übersetzerin, Lektorin und Initiatorin des Projektes „Bosnien in Berlin“.
    - Kateryna Mishchenko, Verlegerin, Übersetzerin, Essayistin und Fachreferentin bei der Bundeszentrale für Politische Bildung für die Ukraine.
    Die Hosts:
    - Clara Frysztacka, Historikerin und Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Mandy Schielke, Journalistin und Podcasterin
    Die Reihe „Wir erinnern…“:
    Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit insgesamt 20 Gäst*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
    Alle Folgen von „Wir erinnern…“ : https://www.boell.de/de/podcasts/wir-erinnern
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    Kapitelmarker:
    (3.31) Persönlicher Zugang und Mitbringsel von Emina Haye
    (13:09) Persönlicher Zugang und Mitbringsel von Kateryna Mishchenko
    (24:11) Erinnern an den Bosnienkrieg in Deutschland und das Projekt Bosnien
    in Berlin
    (36:03) Erinnern an den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in Deutschland
    (44:14) Erinnerungen an Krieg in Dialog und Verflechtungen
    (59:22) Visionen
    Links:
    [Projekt Bosnien in Berlin](https://bosnieninberlin.de/)
    [BpB - Arbeitsgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Jahrestagung 2024 „Dimensionen der (p)ostmigrantischen Gesellschaft“](https://www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/548006/dimensionen-der-p-ostmigrantischen-gesellschaft/)
    [BpB – Projekt Mapping Memories](https://www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/556412/mapping-memories-of-good-will/)
    [Podiumdiskussion Bosnien 1992 – Ukraine 2022: Zivilgesellschaftliche Reaktionen auf den Krieg](https://www.sogde.org/de/events/bosnien-1992-ukraine-2022/)
    [Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung](https://www.boell.de/de/referat/zeitgeschichte)
    [Schwerpunkt “Erinnern heute: Erinnerund im Wandel” der Heinrich.Böll-Stiftung](https://www.boell.de/de/erinnerung-im-wandel)
    Bildcredits: CC-BY-SA Isabel Peterhans
    1 hr 4 min
  • Blogger Thomas Laschyk: Werbung für die Wahrheit
    Die extreme Rechte leugnet den Klimawandel und verbreitet gezielt Falschinformationen. Im Pod der guten Hoffnung erklärt Thomas Laschyk, Blogger und Aktivist gegen Desinformation, woraus Fake News ihre Anziehungskraft schöpfen und wie man Werbung für die Wahrheit macht.
    Fake News sind oft aufmerksamkeitserregende Geschichten, die gut erzählt und gut vermarktet werden, sagt Thomas Laschyk, darum sind sie so erfolgreich. Faktenchecks allein richten wenig dagegen aus. Und genau hier setzt Laschyks Anti-Fake News-Blog Volksverpetzer an: Er widerlegt Fake News und Falschbehauptung nicht allein mit Faktenchecks, sondern mit guten Geschichten und er verbindet sorgsam recherchierte Fakten und Quellen mit authentischen Emotionen.
    Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Thomas, welche Fehler die politischen Parteien im Umgang mit Fake News und der radikalen Rechten machen, und gibt Tipps, was jeder und jede von uns gegen Desinformation tun kann.
    Thomas Laschyk ist Journalist, Podcaster, Autor und Chefredakteur des Anti-Fake News Blogs Volksverpetzer. Sein Buch Werbung für die Wahrheit erschien im Februar 2024 und wurde Spiegel-Bestseller.
    **Links:**
    [Volksverpetzer](https://www.volksverpetzer.de/)
    [Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung](https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung)
    [Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos)](https://www.treibhauspost.de)
    [Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier](https://www.boell.de/de/podcasts)
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    Foto: Ylva Bintakies, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    37 min
  • Musk und Trump: Männer, die die Welt verbrennen
    Elon Musk ist eine Ausnahmeerscheinung, sowohl unter den Ultrareichen der USA, aber auch in der Umgebung der Trump-Präsidentschaft. Vor Trumps Wahlantritt soll er bereits die Auswahl von Spitzenpersonal der Trump-Administration beeinflusst haben.
