Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

By Heinrich-Böll-StiftungNews
Download on the App Store

Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung episodes

  • Media Matters: Medien, Journalismus und demokratische Debatte (2/2)
    Die Digitalisierung und Social-Media-Kanäle wie X, Instagram und TikTok haben unsere Mediennutzung und Medienlandschaft grundlegend verändert. Dazu kommt jetzt noch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Journalismus. Ist das endgültig das Ende der Wahrheit und das Ende der demokratischen Debatte? Oder gibt es auch positive Seiten von KI in der Berichterstattung? Und wie hilft Regulierung? Außerdem geht es in dieser zweiten Folge unseres Böll.Spezials um die Frage, wie sich der Beruf der Journalisten durch die Digitalisierung und Social Media noch weiter verändern wird und wie Politiker*innen konstruktiv auf TikTok kommunizieren.
    Ein Podcast mit:
    - Ole Reißmann, SPIEGEL-Gruppe, Leiter Künstliche Intelligenz
    - Matthieu Binder, iRights.Lab
    - Vérane Meyer ist Policy Advisor AI and Sustainability im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
    - Bettina Hesse, medienpolitische Referentin Ver.di
    - Sanne Kurz, Abgeordnete im Bayerischen Landtag, Bündnis 90/ Die Grünen
    Links:
    Position des Deutschen Journalistenverbandes zum Einsatz von KI im Journalismus: https://www.djv.de/medienpolitik/kuenstliche-intelligenz/
    Studie »Künstliche Intelligenz und Beschäftigte im Journalismus«: https://www.irights-lab.de/storage/uploads/ebooks/pdfs/p_fofoe_WP_345_2024.pdf
    Studie zu Deepfakes vom Fraunhofer Institut: https://www.isi.fraunhofer.de/de/presse/2024/presseinfo-17-deepfakes-chancen-risiken-Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.html
    Europäische KI-Verordnung: https://commission.europa.eu/news/ai-act-enters-force-2024-08-01_de
    Wie Politiker*innen auf TikTok erfolgreich sein können: https://www.politik-kommunikation.de/politik/die-erfolgsgeheimnisse-von-tiktok-in-der-politik/
    Bildcredits: Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
    23 min
  • Wasseratlas: Wasser und Klimakrise (2/4)
    Die menschengemachte Klimakrise verändert überall auf der Erde empfindliche Wasserkreisläufe, auf die wir über Jahrtausende hinweg sprichwörtlich gebaut haben. Doch mit steigenden Temperaturen nehmen Extremwetterereignisse zu. Denn die Erderwärmung führt nicht nur zu Hitze und Dürren, sondern auch zu einem vermehrten Auftreten von Starkregenereignissen mit Überschwemmungen und Hochwassern Wie können wir die Folgen der Klimakrise abfedern? Und wie sogar aktiv gegensteuern, um eine sichere Zukunft zu gestalten? Ein Podcast zum Wasseratlas der Heinrich-Böll-Stiftung.
