Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung

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Alle Podcasts und Audiofiles der Heinrich-Böll-Stiftung episodes

  • Viva con Agua-Gründer Micha Fritz: Zum Glück engagiert
    703 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viva con Agua will das ändern. Im Pod der guten Hoffnung erklärt Viva con Agua-Mitbegründer Micha Fritz, was Engagement mit Freude, Spaß und Leichtigkeit zu tun hat.
    2006 gründete **Micha Fritz** zusammen mit einigen Freunden den Viva con Agua St. Pauli e.V. Das Ziel: Menschen im globalen Süden mit sauberem Trinkwasser versorgen. Heute, fast 20 Jahre später, profitieren über vier Millionen Menschen von den Trinkwasser-Projekten des Vereins. Weltweit engagieren sich 15.000 Ehrenamtliche bei Viva con Agua, sammeln Spenden, bohren Brunnen, bauen Toiletten. Die Viva con Agua Wasser GmbH verkauft Mineralwasser in Flaschen und unterstützt so die Arbeit des Vereins. Dazu kommt ein Hotel, ein Kunstfestival, Recycling-Toilettenpapier – nicht für den Profit, sondern für die Community, das Gemeinwohl, das gute Leben für alle. Warum? Weil es glücklich macht.
    Im Pod der guten Hoffnung spricht Micha mit unserem Host Jonas über seine Vision einer sozialeren Art des Wirtschaftens und den Unsinn, in Deutschland Flaschenwasser zu trinken.
    **Micha Fritz** ist konzeptioneller Aktivist und Speaker. 2006 rief er mit Benjamin Adrion und weiteren Freunden die Trinkwasser-Initiative Viva con Agua ins Leben.
    Links:
    [Website Viva con Agua](https://www.vivaconagua.org/)
    [Website Micha Fritz](https://www.michafritz.com/)
    [Der Wasseratlas der Heinrich-Böll-Stiftung liefert neben Daten und Fakten auch viele Lösungsansätze wie wir unsere wichtigste Lebensgrundlage schützen können](https://www.boell.de/de/wasseratlas)
    [Die 4-teilige Podcastreihe zum Wasseratlas](https://www.boell.de/de/wasseratlas#podcast)
    [Alle Folgen vom Pod der guten Hoffnung](https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung)
    [Treibhauspost – konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter](https://www.treibhauspost.de)
    Für Themenvorschläge oder Feedback zum Podcast "Pod der guten Hoffnung" erreicht ihr uns per E-Mail unter [email protected]
    Fotocredtis: © manuagah; Bearbeitung: HBS
    36 min
  • Investigativ-Journalistin Annika Joeres: Aufdecken, aufrütteln, Hoffnung säen
    Weltweit arbeitet eine Milliarden-Lobby an der Zukunft des fossilen Geschäftsmodells – mit großem Erfolg. Im Pod der guten Hoffnung beschreibt die Investigativ-Journalistin Annika Joeres, wie sie die Machenschaften der Fossil-Lobby aufdeckt und erklärt, warum ihr Selbstversorgergarten mehr ist als eine gelebte Utopie.
    Es klingt wie ein Hollywood-Plot: Ein Zirkel skrupelloser Wirtschaftsbosse manipuliert die öffentliche Meinung, um weiterhin Milliarden mit Produkten zu verdienen, die die Umwelt in einem Ausmaß schädigen, das Teile der Erde unbewohnbar werden könnten. Doch genau das passiert, wenn es um fossile Energie geht. Um ihr destruktives Geschäftsmodell zu verlängern, geben Gas- und Ölkonzerne Milliarden für Werbung und Lobbyarbeit aus.
    Wie aber lebt es sich mit dem Wissen, dass fossile Konzerne unsere Zukunft verspielen – und was hilft gegen den Frust und die Ohnmacht, den diese Erkenntnis auslöst? Annika Joeres kennt beides: Die Recherchearbeit über milliardenschwere Fossil-Lobbys – und die Sehnsucht nach einem Alltag, der Hoffnung schenkt. Als es in Deutschland mit ihrer Karriere im Journalismus nicht weiterging, hat sie in einem südfranzösischen Bergdorf einen radikalen Neuanfang gewagt. Seitdem erlebt sie hautnah die Auswirkungen der Klimakrise, schreibt und recherchiert inmitten der Natur über die Kräfte, die uns in fossiler Abhängigkeit halten. Was sie antreibt, ist die Wut über die Ungerechtigkeit und die Macht einiger weniger, aber auch die Hoffnung, dass Aufklärung etwas verändern kann.
