Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

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By Heinrich-Böll-StiftungNews
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Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung episodes

  • Sicherheit und Verteidigung im hybriden Zeitalter: Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe?
    Krieg in Europa, Cyberangriffe, Sabotage: Sicherheit ist heute mehr als Militär. Was bedeutet integrierte Verteidigung für Staat und Gesellschaft?
    „Mit neuen Technologien gibt es praktisch keine weit entfernten Grenzen mehr. Berlin kann mit weitreichenden Waffensystemen in fünf oder zehn Minuten erreicht werden. In Europa gibt es keinen fernen Gegner mehr. Wir alle leben an der Grenze zu einem terroristischen und kriminellen Staat. Und das in einer Lage, in der unser Partner versucht, seine Verantwortung schnell wieder auf unsere Schultern abzuwälzen. Das ist unsere Realität.“
    Dalia Grybauskaitė, ehemalige Präsidentin der Republik Litauen
    Episodenbeschreibung:
    Sicherheitspolitik war lange vor allem Militär, Bündnisse und Abschreckung. Doch im hybriden Zeitalter verschwimmen die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Cyberangriffe, Desinformation, Sabotage an kritischer Infrastruktur und die Folgen der Klimakrise zeigen: Bedrohungen treffen Staaten und Gesellschaften zugleich. Wie verteidigungsfähig sind wir – militärisch, politisch und gesellschaftlich? Bei der 26. Außenpolitischen Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung diskutierten Expertinnen und Experten, wie integrierte Sicherheit und Gesamtverteidigung in einer komplexen Welt funktionieren können.
    Unsere Expert*innen:
    Dalia Grybauskaitė • ehemalige Präsidentin der Republik Litauen
    Agnieszka Brugger • MdB und stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
    Ong Wei Chong • Senior Associate Fellow an der S. Rajaratnam School of International Studies (RSIS), Singapur
    Anna Wieslander • Direktorin Nordeuropa beim Atlantic Council, Stockholm
    Konstantin von Notz • MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und stellv. Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums
    Leonie Stamm • Research Fellow bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
    Stefan Bayer • Forschungsleiter am German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS)
    Karl Torring • Berater in der Abteilung für strategische Politik und Planung der Schwedischen Behörde für Zivilschutz und Resilienz
    Sylvia Borcherding • Geschäftsführerin von 50Hertz Transmission GmbH
    Victoria Voytsitska • Ehemalige ukrainische Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Brennstoff und Energie, Nuklearpolitik und nukleare Sicherheit
    Benedetta Berti • Generalsekretärin der Parlamentarischen Versammlung der NATO
    Sebastian Gold • Leiter THW-Connect bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)
    Christian Mölling • Direktor bei Edina Defence
    Sara Nanni • MdB und Sprecherin für Sicherheitspolitik von Bündnis 90/Die Grünen
    Annukka Ylivaara • stellv. Generalsekretärin des Sicherheitskomitees im Finnischen Verteidigungsministerium
    Autorin der Folge: Bettina Ritter
    Host: Mandy Schielke
    Hintergründe auf boell.de:
    • Ausführliches Online-Dossier zur 26. Außenpolitischen Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung mit Videomitschnitten und Graphic Recordings der Veranstaltung und weiteren Analysen: [🔗 https://www.boell.de/de/26-aussenpolitische-jahrestagung]
    Weiterführende Artikel und Quellen:
    • Broschüre vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: [🔗 https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html]
    • Infos vom Verteidigungsministerium zu integrierter Sicherheit: [🔗 https://www.bmvg.de/de/themen/friedenssicherung/integrierte-sicherheit-mehr-als-verteidigung-5828732]
    • Rahmenrichtlinien für die Gesamtverteidigung vom Bundesinnenministerium: [🔗 https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/sicherheit/RRGV.pdf?__blob=publicationFile&v=1]
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    Grafik: Heinrich-Böll-Stiftung. All rights reserved
    29 min
  • böll.podcast: Neue Staffel Trailer
    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist ein Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Mandy und Jule alle zwei Wochen mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
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    Grafik: Leo Lintang. ImageFlow, Oleksandra/Adobe Stock, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
    2 min
  • Interviewspezial: Krieg in Nahost – Wie geht es weiter im Iran?