    Ein Podcast mit:
    - Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Leiter des Departments Aquatische Ökosystemanalyse und Management des Hemholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)
    - Dr. Meike Kleinwächter, Leiterin des BUND-Auenzentrums
    - Alex Wernke, Umweltpsychologe und Klimaaktivist, Mitglied des Klimakollektiv
    Links:
    Heinrich-Böll-Stiftung: Der Wasseratlas 2025: https://www.boell.de/de/wasseratlas
    Klimakollektiv: Wasserkämpfe in Bewegung #2 – Das Heft zur Tour Wasser.Land.Gerechtigkeit : https://klimakollektiv.org/de/2024/02/16/neuerscheinung-wasserkaempfe-in-bewegung-2-das-heft-zur-tour-wasser-land-gerechtigkeit/
    Helmholtz-Institut: Dürremonitor Deutschland: https://www.ufz.de/index.php?de=37937
    Umweltbundesamt: Grundwasser – der unsichtbare Schatz: https://stories.umweltbundesamt.de/grundwasser-der-unsichtbare-schatz
    World weather attribution: Attributionsstudie Klimawandel und Wahrscheinlichkeit Starkregen in Westeuropa: https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2021/20210824_attributionsstudie_starkregen.pdf%3Bjsessionid=4712C73F727F33680EFA4CA85429712C.live11044?__blob=publicationFile&v=4
    Umweltbundesamt: Häufige Fragen zum Klimawandel: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/haeufige-fragen-klimawandel#extremwetter
    Deutsches Klimavorsorgeportal & Die Bundesregierung: Monitoringbericht 2022: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/das-monitoringbericht_2023_bf_korr.pdf
    IPCC: Sechster Klimawandelbericht 2022: https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/
    CSIS: Wasser und Nahrungsmittelerzeugung: https://www.csis.org/analysis/water-and-food-how-when-and-why-water-imperils-global-food-security
    28 min
  • Wasseratlas: Rohstoffe, Energie und Wasser (4/4)
    Das moderne Leben hat uns alle möglichen erstaunlichen Technologien und Werkzeuge beschert. Doch sowohl die Technologie selbst als auch die Energie, die sie antreibt, benötigen enorme Mengen an Materialien – Materialien, die weltweit abgebaut werden müssen. Von Kohle hier in Deutschland über Lithium und Kupfer in den Anden bis hin zu wertvollen und seltenen Erden, die in Asien und Afrika gefördert werden.
    Die Gewinnung einiger dieser Metalle, erfordert unglaublich ressourcenintensive Bergbauverfahren. Zum Beispiel bei Gold braucht man für jedes Gramm im Durchschnitt fast eine Tonne Wasser, um es zu gewinnen. Welche Auswirkungen all diese Bergbauaktivitäten auf die Wasserressourcen haben und was dagegen unternommen werden kann, ist das Thema dieser letzten Folge der Böll.Spezial-Reihe »Wasseratlas«.
    Ein Podcast mit:
    - Nora Stognief, Doktorandin an der Universität Flensburg
    - Andreas Angel, studiert die Auswirkungen des Bergbaus an der Universität Potsdam
    - Žaklina Živković, Exekutivdirektor der Organisation für politische Ökologie mit Sitz in Serbien
    - Johanna Sydow,  Leiterin des Referats Internationale Umweltpolitik der Heinrich-Böll Stiftung
    - Vanessa Schäfer, Umweltanwältin bei der Erzdiözese Freiburg und Referentin für Bergbau, Governance und Menschenrechte
    Links:
    Der Wasseratlas der Heinrich-Böll-Stiftung: http://www.boell.de/de/wasseratlas
    Für den rohstoffpolitischen Hintergrund: Wir könn(t)en es besser | Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/2023/10/01/wir-koennten-es-besser-ueber-einen-neuen-und-intelligenten-umgang-mit-ressourcen
    Audio Reportage von Deutschlandfunk: Warum viele Serben den Lithium-Abbau nicht wollen: https://www.deutschlandfunk.de/lithium-lieferant-der-eu-proteste-gegen-bergbau-in-serbien-dlf-2d0681ac-100.html
    Wasserstress in der Lausitz: Gibt es eine Mauer des Schweigens?: https://gwf-wasser.de/branche/wasserstress-in-der-lausitz-gibt-es-eine-mauer-des-schweigens/
    Ein Artikel Der Heinrich-Böll Stiftung: Der Fall Espinar – Cusco, Peru: https://www.boell.de/de/2023/10/03/der-fall-espinar-cusco-peru
    Nach dem Braunkohle-Aus: Woher das Wasser für die Spree zukünftig kommen soll: https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/2023/08/brandenburg-cottbus-braune-spree-speicher-ostsee-ueberleitung.html
    Wie Deutschlands größter künstlicher See entsteht – Der Cottbuser Ostsee und seine Probleme | Doku: https://www.youtube.com/watch?v=-ZyWDGeWJNg
    32 min
  • Wasseratlas: Was wir vom Wasser lernen können! (1/4)
    Wasser ist der Ursprung von allem. Zu keinem Zeitpunkt des Lebens kommen wir Menschen ohne aus. Auch wir selbst bestehen zum Großteil aus Wasser. In der ersten Folge dieser Podcast-Reihe zum Wasseratlas schauen wir uns unsere Lebensgrundlage genauer an. Wir erfahren mehr über die Funktion und die Relevanz von Wasserkreisläufen und verstehen besser, welche Auswirkungen Eingriffe in das System und Übernutzung haben können und bereits haben. Wir sprechen darüber, was das Menschenrecht auf Wasser verändern kann und wir hören vom Wesen des Wasser und den Impulsen, die es uns geben kann.