    Im Gespräch mit Anna Brehm erklärt sie, was Gartenarbeit mit Hoffnung zu tun hat und wie man weitermacht, auch wenn die Fakten erdrückend scheinen.
    Annika Joeres ist Investigativ-Journalistin und Buchautorin. Sie arbeitet als Klimareporterin für correctiv.org sowie DIE ZEIT und schreibt für weitere überregionale Zeitungen über Energiepolitik, Europa und den Klimawandel. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem NDR Sachbuchpreis. Im Mai 2025 erschien ihr neustes Buch Die Milliarden Lobby – Wer uns von Öl und Gas abhängig macht im Piper-Verlag. Die Milliarden Lobby hat sie zusammen mit der Journalistin Susanne Götze verfasst.
    [Annika Joeres Website](https://annika-joeres.de/) und Social Media:
    X: @AnnikaJoeres
    Instagram: @annika_joeres
    [Correktiv](https://correctiv.org)
    [Alle Folgen vom Pod der guten Hoffnung findet ihr unter](https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung)
    [Treibhauspost – konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter](https://www.treibhauspost.de )
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    Foto: copyright Rebecca Marshall; Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    41 min
  • Aktivist Raphael Thelen: Das Glück des Widerstands
    Was verhindert effektiven Klimaschutz? Mangelndes Problembewusstsein? Unsere Bequemlichkeit? Oder fehlen einfach die Technologien für ein klimafreundliches Leben? Nein, sagt der Autor und Aktivist **Raphael Thelen**. Unser größtes Problem ist: der Einfluss von Geld auf die Politik. Im Pod der guten Hoffnung erklärt er, wie eine demokratische Revolution das Klima retten kann und warum er an das Gute im Menschen glaubt.
    Raphael Thelens Leben teilt sich in ein Davor und Danach. In seinem Leben davor ist Raphael erfolgreicher Journalist, arbeitet, kaum dreißig Jahre alt, für Leitmedien wie ZEIT ONLINE und den SPIEGEL. Er reist um die Welt, berichtet über den syrischen Bürgerkrieg und die Klimakrise, veröffentlicht Bücher. Bei seinen Recherche-Reisen wird er mit den dramatischen Folgen des Klimawandels konfrontiert – Dürren, Hochwasser, Erdrutsche, Hitzewellen mit Temperaturen von 50 Grad Celsius. Aber je klarer er das ganze Ausmaß der Klimakrise begreift und darüber berichtet, desto stärker wird der Widerstand in den Redaktionen. „Bist du Aktivist oder Journalist?“ fragen seine Vorgesetzten. 2023 hängt Raphael Thelen seinen gut bezahlten Journalistenjob an den Nagel und schließt sich den Aktivisten der Letzten Generation an. Das Leben danach beginnt.
    Im Pod der guten Hoffnung spricht Raphael über demokratische Aufbrüche, die Macht von Geld in der Politik, über Wut, Schönheit und die Euphorie, das Richtige zu tun.
    **Raphael Thelen** ist Autor, Speaker und Aktivist. Als Journalist berichtete er über den Arabischen Frühling, begleitete syrische Kriegsflüchtlinge auf der Balkanroute, schrieb über die neuen und alten Träume Ostdeutschlands und die Klimakrise. Seit 2023 arbeitet er nur noch als Autor und Speaker, und engagiert sich bei der Letzten Generation (jetzt: Neue Generation). Zuletzt erschein sein Romandebüt Wut im Arche Literaturverlag.
    Links:
    [Raphael Thelen auf Instagram](https://www.instagram.com/raphael_thelen/?hl=de)
    [Raphael Thelen auf X](https://x.com/raphaelthelen)
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    Foto: copyright Paula Winkler; Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    32 min
  • Jenseits von Öl und Gas: Golfstaaten im Umbruch
    Die drei südlichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) waren über den kürzlichen Angriff Israels auf den Iran wenig erfreut. Knapp die Hälfte der weltweiten Vorräte an Öl und 40% der globalen Gasvorräte lagern rund um den persischen Golf und werden maßgeblich über die vom Iran kontrollierte Straße von Hormus exportiert. Katar, Saudi-Arabien und die VAE wurden durch diese fossilen Rohstoffe reich und mächtig. Gleichzeitig diversifizieren sie ihre Wirtschaft – auch mit massiven Investitionen in Erneuerbare Energien.