    Das Duo Musk und Trump scheint voller Widersprüche. Trump auf der einen Seite ist ein Mann, der den Klimawandel leugnet und der fossilen Lobby alle Türen öffnet, ganz nach dem Motto von Christians Stöckers Buch: Männer die die Welt verbrennen. Musk dahingegen ist der Unternehmer, der mit Tesla eine historische Rolle im Durchbruch zur E-Mobilität weltweit gespielt hat. Trump steht für eine nationalistische MAGA-Bewegung, für die China das Feindbild Nummer eins und die Europa verachtet, während Musk starke unternehmerische Interessen in beiden Regionen hat.
    Gemeinsam mit dem Wirtschaftshistoriker und Professor Adam Tooze wollen wir diese Widersprüche in den drei Dimensionen globaler Wirtschaft, Geopolitik und weltweite Energiewende explorieren. Um was für ein Männerbündnis handelt es sich bei Trump und Musk? Wie verbindet sich dadurch Staatsmacht und wirtschaftliche Macht in den USA? Welche Folgen drohen für den Globalen Süden und Europa?
    Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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    https://bsky.app/profile/globalisationboell.bsky.social
    https://x.com/boell_intpol
    Weiterführende Links:
    [Männer, die die Welt verbrennen von Christian Stöcker] (https://www.ullstein.de/werke/maenner-die-die-welt-verbrennen/hardcover/9783550202827?utm_source=google&utm_medium=pmax&utm_campaign=430_H%C3%B6ller_Das-Leben-ist-ungerecht-Vorbesteller_PMax_250121_LG&campaign_id=22149591044&utm_term=&utm_content=&placement=&network=x&keyword=&matchtype=&device=c&extension_id=&gad_source=1&gclid=CjwKCAiAh6y9BhBREiwApBLHCxJMZ-I_Uq2jmD3GUqts6hmJmm0MZqgOiJsQFriXWdhndAjwJ3UpzRoC4YYQAvD_BwE)
    [USAID im Visier von Trump und Musk](https://www.spiegel.de/ausland/usaid-jetzt-nehmen-donald-trump-und-elon-musk-die-us-entwicklungshilfe-ins-visier-a-e6cd0da9-943c-454b-bfd8-57aaf73c0e1b)
    [The Ezra Klein Show: Kara Swisher on the Radicalization of Elon Musk](https://www.youtube.com/watch?v=2xXLycFv5Gc)
    [Ones and Tooze: Tariff Man 2.0] (https://foreignpolicy.com/podcasts/ones-and-tooze/tariff-man-2-0/)
    [Ones and Tooze: The Worldview of Elon Musk](https://foreignpolicy.com/podcasts/ones-and-tooze/the-worldview-of-elon-musk/)
    [Soll die EU mit Gegenzöllen auf Trump antworten?](https://www.surplusmagazin.de/usa-eu-zolle-gegenzolle-handel/)
    [Trump vs. Europa: Welche Rolle der Digital Services Act spielt](https://www.boell.de/de/2025/02/05/trump-vs-europa-welche-rolle-der-digital-services-act-spielt)
    [Alle Folgen & Shownotes von Märkte, Mächte, Emissionen](https://www.boell.de/de/podcasts/maerkte-maechte-emissionen-adam-tooze)
    [Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier.](https://www.boell.de/de/podcasts)
    Graphik: IMAGO/Kyodo News, alle Rechte vorbehalten; World Economic Forum/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: Heinrich-Böll-Stiftung
    51 min
  • Wir erinnern… an emanzipatorische Kämpfe. Mit Natalie Bayer & Lara Ledwa.
    Antirassistische, feministische, lesbische und queere Bewegungen haben die deutsche Demokratie mitgeprägt und weiterentwickelt. Was passiert, wenn wir den Fokus der Erinnerung von Verbrechen und Gewalt hin zur Selbstermächtigung marginalisierter Gruppen verschieben?