    Krieg und Krise im Iran: Welche Zukunft hat das Regime?
    „Die Chancen für eine echte demokratische Transformation sehe ich im Augenblick nicht wirklich gut. Auch wenn das Regime ums Überleben kämpft, ist es, glaube ich, resilienter, als viele von uns sich das vorstellen können.“
    Bauke Baumann, Referent für Israel, Palästina, Jordanien und Iran bei der Heinrich-Böll-Stiftung
    Episodenbeschreibung:
    Seit dem 28. Februar gibt es Krieg im Nahen Osten. Im Iran kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Protesten. Wie geht es den Menschen im Land jetzt, hoffen sie darauf, dass der Wandel nun gelingen kann? Wir sprechen mit Bauke Baumann über den Zustand der Zivilgesellschaft und die politische Zukunft des Iran. Was muss passieren, damit eine demokratische Transition gelingen kann? Es geht um best case und worst case Modelle und die Frage, welchen Einfluss die politische Entwicklung im Iran auf die gesamte Region haben kann.
    Kapitel mit Zeitmarkierungen:
    • (00:00:01) – **Leben im Iran im Ausnahmezustand**: Repression nach den Protesten, wirtschaftliche Krise und Angst vor neuen Angriffen.
    • (00:03:18) – **Politische Zukunft des Iran**: Mögliche Szenarien - Regimesturz, Führungsrochade oder autoritäre Stabilisierung.
    • (00:08:35) – **Wie stabil ist das Regime wirklich?** Warum ein kurzfristiges Überleben wahrscheinlich erscheint - und warum langfristiger Wandel dennoch möglich ist.
    • (00:12:25) – **Krieg und regionale Folgen**: Welche Auswirkungen der Konflikt auf den Nahen Osten, Israel und die Sicherheitslage in der Region haben könnte.
    • (00:16:18) – **Proteste und Zivilgesellschaft**: Die Rolle gesellschaftlicher Bewegungen, brutale Repression und Hoffnung auf weiteren Widerstand.
    • (00:22:13) – **Unterstützung von außen und Wege zur Transition**: Internationale Hilfe, Menschenrechtsarbeit und mögliche Ansätze für politischen Wandel.
    Unser Experte:
    Bauke Baumann • Referent für Israel, Palästina, Jordanien und Iran bei der Heinrich-Böll-Stiftung
    Interviewerin: Mandy Schielke
    Hintergründe auf boell.de:
    • **Aktuelle Artikel und Analysen zum Iran**: [🔗 https://www.boell.de/de/tags/iran]
    • **Artikel: Iran nutzt Todesstrafe als Instrument der Herrschaft und Unterdrückung**: [🔗 https://www.boell.de/de/2025/07/08/iran-nutzt-todesstrafe-als-instrument-der-herrschaft-und-unterdrueckung]
    • **Online-Diskussion am 10. März 2026: Der Anfang vom Ende des iranischen Regimes?**: [🔗 https://calendar.boell.de/de/event/der-anfang-vom-ende-des-iranischen-regimes]
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    **böll.podcast**
    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst\*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
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    31 min
  • Syrien: Wir sind vielfältig.
    Einheit durch Vielfalt? Wie kann Sicherheit und Gerechtigkeit in Syrien für alle hergestellt werden?
    „Was wir bisher in Syrien gesehen haben, ist eine Kultur der Straflosigkeit, eine Wiederholung bestimmter Verbrechen. Und wenn diese Kultur der Straflosigkeit nicht angegangen wird, glaube ich nicht, dass wir das Syrien aufbauen können, das wir uns alle wünschen: ein rechtsstaatliches Syrien, mit Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit.“
    Razan Rashidi, Aktivistin (The Syria Campaign)
    Episodenbeschreibung
    Syrien, ein Jahr nach dem Sturz von Bashar al-Assad: Zwischen Hoffnung und neuer Gewalt ringt das Land um Sicherheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt. Menschen in Syrien und in der Diaspora haben unter extremen Bedingungen überlebt, Strukturen aufgebaut und Unrecht dokumentiert. Doch Massaker, Misstrauen gegenüber der Übergangsregierung unter Ahmad al-Sharaa und die Angst religiöser Minderheiten stellen die Zukunft infrage. Wie kann Schutz für alle gelingen? Wie sieht bürgernaher Wiederaufbau aus? Und welche Rolle spielen Frauen jetzt?