    Es sind Länder, die seit Jahrzehnten eng mit den USA verbunden waren, und die doch heute eine sehr eigenständige Politik machen. Welche Rolle spielen eigentlich diese »globalen Player« in der globalen Politik und der Weltwirtschaft? Wie gestalten sie ihre Beziehungen zu ihrer Nachbarschaft in Afrika? Und welche Rolle nehmen sie ein in der Transformation zu einer post-fossilen Welt?
    Darüber diskutieren wir mit Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins »Surplus«. Sein Newsletter »Chartbook« informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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    Weiterführende Links:
    Interview des Surplus Magazins mit Adam Tooze: https://youtu.be/RJzqa8KnipU?si=yK_AMlXjHs6mf7RD&t=230
    Pro Kopf Emissionen der Golfstaaten, der USA und Europas nach Our World in Data: https://ourworldindata.org/grapher/co-emissions-per-capita?country=USA~OWID_EU27~QAT~ARE~SAU~DEU
    Pro Kopf Emissionen dieser Staaten nach Weltbankdaten: https://data.worldbank.org/indicator/EN.GHG.CO2.PC.CE.AR5?end=2023&locations=AE-QA-SA-DE-US&start=2012
    Energy Transition in the Gulf: Best Practices and Limitations: https://carnegieendowment.org/research/2025/04/energy-transition-in-the-gulf-best-practices-and-limitations?lang=en
    Petrochemicals set to be the largest driver of world oil demand, latest IEA analysis finds: https://www.iea.org/news/petrochemicals-set-to-be-the-largest-driver-of-world-oil-demand-latest-iea-analysis-finds#:~:text=Petrochemicals%252520are%252520set%252520to%252520account,and%25252083%252520bcm%252520by%2525202050
    Top 10 African countries receiving the most Middle East investments: https://africa.businessinsider.com/local/markets/top-10-african-countries-receiving-middle-east-investments/hjmptyg
    Gulf countries are becoming major players in Africa: https://www.economist.com/middle-east-and-africa/2024/03/13/gulf-countries-are-becoming-major-players-in-africa?giftId=7a9ba31f-5372-4f2f-a38a-17c4994f05f0&utm_campaign=gifted_article
    Qatar will ‘stop’ EU gas sales if fined under due diligence law: https://www.ft.com/content/2260c21b-f5f4-4ea9-b176-ba1b38c8471c?accessToken=zwAGN-u6fkqokc8iYMIb9fROqdOxdrobOMhHHA.MEUCIQCJJsbCOsGc8LuuolpA9G4FYSEBM1puLBxQrTF6ciTX_AIgZI6tIs60n1wd6hgw-RQLsgLqHEXNttsHmNw-aVaix28&sharetype=gift&token=b388b768-880b-429d-a394-e093762ea18f
    44 min
  • Lithium-Abbau in Lateinamerika
    Das Leichtmetall Lithium wird auch »Weißes Gold« genannt und wir brauchen es für die Energie- und Mobilitätswende. Aber was bedeutet der Abbau in Lateinamerika für Mensch und Umwelt? Zwei Expert*innen aus Mexiko und Chile berichten.
    Es wird für Lithium-Ion-Batterien gebraucht und diese werden praktisch überall verbaut: In E-Autos, Smartphones und in den Speichern für Solarpaneele und Windkraftanlagen. Und wir werden voraussichtlich sehr bald sehr viel mehr davon brauchen: Denn laut einer aktuellen Studie wird der Bedarf alleine für die Elektromobilität in der EU in den nächsten 25 Jahren um das 45-fache steigen. Somit ist Lithium ein sehr begehrter, kritischer Rohstoff.