    Ein Podcast mit:
    - Dieter Gerten, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
    - Anoosh Sophie Werner & Claus Wilkens, Blue Community
    - Laura von Vittorelli, Juristin am Öko-Institut Berlin
    Links:
    Wasseratlas der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/wasseratlas
    Wasser wertschätzen: http://bluecommunityberlin.de
    Wasser ist ein Menschenrecht: https://www.welthungerhilfe.de/informieren/themen/fuer-wasser-und-hygiene-sorgen/wasser-menschenrecht
    23 min
  • Wasseratlas: Landwirtschaft - zu viel und zu wenig Wasser (3/4)
    Die Landwirtschaft ist gleichzeitig Mitverursacherin wie Betroffene von Wasserstress: In keinem anderen Bereich wird so viel Wasser verbraucht, 72 Prozent des weltweit genutzten Süßwassers werden für die Produktion von Nahrungsmitteln verwendet. Auf der anderen Seite leiden Landwirt*innen unter den Folgen des Klimawandels, unter Dürren und Überschwemmungen. Eine Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen ist möglich, braucht aber Zeit. Und eine Politik, die entsprechende Rahmenbedingungen setzt.
    Ein Podcast mit:
    - Inka Dewitz, Referentin für Internationale Ernährungspolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Jutta Paulus, Umweltpolitische Sprecherin der Grünen im EU-Parlament
    - Elena Alter, Umweltwissenschaftlerin und Projektkoordinatorin bei Ecologistas en Acción
    - Achim Spiller, Professor für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte an der Georg-August-Universität Göttingen
    Links:
    Der Wasseratlas der Heinrich-Böll-Stiftung: http://www.boell.de/de/wasseratlas
    Das Bündnis spanischer Umweltschutzorganisationen »Ecologistas en Acción«: https://www.ecologistasenaccion.org/
    Das Konzept des Wasserfußabdrucks: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/wasser-bewirtschaften/wasserfussabdruck#was-ist-der-wasserfussabdruck
    Bericht der Europäischen Umweltagentur zum Zustand der EU-Gewässer 2024: https://www.ecologic.eu/de/19853
    Abschlussbericht »Wasserverfügbarkeit in Deutschland«: https://www.ecologic.eu/de/19768
    Das Projekt »Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit« des Umweltbundesamts: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/extremereignisse/niedrigwassertrockenheit
    Der Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/bodenatlas
    29 min
  • Autorin Sara Weber: Über Arbeit und das gute Leben reden
    Was können wir als Einzelne zum Klimaschutz beitragen? Die meisten Antworten auf diese Frage kennen wir: Etwa politisches Engagement, weniger fliegen oder den Fleischkonsum reduzieren. Sara Weber hat noch einen anderen Tipp: weniger arbeiten. Im Pod der guten Hoffnung erklärt sie, wie ein nachdenken über Arbeit neue Wege im Klimaschutz eröffnet.