    Kapitel mit Zeitmarkierungen
    • (00:00:00) – Nach Assad: Übergangsregierung, neue Konflikte und wie Syrer*innen aus der Diaspora ihre Heimat sehen.
    • (00:03:39) – Einheit durch Vielfalt: Identitätsfragen, Minderheiten und die Rolle der Zivilgesellschaft im neuen Syrien.
    • (00:07:13) – Wiederaufbau braucht mehr: Gebäude, soziale Strukturen und die Bedeutung von Orten der Begegnung.
    • (00:11:02) – Frauen als Rückgrat: Widerstand, Engagement im Exil und der Kampf um gesellschaftliche Teilhabe.
    • (00:16:02) – Herausforderungen des Wiederaufbaus: Wohnungsnot, Erinnerungskultur und Einfluss der Bevölkerung.
    • (00:20:59) – Rückschritte für Frauenrechte: Alltagsdiskriminierung, Gewalt und juristischer Aufbruch trotz Hürden.
    • (00:26:06) – Wissenstransfer & Gerechtigkeit: Wie Exil-Syrer*innen, digitale Räume und deutsche Erfahrung Syriens Zukunft prägen können.
    Unsere Expert*innen
    Rula Asad • Aktivistin, (Mit) Gründerin des Female Syrian Journalist Networks
    Jamshid Hussein • Soziologe und Aktivist für die Rechte der Kurden
    Petra Stienen • Strategieberaterin für internationale Beziehungen und Menschenrechte und ehemalige Diplomatin in Syrien
    Ahmad al-Mahairy • Architekt, Strategischer Planer, Gründungsmitglied von „Together Space“
    Chaghaf Howayek • Architektin, Gründungsmitglied von „Together Space“
    Yasmin Merei • Journalistin und Aktivistin
    Razan Rashidi • Geschäftsführerin „The Syria Campaign“
    Joumana Seif • Juristin, ECCHR
    Autorin der Folge: Bettina Ritter
    Host: Lukasz Tomaszewski
    Hintergründe auf boell.de
    • Aktuelle Artikel und Analysen zu Syrien: [🔗 https://www.boell.de/de/tags/syrien]
    • Hintergründe über die Arbeit von Joumana Seif: [🔗 https://www.boell.de/de/anne-klein-frauenpreis-2023-joumana-seif]
    Weiterführende Artikel und Quellen*
    • Seite der Menschenrechtsorganisation The Syria Campaign: [🔗 https://thesyriacampaign.org/]
    • Zur schwierigen juristischen Aufarbeitung des Unrechts unter al-Assad: [🔗 https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/syrien-2025/562724/der-syrienkonflikt-und-das-voelkerstrafrecht/]
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    Grafik: Public Domain by Ahmed akacha (https://www.pexels.com/photo/people-holding-a-gigantic-syrian-flag-7152858/), Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
    33 min
  • Globale Kreislaufwirtschaft: Zwischen Rohstoffsicherung und globaler Gerechtigkeit
    Wie kann Kreislaufwirtschaft global gerecht gestaltet werden -- und nicht nur Europas Zugang zu Rohstoffen stärken?
    Zitat der Folge:
    »Nachts bündeln sie die Kabel und verbrennen sie, um dann die Kupferdrähte herauszuholen. Beim Verbrennungsprozess wird ein Cocktail von Chemikalien freigesetzt, einschließlich persistenter organischer Schadstoffe. Menschen in der Nachbarschaft atmen diese sehr schädlichen Gase ein.«
    Professor Nnorom Innocent, Umweltchemiker in Nigeria
    Episodenbeschreibung:
    Smartphones, Laptops, Elektroautos -- sie gelten als Schlüssel für Klimaschutz und Digitalisierung. Doch sie brauchen Rohstoffe, die oft aus dem Globalen Süden stammen. Und sie landen irgendwann -- als Elektroschrott -- wieder dort.