    Die EU sucht für den Zugang zu Lithium und anderen kritischen Rohstoffen Partnerschafen mit rohstoffreichen Ländern, auch in Lateinamerika. Denn die weltweit größten Reserven befinden sich im sogenannten Lithium-Dreieck in Chile, Argentinien und Bolivien. Auch in Mexiko wurden Lithiumvorkommen entdeckt, die bald schon über Tagebauminen abgebaut werden sollen. Der Abbau dieses begehrten Rohstoffs hat teils gravierende Auswirkungen auf die Menschen, die in den Abbaugebieten leben und auf die Ökosysteme. Mitte Mai hat die Heinrich-Böll-Stiftung zusammen mit Brot für die Welt - einer NGO der evangelischen Kirchen - einen mehrtägigen Workshop in Berlin zum Lithiumabbau veranstaltet und dafür Partnerorganisationen aus Europa, Lateinamerika und Afrika eingeladen.
    Host: Emily Thomey
    Autor: Łukasz Tomaszewski
    Ein Podcast mit:
    - Beatriz Olivera (Direktorin der Nichtregierungsorganisation ENGENERA- Energía, Género y Ambiente, Mexiko)
    - Ezio Costa Cordella (Direktor der Nichtregierungsorganisation FIMA, Chile)
    Links:
    Böll.Thema Blendwerk
    Deutsch: https://www.boell.de/de/2023/10/01/boellthema-223-blendwerk
    Englisch: https://www.boell.de/en/2023/10/01/boellthema-223-blendwerk
    Spanisch: https://cl.boell.org/es/2024/06/18/riquezas-malditas
    Factsheet Rohstoffe aus Lateinamerika
    Deutsch: https://www.boell.de/de/2024/05/22/rohstoffe-aus-lateinamerika
    Spanisch: https://cl.boell.org/es/2024/08/22/materias-primas-procedentes-de-latinoamerica
    Critical Raw Materials for Strategic Technologies and Sectors in the EU - A Foresight Study: https://ec.europa.eu/docsroom/documents/42881
    FIMA: https://www.fima.cl/
    FIMA: Energiewende und Menschenrechte: Gemeinden melden Verstöße durch Lithiumabbau gegenüber der IACHR (Spanisch): https://www.fima.cl/2024/11/19/transicion-energetica-y-litio-desde-la-alianza-humedales-andinos-exigen-recomendaciones-en-audiencia-ante-la-cidh/
    FIMA: Kritische Rohstoffe und Geschlechtergerechtigkeit (Spanisch): https://www.fima.cl/wp-content/uploads/2024/09/Minerales-criticos-e-igualdad-de-genero-Las-voces-de-las-mujeres-de-Antofagasta-y-Atacama.pdf
    ENGENERA: https://engenera.org/
    Publikation Heinrich-Böll-Stiftung Mexiko-Stadt, Mexiko: Kritische Mineralien für die Energiewende: Konflikte und Alternativen für eine sozio-ökologische Transformation (Spanisch): https://mx.boell.org/es/2022/12/07/minerales-criticos-para-la-transicion-energetica
    FARN: https://farn.org.ar/
    FARN: The role of critical minerals in the energy transition: policy implications at the local, national, regional and global level: https://farn.org.ar/documentos/the-role-of-critical-minerals-in-the-energy-transition-policy-implications-at-the-local-national-regional-and-global-level/
    Publikation Heinrich-Böll-Stiftung Santiago de Chile, Chile:
    Revista Justicia Ambiental nº16: https://cl.boell.org/es/2025/03/10/revista-justicia-ambiental-no16
    Veranstaltungsmitschnitt September 2024: Neues Bergbaugesetz in Mexiko - wird nun alles besser? https://www.youtube.com/watch?v=SZIkmfKoIYw
    Veranstaltungsmitschnitt September 2024: Lithium mining in Serbia, Argentina and Chile: https://www.youtube.com/watch?v=TKIJU29Rpp4
    Abbildung:
    Foto: Cristóbal Moreno. All rights reserved
    Bearbeitung: hbs
    29 min
  • Trump vs. Agenda2030: Was bleibt von den Nachhaltigkeitszielen?
    Mit den 2015 verabschiedeten Zielen für nachhaltige Entwicklung und dem im gleichen Jahr angenommenen Pariser Klimaabkommen hat sich die Menschheit entschlossen, die Klimakatastrophe zu bekämpfen, Armut und Hunger zu überwinden, den Zugang zu sauberem Wasser und sauberer Energie sicherzustellen, die Artenvielfalt zu schützen und Geschlechtergerechtigkeit herzustellen. Nun haben sich die USA aus den Abkommen zurückgezogen und Donald Trump hat die ganze Agenda 203 als „woke“ denunziert. Ein Anlass, über das Verhältnis zwischen US Hegemonie und der Idee globaler nachhaltiger Entwicklung nachzudenken.