    Die Autorin und ehemalige LinkedIn-Redaktionsleiterin Sara Weber hat ambivalente Gefühle beim Thema Arbeit: Auf der einen Seite ist sie positiv besetzt – Arbeit gibt uns Identität und Struktur, sie bedeutet Teilhabe an der Gesellschaft, für manche sogar Selbstverwirklichung. Vor allem aber verdienen wir mit Arbeit unseren Lebensunterhalt. Auf der anderen Seite, sagt Sara Weber, bedeutet Arbeit für viele Menschen auch Frustration, Stress bis zum Burnout und das Gefühl, den Anforderungen im Job nicht gewachsen zu sein. Arbeit kann krank machen. All das ist bekannt. Wenig wird allerdings über den Zusammenhang von Arbeit und Klimakrise nachgedacht: Studien zeigen, dass Menschen, die weniger arbeiteten, klimafreundlicher leben als ihre Kolleg*innen in Vollzeitjobs. Die renommierte US-Ökonomin Juliet Schor vertritt sogar die Ansicht, dass es Industrieländern nur gelingen wird, die CO2-Emissionen zu senken, wenn die Menschen dort weniger arbeiten.
    Sara Weber spricht mit Jonas Witsch über Arbeit, Zeit und Engagement in der Klimakrise, und erklärt, warum die Frage »Wie wollen wir arbeiten?« die alles entscheidende Frage unserer Zeit ist
    Sara Weber ist Journalistin und Sachbuchautorin. Nach ihrer Zeit als freie Autorin für u. a. Zeit und Süddeutsche Zeitung arbeitete sie fünf Jahre bei LinkedIn. Sie schreibt die Spiegel-Kolumne »ÜberArbeiten«. Ihr Buch »Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?« wurde Spiegel-Bestseller. Im August 2024 erschien ihr zweites Buch »Das kann doch jemand anderes machen!« bei Kiepenheuer und Witsch.
    Links:
    Website Sara Weber: https://www.sara-weber.com/
    Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung: https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung
    Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos). https://www.treibhauspost.de
    Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier: https://www.boell.de/de/podcasts
    Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter [email protected]
     
    Foto: Maya Claussen, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    38 min
  • Unternehmerin Annika Roth: Klimaschutz lohnt sich!
    Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Der Verbrauch von Ressourcen und Energie muss sinken, Abfall muss recycelt oder ganz vermieden werden. Doch nicht aus Gutmenschentun sollten Unternehmen klimafreundlicher produzieren, erklärt Annika Roth, Geschäftsführerin der Blechwarenfabrik Limburg im Pod der guten Hoffnung – sondern weil es sich rechnet. Klimaschutz ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.
    Annika Roth ist gerade 22 Jahre alt, als sie ins Management der Blechwarenfabrik Limburg einsteigt, ein mittelständisches Unternehmen, das Behälter für Farben, Lacke und Lasuren herstellt. Als die Firmenleitung 2014 beschließt, den Hauptstandort in der Limburger Innenstadt aufzugeben und ein neues Hauptwerk zu bauen, verantwortet Annika Roth das Energie- und Umweltmanagement des Unternehmens. Der neue Standort wird 2018 fertiggestellt und setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: So wird etwa die Abwärme des Lackierofens genutzt, um die Betriebsräume zu heizen, auf dem Dach der Fabrik ist Photovoltaik installiert, der Produktionsschrott wird gesammelt und zu neuem Stahl verarbeitet.
    Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Annika Roth, wie sie sich bewusst dafür entschieden hat, Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein. Sie erzählt, wie man Unternehmer*innen von Klimaschutz überzeugt, und erklärt, warum es wirtschaftlich klug ist, sparsam zu produzieren.
    Moderation: Anna Brehm (Referentin für Ökologie & Nachhaltigkeit, Heinrich-Böll-Stiftung)
    Annika Roth ist Betriebswirtin, Geschäftsführerin der Blechwarenfabrik Limburg und Vorstandsmitglied des Vereins Klimaschutz-Unternehmen. Für den Neubau der Blechwarenfabrik wurde Annika Roth gemeinsam mit ihrem Bruder Hugo Sebastian Trappmannmit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet.