    Die EU setzt große Hoffnungen auf die Kreislaufwirtschaft: Sie soll Ressourcen sparen, Abhängigkeiten reduzieren und die Industrie widerstandsfähiger machen. Noch in diesem Jahr will die EU einen neuen Circular Economy Act vorlegen.
    Doch Kreislaufwirtschaft ist nicht automatisch gerecht. Während Europa über Recycling-Quoten debattiert, passiert Kreislaufwirtschaft längst -- in Lagos, in Accra, in Delhi. Nur unter Bedingungen, die wir hier nie akzeptieren würden: Hunderttausende Menschen zerlegen unseren Elektroschrott, verbrennen nachts Kabel, um Kupfer zu gewinnen, und setzen sich dabei giftigen Dämpfen aus.
    Was bedeutet Kreislaufwirtschaft also global gedacht? Und was müsste passieren, damit sie nicht nur Europas Industrie stärkt -- sondern auch den Menschen nutzt, die heute schon einen großen Teil dieser Arbeit leisten?
    Unsere Expert*innen:
    Luisa Denter
    Referentin für Rohstoffpolitik und zirkuläres Wirtschaften bei Germanwatch, einer Umwelt- und Entwicklungsorganisation
    Professor Nnorom Innocent
    Umweltchemiker in Nigeria, erforscht seit über 20 Jahren die Auswirkungen von Elektroschrott
    Autor der Folge: Kevin Caners
    Produktion: Audiokollektiv
    Host: Emily Thomey
    Co-Host: Vincent Lindig
    Weiterführende Artikel und Quellen:
    Hintergrund: Kreislaufwirtschaft: Vom Abfall zum Rohstoff [🔗 https://www.boell.de/de/2024/04/19/kreislaufwirtschaft-vom-abfall-zum-rohstoff
    Studie: Global Circular Economy - Reflections for a Just Transition [🔗 https://www.boell.de/de/2025/03/07/global-circular-economy
    Video-Report aus Africa: The tragic costs of e-waste - CBS [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=4GtWGHvX-rk
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    böll.podcast
    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst\*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
    Website: [🔗 https://www.boell.de/de/podcasts/boellpodcast
    Spotify: [🔗 https://open.spotify.com/show/7kruXVyvQnBjhIxOf2AXIY
    Apple Podcasts: [🔗 https://podcasts.apple.com/podcast/id1846544218
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    Fotocredits: Tobi &Chris: https://www.pexels.com/photo/birds-eye-view-of-garbage-dump-23436744/, Bearbeitung: hbs
    28 min
  • Gespräch mit der Hannah-Arendt-Preisträgerin Seyla Benhabib
    Seyla Benhabib ist eine der bedeutendsten Philosophinnen ihrer Generation. Im Dezember 2025 war sie in Bremen, um den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken entgegenzunehmen. Im Anschluss sprach sie in einem ausführlichen Interview mit der Journalistin Catherine Newmark über ihr Leben, ihr Werk und die Frage, was politische Urteilskraft heute bedeutet. Wir senden dieses Gespräch fast in voller Länge als Interview-Spezial im böll.podcast.
    Zitat der Folge
    »Es gibt eine Unterscheidung zwischen politischer Urteilskraft und moralischer Verantwortung. Moralische Verantwortung würde ich jeder Philosophin zuschreiben. Manche werden es praktizieren, andere nicht. Aber politische Urteilskraft, glaube ich, ist auch ein bisschen etwas, wo[für] man die Welt lieben muss.«
    Prof. Seyla Benhabib, Philosophin
    Episodenbeschreibung
    Seyla Benhabib zählt zu den bedeutendsten Philosophinnen ihrer Generation. Die Professorin für politische Theorie und Philosophie an der Yale University hat wichtige Debatten über Demokratie, Feminismus, Menschenrechte und Migration philosophisch begleitet und immer wieder mitgeprägt.
    In dieser Sonderfolge spricht Benhabib über ihre Kindheit im kosmopolitischen Istanbul, ihre akademische Laufbahn in den USA und Deutschland sowie ihre Auseinandersetzung mit Hegel, der Kritischen Theorie, dem Feminismus und Hannah Arendt.
