
Sign up to save your podcasts
Or


Welt, guten Morgen am 7.11.! Ich bin Roman Rackwitz und heute geht es um den größten Feind: die Simplifizierung. In einer Welt voller Veränderungen, neuer Methoden und wissenschaftlicher Erkenntnisse ist dieser Drang zur Vereinfachung eine Gefahr, besonders für Gamification.
Die Industrie bewegt sich oft in Richtung Übersimplifizierung, indem sie alles auf das kleinste Element reduziert. Das ist zwar nachvollziehbar, um Geschäftspartner schnell zu überzeugen, führt jedoch zu banalen Lösungen ohne Kontext und Komplexität. Man erwartet dann Wunder, die so nicht eintreten können.
Andererseits kann ein Übermaß an Komplexität dazu führen, dass man nie ins Handeln kommt. Dieser Fluch des Wissens zeigt sich beispielsweise im heutigen CBO Nugget-Newsletter, der auf https://cbonugget.substack.com/ erscheinen ist. Die Wahrheit liegt meist im Gleichgewicht zwischen diesen beiden Extremen.
Die Erwartungshaltung, komplexe Probleme in zwei Minuten erklärt zu bekommen oder so einfach wie möglich dargestellt zu haben, ist gefährlich. Besonders, wenn man externe Hilfe sucht und dennoch eine schnelle Lösung erwartet.
Die größte Gefahr bei der Umsetzung solcher Themen ist diese Simplifizierung. Umgebt euch daher mit Leuten, die euch fordern und findet ein Gleichgewicht zwischen Vereinfachung und Komplexität. Einen schönen Tag!
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Welt, guten Morgen! Ich bin Roman Rackwitz und heute möchte ich einen Gedanken zur Verhaltensveränderung versus Empowerment teilen. Gerade im Bereich der Gamification und Verhaltenspsychologie gibt es häufig Diskussionen über den Unterschied zwischen Nudging und Gamification oder welche Mechaniken eingesetzt werden, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Aus meiner Sicht sollte die Frage zunächst sein, wofür wir etwas gestalten möchten. Wenn wir Veränderungen im Arbeitsleben einführen oder unseren Kindern helfen wollen, ist die Frage: Möchte ich ein Verhalten ändern oder Empowerment erreichen? Bei einer Verhaltensänderung habe ich bereits eine Richtung im Kopf, während Empowerment eher auf intrinsischer Motivation basiert.
Der Unterschied besteht darin, dass bei einer Verhaltensänderung ein bestimmtes Ergebnis erreicht werden soll, während Empowerment darauf abzielt, jemanden zu befähigen. Bei intrinsischer Motivation kann der Mensch plötzlich ganz andere Fähigkeiten an den Tag legen, wie konzentriertes Arbeiten oder Resilienz.
Eine Metapher könnte das Auto sein: Wenn ich das Auto, als Werkzeug, verbessern möchte, kann ich ein Navi einbauen. Das hilft zwar schneller von A nach B zu kommen, aber es gibt auch andere Möglichkeiten das Auto zu verbessern. Durch zusätzliche Features kann das Auto plötzlich andere Wege gehen, vielleicht sogar Offroad.
Dieser Unterschied zeigt sich auch in der heutigen Arbeitswelt. In einer Produktionsstraße gibt es klare Vorgaben und Effizienz ist gefragt. In Innovations- und Dienstleistungsgesellschaften hingegen sind Menschen gefragt, die offen für Veränderungen und Herausforderungen sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Verhaltensveränderung als auch Empowerment ihre Berechtigung haben. Es kommt darauf an, welche Ziele verfolgt werden und in welchem Kontext diese eingesetzt werden sollen.
Ich fokussiere mich mit Gamification und der Ausrichtung auf intrinsische Motivation eher auf Empowerment, und das ist für mich ein großer Unterschied. Wenn man das klärt, wird einem schnell klar, welche Mechaniken gebraucht werden. Es gibt resultatsorientierte Mechaniken wie Punkte und Badges, die man für etwas erhält. Das ist Verhaltensänderung.