    Links:
    Blechwarenfabrik Limburg: https://www.blechwaren-limburg.de/
    Klimaschutz-Unternehmen e.V.: https://www.klimaschutz-unternehmen.de
    Alle Folgen von Pod der guten Hoffnung: https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung
    Treibhauspost: Konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (alle zwei Wochen, kostenlos): https://www.treibhauspost.de
    Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier: https://www.boell.de/de/podcasts
    Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast »Pod der guten Hoffnung« erreicht ihr uns per E-Mail unter [email protected]
     
    Foto: Blechwaren Limburg, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    35 min
  • Wir erinnern… an Kolonialismus. Mit Marianne Bechhaus-Gerst & Ibou Diop
    Straßennamen, Museen, Denkmäler – über die Spuren des Kolonialismus in den deutschen Städten wird viel und kontrovers diskutiert. Doch die Erinnerung an die Kolonialverbrechen ist in Deutschland noch längst nicht verankert.
    In der vierten Folge von »Wir erinnern...« tauchen wir in die Erinnerungsarbeit an den Kolonialismus in Berlin und Köln ein. In beiden Großstädten gibt es historische Orte, die eng mit der Vergangenheit Deutschlands als Kolonialmacht verflochten sind. Es lassen sich aber auch viele Zeichen der Geschichte des kolonialen Wiederstandes finden.
    Projekte wie Dekoloniale Berlin oder Köln Postkolonial setzten sich für ein Bewusstsein für die koloniale Geschichte Deutschlands ein und fordern, die Perspektive zu verändern: Weg von den Kolonisator*innen, hin zu den Opfern und Gegner*innen des Kolonialismus.
    Dieser Perspektivwechsel steht im Fokus der Folge, ebenso wie dekoloniale Erinnerungspraktiken und die Herausforderung, Kolonialgeschichte auch jenseits der Metropolen ins Bewusstsein zu rücken.
    Außerdem diskutieren wir, wie eine langfristige Verankerung der Erinnerung gelingen kann, wie Opferkonkurrenzen vermieden werden und wie stattdessen solidarische Formen des Erinnerns entstehen können.
    Unsere Gäst*innen:
    - Ibou Diop, Verantwortlicher des Gesamtstädtischen Erinnerungskonzepts Kolonialismus im Projekt Dekoloniale Berlin, Leiter der Kompetenzstelle Dekolonisierung des Berliner Stadtmuseums und Aktivist.
    - Marianne Bechhaus-Gerst, Professorin für Afrikanistik an der Universität Köln, Aktivistin und Kuratorin zahlreicher Ausstellungen zum Thema deutscher Kolonialgeschichte in Köln.
    Die Hosts:
    - Clara Frysztacka, Historikerin und Referentin für Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Mandy Schielke, Journalistin und Podcasterin
    Die Reihe »Wir erinnern…«:
    Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit 20 Gäst*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
    Alle Folgen von »Wir erinnern…«: https://www.boell.de/de/podcasts/wir-erinnern
    Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl.
    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an zeitgeschichte[at]boell.de.
    Kapitelmarker: (2:15) Persönlicher Zugang und Mitbringsel (10:35) Erinnerungsarbeit in Berlin und Köln (24:23) Involvierte Communities und Bedeutung des Stadtraums (33:09) Straßenumbenennung und Status der Kolonialgeschichte im kollektiven Gedächtnis (44:18) Dialogansätze und Visionen
    Links:
    Dekoloniale – Erinnerungskultur in der der Stadt (Berlin): https://www.dekoloniale.de/de
    Kompetenzstelle Dekolonisierung – Stadtmuseum Berlin: https://www.stadtmuseum.de/kompetenzstelle-dekolonisierung
    Köln Postkolonial: http://www.kopfwelten.org/kp/
    Decolonize Cologne: https://decolonize-cologne.de/
    Marianne Bechhaus-Gerst zur kolonialgeschichte in der Provinz: https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/moenchengladbach-prof-marianne_aid-109171173
    Referat Zeitgeschichte der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/referat/zeitgeschichte
    Schwerpunkt »Erinnern heute: Erinnerung im Wandel« der Heinrich-Böll-Stiftung: https://www.boell.de/de/erinnerung-im-wandel
    Bildcredits: CC-BY-SA Isabel Peterhans
    54 min
  • 2024: Klima, Krisen und Kurswechsel
    Klimakatastrophen, eskalierende bewaffnete Konflikte und eine schwächelnde globale Wirtschaft: Was bleibt von 2024, wenn wir den Blick über die Schlagzeilen hinaus richten?