    Im Gespräch geht es auch um die Frage, wie Menschenrechte heute begründet werden können, was demokratische Praxis bedeutet und warum politische Urteilskraft mehr verlangt als abstraktes Denken: nämlich eine Liebe zur Welt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
    Unsere Gäst*innen
    Seyla Benhabib
    • Philosophin und politische Theoretikerin, emeritierte Professorin an der Yale University & Hannah-Arendt-Preisträgerin 2025.
    Catherine Newmark
    • Philosophin und Journalistin.
    Hosting & Schnitt: Johanna Fricke
    Hintergründe auf boell.de
    • Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 🔗 https://www.boell.de/de/hannah-arendt-preis
    • „Die Menschenwürde verteidigen: Seyla Benhabib und das Denken mit Hannah Arendt“ 🔗 https://www.boell.de/de/2025/12/05/die-menschenwuerde-verteidigen-seyla-benhabib-und-das-denken-mit-hannah-arendt
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    Grafik: Malte Jäger, Bearbeitung: hbs, alle Rechte vorbehalten.
    1 hr
  • Wasserdaten aus Lateinamerika
    Der globale Bedarf an Rohstoffen wächst rasant – mit gravierenden Folgen für Wasser, Umwelt und Gesundheit, vor allem in Lateinamerika. Bergbau verschmutzt Flüsse, Seen und Grundwasser und gefährdet die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Wir schauen genauer hin: Wie machen Aktivist*innen Umweltzerstörung sichtbar? Welche Rolle spielen Daten, Transparenz und Lieferketten? Und wie kann Verantwortung entlang der gesamten Rohstoffkette durchgesetzt werden?
    Zitat der Folge:
    „Dieser Prozess der Umweltüberwachung durch die Gemeinden selbst hat sich meiner Meinung nach gut etabliert. Viele Bauern, mit denen wir zusammenarbeiten sind inzwischen seit mehreren Jahren dabei. Und jetzt bringen sie anderen Gemeinden bei, wie man die Wasserqualität in der Heimatregion selbst überwacht.“
    Juan Diaz, Umweltaktivist bei der Orginasation Terrea
    Episodenbeschreibung:
    Der Abbau von metallischen Rohstoffen, Kohle oder Gold ist wasserintensiv und geht häufig mit massiver Wasserverschmutzung einher. Giftige Schwermetalle wie Arsen, Cadmium oder Quecksilber gelangen in Flüsse, Seen und Böden – mit teils dramatischen Folgen für Gesundheit, Ökosysteme und das Leben der Menschen vor Ort. Besonders betroffen sind Regionen in Lateinamerika, wo Bergbau ein zentraler Wirtschaftszweig ist.
    In dieser Folge des böll.podcast sprechen wir über die sozialen und ökologischen Konsequenzen des Bergbaus, über Umwelt- und Gesundheitsrisiken und darüber, wie lokale Communities gemeinsam mit Aktivist*innen Wasserdaten erheben. Die gesammelten Daten schaffen Sichtbarkeit, stärken die Betroffenen und werden zunehmend auch in Gerichtsverfahren genutzt. Außerdem diskutieren wir, warum Transparenz in Lieferketten nicht nur für Menschen und Umwelt, sondern auch für Unternehmen und Investor*innen von Vorteil sein kann – und welche politischen Konflikte es um globale Umwelt- und Wasserstandards gibt.