    Darüber sprechen wir in der siebten Folge von »Wir erinnern«. Anhand des »Spinnboden Archivs für Lesbengeschichte« und des Projekts »VerSammeln antirassistischer Kämpfe« zeigen wir, wie Sammeln und Archivieren eine zentrale Rolle spielen, um die Erinnerung an politische und soziale Kämpfe zu gestalten.
    Das »Spinnboden Archiv« wurde in den 1970er Jahren aus der Frauen- und Lesbenbewegung heraus initiiert und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Das Projekt »VerSammeln« spannt einen Bogen über 80 Jahre Aktivismus. Es dokumentiert die Kämpfe gegen rassistische Diskriminierung in Deutschland seit der Gründung der Bundesrepublik. Beide Orte verstehen sich nicht nur als Archive, sondern auch als Orte der Begegnung und des Austauschs.
    In der Diskussion wird deutlich, dass diese Kämpfe ein wesentlicher Teil unserer Demokratiegeschichte sind und oft unsichtbar gemacht werden. Kann kollektives Erinnern zu einer Praxis der Hoffnung und des Empowerments für die Zukunft werden?
    Unsere Gäst*innen:
    - Natalie Bayer, Leiterin des Museums Friedrichshain-Kreuzberg und Mitinitiatorin des Projektes »VerSammeln«
    - Lara Ledwa, Verantwortliche für Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit beim Spinnbodenarchiv
    Die Hosts:
    - Clara Frysztacka, Historikerin und Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Łukasz Tomaszewski, Journalist und Podcaster
    Die Reihe »Wir erinnern…«:
    Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit 20 Gäst\*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert\*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
    Alle Folgen von »Wir erinnern…«: https://www.boell.de/de/podcasts/wir-erinnern
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    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an zeitgeschichte[at]boell.de.
    Kapitelmarker:
    (3.39) Lara Ledwa: persönlicher Zugang und Mitbringsel
    (13:30) Natalie Bayer: persönlicher Zugang und Mitbringsel
    (21:22) Das Spinnbodenarchiv
    (26:35) Das Museum Friedrichshain-Kreuzberg und Projekt VerSammeln
    (35:02) Das Archivieren als Erinnerungpraktik
    (39:20) Sichtbarkeit der Erinnerung an Emanzipatorische Kämpfe und Visionen
    Links:
    Friedrichshain-Kreuzberg FHXB Museum: https://www.fhxb-museum.de/
    Projekt VerSammlen antirassistischer Kämpfe: https://versammeln-antirassismus.org/
    Spinnboden Archiv: https://spinnboden.de/
    Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/referat/zeitgeschichte
    Schwerpunkt »Erinnern heute: Erinnerung im Wandel« der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/erinnerung-im-wandel
    Bildcredits: CC-BY-SA Isabel Peterhans
    53 min
  • Wir erinnern… an rechte Gewalt. Mit Johann Henningsen & Kutlu Yurtseven.
    Lichtenhagen, Mölln, der NSU, die Anschläge von Halle und Hanau: Rechte Gewalt wird immer sichtbarer – doch auch die Erinnerung an die Betroffenen. Wie sieht das kollektive Gedächtnis an den Orten der Anschläge aus?
    Die sechste Folge von »Wir erinnern...« führt uns nach Rostock ins Dokumentationszentrum »Lichtenhagen im Gedächtnis« und nach Köln zur Initiative »Herkesin Meydanı«, die an den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße erinnert.
    Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen 1992 gehört zu den bekanntesten Ausbrüchen rechter Gewalt in der Nachwendezeit, während der Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße 2004 zu den Terrorakten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zählt. »Lichtenhagen im Gedächtnis« und »Herkesin Meydanı« sind zwei von vielen Initiativen, die sich auf lokaler Ebene für die Aufarbeitung und Anerkennung rechter Gewalt einsetzen.
    In unserem Gespräch richten wir den Blick auf die Perspektiven der Betroffenen und diskutieren, wie Erinnerung an rechte Gewalt zu einem offenen, gemeinsamen Prozess werden kann. Wir sprechen über Erinnerungsinitiativen auf lokaler Ebene und darüber, welche Bedeutung das neue Projekt eines Dokumentationszentrums zur NSU-Mordserie für die Erinnerung haben kann.