    Gemeinsam mit Adam Tooze werfen wir in dieser Folge einen umfassenden Rückblick auf die zentralen Ereignisse und fragen: Welche Trends und Dynamiken stechen hervor? Trotz vieler alarmierender Entwicklungen gibt es auch Grund zur Hoffnung: Der beispiellose Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem in Asien, zeigt, dass der Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft in vollem Gange ist. Gleichzeitig verändert die zunehmende Multipolarität der Weltordnung die Machtstrukturen – mit Chancen und Herausforderungen für alle. Wir sprechen über die großen Krisen und die kleinen, oft übersehenen Fortschritte, die 2024 zu einem ebenso turbulenten wie richtungsweisenden Jahr gemacht haben.
    Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
    Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl. Ihr habt Themenvorschläge oder Feedback zu unserem Podcast? Schickt uns gerne eine Mail an [email protected]
    Weiterführende Links:
    Boell Dossier zur COP29: https://www.boell.de/de/cop-klimakonferenz
    The Democrats‘ Defeat: https://www.lrb.co.uk/the-paper/v46/n22/adam-tooze/the-democrats-defeat
    Industriepolitik neu denken: https://www.boell.de/de/2024/12/10/industriepolitik-neu-denken
    Alle Folgen & Shownotes von Märkte, Mächte, Emissionen: https://www.boell.de/de/podcasts/maerkte-maechte-emissionen-adam-tooze
    Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier: https://www.boell.de/de/podcasts
    Kapitel:
    (00:01) Intro
    (02:13) Klimakrise und globale Energiewende
    (06:41) COP29 & Chinas Beitrag zur globalen Klimapolitik
    (09:22) Industriepolitik in Europa, USA & China
    (23:40) Scheitern der Ampelkoalition
    (27:11) Welchen geopolitischen Herausforderungen begegnet Europa in Zukunft?
    (31:21) Die globale Multipolarität
    (36:21) Outro
    Credits: artiom.photo, Komkrit/Adobe Stock, alle Rechte vorbehalten; World Economic Forum/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs.
    39 min
  • Feminism and War: Gender-just peace (4/4)
    In the fourth episode of the series »Feminism and War,« Berlin migrants share their commitment to achieving a gender-just peace. Their efforts extend beyond Germany, influencing communities as far away as Colombia, Ukraine, Russia, and Japan. They serve as interviewers in the Colombian peace process, showcase stories from Ukrainian and Russian exile communities and bring the memory of sexualised violence against women worldwide into public spaces in Germany. Through their dedication, they not only help to reevaluate the impacts of past wars but also work towards preventing future conflicts. However, this form of political engagement is not universally accepted.
    A podcast with:
    - Nataly Jung-Hwa Han, Chairwoman of the Korea Association e.V.
    - Claudia Tribin, coordinator at Xochicuicatl e.V.
    - Olga and Viktoria, directors of Playback Theatre
    Links:
    Museum of the so-called »comfort women«: https://trostfrauen.museum/
    Koreaverband: https://koreaverband.de/trostfrauen/
    Truth Commission of the Colombian Peace Process: https://www.comisiondelaverdad.co/
    Website of the Xochicuicatl association: https://www.xochicuicatl.de/language/de/home/
    »Faces of Peace« exhibition: https://www.forumzfd.de/de/gesichter-des-friedens
    35 min

About Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

From the publisher's feed

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine Agentur für grüne Ideen und Projekte, reformpolitische Zukunftswerkstatt und internationales Netzwerk mit weit über hundert Partnerprojekten in rund sechzig Ländern.