    Unsere Gesprächspartner*innen:
    Fabiola Vargas
    • Umweltaktivistin, Bolivien
    Juan Diaz
    • Umweltaktivist, NGO Terrea, Kolumbien
    Johanna Sydow
    • Referentin Internationale Umweltpolitik, Heinrich-Böll-Stiftung
    Joe Ray
    • Datenanalyst, CDP (Carbon Disclosure Project)
    Autorin der Folge: Mandy Schielke
    Host: Lukasz Tomaszewski
    Weiterführende Artikel und Quellen:
    • „Zeitenwende, Rohstoffwende?": https://www.baks.bund.de/en/node/2421
    Hintergründe auf boell.de:
    • „Wasseratlas 2025 – Daten und Fakten über die Grundlage allen Lebens“, herausgegeben von Heinrich-Böll-Stiftung und BUND: https://www.boell.de/de/2024/11/26/wasseratlas-2025
    • „Hunger nach Rohstoffen": https://www.boell.de/de/boellthema/boellthema-22023-blendwerk
    • „Community Monitoring DE": https://www.boell.de/de/2023/10/03/der-fall-espinar-cusco-peru
    • „Community Monitoring EN": https://eu.boell.org/en/environmental-responsibility-through-supply-chains
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    böll.podcast
    Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Emily und Lukasz jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
    • Website: https://www.boell.de/de/podcasts/boell-podcast
    • Spotify: https://open.spotify.com/show/7kruXVyvQnBjhIxOf2AXIY
    • Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/podcast/id1846544218
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    Fotocredits: Johanna Sydow, Bearbeitung: hbs
    20 min
  • Neue Pick Your Battles: Lukas Scholle – Gerechtigkeitslücken, Regierungserfolge & unsozialer Klimaschutz
    Lukas Scholle hat Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität studiert und war im Anschluss Referent für Wirtschafts- und Finanzpolitik im Deutschen Bundestag. Neben seiner Tätigkeit als Chefredakteur bei Surplus ist er Geschäftsführer des Brumaire Verlags.
    Surplus ist ein Wirtschaftsmagazin, dass mit von Adam Tooze, Isabella Weber, Maurice Höfgen herausgegeben wird und von sich sagt, dass es sich um die Interessen der großen Mehrheit und nicht der Reichsten dreht. Es erscheint jeden zweiten Monat gedruckt und digital.
    In dieser Folge von „Pick Your Battles“ spricht er mit Vorstand Jan Philipp Albrecht u.a. darüber, wie sich Klimapolitik sozial oder unsozial auswirkt. Sie diskutieren über Gerechtigkeitslücken bei politischen Entscheidungen und darüber, was dafür oder dagegen spricht, große Immobilieneigentümer mehr in die Verantwortung zu ziehen.
    Sechs Themen in jeweils sechs Minuten.
    Stichworte:
    (04:39) CO2-Preisschock
    (11:50) Gerechtestmöglich
    (18:18) Gerechtigkeitslücken
    (25:13) Unsozialer Klimaschutz
    (33:01) Regierungserfolge
    (39:38) Oppositionsfähigkeit
    Weiterführende Inhalte:
    Surplus Magazin : https://www.surplusmagazin.de/
    Website Lukas Scholle: https://www.lukasscholle.de/
    Alle Folgen von „Pick your Battles“ auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLQoUnPhwq7cyORqZ8HvDeTTku7owXSuFV
    Credits: Foto JPA: Sibylle Fendt, alle Rechte vorbehalten; Foto LS: privat; Bearbeitung: hbs.
    48 min
  • Konzernatlas 2026: Das Sterben des Bäckereien-Handwerks (3/3)
    Die Zahl der Betriebe im Lebensmittelhandwerk ist seit dem Jahr 2000 in Deutschland um 40 Prozent zurückgegangen. Ein Beispiel ist die Herstellung von Brot: Von den Getreidemühlen bis zum Verkauf ist die Lieferkette von Brot inzwischen extrem konzentriert, viele Betriebe müssen aufgeben.
    Zitat der Folge
    „Die größte Handwerksbäckerei in Deutschland ist Edeka. Also EDEKA hat zahlreiche familiengeführte Unternehmen aufgeführt und sie gehen da rein. Und da steht jetzt nicht Edeka-Bäckerei drüber, sondern meinetwegen Dallmeyers in Schleswig-Holstein. Dallmeyers ist eine Bäckerei, die finden Sie in Schleswig-Holstein, viele Filialen, gehört aber Edeka. Und hat in den letzten Jahren immer mehr Betriebe aufgekauft, und über den Daumen sind das 3000 Filialen in Deutschland, also die zur Edeka-Gruppe gehören.“
    Anke Kähler, Bäckermeisterin und Vorstandsvorsitzende des Vereins Die Freien Bäcker
    Episodenbeschreibung
    In der dritten Folge des Böll Podcasts zum Konzernatlas 2026 sprechen wir mit einer politisch aktiven Bäckermeisterin und zwei Wissenschaftler*innen zur Krise des Lebensmittelhandwerks in Deutschland, am Beispiel von einem deutschen Lebensmittel: Brot. Wir erfahren, was in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Treiber hinter der extremen Marktkonzentration bei Mühlen und Bäckereien waren und welche Folgen der enorme Preisdruck auf kleine Handwerksbetriebe hat.