    Das Gespräch mit Adam Tooze fand im Nachgang seiner Rede auf dem ersten Berlin Forum on Global Cooperation statt. Die Rede fand ein großes Echo, da sie liebgewonnene Selbstverständlichkeiten in Frage stellte. Ist die Agenda 2030 apolitisch, gar antipolitisch? War das Versprechen Nachhaltiger Entwicklung jemals ernst gemeint? Was würde es überhaupt geopolitisch bedeuten, wenn Entwicklungsländer substantiell wirtschaftlich aufholen würden? Und von wem hängt es nun ab, ob Klimaschutz im großen Stil stattfindet, wie es nötig ist?
    Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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    Weiterführende Links:
    [Adam Tooze Keynote beim Berlin Forum auf Englisch] (https://www.youtube.com/watch?v=NHn9dSQ05JU&t=4575s)
    [Adam Tooze Keynote beim Berlin Forum auf Deutsch] (https://www.youtube.com/watch?v=VZFN7JW7ltY&t=743s)
    Kapitel:
    (00:01) Intro
    (02:03) Warum sind die USA gegen die SDGs?
    (04:44) Ist nachhaltige Entwicklung mit US-Hegemonie vereinbar?
    (14:00) Internationale Kooperation und SDGs
    (23:23) Globale Emissionen & Klimaschutz
    (30:48) Umdenken der Klimastrategien & Industrie
    (36:37) Wie weiter in der Entwicklungspolitik?
    (42:30) Outro
    Credits: MintBlack/Adobe Stock, alle Rechte vorbehalten; WEF/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs.
    43 min
  • Rente mit Zukunft - Wie sichern wir das Versprechen von morgen?
    Kaum ein Thema bewegt so viele Menschen wie die Rente – und das zu Recht, denn sie ist ein zentrales Versprechen unseres Sozialstaats. Doch wie sicher ist dieses Versprechen in einer alternden Gesellschaft mit wachsendem Reformbedarf?
    In dieser Folge fragen wir: Was muss passieren, damit die gesetzliche Rente auch morgen noch verlässlich, gerecht und finanzierbar bleibt? Welche Ideen liegen auf dem Tisch? Und wie führen wir die Debatte, ohne das Vertrauen in den Sozialstaat zu verspielen?
    Ein Podcast mit:
    - Prof. Frank Nullmeier, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bremen, Autor der Studie “Rente mit Zukunft”
    - Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
    - Susanne Wagenmann, Abteilungsleiterin für Soziale Sicherung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
    - Andreas Audretsch, MdB und stellvertretender Vorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion
    - Henriette Wunderlich, Referentin in der Abteilung Sozialpolitik beim Sozialverband Deutschland
    Links:
    Studie: Rente mit Zukunft – Reformszenarien der Alterssicherung: https://www.boell.de/de/2024/01/16/finanzierung-oeffentlicher-zukunftsinvestitionen
    Heinrich-Böll-Stiftung | Von Prof. Frank Nullmeier und Dr. Magnus Brosig
    Videoaufzeichnung: Mittagsgespräch „Rente mit Zukunft“: https://www.youtube.com/live/lqEWA4g53Tc?si=seYF0fCSnRe5ULOA
    Heinrich-Böll-Stiftung Diskussion zur Studie mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
    ZDF-Doku: Die Wahrheit über unsere Rente: https://www.zdf.de/video/reportagen/die-wahrheit-ueber-100/die-wahrheit-ueber-unsere-rente-100 (mit Jochen Breyer)
    Investigativer Blick auf Reformbedarf und politische Hürden
    NDR-Doku: Rente: Reiches Land – arme Frauen?: https://www.ardmediathek.de/video/ndr-story/rente-reiches-land-arme-frauen/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8xMzkxXzIwMjItMDktMDUtMjItMDA
    Porträtierte Lebensrealitäten von Frauen mit niedriger Rente – und ein Blick auf strukturelle Ursachen
    Coverbild:
    Creator: IMAGO / Depositphotos | Bearbeitung: hbs
    Lizenz: All rights reserved
    24 min
  • Schülerin und Aktivistin Frieda Egeling: Für eine lebenswerte Zukunft kämpfen
    Vor fünf Jahren demonstrierte Frieda Egeling zum ersten Mal bei einem Klimastreik. Heute ist die sie Pressesprecherin von Fridays for Future. Im Pod der guten Hoffnung spricht die 15-jährige Schülerin über ihr Engagement in der Klimabewegung - und über ihre zwiespältigen Gefühle im Kampf für eine sichere Zukunft.