Dann gibt es Bereiche, in denen ich Dinge triggere, indem ich Neugier antreibe. Hier geht es nicht darum, wohin ich jemanden lenken möchte, sondern vielmehr darum, dass diese Person offen für Neues ist und sich fragt, was als Nächstes kommt. Dadurch ändert sich der Zustand.
Der Großteil gesellschaftlicher Bemühungen besteht aus Verhaltensänderungen. Wir verfolgen ein Ziel und setzen alles dafür ein, dieses zu erreichen. Das ist legitim und notwendig. Aber es gibt den Bereich des Empowerments, des Boostings, in dem wir Voraussetzungen schaffen, bevor wir uns auf Verhaltensänderungen konzentrieren.
Dadurch eröffnen sich ganz andere Optionen und Ziele.
Umgebt euch mit Leuten, die es gut mit euch meinen. Viel Spaß und einen wunderschönen Tag!
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Welt, sei gegrüßt mit einem wunderbaren 'Guten Morgen', heute am 4. November! Ich bin Roman Rackwitz und präsentiere euch den Podcast A.M. Alchemy. Warum A.M. Alchemy? Die Idee ist, euch morgens inspirierende Gedanken für den Tag zu geben. Ich beschäftige mich seit langem mit Verhaltenspsychologie und Gamification, wodurch im Kopf Ideen und Motivationen wie scheinbar aus dem Nichts entstehen können. Eben fast wie im Mythos rund um die Alchemie.
Der Plan ist, regelmäßig morgens kurze Gedanken zu teilen. Manchmal werden auch Gäste dabei sein, dann könnte es etwas länger werden. Ansonsten, wer Lust hat morgens in fünf Minuten etwas Inspirierendes mitzunehmen, der abonniere diesen Podcast!
Das Ganze wird auch auf dem Blog unter https://romanrackwitz.de/a-m-alchmie/ transkribiert. Nun wünsche ich euch einen wunderbaren Morgen und einen großartigen Tag. Bis dann!
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Unternehmen streben nach einer stärkeren Bindung zu Mitarbeitern und Kunden. Sie möchten faszinieren und Emotionen wecken. Gleichzeitig versuchen sie, der "Commodification" entgegenzuwirken - also nicht nur als austauschbares Produkt oder Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Paradoxerweise führen die Maßnahmen, die sie ergreifen, oft genau dazu.
Die Strategie besteht darin, Interaktionen zu erleichtern und schneller Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Doch genau das kann den Weg zur Commodity ebnen. Denn wir Menschen sind oft von Dingen begeistert, die nicht schnell und einfach sind. Unternehmen setzen somit Werkzeuge ein, die ungewollt zur Commodity führen.
Die Frage ist also: Wie kann man etwas aufbauen, womit niemand anders konkurrieren kann? Denn schneller und leichter können alle versuchen. Hier kommt die Bedeutung der individuellen Story ins Spiel - eine einzigartige Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde oder Mitarbeiter.
Nehmen wir den Weinhandel als Beispiel: Zwei Läden mit identischem Sortiment können durch unterschiedliche Beratung völlig verschiedene Geschichten mit ihren Kunden kreieren. Eine solche persönliche Journey macht das Angebot einzigartig.
Bei der Customer Journey geht es oft darum, alles möglichst reibungslos zu gestalten. Doch gerade das kann zur Commodity führen. Um diesen Zyklus zu durchbrechen, benötigen Unternehmen eine persönliche Story mit Mitarbeitern oder Kunden.
Entscheidend ist die Entwicklung dieser Story in der persönlichen Journey - nicht im Sinne einer vordefinierten User Journey, sondern im individuellen Erleben und Wachsen mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Nur so können Emotionen geweckt und eine echte Bindung geschaffen werden.
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
From the publisher's feed
"Denn es ist mir was aufgefallen und ich dachte, ich teile es mit mir.
Welt, sei mir gegrüßt, an einem weiteren Tag voller Wunder und Gedanken. Ein paar Zeilen an mich für…
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.