    Unsere Expert*innen
    Anke Kähler
    • Bäckermeisterin und Vorstandsvorsitzende des Vereins Die Freien Bäcker
    Prof. Dr. Arnim Wieck
    • Leiter der Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Freiburg
    Sophie Buckwitz
    • Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Freiburg
    Autor der Folge: Peter Kreysler
    Host: Lukasz Tomaszewski
    Hintergründe auf boell.de
    • „Konzernatlas 2026 – Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie“, herausgegeben von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre: [🔗 https://www.boell.de/konzernatlas]
    • Heinrich-Böll-Stiftung: 3-teilige Story „Geschichten um Brot: Von Backkunst, Aufständen, Macht und Preisen“: [🔗 https://www.boell.de/de/geschichten-vom-brot-von-backkunst-aufstaenden-macht-und-preisen]
    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an podcast[at]boell.de.
    Grafik: © STOCKMAR+WALTER Kommunikationsdesign, Foto: Norman Posselt, Bearbeitung: hbs
    30 min
  • Konzernatlas 2026: Mächtige Supermärkte, steigende Lebensmittelpreise (2/3)
    Wie hängt die steigende Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel mit der Lebensmittelpreisinflation der vergangenen Jahre zusammen? Was hat die Monopolkommission, ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung, dazu herausgefunden?
    Zitat der Folge
    „Immer mehr Ökonominnen und Ökonomen sind auch darauf gekommen, dass es eine gewinngetriebene Inflation war, dass also Unternehmen, die die allgemein inflationäre Situation ausgenutzt haben, um die Preise eben noch weiter zu steigern. Das heißt: Die Verbraucher*innen haben eh schon gesehen, die Preise werden teurer, und deswegen haben die Unternehmen einfach noch mehr draufgeschlagen, um sich weiter zu bereichern.“
    Steffen Vogel, Referent für globale Lieferketten und Menschenrechte im Agrarsektor bei Oxfam Deutschland
    Episodenbeschreibung
    In der zweiten Folge des Böll Podcasts zum Konzernatlas 2026 sprechen wir mit zwei Experten über die Gründe für die stark gestiegenen Lebensmittelpreise in den vergangenen Jahren. Diese wurden oft auf die direkten Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zurückgeführt. Doch diese Erklärung scheint allein nicht auszureichen. Auch die Marktkonzentration gerade bei Supermärkten spielt eine entscheidende Rolle, wie die Monopolkommission herausgefunden hat. Wir haben recherchiert, wie die Supermarktketten Preise setzen können und was die Politik gegen diese stark konzentrierte Marktmacht tun könnte.
    Unsere Expert*innen
    Uli Müller
    • Mitbegründer von LobbyControl und Vorstand von Rebalance Now
    Steffen Vogel
    • Referent für globale Lieferketten und Menschenrechte im Agrarsektor bei Oxfam Deutschland
    Autor der Folge: Peter Kreysler
    Host: Lukasz Tomaszewski
    Weiterführende Artikel und Quellen
    • Monopolkommission: Sondergutachten 84: Wettbewerb in der Lebensmittellieferkette: [🔗 https://www.monopolkommission.de/de/gutachten/sondergutachten/sondergutachten-auf-eigene-initiative/484-84-sondergutachten-wettbewerb-in-der-lebensmittellieferkette.html]
    **Hintergründe auf boell.de**
    • „Konzernatlas 2026 – Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie“, herausgegeben von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre: [🔗 https://www.boell.de/konzernatlas]
    • Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, TMG Thinktank for Sustainability (Herausgeber): „Krisenpuffer gegen die Inflation – Öffentliche Nahrungsmittelspeicher zur Preisstabilisierung und ihr Beitrag zur Transformation der Ernährungssysteme“: [🔗 https://www.boell.de/de/2024/06/18/krisenpuffer-gegen-die-inflation]
    Fragen oder Feedback zur Sendung gern an podcast[at]boell.de.
    Grafik: © STOCKMAR+WALTER Kommunikationsdesign, Foto: Norman Posselt, Bearbeitung: hbs
    28 min

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