    Unsere Gäst*innen:
    - Johann Henningsen, Historiker und politischer Bildner an der Dokumentationsstelle »Lichtenhagen im Gedächtnis«
    - Kutlu Yurtseven, Sozialpädagoge, Schauspieler, Musiker und Aktivist in der Initiative »Herkesin Meydanı«
    Die Hosts:
    - Clara Frysztacka, Historikerin und Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Łukasz Tomaszewski, Journalist und Podcaster
    Die Reihe »Wir erinnern…«:
    Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit 20 Gäst\*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert\*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
    Alle Folgen von »Wir erinnern…«: https://www.boell.de/de/podcasts/wir-erinnern
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    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an zeitgeschichte[at]boell.de.
    Kapitelmarker:
    (1:26) Geschichte, persönlicher Zugang und Mitbringsel
    (15:17) Lichtenhagen im Gedächtnis
    (21:39) Herkesinmeydanı
    (29:59) NSU-Dokumentationszentrumsprojekt des Bundes
    (34:49) Warum Erinnerung und Betroffenenperspektiven
    (46:02) Erinnerung zwischen lokalen und gesamtdeutschen Ebene
    (53:22)Visionen
    Links:
    Lichtenhagen im Gedächtnis: https://lichtenhagen-1992.de/
    Herkesin Meydanı: https://herkesinmeydani.org/
    Beschluss Erinnerungsort und Dokumentationszentrum für die Opfer des Terrors des NSU: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2024/11/nsu-dokumentationszentrum.html
    Interview: Newroz Duman und Rahel Spicker sprechen über die Bedeutung einer solidarischen Erinnerung an die Anschläge von Halle und Hanau: https://www.boell.de/de/2025/01/23/selbstbestimmt-und-solidarisch-erinnern-rechten-terror-halle-und-hanau
    "Kulturen des Verdrängens und Erinnerns. Perspektiven auf die rassistische Gewalt in Rostock-Lichtenhagen 1992" herausgegeben von Gdrun Heinrich u.a. mit einem Beitrag von Johann Henningsen: https://neofelis-verlag.de/verlagsprogramm/wissenschaft/politik-debatte/1093/kulturen-des-verdraengens-und-erinnerns
    Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/referat/zeitgeschichte
    Schwerpunkt »Erinnern heute: Erinnerung im Wandel« der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/erinnerung-im-wandel
    Bildcredits: CC-BY-SA Isabel Peterhans
    1 hr
  • Energiewende: Profit über Planet?
    Blockieren ausgerechnet sinkende Preise die Energiewende? Obwohl erneuerbare Energien so günstig sind wie nie zuvor, kommt die grüne Revolution nicht in Fahrt.
    In dieser Episode sprechen wir mit Adam Tooze über das Buch »The Price is Wrong« von Brett Christophers. Christophers vertritt die provokante These, dass trotz sinkender Kosten grüne Energien nicht ohne Weiteres gegen fossile Stromerzeugung ankommen —  mit erheblichen Folgen für den Planeten. Die Ursache? Ein neoliberal konzipierter Strommarkt, in dem Investitionen nur dann getätigt werden, wenn der Profit stimmt – und nicht der Preis.
    Gemeinsam mit Adam Tooze prüfen wir, was an dieser These dran ist. Wir werfen einen Blick darauf, wie der Strommarkt funktioniert  und welche Preisstrukturen die erneuerbaren Energien prägen. Außerdem diskutieren wir, welche Rolle Markt und Staat, und nicht zuletzt der Kapitalismus bei der Energiewende spielen – und betrachten konkrete Beispiele aus Deutschland, China und dem globalen Süden.
    Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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    Weiterführende Links:
    Das fossile Geschäft ist viel profitabler als das mit erneuerbaren: https://www.surplusmagazin.de/brett-christophers-das-fossile-geschaft-ist-viel-profitabler-als-das-mit-erneuerbaren/
    12 Thesen zur Energiewende von Agora Energiewende: https://www.agora-energiewende.de/publikationen/12-thesen-zur-energiewende-kurzfassung
    Market Failture and the Limits of Capitalism: https://www.youtube.com/watch?v=ed6JGIMgV_A&t=3617s
    Brett Christophers bei The Majority Report: https://www.youtube.com/watch?v=UZRKoPTr1pM
    Alle Folgen & Shownotes von Märkte, Mächte, Emissionen: https://www.boell.de/de/podcasts/maerkte-maechte-emissionen-adam-tooze
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    Kapitel:
    00:01 – Intro
    02:22 – Hauptthesen „The Price is Wrong“
    07:30 – Neoliberalismus und Strommärkte
    13:51 – Erneuerbare Energien in Deutschland
    17:13 – Subventionen in Energie
    25:55 – Energiesysteme im Globalen Süden
    29:36 – Chinas Energiesystem
    34:50 – Investitionen im Kapitalismus
    39:10 - Outro
    Graphik: Who is Danny; Rawpixel.com/Adobe Stock, alle Rechte vorbehalten; World Economic Forum/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs.
    40 min
  • Blogger Thomas Laschyk: Werbung für die Wahrheit
    Die extreme Rechte leugnet den Klimawandel und verbreitet gezielt Falschinformationen. Im Pod der guten Hoffnung erklärt Thomas Laschyk, Blogger und Aktivist gegen Desinformation, woraus Fake News ihre Anziehungskraft schöpfen und wie man Werbung für die Wahrheit macht.
    Fake News sind oft aufmerksamkeitserregende Geschichten, die gut erzählt und gut vermarktet werden, sagt Thomas Laschyk, darum sind sie so erfolgreich. Faktenchecks allein richten wenig dagegen aus. Und genau hier setzt Laschyks Anti-Fake News-Blog Volksverpetzer an: Er widerlegt Fake News und Falschbehauptung nicht allein mit Faktenchecks, sondern mit guten Geschichten und er verbindet sorgsam recherchierte Fakten und Quellen mit authentischen Emotionen.
    Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Thomas, welche Fehler die politischen Parteien im Umgang mit Fake News und der radikalen Rechten machen, und gibt Tipps, was jeder und jede von uns gegen Desinformation tun kann.
    Thomas Laschyk ist Journalist, Podcaster, Autor und Chefredakteur des Anti-Fake News Blogs Volksverpetzer. Sein Buch Werbung für die Wahrheit erschien im Februar 2024 und wurde Spiegel-Bestseller.
    Links:
    Volksverpetzer: https://www.volksverpetzer.de/
    Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung: https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung
    Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos): https://www.treibhauspost.de
    Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier: https://www.boell.de/de/podcasts
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    Foto: Ylva Bintakies, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    37 min
  • Wir erinnern… an Migration. Mit Robert Fuchs & Paul Bokowski
    Migration prägt unsere Gesellschaft – das schon seit Jahrhunderten und heute mehr denn je. Wie können wir aber an die vielfältigen Erfahrungen der Menschen erinnern, die nach Deutschland migriert sind oder von hier migriert haben?
    Um diese Frage zu beantworten, werfen wir in der fünften Folge von »Wir erinnern...« einen Blick auf das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) und den Roman »Schlesenburg«.
    DOMiD begann ursprünglich als Sammlungsprojekt von Gegenständen der Arbeitsmigrant*innen nach Deutschland und entwickelt sich derzeit zum ersten umfassenden Museum der Migrationsgeschichte in Deutschland: dem Museum Selma, das 2029 in Köln eröffnen soll. Der Roman »Schlesenburg« beleuchtet die oft unsichtbare polnische Migration nach Deutschland in den 1980er und 1990er Jahren und die Erfahrungen der »Hyperintegration« dieser Gruppe.
    Wir sprechen über Archivierung, Musealisierung, literarisches Schreiben, aber auch über Musik und Rundfunk als zentrale Formate und Praktiken der Erinnerung an ein Phänomen wie Migration − ein Thema, das zugleich in politischen Diskursen allgegenwärtig ist und doch oft ein blinder Fleck des historischen Bewusstseins bleibt.