    Seit 2018 streiken Schüler*innen weltweit für Klimaschutz. Fridays for Future hat das Thema in die Mitte der Gesellschaft getragen. Das Motto: Damit junge Menschen auch in Zukunft gut auf diesem Planeten leben können, muss die Politik endlich handeln. Passiert ist seitdem allerdings viel zu wenig.
    So berichtet Frieda Egeling von zwei widerstreitenden Gefühlen, die sie mit ihrem Aktivismus verbindet: Auf der einen Seite fühlt sie sich in der Klimabewegung extrem wohl, schwärmt von Solidarität, Freundschaft und dem berauschenden Gefühl der Selbstwirksamkeit. Auf der anderen Seite spürt sie auch Wut und großen Frust, dass trotz unzähliger Streiks und Proteste noch immer kein ausreichender Klimaschutz umgesetzt wurde.
    Im Gespräch mit Jonas Witsch erklärt Frieda, warum junge Menschen ein Recht auf Klimaschutz haben und wie sie sich das Leben auf der Erde im Jahr 2100 vorstellt.
    Frieda Egeling ist Schülerin und Sprecherin von Fridays for Future. Im Sommer 2024 hat sie als eine von zwölf Einzelkläger*innen mit der Deutschen Umwelthilfe gegen das reformierte Klimaschutzgesetz der Bundesregierung geklagt.
    Links:
    Fridays For Future (https://fridaysforfuture.de/)
    Alle Folgen vom Pod der guten Hoffnung (https://www.boell.de/de/podcasts/pod-der-guten-hoffnung)
    Treibhauspost – konstruktiver Klima-Journalismus per Newsletter (https://www.treibhauspost.de)
    Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier (https://www.boell.de/de/podcasts)
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    Foto: Heinrich-Böll-Stiftung, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    32 min
  • Dollar in der Krise: Eine Chance für Europa oder den globalen Süden?
    Der US-Dollar ist keine Währung wie jede andere; er gilt als Leitwährung des globalen Finanzsystems. Ein Großteil des Welthandels wird in Dollar abgewickelt, und die meisten Zentralbanken halten den überwiegenden Teil ihrer Währungsreserven in der US-Währung. Somit kommt dem US-Dollar eine außergewöhnliche Rolle in der Weltwirtschaft zu.
    Könnte sich das nun ändern? Im Zuge der neuen US-Zollpolitik von US-Präsident Trump kam es zu einer deutlichen Abwertung des Dollars gegenüber dem Euro und anderen wichtigen Währungen. Mit Adam Tooze sprechen wir darüber, ob damit die privilegierten Rolle des Dollars im Weltfinanzsystem am Ende sein könnte. Könnten der Euro oder chinesische Yuan an seine Stelle treten? Auch die als BRICS+ zusammengeschlossenen großen Entwicklungsländer (unter anderem Brasilien, Indien, China und Südafrika) diskutieren seit langem Alternativen zum Dollar. Wie stellt sich die Situation für Entwicklungs- und Schwellenländer dar, die stark vom derzeitigen Dollarsystem abhängen?
    Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über wirtschaftliche und politische Entwicklungen weltweit.
    Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
    Wenn euch dieser Podcast gefällt, helft uns, unsere Reichweite zu erhöhen. Empfehlt uns gerne weiter oder unterstützt uns mit einer Bewertung oder einem Abo auf der Podcast-Plattform eurer Wahl.