    Wie immer geht es auch um den Dialog zwischen unterschiedlichen Erinnerungsnarrativen und um Visionen eines zukünftigen kollektiven Erinnerns, das der Vielfalt unserer Gesellschaft gerecht wird.  
    Unsere Gäst*innen:
    - Robert Fuchs, Historiker und Geschäftsführer des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD).
    - Paul Bokowski, Schriftsteller und Satiriker, Autor des Romans Schlesenburg.
    Die Hosts:
    - Clara Frysztacka, Historikerin und Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Łukasz Tomaszewski, Journalist und Podcaster
    Die Reihe »Wir erinnern…«:
    Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit 20 Gäst*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
    Alle Folgen von »Wir erinnern…«: https://www.boell.de/de/podcasts/wir-erinnern
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    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an zeitgeschichte[at]boell.de.
    Kapitelmarker:
    (02:15) Persönlicher Zugang und Mitbringsel
    (10:34) DOMiD
    (17:49) Schlesenburg
    (28:24) Erinnerung an Migration: Entstehung und Herausforderungen
    (40:06) Museen, Literatur, Musik als Erinnerungspraktiken
    (51:26) Dialogansätze und Visionen
    Links:
    DOMiD im Netz: https://domid.org/
    Museum Selma im Netz: https://www.museum-selma.de/
     
    Paul Bokowski bei Deutschlandfunk Kultur im Gespräch: https://www.deutschlandfunkkultur.de/paul-bokowski-roman-debuet-schlesenburg-interview-100.html
     
    Paul Bokowski bei Instagram: https://www.instagram.com/paulbokowski/?hl=de
    Schlesenburg bei BtB / Penguin Verlag: https://www.penguin.de/buecher/paul-bokowski-schlesenburg/buch/9783442759408
    Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/referat/zeitgeschichte
    Schwerpunkt »Erinnern heute: Erinnerung im Wandel« der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/erinnerung-im-wandel
    Bildcredits: CC-BY-SA Isabel Peterhans
    59 min
  • Media Matters: Medien, Journalismus und demokratische Debatte (1/2)
    Die demokratische Debatte ist aus dem Takt geraten. Sie ist polarisiert, populistisch, radikal. Schuld sollen die sozialen Medien sein. Durch ihre Algorithmen eskalieren sie Meinungen und treiben Menschen auseinander. Was können wir als Gesellschaft tun, um trotzdem in einem konstruktiven Gespräch zu bleiben? Welche Rolle müssen seriöse Medien und der öffentlich-rechtliche Rundfunk dabei spielen? Und welche neuen, spannenden Initiativen gibt es bereits, die durch Journalismus die Demokratie stärken wollen? Antworten gibt es in diesem zweiteiligen Böll.Spezial.
    Ein Podcast mit:
    - Julia Reuschenbach, Politikwissenschaftlerin
    - Stefan Niggemeier, Gründer von »Übermedien«
    - Paulina Fröhlich, stellvertretende Geschäftsführerin »Das Progressive Zentrum«
    - Franziska Schubert, Abgeordnete der Grünen im Sächsischen Landtag
    - Maria Exner, Intendantin »Publix«
    - Kristin Blum, Programmgeschäftsführerin von »Funk«
    - Rudi Hoogvliet, Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund
    - Steffen Grimberg, Medienjournalist
    Links:
    Ausführliches Interview mit Julia Reuschenbach über »Defekte Debatten«: https://www.politik-kommunikation.de/medien/debatten-scheitern-oft-bevor-sie-beginnen/
    Ausführliches Interview mit dem Soziologen Steffen Mau zum Thema Polarisierung der Gesellschaft: https://www.nzz.ch/gesellschaft/soziologe-steffen-mau-polarisierung-wird-von-oben-nach-unten-erzeugt-ld.1778101
    Homepage von »Publix«: https://www.publix.de/
    Homepage »Forum Gemeinnütziger Journalismus«: https://forum-gemeinnuetziger-journalismus.de/
    Homepage des US-Magazins »Mother Jones«: https://www.motherjones.com/
    Bildcredits: Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
    25 min

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