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    Weiterführende Links:
    [Debt Justice UK: US tariffs will intensify debt crisis in lower-income countries] (https://debtjustice.org.uk/blog/us-tariffs-will-intensify-debt-crisis-in-lower-income-countries)
    [Treasury Secretary Scott Bessent Remarks before the Institute of International Finance.](https://home.treasury.gov/news/press-releases/sb0094)
    [Trumps »Tag der Befreiung« schadet den USA und der Weltwirtschaft] (https://www.surplusmagazin.de/zoelle-zoll-trump-tag-der-befreiung-usa-weltwirtschaft/ )
    [KfW Research: Präsident Trumps Spiel mit dem Status der USA: Kurz- und langfristige Effekte der Wirtschaftspolitik] (https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2025/Fokus-Nr.-497-April-2025-USA-Trump.pdf)
    [Projekt zur Entschuldung von Entwicklungsländern] (www.drgr.org)
    [Vorwort von Indermit Gill im Internationalen Schuldenreport der Weltbank] (https://openknowledge.worldbank.org/bitstreams/9b3d960c-5f6e-4100-82bc-46d72d4602ad/download)
    [Die globale Schuldenkrise vieler Entwicklungsländer und ihre Verflechtung mit der Klimakrise] (https://www.boell.de/de/2023/12/04/die-globale-schuldenkrise-vieler-entwicklungslaender-und-ihre-verflechtung-mit-der-klimakrise)
    [Alle Folgen & Shownotes von Märkte, Mächte, Emissionen](https://www.boell.de/de/podcasts/maerkte-maechte-emissionen-adam-tooze)
    [Alle Podcasts der Heinrich-Böll-Stiftung findet ihr hier.](https://www.boell.de/de/podcasts)
    Kapitel:
    (00:01) Intro
    (02:17) Wie kam es zur Dominanz des US-Dollars?
    (12:16) Das „exorbitante Privileg“ der USA
    (15:28) Schulden & Investitionen
    (18:30) US-Dollar und Schulden im globalen Süden
    (23:30) Auswirkung der Zollpolitik auf US-Währung & Aktienmärkte
    (30:09) Ist das Dollarsystem stabil? Und was kommt danach?
    (36:26) US-Dollar & Ölmarkt
    (40:50) Können Schwellenländer den Teufelskreis durchbrechen?
    (45:44) Outro
    Credits: dlyastokiv, BillionPhotos.com/AdobeStock; WEF/flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Montage: hbs.
    47 min
  • Krankenpflegerin Laura Marie Strützke: Einfach machen!
    Laura-Marie Strützke arbeitet als Krankenpflegerin und Klimamanagerin im Hubertus-Krankenhaus in Berlin. Im Pod der guten Hoffnung erzählt sie, was die Klimakrise für Patient*innen und Pflegepersonal bedeutet, und verrät, was ihr an schlechten Tagen Hoffnung gibt.
    „Kein Mensch hat Bock darauf, die Umwelt zu zerstören“ sagt Laura-Marie Strützke. Als Krankenpflegerin auf der Intensivstation erlebt sie Menschen in Extremsituationen und glaubt an das Gute in uns allen. Seit der Geburt ihres ersten Sohnes sieht sie die Welt durch eine „Nachhaltigkeitsbrille“ – und die setzt sie auch im Klinikalltag nicht ab: Neben Ihrer Tätigkeit als Pflegekraft arbeitet sie seit 2019 als Klimamanagerin daran, die Umweltbilanz des Hubertus-Krankenhauses zu verbessern. So ist der Energieverbrauch der Klinik in den letzten Jahren schon deutlich gesunken, für die Patientenkost wird häufiger auf Fleisch verzichtet und in diesem Jahr wird Laura-Marie gemeinsam mit der Krankenhaus-Leitung einen Hitzeplan erarbeiten, um Patienten und Personal besser vor Hitzewellen zu schützen.
    Im Gespräch mit Anna Brehm erzählt Laura-Marie Strützke, wie sie als Krankenpflegerin zur Klimaschützerin wurde und erklärt, warum es manchmal hilft, nicht zu fragen, sondern einfach zu machen.
    Laura-Marie Strützke ist Krankenpflegerin, Gesundheitswissenschaftlerin und Klimamanagerin. Ursprünglich wollte sie Großtierärztin werden, hängte aber nach vier Semestern Veterinärmedizin das Studium an den Nagel und machte ein Praktikum im Krankenhaus. Weil sie sich dort vom ersten Tag an „einfach nur zu Hause“ fühlte, wurde sie Krankenpflegerin. Später studierte sie im Fernstudium Gesundheitswissenschaft und arbeitete parallel auf der Intensivstation.
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    Foto: Frederic Schweizer, Bearbeitung: Heinrich-Böll-Stiftung
    43 min

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